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Ohrenschmerzen Ab Wann Zum Arzt?

Ohrenschmerzen – Wann zum Arzt? – Treten Ohrenschmerzen oder leichter Druck im Ohr in Folge einer Flugreise oder eines Schwimmbadbesuchs auf, muss man nicht gleich zum Arzt. Halten die Beschwerden jedoch an oder kommen weitere Symptome hinzu, ist ein Arztbesuch angeraten.

Was macht der Hausarzt bei Ohrenschmerzen?

Die Grundbehandlung einer akuten Mittelohrentzündung besteht aus Bettruhe sowie der Gabe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln (Antiphlogistika). Gegebenenfalls werden auch fiebersenkende Medikamente verabreicht. Abschwellende Nasentropfen und -sprays dienen der besseren Belüftung, wenn die Mittel­­ohrentzündung in Folge eines Schnupfens aufgetreten ist.

  1. Diese Mittel sollten aber ohne Absprache mit dem Arzt nicht länger als eine Woche angewandt werden, da die Nasenschleimhaut sonst ohne Hilfe nicht mehr abschwillt.
  2. Bei Ohrfluss kann der Arzt den Gehörgang mit warmem Wasser ausspülen und mit Watte vorsichtig austupfen.
  3. Eine Wärmebehandlung mit Rotlicht, einem Traubenkernkissen oder einem Säckchen mit abgekochten Zwiebeln wird von vielen Patienten als angenehm empfunden.

Ohrentropfen dürfen nur nach ärztlicher Anordnung verwendet werden. Sie sind überhaupt nur wirksam, wenn das Trommelfell bereits defekt ist, ansonsten dringen sie nicht in das Mittelohr vor. Patienten sollten darauf achten, dass kein Wasser beim Duschen oder Baden in die Ohren gelangt.

  • In den ersten Tagen sollte ganz darauf verzichtet werden.
  • Schwimmbad-Besuche sind absolut tabu! Die Verschreibung von Antibiotika bei bakteriell bedingter Mittelohrentzündung ist nach wie vor weit verbreitet.
  • Mittel der Wahl ist ein Breitbandantibiotikum, das gegen viele verschiedene Erreger wirkt.
  • Allerdings wird die Zunahme der Resistenzen bei bakteriellen Infektionen mit Sorge betrachtet.

Aufgrund neuerer Studien zum Behandlungserfolg wird daher bei einem normalen Krankheitsverlauf und guten Allgemeinzustand empfohlen, nur Kinder unter sechs Monaten sofort mit Antibiotika zu behandeln. Ältere Kinder sollten zwei Tage beobachtet und nur bei andauernden Symptomen oder Komplikationen ein Antibiotikum verabreicht werden.

Wie lange dauert eine unbehandelte Mittelohrentzündung?

Antibiotika gegen Mittelohrentzündung – Auch in der heutigen Zeit wird aufgrund der Wirksamkeit gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Erreger häufig ein Breitbandantibiotikum verschrieben. Da in den letzten Jahren jedoch eine steigende Anzahl von resistenten Erregern beobachtet wurde, gerät diese Verschreibungspraxis immer mehr in die Kritik.

  • Bei unbedenklichem Krankheitsverlauf und allgemein gutem Gesundheitszustand verordnen Ärzte daher bei akuter Mittelohrentzündung meist Bettruhe und entzündungshemmende Schmerzmittel.
  • In der Regel heilt eine Mittelohrentzündung auch ohne Antibiotika nach etwa zwei Wochen vollständig aus,
  • Ein Arztbesuch ist dennoch in jedem Fall ratsam, da der Mediziner Art und Verlauf der Mittelohrentzündung beurteilen und die Behandlung entsprechend einleiten kann.

Tritt nach einigen Tagen keine Besserung ein oder zeigen sich Komplikationen, wird der Arzt eine Antibiotikabehandlung verordnen. Auch bei Kindern mit akuter Mittelohrentzündung ist eine Antibiotikabehandlung nicht in jedem Fall ratsam. Bei Säuglingen, die jünger als sechs Monate sind, erfolgt immer eine sofortige Behandlung mit Antibiotika.

  • Leiden ältere Kinder an einer akuten Mittelohrentzündung, wird der Arzt den Krankheitsverlauf in der Regel über einen Zeitraum von zwei Tagen beobachten.
  • Treten Komplikationen auf oder kann der Arzt keine Besserung der Symptome feststellen, wird den erkrankten Kindern ein Antibiotikum verabreicht.
  • Breitet sich die Mittelohrentzündung unabhängig vom Alter des Patienten weiter aus oder kommen weitere Symptome wie hohes Fieber, anhaltender Durchfall und/oder Erbrechen hinzu, ist eine umgehende Behandlung mit Antibiotika empfehlenswert.
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Weit verbreitet ist der Wirkstoff Amoxicillin, alternativ werden jedoch auch orale Cephalosporine verschrieben. Der behandelnde Arzt verordnet bei auftretenden Komplikationen eine Antibiotikatherapie, um das gesundheitliche Risiko von lebenslangen Folgeschäden zu senken.

Was sieht der Arzt bei einer Mittelohrentzündung?

Plötzliche Ohrenschmerzen: Mittelohrentzündung | Die Techniker Eine Erkältung ist häufig auch im Ohr zu spüren. Über einen kleinen Verbindungskanal zwischen Ohr und Nasen-Rachen-Raum können Viren und Bakterien ins Mittelohr wandern und dort eine Entzündung auslösen.

Mediziner nennen diese Verbindung Eustachische Röhre oder auch Ohrtrompete. Leidet Ihr Kind derzeit an einer akuten Mittelohrentzündung, seien Sie beruhigt: Mittelohrentzündungen gehören in vielen Fällen zur Kindheit dazu und verlaufen meist komplikationsfrei. Bei Kindern ist die Ohrtrompete noch nicht vollständig entwickelt.

Sie ist kürzer und weiter, wodurch Keime aus dem Nasen-Rachen-Raum sehr viel leichter in das Mittelohr vordringen können als bei Erwachsenen. Diese Symptome können auf ein entzündetes Mittelohr hinweisen:

Schmerzen und Druckgefühl im betroffenen OhrErkältung mit Husten und SchnupfenFieberKopfschmerzenallgemeines KrankheitsgefühlSchwindelAppetitlosigkeitUnruhesogenannter Ohrzwang: das Kind greift sich ständig an das betroffene Ohrdas Hörvermögen ist eingeschränktSekret läuft aus dem Ohr Paukenerguss

«Die meisten akuten Mittelohrentzündungen heilen von selbst ab», weiß Dr. Klaus Domdey, HNO-Arzt im TK-Ärztezentrum. Häufige Mittelohrentzündungen können zur Folge haben, dass das Trommelfell vernarbt und Betroffene dauerhaft schwerhörig werden. Das kann sich bei Kleinkindern auch negativ auf ihre sprachliche Entwicklung auswirken.

«Die Ursache der akuten Mittelohrentzündung ist häufig ein Virus-Infekt der Schleimhäute der oberen Luftwege», erklärt Dr. Domdey. «Bei einem Virusinfekt schwillt die Schleimhaut in der Ohrtrompete an. Dadurch kann das Mittelohr nicht mehr ausreichend belüftet werden, sodass sich dort ein Entzündungsprozess entwickeln kann.

Hierbei können sich Keime vermehren», so Domdey. Neben einer viralen Infektion gibt es eine Reihe weiterer Faktoren, die zu einer akuten Mittelohrentzündung führen können:

Bakterielle Infektion: Bei Kindern gelten Pneumokokken und Haemophilus influenzae als häufigste Ursachen. Chronische Entzündungen im Bereich der Nasenschleimhäute oder Nasennebenhöhlen können eine Mittelohrentzündung auslösen. Traumatische Perforation: Ist das Trommelfell verletzt, können Erreger in das Mittelohr eindringen und dort eine akute Entzündung auslösen. Vergrößerte Rachenmandel: Schwillt die Ihres Kindes stark an, wird das Mittelohr schlechter belüftet und es entwickelt sich häufig eine Mittelohrentzündung. Grunderkrankung: Eine Gaumenspalte, Funktionsstörungen der Ohrtrompete, ein geschwächtes Immunsystem oder Allergien können ebenfalls eine akute Mittelohrentzündung begünstigen. Rückfall: War Ihr Kind in den ersten sechs Lebensmonaten schon einmal an einer akuten Mittelohrentzündung erkrankt, neigt das Mittelohr zu wiederkehrenden Infekten. Folgeerkrankung: Mittelohrentzündungen können auch als Folge bakterieller Infektionskrankheiten wie Masern oder Scharlach entstehen.

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In vielen Fällen kann Ihr HNO-Arzt bereits durch einen Blick auf das Trommelfell feststellen, ob Sie an einer akuten Mittelohrentzündung leiden. Hierzu nutzt er einen kleinen Ohrenspiegel, das Otoskop, das er in den betroffenen Gehörgang einführt. Ist das Trommelfell entzündet, verfärbt und wölbt es sich.

Um mögliche weitere Erkrankungen wie zum Beispiel eine auszuschließen, untersucht er den Nasen-Rachen-Raum.Sollten Sie oder Ihr Kind häufiger an akuten Mittelohrentzündungen leiden, führt Ihr HNO-Arzt außerdem einen Hörtest durch. Bei einer anschließenden Nachuntersuchung kann er dann prüfen, ob Sie wieder so gut hören wie vor der Erkrankung.Durch den zunehmenden Druck im Innenohr kann sich das Trommelfell oft nicht mehr richtig bewegen. Mithilfe einer Messsonde, des Tympanometers, kann Ihr Arzt die Höhe des Drucks im Mittelohr messen und feststellen, wie stark das Trommelfell mittlerweile beeinträchtigt ist. Manchmal befürchtet der Arzt Komplikationen, z.B. eine Entzündung des Warzenfortsatzes, auch Mastoiditis genannt, oder eine Entzündung der Gehirn- oder Rückenmarkshäute, auch genannt. Dann kann er bildgebende Verfahren heranziehen. Klingt die Mittelohrentzündung trotz verordneter Medikamente nicht ab, kann das Ohrsekret in einem Labor auf virale beziehungsweise bakterielle Erreger untersucht werden.

Oberstes Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen zu stillen, das Fieber zu senken und die Entzündung abklingen zu lassen. Um dies zu erreichen, kann Ihr Arzt folgende Medikamente verschreiben:

Abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays sorgen dafür, dass Sie wieder besser atmen können. Schmerzstillende und fiebersenkende Mittel wirken der Entzündung entgegen und helfen Ihnen, sich zu entspannen und besser zu schlafen. Antibiotika helfen nur bei Entzündungen, die von Bakterien ausgelöst werden.

Wölbt sich das Trommelfell so stark vor, dass es schmerzt und das Hörvermögen beeinträchtigt, kann ein Trommelfellschnitt sinnvoll sein, die sogenannte, Schonen Sie sich. Nur wenn der Körper Ruhe hat, kann er die Entzündung überwinden und sich vollständig erholen.

Machen Sie Ihr Immunsystem fit: Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen und bewegen Sie sich regelmäßig. Auch Saunabesuche und Wechselbäder regen den Kreislauf an und trainieren das Immunsystem. Leiden Sie gerade unter einer Erkältung, pausieren Sie besser. Schaffen Sie eine rauchfreie Umgebung: Passivrauchen erhöht vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern das Risiko, an einer akuten Mittelohrentzündung zu erkranken. Impfung: Eine im Kindesalter beugt schweren Erkrankungen wie Lungen- oder Hirnhautentzündungen vor und senkt auch nachweislich das Risiko, an Mittelohrentzündungen zu erkranken. Vor Zugluft schützen: Neigen Sie oder Ihr Kind zu Mittelohrentzündungen, schützen Sie sich vor Zugluft. Halten Sie Kopf und Ohren bei kaltem Wetter durch eine Mütze warm. Besonders nach dem Schwimmen föhnen Sie feuchtes Haar gut trocken. Trinken Sie ausreichend Wasser: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen 1,5 bis 2 Liter und Kindern, je nach Alter, 0,8 bis 1,5 Liter am Tag zu trinken. Dafür eignen sich am besten Wasser, Saftschorlen oder Tees. Lassen Sie Ihr Kind seltener schnullern: Stetiges Nuckeln verstärkt den Unterdruck im Mittelohr kann eine Mittelohrentzündung begünstigen. Vorsicht bei der Ohrreinigung: Reinigen Sie Ihre Ohren möglichst nicht mit Wattestäbchen. Diese können das Ohrenschmalz weiter in den Gehörgang schieben, wodurch sich ein sogenannter bilden kann. Mit dem Stäbchen können Sie außerdem das Trommelfell verletzen und Erregern den Weg in das Mittelohr erleichtern. Achtung bei Flugreisen: Ein Schnupfen oder eine Erkältung erschwert den Druckausgleich des Mittelohrs in großer Höhe und eine Virusinfektion hat leichtes Spiel. Lässt sich eine Flugreise nicht verschieben, helfen abschwellende Nasentropfen beim Druckausgleich, vor allem vor Start und Landung.

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HNO-Ärzte im Netz. URL: https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/mittelohrentzuendung-akut/definition-und-haeufigkeit.html (abgerufen am: 07.03.2019). Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): S2-Leitlinie. Stand: 11.2014. URL: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/053-009l_S2k_Ohrenschmerzen_2014-12-verlaengert.pdf (abgerufen am: 07.03.2019).

Lenarz, T.; Boenninghaus, H.G.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.14., überarbeitete Auflage Berlin, Heidelberg: Springer 2012. Pschyrembel Klinisches Wörterbuch online: Akute Otitis media, 11.2018. URL: https://www.pschyrembel.de/Akute%20Otitis%20media/A0V5J (abgerufen am: 07.03.2019).

Was kann man bei einer Mittelohrentzündung tun?

Schmerzlindernde und fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen und Paracetamol können die Beschwerden bis dahin lindern. Antibiotika helfen bei einer Mittelohrentzündung oft nicht. Denn sie wirken nur bei Bakterien und nicht, wenn Viren die Entzündung verursacht haben. Außerdem können sie Nebenwirkungen haben.