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Wie Viel Verdient Ein Arzt Mit Eigener Praxis Im Monat?

Ärzte-Gehälter nach Fachrichtung im Überblick Arzt-Gehalt mit eigener Praxis Ärzte sind gesellschaftlich hoch angesehen und verdienen gut. Damit werden sie nach einer langen und fordernden Ausbildung gleich doppelt belohnt. Doch bei der finanziellen Entlohnung, sprich beim Gehalt für Ärzte, gibt es große Unterschiede,

Während angestellte Ärzte in Krankenhäusern überwiegend nach Tarifvertrag bezahlt werden, gibt es bei niedergelassenen Ärzten je nach Fachrichtung enorme Diskrepanzen. Ein Überblick. Wer Arzt werden möchte, hat die Wahl zwischen zahlreichen Fachrichtungen. Bei der Entscheidung für eine Arzt-Fachrichtung spielen persönliches Interesse sowie individuelle Stärken eine wichtige Rolle.

Aber auch das spätere Gehalt als Arzt kann die Wahl einer Fachrichtung beeinflussen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn die Gründung einer Praxis zum Berufsziel gehört. Das Statistische Bundesamt hat im Jahr 2017 eine umfangreiche Studie dazu durchgeführt, wie viel niedergelassene Ärzte in Deutschland verdienen.

Fachgebiet Einnahmen pro Praxis Einnahmen pro Praxisinhaber
Radiologie 2.343.000 1.029.000
Augenheilkunde 728.000 503.000
Orthopädie 669.000 461.000
Chirurgie 611.000 454.000
Innere Medizin 583.000 426.000
Urologie 564.000 391.000
Dermatologie 543.000 430.000
Kinder- und Jugendmedizin 427.000 311.000
Hals-Nasen-Ohren 424.000 348.000
Gynäkologie 415.000 332.000
Allgemeinmediziner 405.000 297.000
Neurologie/ Psychotherapie 324.000 289.000

Wie die Tabelle im oberen Absatz zeigt, sind die Unterschiede bei den Gehältern niedergelassener Ärzten enorm. Bei einem angestellten Arzt entscheiden Kriterien wie die Qualifikation und Berufserfahrung über die Höhe seines Gehaltes, das ist im so geregelt.

Auch die Art der Einrichtung, in der der angestellte Arzt arbeitet, also ob er oder sie in einem kommunalen Krankenhaus, in einer Universitätsklinik oder einer privaten Klinik arbeitet, hat Einfluss auf den Tarifvertrag und damit das Gehalt. Bei den niedergelassenen Ärzten hingegen spielt vor allem die Fachrichtung eine entscheidende Rolle bei der Höhe des ärztlichen Einkommens,

Ein niedergelassener Arzt für Neurologie oder Psychotherapie mit eigener Praxis nimmt im Schnitt nicht einmal ein Drittel von dem ein, was eine Praxis für Radiologie an Einnahmen generiert – gemessen an den Einnahmen pro Praxisinhaber. Dies liegt unter anderem daran, dass die Behandlung eines Patienten beim Radiologen in der Regel deutlich kürzer ist als beispielsweise eine Sitzung bei einem Facharzt für Psychotherapie.

  • Somit kann der Radiologe eine größere Anzahl an Patientinnen und Patienten pro Tag behandeln.
  • Ein weiterer Grund für die Höhe des Gehaltes von Radiologen sind die teuren medizinischen Geräte, die er kaufen muss, um als niedergelassener Facharzt für Radiologie tätig werden zu können.
  • Solche Anschaffungen müssen weder ein Arzt für Psychotherapie noch ein Allgemeinmediziner leisten.

Bei Letzteren liegt der Fokus vor allem auf den Praxisräumen und deren Einrichtung sowie der nötigen Grundausstattung für Untersuchungen, Administration oder Empfang. Beim Vergleich von Arztgehältern bei niedergelassenen Medizinern müssen wie bei allen Selbstständigen neben den Einnahmen auch die Kosten betrachtet werden.

  • Eine Praxis für Radiologie beispielsweise hat im Schnitt pro Jahr Kosten in Höhe von 1.493.000 Euro.
  • Nach Abzug dieses Betrages bleiben der Radiologie-Praxis am Ende des Jahres noch 850.000 Euro übrig.
  • Dies entspricht etwas mehr als einem Drittel der Einnahmen.
  • Bei einem Arzt für Psychotherapie oder Neurologie hat das Statistische Bundesamt einen Reinertrag in Höhe von 180.000 Euro ermittelt.

Dieser Wert beträgt mehr als die Hälfte der Einnahmen. Allgemeinmediziner erwirtschaften im Schnitt pro Jahr einen Reinertrag von 227.000 Euro pro Praxis und 167.000 Euro pro Praxisinhaber. Folgende Tabelle enthält die vom Statistischen Bundesamt ermittelten Reinerträge.

  1. Darin nicht enthalten sind Kosten für Altersvorsorge, Krankenversicherung, Rente, Steuern oder die Übernahme einer Praxis.
  2. Die vom Statistischen Bundesamt ermittelten Arztgehälter sind Durchschnittswerte.
  3. Was ein niedergelassener Arzt tatsächlich verdient, liegt nicht nur an seinem Fachgebiet und der Art und Weise seiner Arbeit, sondern auch an seinem Wohnort.

Bei allen niedergelassenen Ärzten, egal ob Augenarzt, Allgemeinmediziner oder Dermatologe, gibt es auch wesentliche Gehaltsunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Gehalt niedergelassener Ärzte: Reinertrag in Euro

Fachgebiet Reinertrag pro Praxis Reinertrag pro Praxisinhaber
Allgemeinmedizin 227.000 167.000
Augenheilkunde 370.000 256.000
Chirurgie 281.000 209.000
Dermatologie 284.000 225.000
Gynäkologie 217.000 173.000
Hals-Nasen-Ohren 223.000 183.000
Innere Medizin 282.000 206.000
Kinder- und Jugendmedizin 228.000 166.000
Neurologie / Psychotherapie 180.000 161.000
Orthopädie 311.000 214.000
Radiologie 850.000 373.000
Urologie 302.000 210.000

Quelle: Statistisches Bundesamt Nach Angaben des Internetportals gehaltsvergleich.com verdienen niedergelassene Ärzte in Bayern zwischen etwa 4.200 und knapp 12.000 Euro pro Monat (ermittelt im Juli 2020). In Hamburg reichen die ermittelten Gehälter von rund 5.000 Euro bis fast 10.000 Euro.

In Sachsen hingegen liegt die Bandbreite der Gehälter für niedergelassene Ärzte bei 3.700 bis 7.200 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 3.600 bis 6.900 Euro. Das Portal gehalt.de erlaubt ebenfalls einen Vergleich von Gehältern aufgeteilt nach Branchen und Bundesländern. Demnach verdient ein niedergelassener Hausarzt in Bayern zwischen 5.950 und rund 11.000 Euro brutto im Monat.

In Baden-Württemberg liegt der Wert sogar noch etwas darüber. In Mecklenburg-Vorpommern hingegen reichen die Gehälter von 4.300 bis etwas über 8.000 Euro. Auf einem ähnlichen Niveau liegt der Verdienst niedergelassener Hausärzte in Sachsen (ermittelt im Juli 2020).

  • Das Statistische Bundesamt hat den Reinertrag der einzelnen Arztpraxen in alte und neue Bundesländer aufgeteilt.
  • Ein Blick auf diese Zahlen ergibt einen klaren finanziellen Vorteil für Ärzte in den alten Bundesländern,
  • Die Unterschiede variieren jedoch von Fachgebiet zu Fachgebiet.
  • Bei den Neurologen liegt der Reinertrag je Praxis in den neuen Ländern sogar über dem in den alten Bundesländern.

Auch bei der Allgemeinmedizin haben die neuen Bundesländer beim Reinertrag je Praxisinhaber die Nase vor den alten Ländern. Bildquelle: iStock.com/SeventyFour, iStock.com/onurdongel : Ärzte-Gehälter nach Fachrichtung im Überblick

Wie viel Geld macht eine Praxis?

Arzt Gehalt: Der anteilige Gewinn von niedergelassenen Ärzten – Die Tabelle zeigt, dass die hohen Bruttoeinnahmen der niedergelassenen Arztpraxen irreführend sein können. Denn die tatsächlichen Einnahmen (Reinertrag) können abzüglich aller Aufwendungen unterschiedlich ausfallen.

Die Auswertung vom statistischen Bundesamt verdeutlicht dies anhand der Gegenüberstellung einer Praxis für Allgemeinmedizin und einer Praxis für Radiologie: Praxis für Allgemeinmedizin Die durchschnittlichen Einnahmen einer allgemeinmedizinischen Praxis belaufen sich auf 405.000 Euro, bei Ausgaben in Höhe von 178.000 Euro.

Die Verrechnung führt zu einem Reinertrag von 227.000 Euro pro Praxis (167.000 Euro pro Praxisinhaber) – also bleiben über 50 % der Einnahmen. Praxis für Radiologie In der Radiologie liegen die durchschnittliche Einnahmen bei 2.343.000 Euro. Jedoch verbuchen radiologische Praxen ebenfalls auch enorme Ausgaben in Höhe von 1.493.000 Euro.

Ist es schwer eine eigene Praxis zu eröffnen?

Eine Logopädie-Praxis eröffnen – Wenn Sie als Logopäde eine Praxis eröffnen möchten, müssen Sie eine Ausbildung zum Logopäden mitbringen. Diese dauert klassischerweise drei Jahre und wird abwechselnd in der Berufsschule und in therapeutischen Einrichtungen geführt.

  • Mit der Ausbildung in der Logopädie dürfen Sie lediglich Privatpatienten behandeln.
  • Wenn Sie auch Kassenpatienten behandeln möchten, benötigen Sie eine Kassenzulassung.
  • Wenn Sie eine eigene Praxis eröffnen möchten – egal ob als Arzt oder als Heilpraktiker – steht Ihnen ein wahrer Spießrutenlauf bevor: die Anforderungen an Ärzte sind sehr umfangreich, z.B.

gilt es, über zehn Jahre Erfahrung aus Studium, Praktikum und Weiterbildung nachzuweisen. Doch selbst mit ausreichenden Vorkenntnissen wird es Ärzten nicht leicht gemacht: Eine Praxisneugründung ist aktuell nur in zulassungsfreien Gebieten zulässig, die eine Unterversorgung an Allgemein- oder Fachärzten aufweisen.

  • Dies ist momentan nur in den neuen Bundesländern der Fall.
  • Ihnen bleibt jedoch die Option, eine bestehende Praxis zu übernehmen, was zudem mit vielen Vorteilen verknüpft ist.
  • Eine bestehende Praxis hat beispielsweise bereits einen festen Kundenstamm und Sie können sich an den BWA (betriebswirtschaftlichen Auswertungen) der Vorjahre orientieren.

Allerdings bringt eine Praxisübernahme auch einige Nachteile mit sich, wie im Folgenden erläutert wird.

Wer kann eine Praxis eröffnen?

Wer darf eine eigene Praxis eröffnen? – Wie Viel Verdient Ein Arzt Mit Eigener Praxis Im Monat Nach der Approbation ist grundsätzlich die Gründung einer Praxis möglich. Eine eigene Praxis eröffnen dürfen Sie, wenn Sie im Besitz einer Approbation als Arzt oder Psychotherapeut sind. Dann können Sie grundsätzlich eine Privatpraxis eröffnen und dort Privatpatienten und Selbstzahler behandeln.

Möchten Sie auch Patienten, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, behandeln, benötigen Sie die Zulassung als Vertragsarzt durch die gesetzlichen Krankenkassen. Um diese zu erhalten, müssen Sie zunächst im Arztregister eingetragen sein und einen schriftlichen Antrag beim Zulassungsausschuss stellen,

Bei positiver Prüfung erhalten Sie eine Bewilligung und erfüllen die Voraussetzungen, um eine Praxis zu eröffnen.

Wie übernimmt man eine Praxis?

Träumen Sie von der eigenen Arztpraxis? Hier erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt eine erfolgreiche Praxisübernahme planen, was im Praxisübernahmevertrag stehen sollte und was Sie beachten müssen, wenn Sie Patientenakten und Personal übernehmen wollen.

Und Sie können eine Praxisübernahme-Checkliste kostenlos herunterladen. Diesen Artikel teilen Die eigene Praxis liegt bei vielen jungen Ärzten weiter hoch im Kurs. Eine Praxisgründung ist heutzutage aber eher selten geworden. Zulassungsbeschränkungen führen dazu, dass Ärzte sich nicht überall niederlassen können.

Eine etablierte Praxis zu übernehmen ist da oft die einzige Möglichkeit, einen Arztsitz zu erhalten. Bei der Übernahme haben Ärzte mehrere Optionen: Sie können eine Einzelpraxis kaufen oder einen Anteil an einer Ärztlichen Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) oder einem MVZ erwerben. Welche Option zu Ihnen passt und das Wichtigste zur Zulassung finden Sie heraus, indem Sie auf den jeweiligen Link im Text klicken. Kontaktieren Sie uns für Ihre individuelle Beratung. Andrea Schannath Rechtsberatung Wenn Sie die berufliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit schätzen, hat eine Praxisübernahme im Vergleich zur Neugründung viele Vorteile:

  • Die Räume sind praxisgerecht ausgestattet (Möbel, Geräte, Software etc.)
  • Das Team der Praxis ist gut eingespielt
  • Es gibt einen Patientenstamm
  • Es gibt Vergleichszahlen für die Praxisbuchhaltung
  • Sie können eine Übernahme auf Etappen (z.B. mit Anstellung ) vereinbaren und vom Know-how Ihres Vorgängers profitieren

Hilfe von erfahrenen Kollegen Sie suchen nach einem Mentor und Praxis-Coach, der Sie unterstützt? Dann sind unsere Senior Expert Docs® das Richtige für Sie! Durchschnittlich investieren Ärzte zwischen 100.000 und 350.000 Euro beim Praxiskauf. Der Preis hängt von vielen Faktoren ab: Ist es eine Facharzt- oder Hausarztpraxis? Wie modern und teuer ist die Ausstattung? Ist es eine kassenärztliche oder eine Privatpraxis? Als Richtwert dient eine professionelle Praxiswertermittlung (mehr dazu unter Praxisabgabe ), der Rest ist Verhandlungssache.

  1. Ihr Vorteil als Käufer: Das Angebot ist meist größer als die Nachfrage.
  2. Das wirtschaftliche Risiko für Nachfolger ist normalerweise gering, denn Sie bauen auf Vorhandenes auf.
  3. Sie können Einnahmen und laufende Kosten planen und bekommen ein Gefühl dafür, wie hoch Umsatz und Gewinn in Zukunft ausfallen.

Lesen Sie dazu mehr unter Controlling, Hohe Investitionen (z.B. für medizinische Geräte) sind nicht immer nötig. Weil Sie den Patientenstamm der Arztpraxis übernehmen, müssen Sie auch weniger intensiv werben, Das Risiko eines Umsatzeinbruches (weil frühere Patienten in andere Praxen wechseln) ist sogar bei einer Einzelpraxis kalkulierbar. Als neuer Arzt können Sie häufig auch Fördermittel zur Existenzgründung in Anspruch nehmen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Bank oder KV. Ihr Plan zum Praxiskauf steht fest? Haken Sie diese To Dos der Reihe nach ab:

  1. Nehmen Sie mit Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung Kontakt auf und lassen Sie sich in die Warteliste für eine Zulassung eintragen. Dazu müssen Sie Ihre Weiterbildung beendet haben.
  2. Sammeln Sie die Unterlagen für den Zulassungsausschuss.
  3. Suchen Sie über eine Praxisbörse, Fachzeitschriften und persönliche Kontakte eine passende Praxis.
  4. Verhandeln Sie mit dem abgebenden Arzt den Kaufpreis auf der Grundlage einer professionellen Praxiswertermittlung.
  5. Klären Sie mit Ihrer Bank die Finanzierung. Denken Sie neben dem Kaufpreis auch an nötige Investitionen und Zinsen für Kredite,
  6. Recherchieren Sie, welche regionalen oder staatlichen Förderungen (z.B. für Existenzgründer) für Sie infrage kommen.
  7. Erstellen Sie einen Businessplan für Ihre Arztpraxis für die nächsten 5—10 Jahre.
  8. Einigen Sie sich mit dem Vermieter der Praxisräume, ob Sie den Mietvertrag übernehmen oder neu abschließen. Tipp: Am einfachsten ist das, wenn Sie den Praxismietvertrag des Virchowbundes nutzen. Er ist speziell auf Arztpraxen ausgelegt.
  9. Klären Sie, welche Versicherungen und Verträge Sie übernehmen und welche Sie neu abschließen müssen. Denken Sie besonders an:
    • Telefon und Internet
    • Leasingverträge für Geräte und Praxis-PKW
    • Versicherung für Praxisinventar, Medizintechnik, Einbruchdiebstahl etc.
  10. Schließen Sie den Praxisübernahmevertrag. Tipp: Nutzen Sie dazu unseren Mustervertrag, dann vergessen Sie keine wichtigen Details. Bei Fragen hilft Ihnen unsere Rechtsberatung jederzeit weiter – ohne Zusatzkosten für Sie.
  11. Bewerben Sie sich beim Zulassungsausschuss um einen KV-Sitz als Nachfolger.
  12. Informieren Sie Mitarbeiter, Patienten und die KV.
  13. Richten Sie eine Praxishomepage ein.
  14. Ordern Sie ein Praxisschild mit Ihrer Fachrichtung gemäß Weiterbildung und den Sprechzeiten,
  15. Bewerben Sie Ihre Arztpraxis in regionalen Medien, online, bei umliegenden Ärzten, Apotheken etc. Welche Werbung erlaubt ist, erfahren Sie im Beitrag Praxismarketing,

Alles erledigt? Dann herzlichen Glückwunsch zur eigenen Praxis! Unsere noch ausführlichere Checkliste Praxisübernahme können Sie hier als PDF kostenlos herunterladen. Als Laie verliert man im Paragrafendschungel leicht den Überblick. Aber dank der persönlichen Beratung im Virchowbund konnte ich mich ohne Angst, etwas zu übersehen, um meine Patienten kümmern. Der Praxiskauf verlief viel entspannter als bei anderen Ärzten in meinem Bekanntenkreis.

  • Mieten oder kaufen Sie die Praxisräume?
  • Was gehört zur Einrichtung und wird mitverkauft?
  • Was passiert mit den Patientenunterlagen ?
  • Welche laufenden Verträge übernehmen Sie?
  • Wer haftet für Forderungen, die vor Praxisübergabe entstanden oder danach entstehen?
  • Bezahlt der bisherige Praxisinhaber anteilig Urlaubs- und Weihnachtsgeld?

Wichtig: Der Mietvertrag für die Praxisräume sollte mindestens noch fünf Jahre gelten und eine Option auf Verlängerung von z.B. dreimal je fünf Jahren enthalten. Sie sollten nur einen speziellen Praxismietvertrag für Ärzte verwenden. Unser Mustervertrag für die Praxisübernahme hilft Ihnen, sich auch gegen Zahlungsausfälle zu wappnen. Zusätzlich enthält er noch einige weitere, hilfreiche Klauseln:

  • Vorbehaltsklausel (Vertrag gilt nur, wenn Sie die Zulassung erhalten)
  • Rücktrittsrecht
  • Konkurrenzschutzklausel
  • Zustimmung des Ehepartners
  • Regeln für ein Schiedsgutachterverfahren

Den Muster-Praxisübernahmevertrag finden Sie weiter unten als Word-Dokument zum Download, Passen Sie ihn unbedingt für sich an. Wir helfen Ihnen gerne dabei und wissen, worauf es ankommt. Mit der neuen Praxis übernehmen Sie automatisch auch alle Arbeitsverträge, Wenn Sie einzelne Mitarbeiter kündigen möchten, dürfen Sie den Eigentümerwechsel selbst nicht als Grund heranziehen. Sie müssen das Praxisteam rechtzeitig darüber informieren, wann die Praxis übergeben wird. Klären Sie sie auch auf, welche Folgen für die einzelnen Personen zu erwarten sind. Unser Muster-Schreiben „Mitarbeiterinformation bei Praxisabgabe» finden Sie am Ende dieser Seite als Download.

  1. Die Mitarbeiter haben einen Monat Zeit, zu widersprechen, dass ihr Arbeitsvertrag nach Praxisübernahme weiterläuft.
  2. Besprechen Sie mit den MFA rechtzeitig die neue Praxisorganisation, damit von Tag 1 an alles glatt läuft.
  3. Aber haben Sie Geduld: Eingefahrene Strukturen lassen sich nicht von heute auf morgen ändern.

Gute Zusammenarbeit mit dem Praxispersonal ist die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Start. Dann werden Sie heute noch Mitglied im Virchowbund. Sparen Sie wertvolle Zeit mit unseren Musterverträgen – von Arbeitsvertrag bis Weiterbildungszeugnis. Mitglieder wissen mehr! Virchowbund-Mitglieder erhalten vollen Zugriff auf

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Was ist eine Praxis wert?

Bundesärztekammer-Methode (alt) – Nach wie vor bekannt ist die sog. (alte) Bundesärztekammer-Methode (letztmalig veröffentlicht im Jahr 1987), auch eine Mischmethode verschiedener Bewertungsmethoden. Ausgangsüberlegung ist, dass es einen ideellen und einen materiellen Praxiswert gibt.

  1. Der ideelle Praxiswert wird ermittelt als Mittel der Umsätze der letzten 3 Jahre.
  2. Das sind durchschnittlich 400.000 Euro.
  3. Hiervon wird abgezogen der „Unternehmerlohn» in Höhe der Vergütung für einen Oberarzt in der Vergütungsgruppe BAT Ib, rund 90.000 Euro.
  4. Damit verbleibt ein Ertrag von 310.000 Euro.
  5. Hiervon soll 1/3 als ideeller Praxiswert gelten, das sind 103.333 Euro.

Je nach Wert beeinflussenden Faktoren (Lage, Vernetzung mit anderen Praxen, Personalqualifikation, Patientenzusammensetzung etc.) kann der Wert nach unten bis zu ¼ = 77.500 Euro oder nach oben bis zu ½ = 155.000 Euro) abweichen.

Wie übernimmt man eine Praxis?

Träumen Sie von der eigenen Arztpraxis? Hier erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt eine erfolgreiche Praxisübernahme planen, was im Praxisübernahmevertrag stehen sollte und was Sie beachten müssen, wenn Sie Patientenakten und Personal übernehmen wollen.

  • Und Sie können eine Praxisübernahme-Checkliste kostenlos herunterladen.
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  • Eine Praxisgründung ist heutzutage aber eher selten geworden.
  • Zulassungsbeschränkungen führen dazu, dass Ärzte sich nicht überall niederlassen können.

Eine etablierte Praxis zu übernehmen ist da oft die einzige Möglichkeit, einen Arztsitz zu erhalten. Bei der Übernahme haben Ärzte mehrere Optionen: Sie können eine Einzelpraxis kaufen oder einen Anteil an einer Ärztlichen Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) oder einem MVZ erwerben. Welche Option zu Ihnen passt und das Wichtigste zur Zulassung finden Sie heraus, indem Sie auf den jeweiligen Link im Text klicken. Kontaktieren Sie uns für Ihre individuelle Beratung. Andrea Schannath Rechtsberatung Wenn Sie die berufliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit schätzen, hat eine Praxisübernahme im Vergleich zur Neugründung viele Vorteile:

  • Die Räume sind praxisgerecht ausgestattet (Möbel, Geräte, Software etc.)
  • Das Team der Praxis ist gut eingespielt
  • Es gibt einen Patientenstamm
  • Es gibt Vergleichszahlen für die Praxisbuchhaltung
  • Sie können eine Übernahme auf Etappen (z.B. mit Anstellung ) vereinbaren und vom Know-how Ihres Vorgängers profitieren

Hilfe von erfahrenen Kollegen Sie suchen nach einem Mentor und Praxis-Coach, der Sie unterstützt? Dann sind unsere Senior Expert Docs® das Richtige für Sie! Durchschnittlich investieren Ärzte zwischen 100.000 und 350.000 Euro beim Praxiskauf. Der Preis hängt von vielen Faktoren ab: Ist es eine Facharzt- oder Hausarztpraxis? Wie modern und teuer ist die Ausstattung? Ist es eine kassenärztliche oder eine Privatpraxis? Als Richtwert dient eine professionelle Praxiswertermittlung (mehr dazu unter Praxisabgabe ), der Rest ist Verhandlungssache.

Ihr Vorteil als Käufer: Das Angebot ist meist größer als die Nachfrage. Das wirtschaftliche Risiko für Nachfolger ist normalerweise gering, denn Sie bauen auf Vorhandenes auf. Sie können Einnahmen und laufende Kosten planen und bekommen ein Gefühl dafür, wie hoch Umsatz und Gewinn in Zukunft ausfallen.

Lesen Sie dazu mehr unter Controlling, Hohe Investitionen (z.B. für medizinische Geräte) sind nicht immer nötig. Weil Sie den Patientenstamm der Arztpraxis übernehmen, müssen Sie auch weniger intensiv werben, Das Risiko eines Umsatzeinbruches (weil frühere Patienten in andere Praxen wechseln) ist sogar bei einer Einzelpraxis kalkulierbar. Als neuer Arzt können Sie häufig auch Fördermittel zur Existenzgründung in Anspruch nehmen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Bank oder KV. Ihr Plan zum Praxiskauf steht fest? Haken Sie diese To Dos der Reihe nach ab:

  1. Nehmen Sie mit Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung Kontakt auf und lassen Sie sich in die Warteliste für eine Zulassung eintragen. Dazu müssen Sie Ihre Weiterbildung beendet haben.
  2. Sammeln Sie die Unterlagen für den Zulassungsausschuss.
  3. Suchen Sie über eine Praxisbörse, Fachzeitschriften und persönliche Kontakte eine passende Praxis.
  4. Verhandeln Sie mit dem abgebenden Arzt den Kaufpreis auf der Grundlage einer professionellen Praxiswertermittlung.
  5. Klären Sie mit Ihrer Bank die Finanzierung. Denken Sie neben dem Kaufpreis auch an nötige Investitionen und Zinsen für Kredite,
  6. Recherchieren Sie, welche regionalen oder staatlichen Förderungen (z.B. für Existenzgründer) für Sie infrage kommen.
  7. Erstellen Sie einen Businessplan für Ihre Arztpraxis für die nächsten 5—10 Jahre.
  8. Einigen Sie sich mit dem Vermieter der Praxisräume, ob Sie den Mietvertrag übernehmen oder neu abschließen. Tipp: Am einfachsten ist das, wenn Sie den Praxismietvertrag des Virchowbundes nutzen. Er ist speziell auf Arztpraxen ausgelegt.
  9. Klären Sie, welche Versicherungen und Verträge Sie übernehmen und welche Sie neu abschließen müssen. Denken Sie besonders an:
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  10. Schließen Sie den Praxisübernahmevertrag. Tipp: Nutzen Sie dazu unseren Mustervertrag, dann vergessen Sie keine wichtigen Details. Bei Fragen hilft Ihnen unsere Rechtsberatung jederzeit weiter – ohne Zusatzkosten für Sie.
  11. Bewerben Sie sich beim Zulassungsausschuss um einen KV-Sitz als Nachfolger.
  12. Informieren Sie Mitarbeiter, Patienten und die KV.
  13. Richten Sie eine Praxishomepage ein.
  14. Ordern Sie ein Praxisschild mit Ihrer Fachrichtung gemäß Weiterbildung und den Sprechzeiten,
  15. Bewerben Sie Ihre Arztpraxis in regionalen Medien, online, bei umliegenden Ärzten, Apotheken etc. Welche Werbung erlaubt ist, erfahren Sie im Beitrag Praxismarketing,

Alles erledigt? Dann herzlichen Glückwunsch zur eigenen Praxis! Unsere noch ausführlichere Checkliste Praxisübernahme können Sie hier als PDF kostenlos herunterladen. Als Laie verliert man im Paragrafendschungel leicht den Überblick. Aber dank der persönlichen Beratung im Virchowbund konnte ich mich ohne Angst, etwas zu übersehen, um meine Patienten kümmern. Der Praxiskauf verlief viel entspannter als bei anderen Ärzten in meinem Bekanntenkreis.

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  • Was gehört zur Einrichtung und wird mitverkauft?
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  • Welche laufenden Verträge übernehmen Sie?
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  • Bezahlt der bisherige Praxisinhaber anteilig Urlaubs- und Weihnachtsgeld?

Wichtig: Der Mietvertrag für die Praxisräume sollte mindestens noch fünf Jahre gelten und eine Option auf Verlängerung von z.B. dreimal je fünf Jahren enthalten. Sie sollten nur einen speziellen Praxismietvertrag für Ärzte verwenden. Unser Mustervertrag für die Praxisübernahme hilft Ihnen, sich auch gegen Zahlungsausfälle zu wappnen. Zusätzlich enthält er noch einige weitere, hilfreiche Klauseln:

  • Vorbehaltsklausel (Vertrag gilt nur, wenn Sie die Zulassung erhalten)
  • Rücktrittsrecht
  • Konkurrenzschutzklausel
  • Zustimmung des Ehepartners
  • Regeln für ein Schiedsgutachterverfahren

Den Muster-Praxisübernahmevertrag finden Sie weiter unten als Word-Dokument zum Download, Passen Sie ihn unbedingt für sich an. Wir helfen Ihnen gerne dabei und wissen, worauf es ankommt. Mit der neuen Praxis übernehmen Sie automatisch auch alle Arbeitsverträge, Wenn Sie einzelne Mitarbeiter kündigen möchten, dürfen Sie den Eigentümerwechsel selbst nicht als Grund heranziehen. Sie müssen das Praxisteam rechtzeitig darüber informieren, wann die Praxis übergeben wird. Klären Sie sie auch auf, welche Folgen für die einzelnen Personen zu erwarten sind. Unser Muster-Schreiben „Mitarbeiterinformation bei Praxisabgabe» finden Sie am Ende dieser Seite als Download.

Die Mitarbeiter haben einen Monat Zeit, zu widersprechen, dass ihr Arbeitsvertrag nach Praxisübernahme weiterläuft. Besprechen Sie mit den MFA rechtzeitig die neue Praxisorganisation, damit von Tag 1 an alles glatt läuft. Aber haben Sie Geduld: Eingefahrene Strukturen lassen sich nicht von heute auf morgen ändern.

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