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Divertikulitis Welche Medikamente?

Divertikulitis Welche Medikamente
HAMBURG (grue). Drei von vier Patienten mit akuter Divertikulitis brauchen keine Darmoperation. Denn Stenosen, Abszesse und Perforationen sind bei solchen Patienten eher die Ausnahme. Meist genügt eine antibiotische Therapie und dazu Flüssigkost, Spasmolytika sowie 5-ASA-Präparate.

  1. Veröffentlicht: 01.02.2007, 08:00 Uhr Eine Divertikulose wird dann zur Krankheit, wenn die Betroffenen davon Bauchschmerzen oder Probleme mit dem Stuhlgang bekommen.
  2. Dann muss zunächst durch eine Koloskopie ein Kolonkarzinom ausgeschlossen werden», sagte Professor Wolfgang Kruis aus Köln bei einer gastroenterologischen Fortbildungsveranstaltung in Hamburg.

Sonografisch oder besser noch computertomografisch erkennt man Divertikel, verdickte Darmwandabschnitte mit oder ohne Entzündung. Gelegentlich werden in diesem Zusammenhang auch Abszesse oder gar Stenosen, Blutungen oder Perforationen festgestellt. Dann ist eine Operation notwendig.

  • Bei Patienten mit unkomplizierter Divertikulitis reicht dagegen die konservative Therapie», so Kruis bei der von der Falk Foundation unterstützten Veranstaltung.
  • Bewährt hat sich Nahrungskarenz in Verbindung mit Antibiotika.
  • Derzeit werden bei Divertikulitis Metronidazol oder Ciprofloxacin verordnet.

Ziel der Behandlung ist es, den akuten Schub zu heilen und Rückfälle zu verhindern. Einen solch vorbeugenden Effekt hat wohl auch die zusätzliche Behandlung mit dem 5-ASA-Präparat Mesalazin, sagte Kruis. In einer Studie war die Kombinationstherapie bei rezidivierender akuter Divertikulitis wirksamer als die Antibiose allein.

  1. Eine Arbeitsgruppe um Kruis hat den Effekt von Mesalazin (Salofalk Mikropellets) nun auch in einer kontrollierten Studie gegen den von Placebo geprüft.
  2. An der noch nicht publizierten Untersuchung haben 123 Patienten mit schmerzhafter Divertikelkrankheit teilgenommen.
  3. Sie wurden vier Wochen mit Mesalazin, dreimal täglich 1 g, oder mit Placebo behandelt.

Bei konsequenter Einhaltung der Therapie wurden die Verum-Patienten signifikant schneller schmerzfrei und hatten nach einem Monat weniger Beschwerden als die Patienten der Placebo-Gruppe. Nach einer ausgeheilten akuten Divertikulitis bleiben etwa 80 Prozent der Patienten anhaltend beschwerdefrei, wie Kruis berichtet hat.

Welche Medikamente helfen bei Divertikulitis?

Divertikulitis: Mesalazin unterstützt Entzündungshemmung Bei schmerzhafter Divertikulitis ist eine Kombination aus einem Antibiotikum und Mesalazin vorteilhaft. Die gängigen Therapiemaßnahmen der Divertikulitis – von der Nahrungskarenz bis hin zur Antibiotikatherapie und Operation – sind wissenschaftlich nicht in prospektiven Studien untersucht.

Speziell bei leichteren Verlaufsformen sind nach Ansicht von Prof. Dr. med. Wolfgang Kruis (Köln) Analgetika, Spasmolytika und Mesalazin (zum Beispiel Salofalk®) ausreichend. Die Gabe von Antibiotika scheint nicht erforderlich zu sein. Dies belegt eine retrospektive Untersuchung von 504 Patienten mit unkomplizierter Divertikulitis; 193 von ihnen erhielten ein Antibiotikum.

Bei 311 Patienten wurde auf diese Maßnahme verzichtet, ohne dass es zu Problemen bei der Abheilung in der akuten Phase oder zu Hinweisen auf das raschere Auftreten eines Rezidivs gekommen wäre. Auch bei Rezidiven sinnvoll Bei der moderaten und schweren Divertikulitis wird auch bei unkomplizierter Verlaufsform eine stationäre Behandlung für notwendig erachtet.

  1. Es wird eine Nahrungskarenz angeordnet, die Versorgung erfolgt intravenös, und es wird mit Antibiotika behandelt.
  2. Treten wiederholt akute Entzündungsepisoden der Divertikel auf, so wird in aller Regel eine elektive Sigmaresektion erwogen.
  3. Die Zahl der abgelaufenen akuten Prozesse aber darf nach Aussage von Kruis nicht die alleinige Grundlage der Operationsindikation sein.

Eine solche ist nur gegeben, wenn tatsächlich strukturelle Veränderungen als Folge der Divertikulitiden bestehen. Ist das nicht der Fall, so kann primär versucht werden, durch allgemeine Maßnahmen – wie eine vermehrte körperliche Aktivität sowie durch ballaststoffreiche Kost – die Rezidivgefahr zu minimieren.

Hilfreich seien möglicherweise auch Probiotika und gegebenenfalls eine zyklische Antibiotikagabe, so Kruis. Deutlich steigern lassen sich bei der rezidivierenden Divertikulitis die Wirkeffekte von Antibiotika wie Rifaximin*, wenn zusätzlich mit Mesalazin behandelt wird. Das belegt eine Studie bei 218 Patienten, die ein Jahr lang entweder das Antibiotikum allein (Dosierung 400 mg zweimal täglich) oder in Kombination mit 800 mg Mesalazin zweimal täglich erhielten.

Zu allen Untersuchungszeitpunkten war unter der Kombinationstherapie ein signifikant höherer Anteil der Patienten beschwerdefrei. Nach einem Jahr Therapie mit dem Antibiotikum und Mesalazin hatten 86 Prozent keine Beschwerden mehr im Vergleich zu 49 Prozent in der Kontrollgruppe.

Dass sich eine Behandlung mit Mesalazin bei Patienten mit wiederholten Divertikulitis-Episoden lohnt, belegt nach Kruis auch eine Studie bei 166 Patienten, bei der über den Verlauf von vier Jahren gezeigt wurde, dass unter der Einnahme von Mesalazin signifikant mehr Patienten in Remission bleiben als in der Kontrollgruppe.

Der Verdacht auf Divertikulitis lässt sich endoskopisch und mit Schnittbildtechniken erhärten. Dadurch können der Entzündungsgrad, bestehende Komplikationen (wie Eiterabfluss und Blutungen aus Divertikeln) oder auch Abszesse festgestellt werden. Kolonkontrasteinläufe sollten der Vergangenheit angehören.

Welche schmerztablette bei Divertikulitis?

Gegen die bakterielle Infektion verordnet der Arzt Antibiotika, gegen die Schmerzen Schmerzmittel (z.B. Metamizol oder Buprenorphin ). Eine akute komplizierte Divertikulitis zeichnet sich durch kleine oder größere Abszesse aus, die der Arzt sowohl bei der Ultraschalluntersuchung als auch in der CT gut erkennt.

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Kann man Buscopan bei Divertikulitis nehmen?

Kann man bei Divertikulitis Buscopan nehmen? – Chronische Darmerkrankungen: Divertikel und Polypen Teil 1: Chronische Darmerkrankungen können gefährlich werden. Daher ist es wichtig, zu wissen, wie Sie Ihren Patienten vor Komplikationen bewahren können.

Für die Diagnostik sind ärztliche Untersuchungen notwendig, eine weitere Betreuung, beispielsweise bei der geeigneten Nahrungsaufnahme, liegt dann in Ihrer Hand. Ähnliche Beschwerden Obwohl es eine Vielzahl chronischer Darmerkrankungen gibt, treten sie häufig in ähnlicher Weise in Erscheinung. Anhand von Symptomen lässt sich also nicht erkennen, um welche Krankheit es sich handelt.

Schmerzen entstehen bei Störungen der Darmmotilität und bei Entzündungen. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind äußerst schmerzhaft. Ursache krampfartiger Leibschmerzen kann ein mechanisches Hindernis sein, das den Darm verengt.

  • Entzündungen, die das Bauchfell angreifen, gehen mit dumpfen, auch pochenden Schmerzen einher, die anfangs diffus, später zentrierter auftreten können.
  • Durchfall (öfter als drei Mal täglich und zu dünner Stuhl) ist eine häufige Begleiterscheinung.
  • Dauert der Durchfall länger als zwei Wochen an, bezeichnet man die Diarrhö als chronisch.

Besonders bei älteren Patienten besteht die Gefahr, dass es durch Wasser- und Elektrolytverlust zu einem Kreislaufkollaps kommt. Die Störungen der Absorption führen auch zu vermehrter Ausscheidung nicht genutzter Nährstoffe (zum Beispiel Fettstuhl). Eine länger anhaltende Absorptionsstörung hat Mangelerscheinungen zur Folge.

  • Im Gegensatz zur akuten Diarrhö sollte man beim chronischen Durchfall immer versuchen, eine exakte Diagnose zu erhalten und kausal zu behandeln.
  • Darmblutungen treten bei allen von Geschwüren begleiteten Prozessen auf (beispielsweise ulzerösen Entzündungen oder Krebs), bei Erkrankungen der Gefäße (Hämorrhoidalblutung) oder bei Verletzungen.

Milde Blutungen lassen sich nur durch chemische Stuhluntersuchungen erkennen. Weitere unspezifische Symptome von Darmerkrankungen sind Flatulenz, Meteorismus, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Hegen Sie den Verdacht, dass Ihr Patient unter einer chronischen Darmerkrankung leidet, sollten Sie nicht lange zögern und ihn zum Arzt bringen.

Dieser kann weitere Untersuchungen einleiten – beispielsweise die Bestimmung von Laborwerten, Sonografie, Koloskopie und andere. Nur so kann die Diagnose gestellt werden und man wissen, welche Behandlung und pflegerische Betreuung die beste ist (1). Im Folgenden erfahren Sie viel über zwei Erkrankungen, die im Alter häufig vorkommen und gefährlich werden können: Divertikel und Polypen des Dickdarms.

In weiteren Beiträgen werden Ihnen andere chronische Darmerkrankungen, wie beispielsweise der Morbus Crohn oder die Colitis ulcerosa, vorgestellt. Divertikel – Taschen im Darm Jenseits des 60. Lebensjahres kommen Divertikel im Dickdarm relativ häufig vor: Bei etwa einem Drittel der über 60-Jährigen sind sie zu finden.

  • Darmdivertikel sind Aussackungen der Darmwand.
  • Ursache ist eine Schwäche der Darmwand, wobei gleichzeitig der Darminnendruck erhöht ist.
  • Vor allem ballaststoffarme Ernährung fördert die Entstehung.
  • Faserreiche Kost hält dagegen den Stuhl locker und weich.
  • Oft verursachen Divertikel keine Beschwerden und werden gar nicht erkannt.

Treten Beschwerden auf, so beruhen sie gewöhnlich auf einer gestörten Motilität. Es kommt zu krampfartigen Beschwerden, die sich nach dem Essen oder bei der Stuhlentleerung verstärken. Beschwerden können auch auftreten, wenn die Aussackungen sich entzünden und eine Divertikulitis entsteht.

  • Werden zu wenig unverdauliche Bestandteile im Stuhl ausgeschieden, bilden sich harte Kotballen.
  • Sie bleiben in den Divertikeln hängen und können eine Entzündung hervorrufen.
  • Die meisten Patienten haben Fieber und klagen über Schmerzen.
  • Dazu bestehen Verstopfung oder Durchfall und Meteorismus.
  • Bei der häufigen Sigmadivertikulitis kommt es zu krampfartigen Schmerzen im linken Unterbauch, die oft nach dem Essen zu- und nach erfolgter Darmentleerung abnehmen.

Die Symptome ähneln denen einer akuten Blinddarmentzündung, sind jedoch links lokalisiert.Gefährlich wird die Divertikulitis, wenn es zu einer Perforation kommt: Die Entzündung zerstört die Darmwand und gelangt in den Bauchraum. Es kann sich ein Abszess bilden oder das Bauchfell entzünden.

  1. Auch andere schwere Komplikationen wie Fistelbildung zu Harnblase und Vagina, Divertikelblutung durch Arrosion („Anfressen») umliegender Blutgefäße sind möglich.
  2. Narbige Einengungen (Stenosierungen) des Darms können zu einem mechanischen Darmverschluss (Ileus) führen.
  3. Werden bei einer Untersuchung zufälligDivertikel entdeckt, ohne dass eine Entzündung vorliegt, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Patient viele Ballaststoffe (Weizenkleie oder andere Quellstoffe) einnimmt und ausreichend trinkt.

Dies macht den Stuhl weicher und sorgt dafür, dass die Erkrankung nicht weiter fortschreitet. Bei stärkeren Beschwerden sind Spasmolytika (z.B. Buscopan®) sinnvoll.Haben sich die Divertikel entzündet, helfen Antibiotika, um die Bakterien abzutöten. Bei starken Beschwerden muss der Patient ins Krankenhaus.

  • Polypen – Vorwölbungen in das Darminnere Polypen sind Vorwölbungen der Darmschleimhaut.
  • Dickdarmpolypen kommen bei zehn Prozent der Erwachsenen vor.
  • Im Alter werden sie häufiger: Etwa 30 Prozent der über 50-Jährigen haben Dickdarmpolypen, wobei diese sich oft im Rektum befinden.
  • Meist sind Polypen gutartig.

Es können sich hinter den polypösen Schleimhautvorwölbungen aber auch Frühkarzinome oder Grenzfälle zur Bösartigkeit verbergen.Der genaue Grund für die Entstehung von Polypen ist unbekannt. Neben genetischen spielen umwelt- und ernährungsbedingte Faktoren wahrscheinlich eine wichtige Rolle.

Ballaststoffarme, fleisch- und fettreiche Kost fördert die Polypenbildung. Meist verursachen Polypen keine Beschwerden und werden zufällig bei einer Dickdarmuntersuchung aus anderen Gründen diagnostiziert. Mitunter können kleinere Mengen Blut (Nachweis okkulten Bluts im Stuhl) entdeckt werden. Einige Polypen sezernieren große Mengen Schleim, bei großen Polypen sind Bauchschmerzen, eine Invagination oder ein Darmverschluss möglich.

Die Diagnose wird durch Koloskopie mit Biopsie gesichert. Um das Krebsrisiko zu senken, werden Polypen, die größer als fünf Millimeter sind, vorsorglich entfernt und histologisch beurteilt. Sie sollten darauf achten, dass Ihr Patient in regelmäßigen Abständen an Nachuntersuchungen teilnimmt.

  • Bei größeren Polypen und Passagestörungen kann eine Dickdarmteilresektion erforderlich sein.
  • Liegt eine Erbkrankheit vor, ist immer eine Proktokolektomie angezeigt, da praktisch jeder Patient früher oder später ein Karzinom entwickelt.
  • Familienmitgliedern Betroffener wird eine genetische Beratung mit Genanalyse empfohlen (2).
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Literatur:(1) Consilium practicum: Handbuch für Diagnose und Therapie, CEDIP Verlag Österreich, 1. Auflage, 2007(2) Menche, N.: Pflege Heute, Elsevier Urban & Fischer, München/Jena, 2007 (3) Mutschler, E. et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen kompakt.

Wie lange dauert ein Divertikulitisschub?

Wie lange hat man Schmerzen bei Divertikulitis? – Die Divertikulitis-Symptome sind zwar da, aber gut zu behandeln. In der Regel sind diese Patienten nach zwei bis drei Tagen wieder beschwerdefrei. Das gelingt durch die Vergabe von Antibiotika, Schmerzmitteln und einer angepassten Divertikulitis-Ernährung.

Was sollte man bei Divertikulitis vermeiden?

Langfristige Ernährungstipps bei Divertikelkrankheit/Divertikulitis: –

Essen Sie reichlich Obst und Gemüse. Diese Lebensmittel sind reich an pflanzlichen Faserstoffen und haben einen hohen Wassergehalt. Nebenbei versorgen sie Ihren Körper mit wichtigen Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Greifen Sie vor allem am Anfang bei Gemüse lieber zu leicht verdaulichen Sorten wie Tomaten, Karotten und Zucchini als zu blähenden Kohlgemüsen. Auch in passierter Form als Karotten- oder Tomatensoßen eignen sich diese zu Verzehr an. Beobachten Sie, wie Ihr Körper auf Zwiebeln, Bohnen und Linsen reagiert – diese Lebensmittel sind eigentlich sehr gesund. Wenn Sie sich dadurch allerdings stark aufgebläht fühlen, ist es besser, die Auslöser einzuschränken. Zu viele Gase im Darm begünstigen mitunter die Divertikel-Entwicklung. Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Naturreis sind bei einer Divertikelkrankheit besser geeignet als ihre weißen Pendants, da der Ballaststoff-Gehalt deutlich höher ist. In ihnen sind alle natürlichen Bestandteile des Korns enthalten, während weißes Mehl nur aus dem inneren Kern des Korns besteht. Manchen Menschen fällt es schwer, über das Essen allein die erforderliche Menge an Ballaststoffen aufzunehmen. Stuhlquellmittel wie Weizen- oder Haferkleie, geschrotete Leinsamen oder indische Flohsamenschalen bringen hier Abhilfe. Wichtig ist, diese «Verdauungshelfer» immer mit reichlich Wasser aufzunehmen, um eine Verstopfung zu vermeiden. Schränken Sie Lebensmittel wie schwarzen Tee, Schokolade, Kakao sowie ballaststofffreie Nahrungsmittel wie Eier oder Weißmehlprodukte ein, um Verstopfung vorzubeugen. Trinken Sie viel! Ballaststoffe sind nur dann hilfreich, wenn Sie parallel mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertee zu sich nehmen.

Geben Sie sich ruhig Zeit für die Umstellung auf eine faserreiche, ausgewogene Kost. Es ist sinnvoll, den Ballaststoff-Gehalt schrittweise anzuheben. Sehen Sie Ihre Ernährung dabei am besten nicht als Einschränkung oder als besondere Ernährung bei Divertikeln an – eine vollwertige und ballaststoffreiche Ernährung bietet Ihnen nicht nur viele leckere Gerichte, sondern tut neben Ihrem Darm auch und Gefäßen etwas Gutes.

Bei Ihrem Arzt oder einer Ernährungsberatung bekommen Sie weitere Informationen zur idealen Ernährung bei Divertikelkrankheit und Divertikulitis. In der akuten Phase der Divertikulitis sind ballaststoffreiche Lebensmittel, die eventuell zu Blähungen führen und damit zu einer weiteren Reizung des Darms, zu vermeiden.

Im späteren Verlauf, wenn die Entzündung abgeklungen ist, dürfen und sollen ballaststoffreiche Nahrungsmittel wieder auf den Speiseplan. Daneben gibt es unter anderem folgende Produkte und Lebensmittel, die bei einer Divertikulitis soweit möglich zu meiden sind.

Ist Bewegung gut bei Divertikulitis?

Bei Patienten mit Divertikulose kann das Risiko für eine Divertikulitis um bis zu 40 Prozent reduziert werden, wenn sich die Betroffenen regelmäßig körperlich betätigen. Besonders hilfreich ist dabei zum Beispiel Joggen. Veröffentlicht: 14.09.2011, 05:00 Uhr Typisch bei Divertikulitis: Plötzliche Unterbauchschmerzen. © Photo_Ma / fotolia.com KÖLN. Patienten mit Divertikulose wird meist geraten, Ballaststoffe zu sich zu nehmen, um das Risiko einer Divertikulitis zu reduzieren. Sport ist allerdings mindestens genauso wichtig.

Darauf haben Experten beim 178. Symposium der Falk Foundation in Köln hingewiesen. Professor Robin Spiller von der Nottingham University betonte, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko einer Divertikulitis bei bestehender Divertikulose um etwa 40 Prozent verringere. Dies hätten Daten der Health Care Professional Study gezeigt, einer Großkohorte von Heilberuflern, die im Umfeld der US-amerikanischen Mayo-Klinik jahrzehntelang beobachtet wurden.

Um etwa 40 Prozent verringern lässt sich diesen Daten zufolge das Divertikulitis-Risiko auch durch die verstärkte Aufnahme von Ballaststoffen. Umgekehrt sind Übergewicht und eine erhöhte Waist-to-Hip-Ratio beeinflussbare Risikofaktoren für Divertikulitis-Episoden.

Mit über 40.000 Probanden war die Mayo-Kohorte groß genug, um es den Wissenschaftlern zu ermöglichen, etwas detailliertere Statistiken anzustellen. Unter anderem haben sie analysiert, welche Art des Sports mit Blick auf die Divertikulitis-Entstehung besonders protektiv ist. «Dabei zeigte sich, dass es vor allem intensive körperliche Betätigungen sind, die das Risiko senken», sagte Dr.

Lisa Strate vom Harborview Medical Center in Seattle. Joggen schützt demnach, nicht aber Walking oder andere weniger belastende Aktivitäten. Interessanterweise hätten in der Mehrheit der Studien weder Ballaststoffe noch körperliche Betätigung einen Einfluss auf die Entstehung der asymptomatischen Divertikulose gehabt, so Strate.

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Wie lange dauert eine Divertikulitis ohne Behandlung?

Warum ist eine Divertikulitis gefährlich und muss behandelt werden? – Gehen Sie bei Beschwerden rechtzeitig zum Arzt. Denn dieser kann die Divertikulitis rechtzeitig entdecken und schwere Komplikationen verhindern. Dazu gehören unter anderem

Divertikelblutung

Perforation der Divertikel (Durchbruch der Darmwand und Austritt des Darminhaltes über die Divertikel)

Abszessbildung (eitrige Ansammlung)

Darmverschluss (Ileus)

Akutes Abdomen

Fistelbildung (Bildung von Verbindungsgängen von den Divertikeln in andere Strukturen mit Übertritt des Darminhaltes)

künstlicher Darmausgang

Eine unkomplizierte, akute Divertikulitis kann mit einer konservativen Therapie (körperliche Schonung und leichte Nahrung wie Zwieback, Suppe und Brei) schon nach wenigen Tagen auskuriert sein. Bei Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Niereninsuffizienz ist eine Antibiotika gabe zur Vermeidung von Folgeerkrankungen obligat.

  1. In der Regel kurieren Betroffene bei engmaschicher ärtzlicher Überwachung die unkomplizierte Divertikulitis zu Hause aus.
  2. Etwa 2 Monate nach der Erkrankung ist es sinnvoll, eine Darmspiegelung zur Kontrolle durchführen zu lassen.
  3. Eine komplizierte Divertikulitis hingegen sollte immer stationär therapiert werden.

Die strenge Nahrungskarenz bis zum Abklingen der Symptome sowie die eine Antbiotikatherapie sind Teil der Behandlung. In bestimmten Fällen (20 von 100) ist es notwendig, Begleiterkrankungen operativ zu behandeln. BetterDoc – schnell und einfach zum richtigen Arzt Finden Sie mit BetterDoc schnell und einfach einen passenden Spezialisten in Ihrer Nähe für eine Behandlung oder Zweitmeinung. So funktionierts: 1. Melden Sie sich bei BetterDoc mit Ihren Kontaktdaten an 2. Abszesse werden in der Regel punktiert und der Eiter mithilfe einer Drainage abgeleitet. Es ist zudem möglich, die Abszesse zu spülen und dadurch den Therapieerfolg zu begünstigen. Ist der Darm in Bereich des entzündeten Divertikels perforiert, muss der betroffene Darmabschnitt entfernt werden.

  1. Manchmal kann der Chirurg die beiden Darmenden direkt miteinander vernähen, in einigen Fällen bleibt jedoch nur die Möglichkeit der vorübergehenden sogenannten Kolostomie.
  2. Dieser künstliche Darmausgang wird im Rahmen einer Nachsorgeoperation etwa 10 Wochen nach der Infektion wieder entfernt, wenn der Betroffene wieder außer Lebensgefahr ist.

Auch wenn sich Fisteln gebildet haben, müssen diese zusammen mit dem betroffenen Darmabschnitt entfernt werden. Da der Chirurg nicht nur den Darm, sondern auch andere Strukturen reparieren muss, ist dieser Eingriff oftmals invasiver und mit einer längeren Rehabilitation verbunden.

Risiken der OP Wie alle Operationen birgt auch die Divertikulitis-OP gewisse Risiken, Verletzungen anderer Organe sowie Verwachsungen zählen zu den häufigsten Komplikationen ( 5 von 100 ) und führen zu postoperativen Schmerzen sowie Verdauungsproblemen. Etwa 3 von 100 opertierten Menschen entwickelt eine sogenannte Anastomoseninsuffizienz.

Dabei löst sich die Naht der verbundenen Darmenden und der Darminhalt tritt in den Bauchraum aus. Des Weiteren können sich nach einer Divertikulitis-OP Abszesse, Infektionen und Blutungen entwickeln, sowie Thrombosen durch die Narkose entstehen. Um Divertikulitis zu vermeiden oder Rezidive ( Wiederauftreten ) zu verhindern, ist es sinnvoll, seine Lebensweise und seine Ernährungsgewohnheiten umzustellen.

Es gilt mittlweile als erwiesen, dass Fleisch, Alkohol und eine ballaststoffarme Ernährung die Hauptrisikofaktoren für Divertikulitis darstellen. Versuchen Sie, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Vollkornprodukte, Gemüse und Obst sollten auf Ihrem täglichen Speiseplan stehen, fettreiche und süße Gerichte, Fleisch, Fertigprodukte, Weißmehl und Alkohol hingegen selten.

Versuchen Sie zudem, scharfe Gewürze auch nach der Krankheitsphase zu vermeiden, da diese die ohnehin geschädigte Darmschleimhaut im Bereich der Divertikel zusätzlich reizen. Wenn Sie mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt essen, wird Ihr Organismus gleichmäßig beansprucht.

Dann ist auch die Peristaltik (Darmbewegung) homogener und Ihre Darmschleimhaut weniger Druck unterworfen. Beachten Sie die empfohlene Trinkmenge. Ohne sportliche Betätigung und ohne Durchfälle liegt der Bedarf bei rund 2 bis 3 Litern pro Tag, sonst mehr. Ausreichend ungezuckerte Flüssigkeit weicht den Stuhl auf und macht ihn geschmeidiger.

Die Einnahme von lebendigen Mikroorganismen, sogenannten Probiotika, wirkt sich positiv auf die Darmgesundheit aus. Stärken Sie die positiven Bakterienstämme in Ihrem Darm und helfen Sie dadurch, Rezidive zu verhindern. Neben der Ernährung ist jedoch auch Bewegung äußerst wichtig.