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Doxycyclin 100 Wie Einnehmen?

Doxycyclin 100 Wie Einnehmen
Dosierung –

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.Dosierung und Dauer der Behandlung werden vom Arzt festgelegt und sind u.a. abhängig von der Schwere und dem Ort der Infektion.Allgemeine Dosierungsempfehlungen

1 Tablette entspricht 100 mg Doxycyclin.

Kinder von 8 bis einschließlich 11 Jahren

Zur Behandlung von akuten Infektionen bei Kindern von 8 bis einschließlich 11 Jahren sollte Doxycyclin nur dann angewendet werden, wenn andere Arzneimittel nicht verfügbar oder wahrscheinlich unwirksam sind.Unter diesen Umständen beträgt die empfohlene Dosis:

Kinder bis 45 kg

Am ersten Tag 4,4 mg pro kg Körpergewicht (als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen), dann ab dem zweiten Tag 2,2 mg pro kg Körpergewicht (als Einzeldosis oder aufgeteilt in 2 Dosen).Die Behandlungsdauer hängt von der Art der behandelten Infektion ab.Bei schweren Infektionen sollten während der gesamten Behandlungszeit bis zu 4,4 mg pro kg Körpergewicht gegeben werden.

Kinder über 45 kg

Es sollte dieselbe Dosis wie bei Erwachsenen gegeben werden: Am ersten Tag 2 Tabletten (entsprechend 200 mg Doxycyclin), dann täglich 1 Tablette (entsprechend 100 mg Doxycyclin).Die Behandlungsdauer hängt von der Art der behandelten Infektion ab.

Erwachsene und Jugendliche von 12 bis einschließlich 17 Jahre mit einem Körpergewicht (KG) unter 70 kg nehmen

am ersten Tag 2 Tabletten undan den folgenden Tagen je 1 Tablette ein.Patienten mit schweren Erkrankungen und Erwachsene mit mehr als 70 kg KG nehmen täglich 2 Tabletten einDie Behandlungsdauer richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung und sollte noch mindestens 1 – 2 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen fortgeführt werden. Bei Streptokokken-Infektionen soll die Behandlung mindestens 10 Tage dauern.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Infektion: durch Gonokokken bedingte Harnröhrenentzündung des Mannes 3)

Dosierung (Anzahl Tabletten/Tag): 2 Tabletten 1) Dauer der Behandlung: 7 Tage

Infektion: durch Gonokokken bedingte Nebenhodenentzündung 3)

Dosierung (Anzahl Tabletten/Tag): 2 Tabletten 1) Dauer der Behandlung: 10 Tage

Infektion: akute Gonokokkeninfektion der Frau 3)

Dosierung (Anzahl Tabletten/Tag): 2 Tabletten 1) Dauer der Behandlung: mindestens 7 Tage

Infektion: Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillin-Allergie)

Dosierung (Anzahl Tabletten/Tag): 3 TablettenDauer der Behandlung: 15 Tage

Infektion: Hauterkrankungen (Akne und Gesichtsrose)

Dosierung (Anzahl Tabletten/Tag): 1 TabletteDauer der Behandlung: 7 – 21 Tage 2)

Infektion: Infektion nach Zeckenstich (Lyme-Borreliose, Stadium I)

Dosierung (Anzahl Tabletten/Tag): 2 Tabletten 1) Dauer der Behandlung: bis 3 Wochen, aber mindestens 14 Tage

1) Für diese Dosierung stehen Tabletten mit 200 mg Doxycyclin zur Verfügung. 2) Anschließend ist die tägliche Einnahme von 50 mg Doxycyclin als Erhaltungstherapie für weitere 2 – 3 Wochen möglich. In Abhängigkeit vom Behandlungsergebnis kann zur Akne-Behandlung eine Langzeitbehandlung mit niedrig dosiertem Doxycyclin (50 mg täglich) über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen erfolgen.3) Bitte halten Sie bei einer Gonokokkeninfektion (Tripper) den Termin zur Kontrolle des Behandlungserfolges 3 – 4 Tage nach Behandlungsende besonders sorgfältig ein, um einen Rückfall zu vermeiden.

Dosierung im hohen Lebensalter

Es liegen keine spezifischen Dosierungsempfehlungen vor.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist es im Allgemeinen nicht erforderlich, die Dosis zu verringern.

Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

Berichte über Vergiftungsfälle mit Doxycyclin sind bisher nicht bekannt geworden. Da bei Überdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und Nierenschädigungen sowie einer Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht, sollten Sie im Verdachtsfall einen Arzt verständigen.Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren.

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, fahren Sie bitte am nächsten Tag mit der Einnahme in der verordneten Menge fort.

Wenn Sie die Einnahme abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie Doxycyclin über die gesamte vorgesehene Dauer der Behandlung einnehmen. Beenden Sie die Einnahme nicht vorzeitig, auch wenn es Ihnen schon wieder besser geht – es sei denn, Ihr Arzt weist Sie dazu an. Wenn Sie die Behandlung nicht vollständig zu Ende führen, kann die Infektion erneut auftreten.

Wie nehme ich Doxycyclin 100 ein?

Medikament – Patienteninformation für «Doxycyclin» 1.Was ist «Doxycyclin» und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?

  • «Doxycyclin» enthält den Wirkstoff Doxycyclin, ein Arzneimittel asu der Gruppe der sogenannten Tetracycline.
  • Tetracycline sind Breitspektrum-Antibiotika.
  • Doxycyclin wird bei Infektionskrankheiten eingesetzt, die durch Doxycyclin-empfindliche Keime verursacht werden.
  • Doxycyclin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Doxycyclin zum Einnehmen gibt es üblicherweise als
  2. – Dragées, Tabletten, Kapseln, Filmtabletten sowie als Trinktabletten (Tabs)/ Brausetabletten und Granulat (in Beutel)mit der Wirkstärke 100 mg oder 200 mg.
  3. Bitte beachten Sie, dass die Informationen in dieser Patienteninformation sich auf die hier genannten Wirkstärken und Darreichungsformen beziehen!

1.3.Doxycyclin wird üblicherweise angewendet bei 1.3.a) Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches:

  • – akute Schübe chronischer Bronchitis
  • – Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • – Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • – bestimmte Formen der Lungenentzündung (Pneumonie) durch Mykoplasmen, Rickettsien oder Chlamydien.

1.3.b) Infektionen des Urogenitaltrakts:

  1. – Harnröhrenentzündungen (Urethritis) durch Chlamydien und Ureaplasma urealyticum
  2. – akute Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis)
  3. – unkomplizierte Gonorrhö (Tripper; insbesondere bei gleichzeitiger Chlamydieninfektion)
  4. – Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
  5. – Syphilis bei Penicillin-Allergie
  6. – Harnwegsinfektionen (nur bei nachgewiesener Empfindlichkeit der Erreger)

1.3.c) Infektionen des Magen-Darm-Trakts:

  • – Cholera
  • – Yersinien- oder Campylobacter-Infektion
  • – Shigellen-Infektion bei Nachweis der Empfindlichkeit

1.3.d) Ambulante Therapie von Gallenwegsinfektionen 1.3.e) Hauterkrankungen, auch infizierte schwere Formen der Akne vulgaris und Rosacea 1.3.f) durch Chlamydien verursachte Augenbindehaut­entzündung (Chlamydien-Konjunktivitis) und Trachom 1.3.g) durch Borrelien verursachte Erkrankungen wie Erythema chronicum migrans und Lyme-Disease (vorwiegend durch Zeckenbisse ausgelöste Infektionen) 1.3.h) Seltene Infektionen wie Brucellose, Ornithose, Bartonellose, Listeriose, Rickettsiose, Melioidose, Pest, Granuloma inguinale.1.3.i) Andere Erkrankungen: 1.3.j) Malabsorptions-Syndrome (Erkrankungen, die mit Verdauungsstörungen einhergehen) wie tropische Sprue und Morbus Whipple 2.Was müssen Sie vor der Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» beachten? 2.1.»Doxycyclin» darf nicht eingenommen/angewendet werden – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Tetracycline.

  1. Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gelten im Allgemeinen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
  2. Hinweis:
  3. Nachgewiesene Infektionen durch Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken sollten mit Doxycyclin nicht behandelt werden, weil die Resistenzsituation (Empfindlichkeit der Erreger gegenüber dem Arzneimittel) ungünstig ist.

2.2.a) Kinder Kinder unter 8 Jahren sollten nur nach strengster Indikationsstellung mit Doxycyclin behandelt werden.2.2.b) Ältere Menschen Bei älteren Menschen sind keine Besonderheiten zu beachten.2.2.c) Schwangerschaft und Stillzeit Während der Schwangerschaft darf «Doxycyclin» nur nach besonders strenger Indikationsstellung angewendet werden, da es bei Feten vom 4.

  1. Monat an sowie bei Säuglingen und Kindern bis zum 8.
  2. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfärbungen und Zahnschmelzdefekten kommen kann.2.2.d) Stillzeit Während der Stillzeit sowie bei Säuglingen und Kindern bis zum 8.

Lebensjahr darf «Doxycyclin» nur nach besonders strenger Indikationsstellung angewendet werden, da es bei Säuglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfärbungen und Zahnschmelzdefekten kommen kann.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Vereinzelt ist über eine in der Regel vorübergehende Kurzsichtigkeit (Myopie) berichtet worden, die sich während der Behandlung mit «Doxycyclin» entwickeln kann.

Das kann zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit beim Führen von Kraftfahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen führen.2.2.f) Was ist sonst noch zu beachten? Bei kombinierter Anwendung von «Doxycyclin» mit bestimmten blutzuckersenkenden oder blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (siehe Wechselwirkungen) sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw.

der Gerinnungsparameter erfolgen und ggf. eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel erfolgen. Der Nachweis von Zucker, Eiweiß, Urobilinogen und von Katecholaminen im Harn kann durch Einnahme von Tetra­cyclinen gestört werden. Unter Sonnenbestrahlung kann es zu fototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (siehe Nebenwirkungen).

  • Informieren Sie vor einer Narkose den Arzt über eine Behandlung mit «Doxycyclin» (siehe Wechselwirkungen).
  • Wenn die Behandlung länger als 21 Tage dauert, sollen regelmäßig Blut, Leber- und Nierenuntersuchungen durchgeführt werden.
  • Bitte halten Sie den Termin zur Kontrolle des Behand­lungserfolges 3 bis 4 Tage nach Behandlungsende bei einer Gonokokkeninfektion (Tripper) besonders sorgfältig ein, um einen Rückfall zu vermeiden.
  • Hinweis für Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten:
  • Bei unsachgemäßer Einnahme (im Liegen) von Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten, können Geschwüre auftreten, weil die Kapseln an der Schleimhaut der Speiseröhre festkleben und stark sauer reagierende Lösungen freisetzen können.

2.3.Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichige Arzneimittel handelt.

  1. Die Aufnahme von Doxycyclin aus dem Magen-Darm-Trakt kann durch bestimmte 2- oder 3-wertige Kationen wie Aluminium und Magnesium (enthalten z.B.
  2. In Mitteln zur Bindung von Magensäure) oder Calcium (auch ent­halten in Milch und Milchprodukten), durch Eisen­präparate sowie durch medizinische Kohle und Cole­styramin (Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte) vermindert sein.

Deshalb sollten Arznei- oder Nahrungsmittel mit diesen Bestandteilen in einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden eingenommen werden. Das Antibiotikum Rifampicin, Stoffe aus der Klasse der Barbiturate (z.B. auch in Beruhigungs- und Schlaf­mitteln enthalten) und andere Mittel gegen Anfalls­leiden (Carbamazepin, Diphenylhydantoin und Primidon) sowie regelmäßige, gewohnheitsmäßige und /oder missbräuchliche Alkoholaufnahme (Alkoholabusus) können den Abbau von Doxycyclin (durch Enzyminduktion in der Leber) beschleunigen mit der Folge eines Wirksamkeitsverlustes von «Doxycyclin», da keine ausreichend hohen Blutspiegel des Medikaments erreicht werden.

Wie beeinflusst «Doxycyclin» die Wirkung von anderen Arzneimitteln? Doxycyclin kann die Wirkung von bestimmten blutzuckersenkenden Mitteln (orale Sulfonylharnstoff-Antidiabetika) und von bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulanzien vom Dicumarol-Typ) verstärken (siehe Abschnitt 2.2).

Bei kombi­nierter Verabreichung sollte eine Kontrolle der Blut­zucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen und ggf. eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel vorgenommen werden. «Doxycyclin» kann die schädigende (toxische) Wirkung von Ciclosporin A (Mittel zur Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr) erhöhen.

Sonstige Wechselwirkungen: Eine Narkose mit Methoxyfluran oder anderen möglicher­weise nierenschädigend wirkenden Mitteln kann während der Behandlung mit «Doxycyclin» zum Nierenversagen führen (siehe Abschnitt 2.2). Kurz vor, während oder nach einer Isotretinoin-Behandlung der Akne sollte keine Behandlung mit «Doxycyclin» durchgeführt werden, da beide Arzneimittel in seltenen Fällen reversible Drucksteigerungen in der Schädel­höhle (Pseudotumor cerebri) bewirken können, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder zurückbilden.

Die gleichzeitige Einnahme von «Doxycyclin» und bestimmten anderen Antibiotika (Betalaktam-Antibiotika wie z.B. Penicilline, Cephalosporine) sollte vermieden werden, da hinsichtlich der antibakteriellen Wirkung im labordiagnostischen Test ein abschwächender (antagonistischer) Effekt beobachtet wurde.

  1. Die gleichzeitige Anwendung von «Doxycyclin» und Theophyllin (Asthmamittel) kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt führen.
  2. Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor Kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
  3. Hinweis:

In seltenen Fällen kann unter der Behandlung mit «Doxycyclin» die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von oralen hormonalen Kontrazeptiva («Pille») infrage gestellt sein. Es empfiehlt sich daher, zusätzlich nicht-hormonelle empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden.2.4.Bei Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Bitte nehmen Sie Milch, Milchprodukte und Fruchtsäfte, die Calcium enthalten nicht zusammen mit «Doxycyclin» ein.

Halten Sie einen zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden ein (siehe Abschnitt 2.3). Bitte beachten Sie, dass bei regelmäßiger, gewohnheitsmäßiger und/oder missbräuchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist (siehe auch Kapitel 2.3 : Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln).3.Wie ist «Doxycyclin» anzuwenden? Nehmen/Wenden Sie «Doxycyclin» immer genau nach der Anweisung des Arztes ein/an.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung Doxycyclin sollte entweder regelmäßig morgens mit dem Frühstück oder gleichzeitig zusammen mit einer anderen Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit (keine Milch oder Milchprodukte), z.B.

einem Glas Wasser, eingenommen werden. Die Einnahme während einer Mahlzeit kann die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern. Um Anwendungsfehler zu vermeiden, nehmen Sie die Tabletten stets mit reichlich Flüssigkeit in aufrechter Haltung (im Sitzen oder im Stehen) ein. Etwa 10 bis 15 Minuten nach der Einnahme nochmals reichlich Flüssigkeit nachtrinken! Kapseln mit Doxycyclinhyclat sollten zur Vermeidung von Geschwüren an der Schleimhaut der Speiseröhre mit reichlich Flüssigkeit (keine Milch) sowie in aufrechter Position und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Die Einnahme während einer Mahlzeit kann die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern. Bei Trinktabletten, Brausetabletten und Beutel mit Granulat ist folgendes zu beachten: Lösen Sie die Trinktabletten, Brausetabletten bzw. den Inhalt eines Beutels in einem Glas Wasser (unter Umrühren) auf und trinken Sie die Lösung vollständig aus.

  • Wie lange sollten Sie Doxycyclin anwenden? Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.
  • Im Allgemeinen wird Doxycyclin bei akuten Infektionen zwischen 5 und 21 Tagen eingenommen.
  • Ihr Arzt wird die jeweilige Behandlungsdauer festlegen (siehe auch spezielle Dosierungsempfehlungen).

Falls bei nachgewiesener Empfindlichkeit Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken behandelt werden, muss dies mindestens 10 Tage lang erfolgen, um Spätschäden (wie z.B. rheumatischem Fieber oder Glomerulonephritis) vorzubeugen.

  • Im Folgenden beträgt die Anwendungsdauer bei
  • – akuter gonorrhoischer Urethritis (Tripper) des Mannes: 7 Tage
  • – akuter Gonokokken-Epididymitis: 10 Tage
  • – akuter Gonokokkeninfektion der Frau: mindestens 7 Tage
  • – Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillin­allergie): 15 Tage
  • – Lyme-Borreliose (Stadium I): 2 bis 3 Wochen

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis Jugendliche (und Kinder über 8 Jahren) über 50 kg Körpergewicht und Erwachsene unter 70 kg Körpergewicht nehmen am ersten Tag 200 mg Doxycyclin (2 Tabletten, Filmtabletten, Dragees oder Kapseln entsprechend 200 mg Doxycyclin) und an den folgenden Tagen je 100 mg Doxycyclin (1 Tablette, Filmtablette, Dragee oder Kapsel entsprechend 100 mg Doxycyclin) ein.

  1. Erwachsene mit mehr als 70 kg Körpergewicht nehmen täglich 200 mg Doxycyclin ein, so weit nicht anders verordnet.
  2. Zur Behandlung von Kindern unter 50 kg Körpergewicht und ab 8 Jahren: 4 mg/kg Körpergewicht am ersten und 2 mg/kg Körpergewicht an den folgenden Tagen.
  3. Spezielle Dosierungsempfehlungen:

3.2.a) Akute gonorrhoische Urethritis (durch Tripper bedingte Harnröhrenentzündung) des Mannes täglich 200 mg Doxycyclin über 7 Tage.3.2.b) Akute Gonokokken-Epididymitis (durch Gonokokken be­dingte Nebenhodenentzündung) täglich 200 mg Doxycyclin über 10 Tage.3.2.c) Akute Gonokokkeninfektion der Frau täglich 200 mg Doxycyclin über mindestens 7 Tage.

Der Behandlungserfolg bei einer Gonokokkeninfektion sollte durch eine kulturelle Kontrolle 3 bis 4 Tage nach Behandlungsende überprüft werden.3.2.d) Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillin­allergie) täglich 3-mal 100 mg entsprechend 300 mg Doxycyclin 15 Tage lang.3.2.e) Hauterkrankungen, auch infizierte schwere Formen der Akne vulgaris und Rosacea: Täglich 100 mg Doxycylin, in der Regel 7 bis 21 Tage.

Anschließend ist die tägliche Einnahme von 50 mg Doxycyclin als Erhaltungstherapie für weitere 2 bis 3 Wochen möglich (hierzu stehen Darreichungsformen mit 50 mg zur Ver­fügung). In Abhängigkeit vom Behandlungs­ergebnis kann zur Akne-Behandlung eine Langzeit­behandlung mit niedrigdosiertem Doxycyclin (50 mg täglich) über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen erfolgen.3.2.f) Lyme-Borreliose (Stadium I) täglich 200 mg Doxycyclin, 2 bis 3 Wochen lang (mindestens jedoch 14 Tage lang).3.2.g) Eingeschränkte Nierenfunktion Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist es im Allgemeinen nicht erforderlich, die Doxycyclin-Dosis zu verringern.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von «Doxycyclin» zu stark oder zu schwach ist.3.3.Was ist zu tun, wenn Sie eine größere Menge «Doxycyclin» eingenommen/angewendet haben, als Sie sollten? Berichte über Vergiftungsfälle mit Doxycyclin sind bisher nicht bekannt geworden.

Da bei Überdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und Nierenschädigungen sowie einer Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verständigen. Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren.3.4.Was ist zu tun, wenn Sie die Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» vergessen haben? Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, fahren Sie bitte am nächsten Tag mit der Einnahme von «Doxycyclin» in der verordneten Menge fort.4.

  • Wie alle Arzneimittel kann «Doxycyclin» Nebenwirkungen haben.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

4.1.Nebenwirkungen 4.1.a) Magen-Darm-Trakt

  1. Während der Behandlung mit «Doxycyclin» kann es häufig zu Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Magendruck, Sod­brennen, Brechreiz, Erbrechen, Blähungen, Fett­stühlen und Durchfällen kommen.
  2. Die Einnahme des Arzneimittels nach oder mit den Mahlzeiten kann diese unerwünschten Wirkungen zu einem gewissen Grad reduzieren; die Resorptions­quote wird dadurch nur unwesentlich beeinträchtigt.
  3. Weiterhin können gelegentlich auftreten: Mund- und Rachen­schleimhautentzündungen, Heiserkeit, Schluck­beschwerden und vereinzelt schwarze Haarzunge.

Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Kolitis zu denken (in den meisten Fällen verursacht durch Clostridium difficile). Diese durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige und angemessene Behandlung (siehe Gegenmaßnahmen bei Neben­wirkungen).4.1.b) Nervensystem Selten wird eine Drucksteigerung in der Schädelhöhle (Pseudotumor cerebri) beobachtet, die sich nach Beendigung der Behandlung wieder zurück­bildet.

  1. Sie äußert sich durch Kopfschmerzen, Übel­keit, Erbrechen und möglicherweise eine Sehstörung durch Papillenödem (Schwellung der Sehnervenpapille infolge verstärkter Flüssigkeitsansammlung).4.1.c) Haut und Hautanhangsgebilde Allergische Hautreaktionen auf Doxycyclin treten gelegentlich auf (s.a.
  2. Abschnitt Überempfindlichkeitserscheinungen).

Unter Sonneneinstrahlung kann es durch Lichtsensibilisierung zu fototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (mit Symptomen wie bei einem starken Sonnenbrand, z.B. Rötung, Schwellung, Blasenbildung, Verfärbung), selten auch mit Beteiligung der Nägel (Nagelablösung und -verfärbung).

Sonnenbaden im Freien oder in Solarien sollte daher während einer Behandlung mit «Doxycyclin» vermieden werden.4.1.d) Blut und Blutkörperchen Selten können folgende Veränderungen im Blut ausgelöst werden, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder normalisieren: Verminderung der Zahl der Blutplättchen und der roten Blutkörperchen (Thrombozytopenie, Anämie), Verminderung oder Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenien, Lymphozytopenien, Leukozytosen) sowie Veränderungen an einigen Blutzelltypen (atypische Lymphozyten und toxische Granulationen der Granulozyten), Erkrankung der Lymphknoten (Lymphadenopathie).4.1.e) Leber und Bauchspeicheldrüse Bei Überdosierungen besteht die Gefahr von Leberschäden oder einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Während der Schwangerschaft besteht eine erhöhte Gefahr von Leberschäden unter Tetracyclin-Einnahme.4.1.f) Nieren Tetracycline können eine Nierenschädigung (Nephrotoxizität) verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschränkung (erkennbar an einem Kreatinin- und Harnstoffanstieg im Serum) verschlimmern.

Auch im Zusammenhang mit Doxycyclingabe wurde selten über Nierenschädigungen, z.B. interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen und fehlende Harnausscheidung (Anurie) berichtet.4.1.g) Überempfindlichkeitserscheinungen Unter «Doxycyclin»-Behandlung treten Überempfindlichkeits­erscheinungen (z.B. allergische Reaktionen) gelegentlich auf.

Dazu gehören Hautreaktionen mit und ohne Juckreiz, wie z.B. örtlich begrenzte oder auch großflächige (generalisierte) Hautausschläge (Exantheme), Hautrötungen (Erytheme), Nesselausschlag mit Bläschen- und Quaddelbildung (Urticaria), Scheibenrose (Erythema exsudativum multi­forme), vorübergehende örtliche Schwellung der Haut, der Schleimhäute oder der Gelenke (Angioödem), Asthma, Hautausschläge an den Genitalien und an anderen Körperregionen und eine Serumkrankheit-ähnliche Reaktion mit Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.

Selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit einer Doxycyclin-Behandlung über schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemein­reaktionen (wie z.B. exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom) berichtet worden. Wenn Sie auf «Doxycyclin» überempfindlich reagieren, dürfen Sie grundsätzlich nicht mit Tetracyclinen behandelt werden (komplette Kreuzallergie).

Selten sind schwere plötzlich auftretende Überempfindlichkeitserscheinungen möglich. Sie können sich äußern als: Gesichtsschwellung (Gesichtsödem), Zungen­schwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzjagen, Luftnot (Atemnot), Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand.

  • Unter einer Behandlung mit «Doxycyclin» kann es durch Selektion zu einer Pilz-Besiedelung (Candida) der Haut oder Schleimhäute (vor allem des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute) kommen mit Symptomen wie Mund- und Rachenschleimhautentzündung (Glossitis, Stomatitis), akute Entzündungen der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis) sowie Juckreiz in der Analgegend.
  • Bei der Behandlung von Kindern unter 8 Jahren ist gelegentlich eine bleibende Zahnverfärbung und Zahnschmelzschädigung sowie eine vorübergehende Knochenwachstumsverzögerung beobachtet worden.
  • Gelegentlich sind auch Blutgerinnungsstörungen und Blut im Urin (Hämaturie) beobachtet worden.
  • Selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit einer Doxycyclin-Gabe über Missempfindungen (Paraesthesien), Beschleunigung des Herzschlages (Tachykardien), Muskelschmerzen (Myalgien), Gelenkschmerzen (Arthralgien), Unruhe und Angstzustände berichtet worden.
  • Krampfanfälle nach Gabe von Doxycyclin sind sehr selten möglich.

(Nach oraler Einnahme von Doxycyclin wurde ein Fall eines epileptischen Anfalls berichtet. Nach intravenöser Gabe ist diese Nebenwirkung in mehreren Fällen beschrieben worden.) Selten wurden eine Störung bzw. der Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung beschrieben, welche nur in einigen Fällen und auch nur teilweise rück­bildungsfähig waren.4.2.Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein.

Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt: Pseudomembranöse Kolitis: Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit «Doxycyclin» in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten (z.B.

See also:  Welche Medikamente KNnen Demenz AuslöSen?

Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemo­therapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie): Hier muss die Behandlung mit «Doxycyclin» sofort abgebrochen werden und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen (z.B.

  1. Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  2. Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  3. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  • 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  • Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  • Copyright by ePrax GmbH; München Mai 2014 (7)

: Doxycyclin 100 – 1A Pharma

Wie oft Doxycyclin am Tag?

Medikament – Patienteninformation für «Doxycyclin» 1.Was ist «Doxycyclin» und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?

  • «Doxycyclin» enthält den Wirkstoff Doxycyclin, ein Arzneimittel asu der Gruppe der sogenannten Tetracycline.
  • Tetracycline sind Breitspektrum-Antibiotika.
  • Doxycyclin wird bei Infektionskrankheiten eingesetzt, die durch Doxycyclin-empfindliche Keime verursacht werden.
  • Doxycyclin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Doxycyclin zum Einnehmen gibt es üblicherweise als
  2. – Dragées, Tabletten, Kapseln, Filmtabletten sowie als Trinktabletten (Tabs)/ Brausetabletten und Granulat (in Beutel)mit der Wirkstärke 100 mg oder 200 mg.
  3. Bitte beachten Sie, dass die Informationen in dieser Patienteninformation sich auf die hier genannten Wirkstärken und Darreichungsformen beziehen!

1.3.Doxycyclin wird üblicherweise angewendet bei 1.3.a) Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches:

  • – akute Schübe chronischer Bronchitis
  • – Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • – Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • – bestimmte Formen der Lungenentzündung (Pneumonie) durch Mykoplasmen, Rickettsien oder Chlamydien.

1.3.b) Infektionen des Urogenitaltrakts:

  1. – Harnröhrenentzündungen (Urethritis) durch Chlamydien und Ureaplasma urealyticum
  2. – akute Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis)
  3. – unkomplizierte Gonorrhö (Tripper; insbesondere bei gleichzeitiger Chlamydieninfektion)
  4. – Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
  5. – Syphilis bei Penicillin-Allergie
  6. – Harnwegsinfektionen (nur bei nachgewiesener Empfindlichkeit der Erreger)

1.3.c) Infektionen des Magen-Darm-Trakts:

  • – Cholera
  • – Yersinien- oder Campylobacter-Infektion
  • – Shigellen-Infektion bei Nachweis der Empfindlichkeit

1.3.d) Ambulante Therapie von Gallenwegsinfektionen 1.3.e) Hauterkrankungen, auch infizierte schwere Formen der Akne vulgaris und Rosacea 1.3.f) durch Chlamydien verursachte Augenbindehaut­entzündung (Chlamydien-Konjunktivitis) und Trachom 1.3.g) durch Borrelien verursachte Erkrankungen wie Erythema chronicum migrans und Lyme-Disease (vorwiegend durch Zeckenbisse ausgelöste Infektionen) 1.3.h) Seltene Infektionen wie Brucellose, Ornithose, Bartonellose, Listeriose, Rickettsiose, Melioidose, Pest, Granuloma inguinale.1.3.i) Andere Erkrankungen: 1.3.j) Malabsorptions-Syndrome (Erkrankungen, die mit Verdauungsstörungen einhergehen) wie tropische Sprue und Morbus Whipple 2.Was müssen Sie vor der Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» beachten? 2.1.»Doxycyclin» darf nicht eingenommen/angewendet werden – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Tetracycline.

  1. Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gelten im Allgemeinen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
  2. Hinweis:
  3. Nachgewiesene Infektionen durch Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken sollten mit Doxycyclin nicht behandelt werden, weil die Resistenzsituation (Empfindlichkeit der Erreger gegenüber dem Arzneimittel) ungünstig ist.

2.2.a) Kinder Kinder unter 8 Jahren sollten nur nach strengster Indikationsstellung mit Doxycyclin behandelt werden.2.2.b) Ältere Menschen Bei älteren Menschen sind keine Besonderheiten zu beachten.2.2.c) Schwangerschaft und Stillzeit Während der Schwangerschaft darf «Doxycyclin» nur nach besonders strenger Indikationsstellung angewendet werden, da es bei Feten vom 4.

Monat an sowie bei Säuglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfärbungen und Zahnschmelzdefekten kommen kann.2.2.d) Stillzeit Während der Stillzeit sowie bei Säuglingen und Kindern bis zum 8.

Lebensjahr darf «Doxycyclin» nur nach besonders strenger Indikationsstellung angewendet werden, da es bei Säuglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfärbungen und Zahnschmelzdefekten kommen kann.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Vereinzelt ist über eine in der Regel vorübergehende Kurzsichtigkeit (Myopie) berichtet worden, die sich während der Behandlung mit «Doxycyclin» entwickeln kann.

Das kann zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit beim Führen von Kraftfahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen führen.2.2.f) Was ist sonst noch zu beachten? Bei kombinierter Anwendung von «Doxycyclin» mit bestimmten blutzuckersenkenden oder blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (siehe Wechselwirkungen) sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw.

der Gerinnungsparameter erfolgen und ggf. eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel erfolgen. Der Nachweis von Zucker, Eiweiß, Urobilinogen und von Katecholaminen im Harn kann durch Einnahme von Tetra­cyclinen gestört werden. Unter Sonnenbestrahlung kann es zu fototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (siehe Nebenwirkungen).

  • Informieren Sie vor einer Narkose den Arzt über eine Behandlung mit «Doxycyclin» (siehe Wechselwirkungen).
  • Wenn die Behandlung länger als 21 Tage dauert, sollen regelmäßig Blut, Leber- und Nierenuntersuchungen durchgeführt werden.
  • Bitte halten Sie den Termin zur Kontrolle des Behand­lungserfolges 3 bis 4 Tage nach Behandlungsende bei einer Gonokokkeninfektion (Tripper) besonders sorgfältig ein, um einen Rückfall zu vermeiden.
  • Hinweis für Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten:
  • Bei unsachgemäßer Einnahme (im Liegen) von Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten, können Geschwüre auftreten, weil die Kapseln an der Schleimhaut der Speiseröhre festkleben und stark sauer reagierende Lösungen freisetzen können.

2.3.Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichige Arzneimittel handelt.

Die Aufnahme von Doxycyclin aus dem Magen-Darm-Trakt kann durch bestimmte 2- oder 3-wertige Kationen wie Aluminium und Magnesium (enthalten z.B. in Mitteln zur Bindung von Magensäure) oder Calcium (auch ent­halten in Milch und Milchprodukten), durch Eisen­präparate sowie durch medizinische Kohle und Cole­styramin (Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte) vermindert sein.

Deshalb sollten Arznei- oder Nahrungsmittel mit diesen Bestandteilen in einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden eingenommen werden. Das Antibiotikum Rifampicin, Stoffe aus der Klasse der Barbiturate (z.B. auch in Beruhigungs- und Schlaf­mitteln enthalten) und andere Mittel gegen Anfalls­leiden (Carbamazepin, Diphenylhydantoin und Primidon) sowie regelmäßige, gewohnheitsmäßige und /oder missbräuchliche Alkoholaufnahme (Alkoholabusus) können den Abbau von Doxycyclin (durch Enzyminduktion in der Leber) beschleunigen mit der Folge eines Wirksamkeitsverlustes von «Doxycyclin», da keine ausreichend hohen Blutspiegel des Medikaments erreicht werden.

Wie beeinflusst «Doxycyclin» die Wirkung von anderen Arzneimitteln? Doxycyclin kann die Wirkung von bestimmten blutzuckersenkenden Mitteln (orale Sulfonylharnstoff-Antidiabetika) und von bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulanzien vom Dicumarol-Typ) verstärken (siehe Abschnitt 2.2).

Bei kombi­nierter Verabreichung sollte eine Kontrolle der Blut­zucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen und ggf. eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel vorgenommen werden. «Doxycyclin» kann die schädigende (toxische) Wirkung von Ciclosporin A (Mittel zur Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr) erhöhen.

Sonstige Wechselwirkungen: Eine Narkose mit Methoxyfluran oder anderen möglicher­weise nierenschädigend wirkenden Mitteln kann während der Behandlung mit «Doxycyclin» zum Nierenversagen führen (siehe Abschnitt 2.2). Kurz vor, während oder nach einer Isotretinoin-Behandlung der Akne sollte keine Behandlung mit «Doxycyclin» durchgeführt werden, da beide Arzneimittel in seltenen Fällen reversible Drucksteigerungen in der Schädel­höhle (Pseudotumor cerebri) bewirken können, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder zurückbilden.

Die gleichzeitige Einnahme von «Doxycyclin» und bestimmten anderen Antibiotika (Betalaktam-Antibiotika wie z.B. Penicilline, Cephalosporine) sollte vermieden werden, da hinsichtlich der antibakteriellen Wirkung im labordiagnostischen Test ein abschwächender (antagonistischer) Effekt beobachtet wurde.

  1. Die gleichzeitige Anwendung von «Doxycyclin» und Theophyllin (Asthmamittel) kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt führen.
  2. Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor Kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
  3. Hinweis:

In seltenen Fällen kann unter der Behandlung mit «Doxycyclin» die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von oralen hormonalen Kontrazeptiva («Pille») infrage gestellt sein. Es empfiehlt sich daher, zusätzlich nicht-hormonelle empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden.2.4.Bei Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Bitte nehmen Sie Milch, Milchprodukte und Fruchtsäfte, die Calcium enthalten nicht zusammen mit «Doxycyclin» ein.

Halten Sie einen zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden ein (siehe Abschnitt 2.3). Bitte beachten Sie, dass bei regelmäßiger, gewohnheitsmäßiger und/oder missbräuchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist (siehe auch Kapitel 2.3 : Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln).3.Wie ist «Doxycyclin» anzuwenden? Nehmen/Wenden Sie «Doxycyclin» immer genau nach der Anweisung des Arztes ein/an.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung Doxycyclin sollte entweder regelmäßig morgens mit dem Frühstück oder gleichzeitig zusammen mit einer anderen Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit (keine Milch oder Milchprodukte), z.B.

  • Einem Glas Wasser, eingenommen werden.
  • Die Einnahme während einer Mahlzeit kann die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern.
  • Um Anwendungsfehler zu vermeiden, nehmen Sie die Tabletten stets mit reichlich Flüssigkeit in aufrechter Haltung (im Sitzen oder im Stehen) ein.
  • Etwa 10 bis 15 Minuten nach der Einnahme nochmals reichlich Flüssigkeit nachtrinken! Kapseln mit Doxycyclinhyclat sollten zur Vermeidung von Geschwüren an der Schleimhaut der Speiseröhre mit reichlich Flüssigkeit (keine Milch) sowie in aufrechter Position und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Die Einnahme während einer Mahlzeit kann die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern. Bei Trinktabletten, Brausetabletten und Beutel mit Granulat ist folgendes zu beachten: Lösen Sie die Trinktabletten, Brausetabletten bzw. den Inhalt eines Beutels in einem Glas Wasser (unter Umrühren) auf und trinken Sie die Lösung vollständig aus.

Wie lange sollten Sie Doxycyclin anwenden? Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung. Im Allgemeinen wird Doxycyclin bei akuten Infektionen zwischen 5 und 21 Tagen eingenommen. Ihr Arzt wird die jeweilige Behandlungsdauer festlegen (siehe auch spezielle Dosierungsempfehlungen).

Falls bei nachgewiesener Empfindlichkeit Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken behandelt werden, muss dies mindestens 10 Tage lang erfolgen, um Spätschäden (wie z.B. rheumatischem Fieber oder Glomerulonephritis) vorzubeugen.

  • Im Folgenden beträgt die Anwendungsdauer bei
  • – akuter gonorrhoischer Urethritis (Tripper) des Mannes: 7 Tage
  • – akuter Gonokokken-Epididymitis: 10 Tage
  • – akuter Gonokokkeninfektion der Frau: mindestens 7 Tage
  • – Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillin­allergie): 15 Tage
  • – Lyme-Borreliose (Stadium I): 2 bis 3 Wochen

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis Jugendliche (und Kinder über 8 Jahren) über 50 kg Körpergewicht und Erwachsene unter 70 kg Körpergewicht nehmen am ersten Tag 200 mg Doxycyclin (2 Tabletten, Filmtabletten, Dragees oder Kapseln entsprechend 200 mg Doxycyclin) und an den folgenden Tagen je 100 mg Doxycyclin (1 Tablette, Filmtablette, Dragee oder Kapsel entsprechend 100 mg Doxycyclin) ein.

  1. Erwachsene mit mehr als 70 kg Körpergewicht nehmen täglich 200 mg Doxycyclin ein, so weit nicht anders verordnet.
  2. Zur Behandlung von Kindern unter 50 kg Körpergewicht und ab 8 Jahren: 4 mg/kg Körpergewicht am ersten und 2 mg/kg Körpergewicht an den folgenden Tagen.
  3. Spezielle Dosierungsempfehlungen:

3.2.a) Akute gonorrhoische Urethritis (durch Tripper bedingte Harnröhrenentzündung) des Mannes täglich 200 mg Doxycyclin über 7 Tage.3.2.b) Akute Gonokokken-Epididymitis (durch Gonokokken be­dingte Nebenhodenentzündung) täglich 200 mg Doxycyclin über 10 Tage.3.2.c) Akute Gonokokkeninfektion der Frau täglich 200 mg Doxycyclin über mindestens 7 Tage.

Der Behandlungserfolg bei einer Gonokokkeninfektion sollte durch eine kulturelle Kontrolle 3 bis 4 Tage nach Behandlungsende überprüft werden.3.2.d) Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillin­allergie) täglich 3-mal 100 mg entsprechend 300 mg Doxycyclin 15 Tage lang.3.2.e) Hauterkrankungen, auch infizierte schwere Formen der Akne vulgaris und Rosacea: Täglich 100 mg Doxycylin, in der Regel 7 bis 21 Tage.

Anschließend ist die tägliche Einnahme von 50 mg Doxycyclin als Erhaltungstherapie für weitere 2 bis 3 Wochen möglich (hierzu stehen Darreichungsformen mit 50 mg zur Ver­fügung). In Abhängigkeit vom Behandlungs­ergebnis kann zur Akne-Behandlung eine Langzeit­behandlung mit niedrigdosiertem Doxycyclin (50 mg täglich) über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen erfolgen.3.2.f) Lyme-Borreliose (Stadium I) täglich 200 mg Doxycyclin, 2 bis 3 Wochen lang (mindestens jedoch 14 Tage lang).3.2.g) Eingeschränkte Nierenfunktion Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist es im Allgemeinen nicht erforderlich, die Doxycyclin-Dosis zu verringern.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von «Doxycyclin» zu stark oder zu schwach ist.3.3.Was ist zu tun, wenn Sie eine größere Menge «Doxycyclin» eingenommen/angewendet haben, als Sie sollten? Berichte über Vergiftungsfälle mit Doxycyclin sind bisher nicht bekannt geworden.

Da bei Überdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und Nierenschädigungen sowie einer Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verständigen. Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren.3.4.Was ist zu tun, wenn Sie die Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» vergessen haben? Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, fahren Sie bitte am nächsten Tag mit der Einnahme von «Doxycyclin» in der verordneten Menge fort.4.

  • Wie alle Arzneimittel kann «Doxycyclin» Nebenwirkungen haben.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

4.1.Nebenwirkungen 4.1.a) Magen-Darm-Trakt

  1. Während der Behandlung mit «Doxycyclin» kann es häufig zu Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Magendruck, Sod­brennen, Brechreiz, Erbrechen, Blähungen, Fett­stühlen und Durchfällen kommen.
  2. Die Einnahme des Arzneimittels nach oder mit den Mahlzeiten kann diese unerwünschten Wirkungen zu einem gewissen Grad reduzieren; die Resorptions­quote wird dadurch nur unwesentlich beeinträchtigt.
  3. Weiterhin können gelegentlich auftreten: Mund- und Rachen­schleimhautentzündungen, Heiserkeit, Schluck­beschwerden und vereinzelt schwarze Haarzunge.

Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Kolitis zu denken (in den meisten Fällen verursacht durch Clostridium difficile). Diese durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige und angemessene Behandlung (siehe Gegenmaßnahmen bei Neben­wirkungen).4.1.b) Nervensystem Selten wird eine Drucksteigerung in der Schädelhöhle (Pseudotumor cerebri) beobachtet, die sich nach Beendigung der Behandlung wieder zurück­bildet.

  • Sie äußert sich durch Kopfschmerzen, Übel­keit, Erbrechen und möglicherweise eine Sehstörung durch Papillenödem (Schwellung der Sehnervenpapille infolge verstärkter Flüssigkeitsansammlung).4.1.c) Haut und Hautanhangsgebilde Allergische Hautreaktionen auf Doxycyclin treten gelegentlich auf (s.a.
  • Abschnitt Überempfindlichkeitserscheinungen).

Unter Sonneneinstrahlung kann es durch Lichtsensibilisierung zu fototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (mit Symptomen wie bei einem starken Sonnenbrand, z.B. Rötung, Schwellung, Blasenbildung, Verfärbung), selten auch mit Beteiligung der Nägel (Nagelablösung und -verfärbung).

Sonnenbaden im Freien oder in Solarien sollte daher während einer Behandlung mit «Doxycyclin» vermieden werden.4.1.d) Blut und Blutkörperchen Selten können folgende Veränderungen im Blut ausgelöst werden, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder normalisieren: Verminderung der Zahl der Blutplättchen und der roten Blutkörperchen (Thrombozytopenie, Anämie), Verminderung oder Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenien, Lymphozytopenien, Leukozytosen) sowie Veränderungen an einigen Blutzelltypen (atypische Lymphozyten und toxische Granulationen der Granulozyten), Erkrankung der Lymphknoten (Lymphadenopathie).4.1.e) Leber und Bauchspeicheldrüse Bei Überdosierungen besteht die Gefahr von Leberschäden oder einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Während der Schwangerschaft besteht eine erhöhte Gefahr von Leberschäden unter Tetracyclin-Einnahme.4.1.f) Nieren Tetracycline können eine Nierenschädigung (Nephrotoxizität) verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschränkung (erkennbar an einem Kreatinin- und Harnstoffanstieg im Serum) verschlimmern.

  • Auch im Zusammenhang mit Doxycyclingabe wurde selten über Nierenschädigungen, z.B.
  • Interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen und fehlende Harnausscheidung (Anurie) berichtet.4.1.g) Überempfindlichkeitserscheinungen Unter «Doxycyclin»-Behandlung treten Überempfindlichkeits­erscheinungen (z.B.
  • Allergische Reaktionen) gelegentlich auf.

Dazu gehören Hautreaktionen mit und ohne Juckreiz, wie z.B. örtlich begrenzte oder auch großflächige (generalisierte) Hautausschläge (Exantheme), Hautrötungen (Erytheme), Nesselausschlag mit Bläschen- und Quaddelbildung (Urticaria), Scheibenrose (Erythema exsudativum multi­forme), vorübergehende örtliche Schwellung der Haut, der Schleimhäute oder der Gelenke (Angioödem), Asthma, Hautausschläge an den Genitalien und an anderen Körperregionen und eine Serumkrankheit-ähnliche Reaktion mit Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.

Selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit einer Doxycyclin-Behandlung über schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemein­reaktionen (wie z.B. exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom) berichtet worden. Wenn Sie auf «Doxycyclin» überempfindlich reagieren, dürfen Sie grundsätzlich nicht mit Tetracyclinen behandelt werden (komplette Kreuzallergie).

Selten sind schwere plötzlich auftretende Überempfindlichkeitserscheinungen möglich. Sie können sich äußern als: Gesichtsschwellung (Gesichtsödem), Zungen­schwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzjagen, Luftnot (Atemnot), Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand.

  • Unter einer Behandlung mit «Doxycyclin» kann es durch Selektion zu einer Pilz-Besiedelung (Candida) der Haut oder Schleimhäute (vor allem des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute) kommen mit Symptomen wie Mund- und Rachenschleimhautentzündung (Glossitis, Stomatitis), akute Entzündungen der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis) sowie Juckreiz in der Analgegend.
  • Bei der Behandlung von Kindern unter 8 Jahren ist gelegentlich eine bleibende Zahnverfärbung und Zahnschmelzschädigung sowie eine vorübergehende Knochenwachstumsverzögerung beobachtet worden.
  • Gelegentlich sind auch Blutgerinnungsstörungen und Blut im Urin (Hämaturie) beobachtet worden.
  • Selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit einer Doxycyclin-Gabe über Missempfindungen (Paraesthesien), Beschleunigung des Herzschlages (Tachykardien), Muskelschmerzen (Myalgien), Gelenkschmerzen (Arthralgien), Unruhe und Angstzustände berichtet worden.
  • Krampfanfälle nach Gabe von Doxycyclin sind sehr selten möglich.

(Nach oraler Einnahme von Doxycyclin wurde ein Fall eines epileptischen Anfalls berichtet. Nach intravenöser Gabe ist diese Nebenwirkung in mehreren Fällen beschrieben worden.) Selten wurden eine Störung bzw. der Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung beschrieben, welche nur in einigen Fällen und auch nur teilweise rück­bildungsfähig waren.4.2.Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein.

Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt: Pseudomembranöse Kolitis: Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit «Doxycyclin» in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten (z.B.

Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemo­therapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie): Hier muss die Behandlung mit «Doxycyclin» sofort abgebrochen werden und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen (z.B.

  1. Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  2. Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  3. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  • 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  • Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  • Copyright by ePrax GmbH; München Mai 2014 (7)

: DOXYCYCLIN AL 100

Kann man Doxycyclin auch abends einnehmen?

So wird Doxycyclin angewendet – Die Dosierung und Anwendungsdauer richten sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Der Patient sollte sich dabei strikt an die Anweisungen des Arztes halten. Oft beträgt die Behandlungsdauer mit Doxycyclin bei akuten Infektionen fünf Tage bis drei Wochen, da Doxycyclin als Wachstumshemmer von Bakterien eine Wirkverzögerung im Vergleich zu bakterientötenden (bakteriziden) Antibiotika hat.

Abseits von akuten Infektionen kann Doxycyclin durchaus auch über einen Zeitraum von mehreren Monaten eingesetzt werden (z.B. bei der Hautkrankheit Rosacea). Doxycyclin wird normalerweise peroral verschrieben, also zur Einnahme in Form von Tabletten, Kapseln, Kapseln mit verzögerter Wirkstofffreisetzung (Retardkapseln), Brausetabletten oder als Granulat zur Herstellung einer Suspension.

Die übliche Dosierung beträgt 50, 100 oder 200 Milligramm pro Einzeldosis. Die Einnahme von Doxycyclin kann einmal am Tag erfolgen oder auf bis zu drei Dosen aufgeteilt werden (morgens, mittags, abends). Es wird empfohlen, das Antibiotikum zu einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser (keine Milch oder Milchprodukte) einzunehmen, da der Verdauungstrakt den Wirkstoff dann besser verträgt.

Wie lange Doxycyclin 100 einnehmen?

Anwendungshinweise –

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden. Art der Anwendung? Dauer der Anwendung? Überdosierung? Einnahme vergessen?

Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B.1 Glas Wasser) ein.Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 7-21 Tage, bei Streptokokkeninfektion mindestens 10 Tage, bei Akne bis zu 12 Wochen.Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Sodbrennen, Magendruck, Erbrechen und Durchfall.

Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung.

Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

See also:  Doxycyclin Was Darf Ich Essen?

Was darf man bei Doxycyclin nicht essen?

Keine Milch bei Doxycyclin-Therapie Patienten, die mit Doxycyclin behandelt werden, müssen darauf hingewiesen werden, daß sie das Tetracyclin nicht gemeinsam mit Milch, Joghurt oder anderen Milchprodukten einnehmen dürfen. Die Wirkung des Antibiotikums wird durch gleichzeitige Einnahme abgeschwächt.

Wie wirkt Doxycyclin am besten?

Wirkmechanismus – Doxycyclin behindert die Vermehrung von Bakterien, indem es die Proteinsynthese, also die Herstellung von für die Bakterien lebensnotwendigen Eiweißbausteinen, blockiert. Dadurch können sich die Bakterien nicht mehr weiter ausbreiten und die hervorgerufene Entzündung kann abheilen. In Medikamenten ist der Wirkstoff auch als Doxycyclinhyclat oder Doxycyclin-1-Wasser enthalten.

Wie lange nach Doxycyclin nicht hinlegen?

Vorsicht bei der Einnahme von Alendronsäure – Patientinnen, die nach den Wechseljahren an Osteoporose leiden, nehmen oft einmal wöchentlich Alendronsäure ein. Was viele nicht beachten: Nach der Einnahme dieser Tablette darf man sich für 45 Minuten nicht hinlegen,

Wird man von Doxycyclin müde?

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten? Am häufigsten unter der Behandlung mit Doxycyclin sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfälle, Müdigkeit, Schwindel und Hautirritationen wie Rötungen, Juckreiz oder allergische Reaktionen.

Warum nicht hinlegen nach Doxycyclin?

Cholesterinsenker am besten abends einnemen – Die Tageszeit spielt bei manchen Arzneimitteln ebenfalls eine Rolle: Statine (Cholesterinsenker) sollten am besten abends genommen werden. „Dann wirken sie besser und sind auch besser verträglich», sagt Katharina Hofmann.

Was passiert wenn man Doxycyclin mit Milchprodukten einnimmt?

Antibiotika und Milchprodukte – Auch Milchprodukte können die Wirkung bestimmter Antibiotika beeinträchtigen, darunter fallen u.a. Tetracyclin (auch: Tetrazyklin), Doxycyclin, Ceftriaxon und Ciprofloxacin. Viele Patienten stellen sich Fragen wie: „Kann ich trotz Antibiotikum morgens einen kleinen Joghurt essen?» „Die Butter muss ich bei Antibiotika nicht weglassen, oder?» „Stört es die Antibiotika-Behandlung wirklich, wenn ich nur eine kleine Scheibe Käse auf das Brot lege?» Die Antwort ist einfach.

Antibiotika und ButterAntibiotika und JoghurtAntibiotika und KäseAntibiotika und calciumreiches Gemüse (Blattspinat, Brokkoli)Antibiotika und calciumreiches Mineralwasser (über 150 mg Calcium pro Liter)

Sollte man Antibiotika auf nüchternen Magen nehmen?

Antibiotika meist vor dem Essen vorteilhaft – Penicillin V und Ampicillin bilden Beispiele für Arzneistoffe, deren Bioverfügbarkeit durch Nahrung stark vermindert wird. Sie sollten daher nüchtern gegeben werden. Für Amoxicillin gilt diese Einschränkung nicht.

Für die meisten Antibiotika kann die Einnahme etwa eine Stunde vor dem Essen mit ausreichend Flüssigkeit empfohlen werden. So ergeben sich kürzere Verweilzeiten im Darm und damit weniger schädigende Wirkungen auf die Darmflora. Außerdem entstehen hohe Blutspiegelspitzen, bei denen auch weniger sensible Erreger geschädigt werden, die eine höhere minimale Hemmkonzentration aufweisen.

Doch sind bei etlichen Antibiotika substanzspezifische Besonderheiten zu beachten. So können die meisten Cephalosporine auch zum Essen genommen werden. Bei Prodrugs ist dies sogar zu empfehlen. Ausnahmen bilden Ceftibuten und Cefalexin, die vor dem Essen eingenommen werden sollten.

Wie lange darf man kein Sport machen wenn man Antibiotika nimmt?

Die einen nehmen sie ohne Bedenken sofort bei Infektionen ein, andere verzichten lieber darauf – Antibiotika. Wundermittel bei Krankheit oder Ursache von multiresistenten Erregern? Um Antibiotika ranken sich viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Wir haben acht Mythen rund um Antibiotika einem Wahrheitscheck unterzogen und erklären, was stimmt und wann es sich um einen Mythos handelt.1.

  1. Antibiotika helfen gegen Grippe und Co.
  2. Mit Beginn der Herbstzeit beginnt auch wieder die Erkältungs- und Grippehochsaison.
  3. Eine Grippe, Erkältung, Husten oder Rachenentzündung werden allerdings durch Viren verursacht.
  4. Da Antibiotika ausschließlich bei bakteriellen Infektionen helfen, können sie bei diesen Erkrankungen nichts bewirken.

Wenn der Arzt oder Ärztin bei einer Erkältung oder Grippe zu Antibiotika rät, sollte man besser noch mal nachfragen. Denn je mehr und häufiger die weit verbreiteten Antibiotika für die falsche Erkrankung eingesetzt werden, desto mehr werden Resistenzen gefördert.

Auf keinen Fall sollte man auf Antibiotika bestehen, wenn der Arzt sie nicht verschreibt, denn dann ist es vermutlich keine bakterielle Infektion.2. Durch Antibiotika wirkt die Pille nicht Das kann richtig sein. Die Wirkung der Pille kann während der Einnahme von Antibiotika gemindert sein. Da antibiotische Medikamente einen negativen Einfluss auf die Darmflora haben, kann dies die Aufnahme der Hormone beeinträchtigen.

Dies sollte daher gegebenenfalls mit dem behandelnden Arzt oder Ärztin abgeklärt werden. Um nicht ungewollt schwanger zu werden, bieten Kondome einen zusätzlichen Schutz.3. Alkohol und Antibiotika vertragen sich nicht Die meisten Menschen fühlen sich während einer Infektion unwohl und verspüren gar keinen Appetit auf Alkohol.

Ein generelles Verbot von Alkohol während der Antibiotika-Einnahme besteht aber nicht. Ein Glas Wein oder Bier ist bei den meisten Antibiotika kein Problem. Es gibt aber einzelne Wirkstoffe, die sich mit Alkohol nicht vertragen und in der Kombination ernste Nebenwirkungen verursachen können. Wer sich unsicher ist, sollte in jedem Fall Rücksprache mit seinem Arzt oder Ärztin halten bzw.

in der doch meist kurzen Zeit, in der man die Medikamente nimmt, auf Alkohol verzichten.4. Bei Besserung dürfen Antibiotika abgesetzt werden Viele Antibiotika wirken schnell und senken die Zahl der krankmachenden Erreger stark herab, allerdings sind die Bakterien noch nicht komplett beseitigt.

  • Auch, wenn die Symptome bereits nachgelassen haben.
  • Generell gilt, das Antibiotikum solange und in der Dosis zu nehmen, die vom Arzt oder der Ärztin verordnet wurde.
  • Wer sich wieder richtig gesund fühlt, sollte mit seinem Arzt Rücksprache halten, ob die Therapie eventuell verkürzt werden kann.
  • Unverbrauchte Reste sollten auf gar keinen Fall zu Hause gelagert und ohne Verordnung bei neuen Symptomen eingenommen werden.

Reste sind immer zu entsorgen.5. Milch und Sonne sollten gemieden werden Die Aufnahme bestimmter Antibiotika kann durch Milch oder Milchprodukte beeinflusst werden. Ein entsprechender Hinweis ist immer im Beipackzettel des Präparats zu finden. Direkte Sonneneinstrahlung sollte ebenfalls gemieden werden, weil die Haut während der Einnahme einiger Antibiotika sehr sensibel reagieren kann, dies gilt in besonderem Maße für das oft eingesetzte Doxycyclin.6.

  • Wenn ich selten Antibiotika nehme, kann ich nicht resistent werden Die Aussage ist leider falsch.
  • Menschen können gar nicht resistent werden, sondern nur die Erreger.
  • Resistente Erreger können wiederum in jeden Organismus eintreten und stellen daher ein Problem für alle dar.
  • Prinzipiell sollte die Verordnung von Antibiotika sehr bedacht erfolgen, um falsche Behandlungen zu vermeiden.

Denn der falsche Umgang mit Antibiotika unterstützt die Bildung von resistenten Erregern, die auf Antibiotikabehandlungen nicht mehr anschlagen. Es ist daher immer sinnvoll, die Notwendigkeit einer Antibiotikaverordnung beim Arzt zu hinterfragen. Wichtig ist auch, dem Arzt anzugeben, wenn man im Ausland war, denn in verschiedenen Ländern der Welt ist die Resistenzlage anders, als in Deutschland, so dass dies bei der Auswahl der Medikamente berücksichtigt werden muss.7.

Sport während der Antibiotika-Therapie ist gesund Beim Thema Sport ist Vorsicht geboten. Der Grund für eine Antibiotika-Therapie ist eine bakterielle Infektion, die den Körper schwächt. Sport würde den Körper zusätzlich belasten und kann die Genesung verzögern oder gar einen schlimmeren Krankheitsverlauf verursachen.

Zwei bis drei Tage nach der letzten Antibiotika-Einnahme kann wieder mit dem Sport begonnen werden. Aber auch hier sollte man es langsam angehen lassen, schließlich ist der Körper kurz nach einer überstandenen Infektion noch nicht sofort wieder topfit.8.

Antibiotika schwächen das Immunsystem Das ist falsch. Besonders bei chronischen Krankheiten, in höherem Alter, bei Stress oder bei einer schweren Infektion schafft es das Immunsystem nicht immer, gegen alle Krankheitserreger vorzugehen. Antibiotika unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte, indem sie Bakterien angreifen und abtöten.

Helios Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, 128 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro.

Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit». Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin. Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant.

Für was nimmt man Doxycyclin?

Wie und bei welchen Beschwerden wird Doxycyclin angewendet? – Doxycyclin kommt bei verschiedenen bakteriellen Erkrankungen zum Einsatz. Hier die Hauptanwendungsgebiete:

Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs: akute Schübe einer chronischen Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen, bestimmte Lungenentzündungen Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane: Harnröhrenentzündung, Prostataentzündung, Gonorrhoe (Tripper), Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane, Syphilis (wenn eine Penicillin Allergie vorliegt), allgemeine Harnwegsinfekte Bestimmte Magen-Darm-Infektionen Gallenwegs Infektionen Infektionen der Haut: Gesichtsrose, schwere Akne bestimmte Formen der Augenbindehautentzündung Borrelien Infektion, ausgelöst durch Zeckenbisse (die Einnahme kann bis zu 6 Monaten notwendig sein)

Doxycyclin ist in Form von Tabletten/Tabs, Kapseln und als Infusion erhältlich. Welche Dosierung am besten geeignet ist, ist vor allem von der Art und Schwere der Erkrankung abhängig. Sofern der Arzt es nicht anders verordnet hat, gilt folgende Standarddosierungen :

Erwachsene, Kinder von 12 und Jugendliche einschließlich 17 Jahren mit einem Körpergewicht unter 70 Kilogramm nehmen am ersten Tag einmalig 200mg und an den folgenden Tagen 100mg über einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen. Kinder von Geburt an bis zum Alter von 8 Jahren sollten nicht mit Doxycyclin behandelt werden, da ein erhöhtes Zahnverfärbungsrisiko besteht.

Nicht eingenommen werden sollte Doxycyclin von Personen,

die gegen den Wirkstoff oder gegen andere Wirkstoffe aus der Gruppe der Tetracycline allergisch sind die an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden die an Myasthenia gravis erkrankt sind, einer Form der Muskelschwäche Kindern unter 8 Jahren Schwangere und Stillende

Welche Nebenwirkungen hat Doxycyclin?

Medikament – Patienteninformation für «Doxycyclin» 1.Was ist «Doxycyclin» und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?

  • «Doxycyclin» enthält den Wirkstoff Doxycyclin, ein Arzneimittel asu der Gruppe der sogenannten Tetracycline.
  • Tetracycline sind Breitspektrum-Antibiotika.
  • Doxycyclin wird bei Infektionskrankheiten eingesetzt, die durch Doxycyclin-empfindliche Keime verursacht werden.
  • Doxycyclin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Doxycyclin zum Einnehmen gibt es üblicherweise als
  2. – Dragées, Tabletten, Kapseln, Filmtabletten sowie als Trinktabletten (Tabs)/ Brausetabletten und Granulat (in Beutel)mit der Wirkstärke 100 mg oder 200 mg.
  3. Bitte beachten Sie, dass die Informationen in dieser Patienteninformation sich auf die hier genannten Wirkstärken und Darreichungsformen beziehen!

1.3.Doxycyclin wird üblicherweise angewendet bei 1.3.a) Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches:

  • – akute Schübe chronischer Bronchitis
  • – Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • – Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • – bestimmte Formen der Lungenentzündung (Pneumonie) durch Mykoplasmen, Rickettsien oder Chlamydien.

1.3.b) Infektionen des Urogenitaltrakts:

  1. – Harnröhrenentzündungen (Urethritis) durch Chlamydien und Ureaplasma urealyticum
  2. – akute Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis)
  3. – unkomplizierte Gonorrhö (Tripper; insbesondere bei gleichzeitiger Chlamydieninfektion)
  4. – Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane
  5. – Syphilis bei Penicillin-Allergie
  6. – Harnwegsinfektionen (nur bei nachgewiesener Empfindlichkeit der Erreger)

1.3.c) Infektionen des Magen-Darm-Trakts:

  • – Cholera
  • – Yersinien- oder Campylobacter-Infektion
  • – Shigellen-Infektion bei Nachweis der Empfindlichkeit

1.3.d) Ambulante Therapie von Gallenwegsinfektionen 1.3.e) Hauterkrankungen, auch infizierte schwere Formen der Akne vulgaris und Rosacea 1.3.f) durch Chlamydien verursachte Augenbindehaut­entzündung (Chlamydien-Konjunktivitis) und Trachom 1.3.g) durch Borrelien verursachte Erkrankungen wie Erythema chronicum migrans und Lyme-Disease (vorwiegend durch Zeckenbisse ausgelöste Infektionen) 1.3.h) Seltene Infektionen wie Brucellose, Ornithose, Bartonellose, Listeriose, Rickettsiose, Melioidose, Pest, Granuloma inguinale.1.3.i) Andere Erkrankungen: 1.3.j) Malabsorptions-Syndrome (Erkrankungen, die mit Verdauungsstörungen einhergehen) wie tropische Sprue und Morbus Whipple 2.Was müssen Sie vor der Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» beachten? 2.1.»Doxycyclin» darf nicht eingenommen/angewendet werden – bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Tetracycline.

  1. Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gelten im Allgemeinen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
  2. Hinweis:
  3. Nachgewiesene Infektionen durch Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken sollten mit Doxycyclin nicht behandelt werden, weil die Resistenzsituation (Empfindlichkeit der Erreger gegenüber dem Arzneimittel) ungünstig ist.

2.2.a) Kinder Kinder unter 8 Jahren sollten nur nach strengster Indikationsstellung mit Doxycyclin behandelt werden.2.2.b) Ältere Menschen Bei älteren Menschen sind keine Besonderheiten zu beachten.2.2.c) Schwangerschaft und Stillzeit Während der Schwangerschaft darf «Doxycyclin» nur nach besonders strenger Indikationsstellung angewendet werden, da es bei Feten vom 4.

Monat an sowie bei Säuglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfärbungen und Zahnschmelzdefekten kommen kann.2.2.d) Stillzeit Während der Stillzeit sowie bei Säuglingen und Kindern bis zum 8.

Lebensjahr darf «Doxycyclin» nur nach besonders strenger Indikationsstellung angewendet werden, da es bei Säuglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstörung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfärbungen und Zahnschmelzdefekten kommen kann.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Vereinzelt ist über eine in der Regel vorübergehende Kurzsichtigkeit (Myopie) berichtet worden, die sich während der Behandlung mit «Doxycyclin» entwickeln kann.

Das kann zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit beim Führen von Kraftfahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen führen.2.2.f) Was ist sonst noch zu beachten? Bei kombinierter Anwendung von «Doxycyclin» mit bestimmten blutzuckersenkenden oder blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (siehe Wechselwirkungen) sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw.

der Gerinnungsparameter erfolgen und ggf. eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel erfolgen. Der Nachweis von Zucker, Eiweiß, Urobilinogen und von Katecholaminen im Harn kann durch Einnahme von Tetra­cyclinen gestört werden. Unter Sonnenbestrahlung kann es zu fototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (siehe Nebenwirkungen).

  • Informieren Sie vor einer Narkose den Arzt über eine Behandlung mit «Doxycyclin» (siehe Wechselwirkungen).
  • Wenn die Behandlung länger als 21 Tage dauert, sollen regelmäßig Blut, Leber- und Nierenuntersuchungen durchgeführt werden.
  • Bitte halten Sie den Termin zur Kontrolle des Behand­lungserfolges 3 bis 4 Tage nach Behandlungsende bei einer Gonokokkeninfektion (Tripper) besonders sorgfältig ein, um einen Rückfall zu vermeiden.
  • Hinweis für Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten:
  • Bei unsachgemäßer Einnahme (im Liegen) von Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten, können Geschwüre auftreten, weil die Kapseln an der Schleimhaut der Speiseröhre festkleben und stark sauer reagierende Lösungen freisetzen können.

2.3.Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichige Arzneimittel handelt.

  • Die Aufnahme von Doxycyclin aus dem Magen-Darm-Trakt kann durch bestimmte 2- oder 3-wertige Kationen wie Aluminium und Magnesium (enthalten z.B.
  • In Mitteln zur Bindung von Magensäure) oder Calcium (auch ent­halten in Milch und Milchprodukten), durch Eisen­präparate sowie durch medizinische Kohle und Cole­styramin (Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte) vermindert sein.

Deshalb sollten Arznei- oder Nahrungsmittel mit diesen Bestandteilen in einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden eingenommen werden. Das Antibiotikum Rifampicin, Stoffe aus der Klasse der Barbiturate (z.B. auch in Beruhigungs- und Schlaf­mitteln enthalten) und andere Mittel gegen Anfalls­leiden (Carbamazepin, Diphenylhydantoin und Primidon) sowie regelmäßige, gewohnheitsmäßige und /oder missbräuchliche Alkoholaufnahme (Alkoholabusus) können den Abbau von Doxycyclin (durch Enzyminduktion in der Leber) beschleunigen mit der Folge eines Wirksamkeitsverlustes von «Doxycyclin», da keine ausreichend hohen Blutspiegel des Medikaments erreicht werden.

Wie beeinflusst «Doxycyclin» die Wirkung von anderen Arzneimitteln? Doxycyclin kann die Wirkung von bestimmten blutzuckersenkenden Mitteln (orale Sulfonylharnstoff-Antidiabetika) und von bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulanzien vom Dicumarol-Typ) verstärken (siehe Abschnitt 2.2).

Bei kombi­nierter Verabreichung sollte eine Kontrolle der Blut­zucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen und ggf. eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel vorgenommen werden. «Doxycyclin» kann die schädigende (toxische) Wirkung von Ciclosporin A (Mittel zur Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr) erhöhen.

Sonstige Wechselwirkungen: Eine Narkose mit Methoxyfluran oder anderen möglicher­weise nierenschädigend wirkenden Mitteln kann während der Behandlung mit «Doxycyclin» zum Nierenversagen führen (siehe Abschnitt 2.2). Kurz vor, während oder nach einer Isotretinoin-Behandlung der Akne sollte keine Behandlung mit «Doxycyclin» durchgeführt werden, da beide Arzneimittel in seltenen Fällen reversible Drucksteigerungen in der Schädel­höhle (Pseudotumor cerebri) bewirken können, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder zurückbilden.

Die gleichzeitige Einnahme von «Doxycyclin» und bestimmten anderen Antibiotika (Betalaktam-Antibiotika wie z.B. Penicilline, Cephalosporine) sollte vermieden werden, da hinsichtlich der antibakteriellen Wirkung im labordiagnostischen Test ein abschwächender (antagonistischer) Effekt beobachtet wurde.

  1. Die gleichzeitige Anwendung von «Doxycyclin» und Theophyllin (Asthmamittel) kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt führen.
  2. Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor Kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.
  3. Hinweis:

In seltenen Fällen kann unter der Behandlung mit «Doxycyclin» die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von oralen hormonalen Kontrazeptiva («Pille») infrage gestellt sein. Es empfiehlt sich daher, zusätzlich nicht-hormonelle empfängnisverhütende Maßnahmen anzuwenden.2.4.Bei Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Bitte nehmen Sie Milch, Milchprodukte und Fruchtsäfte, die Calcium enthalten nicht zusammen mit «Doxycyclin» ein.

  • Halten Sie einen zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden ein (siehe Abschnitt 2.3).
  • Bitte beachten Sie, dass bei regelmäßiger, gewohnheitsmäßiger und/oder missbräuchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist (siehe auch Kapitel 2.3 : Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln).3.Wie ist «Doxycyclin» anzuwenden? Nehmen/Wenden Sie «Doxycyclin» immer genau nach der Anweisung des Arztes ein/an.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung Doxycyclin sollte entweder regelmäßig morgens mit dem Frühstück oder gleichzeitig zusammen mit einer anderen Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit (keine Milch oder Milchprodukte), z.B.

Einem Glas Wasser, eingenommen werden. Die Einnahme während einer Mahlzeit kann die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern. Um Anwendungsfehler zu vermeiden, nehmen Sie die Tabletten stets mit reichlich Flüssigkeit in aufrechter Haltung (im Sitzen oder im Stehen) ein. Etwa 10 bis 15 Minuten nach der Einnahme nochmals reichlich Flüssigkeit nachtrinken! Kapseln mit Doxycyclinhyclat sollten zur Vermeidung von Geschwüren an der Schleimhaut der Speiseröhre mit reichlich Flüssigkeit (keine Milch) sowie in aufrechter Position und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Die Einnahme während einer Mahlzeit kann die Häufigkeit von Magen-Darm-Störungen verringern. Bei Trinktabletten, Brausetabletten und Beutel mit Granulat ist folgendes zu beachten: Lösen Sie die Trinktabletten, Brausetabletten bzw. den Inhalt eines Beutels in einem Glas Wasser (unter Umrühren) auf und trinken Sie die Lösung vollständig aus.

  • Wie lange sollten Sie Doxycyclin anwenden? Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.
  • Im Allgemeinen wird Doxycyclin bei akuten Infektionen zwischen 5 und 21 Tagen eingenommen.
  • Ihr Arzt wird die jeweilige Behandlungsdauer festlegen (siehe auch spezielle Dosierungsempfehlungen).

Falls bei nachgewiesener Empfindlichkeit Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken behandelt werden, muss dies mindestens 10 Tage lang erfolgen, um Spätschäden (wie z.B. rheumatischem Fieber oder Glomerulonephritis) vorzubeugen.

  • Im Folgenden beträgt die Anwendungsdauer bei
  • – akuter gonorrhoischer Urethritis (Tripper) des Mannes: 7 Tage
  • – akuter Gonokokken-Epididymitis: 10 Tage
  • – akuter Gonokokkeninfektion der Frau: mindestens 7 Tage
  • – Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillin­allergie): 15 Tage
  • – Lyme-Borreliose (Stadium I): 2 bis 3 Wochen

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis Jugendliche (und Kinder über 8 Jahren) über 50 kg Körpergewicht und Erwachsene unter 70 kg Körpergewicht nehmen am ersten Tag 200 mg Doxycyclin (2 Tabletten, Filmtabletten, Dragees oder Kapseln entsprechend 200 mg Doxycyclin) und an den folgenden Tagen je 100 mg Doxycyclin (1 Tablette, Filmtablette, Dragee oder Kapsel entsprechend 100 mg Doxycyclin) ein.

  1. Erwachsene mit mehr als 70 kg Körpergewicht nehmen täglich 200 mg Doxycyclin ein, so weit nicht anders verordnet.
  2. Zur Behandlung von Kindern unter 50 kg Körpergewicht und ab 8 Jahren: 4 mg/kg Körpergewicht am ersten und 2 mg/kg Körpergewicht an den folgenden Tagen.
  3. Spezielle Dosierungsempfehlungen:

3.2.a) Akute gonorrhoische Urethritis (durch Tripper bedingte Harnröhrenentzündung) des Mannes täglich 200 mg Doxycyclin über 7 Tage.3.2.b) Akute Gonokokken-Epididymitis (durch Gonokokken be­dingte Nebenhodenentzündung) täglich 200 mg Doxycyclin über 10 Tage.3.2.c) Akute Gonokokkeninfektion der Frau täglich 200 mg Doxycyclin über mindestens 7 Tage.

Der Behandlungserfolg bei einer Gonokokkeninfektion sollte durch eine kulturelle Kontrolle 3 bis 4 Tage nach Behandlungsende überprüft werden.3.2.d) Syphilis (primäre und sekundäre Form bei Penicillin­allergie) täglich 3-mal 100 mg entsprechend 300 mg Doxycyclin 15 Tage lang.3.2.e) Hauterkrankungen, auch infizierte schwere Formen der Akne vulgaris und Rosacea: Täglich 100 mg Doxycylin, in der Regel 7 bis 21 Tage.

Anschließend ist die tägliche Einnahme von 50 mg Doxycyclin als Erhaltungstherapie für weitere 2 bis 3 Wochen möglich (hierzu stehen Darreichungsformen mit 50 mg zur Ver­fügung). In Abhängigkeit vom Behandlungs­ergebnis kann zur Akne-Behandlung eine Langzeit­behandlung mit niedrigdosiertem Doxycyclin (50 mg täglich) über einen Zeitraum von bis zu 12 Wochen erfolgen.3.2.f) Lyme-Borreliose (Stadium I) täglich 200 mg Doxycyclin, 2 bis 3 Wochen lang (mindestens jedoch 14 Tage lang).3.2.g) Eingeschränkte Nierenfunktion Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist es im Allgemeinen nicht erforderlich, die Doxycyclin-Dosis zu verringern.

See also:  Welche Medikamente Bei Paranoider Schizophrenie?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von «Doxycyclin» zu stark oder zu schwach ist.3.3.Was ist zu tun, wenn Sie eine größere Menge «Doxycyclin» eingenommen/angewendet haben, als Sie sollten? Berichte über Vergiftungsfälle mit Doxycyclin sind bisher nicht bekannt geworden.

Da bei Überdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und Nierenschädigungen sowie einer Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verständigen. Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren.3.4.Was ist zu tun, wenn Sie die Einnahme/Anwendung von «Doxycyclin» vergessen haben? Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, fahren Sie bitte am nächsten Tag mit der Einnahme von «Doxycyclin» in der verordneten Menge fort.4.

  • Wie alle Arzneimittel kann «Doxycyclin» Nebenwirkungen haben.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

4.1.Nebenwirkungen 4.1.a) Magen-Darm-Trakt

  1. Während der Behandlung mit «Doxycyclin» kann es häufig zu Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Magendruck, Sod­brennen, Brechreiz, Erbrechen, Blähungen, Fett­stühlen und Durchfällen kommen.
  2. Die Einnahme des Arzneimittels nach oder mit den Mahlzeiten kann diese unerwünschten Wirkungen zu einem gewissen Grad reduzieren; die Resorptions­quote wird dadurch nur unwesentlich beeinträchtigt.
  3. Weiterhin können gelegentlich auftreten: Mund- und Rachen­schleimhautentzündungen, Heiserkeit, Schluck­beschwerden und vereinzelt schwarze Haarzunge.

Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Kolitis zu denken (in den meisten Fällen verursacht durch Clostridium difficile). Diese durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige und angemessene Behandlung (siehe Gegenmaßnahmen bei Neben­wirkungen).4.1.b) Nervensystem Selten wird eine Drucksteigerung in der Schädelhöhle (Pseudotumor cerebri) beobachtet, die sich nach Beendigung der Behandlung wieder zurück­bildet.

  • Sie äußert sich durch Kopfschmerzen, Übel­keit, Erbrechen und möglicherweise eine Sehstörung durch Papillenödem (Schwellung der Sehnervenpapille infolge verstärkter Flüssigkeitsansammlung).4.1.c) Haut und Hautanhangsgebilde Allergische Hautreaktionen auf Doxycyclin treten gelegentlich auf (s.a.
  • Abschnitt Überempfindlichkeitserscheinungen).

Unter Sonneneinstrahlung kann es durch Lichtsensibilisierung zu fototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (mit Symptomen wie bei einem starken Sonnenbrand, z.B. Rötung, Schwellung, Blasenbildung, Verfärbung), selten auch mit Beteiligung der Nägel (Nagelablösung und -verfärbung).

Sonnenbaden im Freien oder in Solarien sollte daher während einer Behandlung mit «Doxycyclin» vermieden werden.4.1.d) Blut und Blutkörperchen Selten können folgende Veränderungen im Blut ausgelöst werden, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder normalisieren: Verminderung der Zahl der Blutplättchen und der roten Blutkörperchen (Thrombozytopenie, Anämie), Verminderung oder Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenien, Lymphozytopenien, Leukozytosen) sowie Veränderungen an einigen Blutzelltypen (atypische Lymphozyten und toxische Granulationen der Granulozyten), Erkrankung der Lymphknoten (Lymphadenopathie).4.1.e) Leber und Bauchspeicheldrüse Bei Überdosierungen besteht die Gefahr von Leberschäden oder einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Während der Schwangerschaft besteht eine erhöhte Gefahr von Leberschäden unter Tetracyclin-Einnahme.4.1.f) Nieren Tetracycline können eine Nierenschädigung (Nephrotoxizität) verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschränkung (erkennbar an einem Kreatinin- und Harnstoffanstieg im Serum) verschlimmern.

  • Auch im Zusammenhang mit Doxycyclingabe wurde selten über Nierenschädigungen, z.B.
  • Interstitielle Nephritis, akutes Nierenversagen und fehlende Harnausscheidung (Anurie) berichtet.4.1.g) Überempfindlichkeitserscheinungen Unter «Doxycyclin»-Behandlung treten Überempfindlichkeits­erscheinungen (z.B.
  • Allergische Reaktionen) gelegentlich auf.

Dazu gehören Hautreaktionen mit und ohne Juckreiz, wie z.B. örtlich begrenzte oder auch großflächige (generalisierte) Hautausschläge (Exantheme), Hautrötungen (Erytheme), Nesselausschlag mit Bläschen- und Quaddelbildung (Urticaria), Scheibenrose (Erythema exsudativum multi­forme), vorübergehende örtliche Schwellung der Haut, der Schleimhäute oder der Gelenke (Angioödem), Asthma, Hautausschläge an den Genitalien und an anderen Körperregionen und eine Serumkrankheit-ähnliche Reaktion mit Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.

  • Selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit einer Doxycyclin-Behandlung über schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemein­reaktionen (wie z.B.
  • Exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom) berichtet worden.
  • Wenn Sie auf «Doxycyclin» überempfindlich reagieren, dürfen Sie grundsätzlich nicht mit Tetracyclinen behandelt werden (komplette Kreuzallergie).

Selten sind schwere plötzlich auftretende Überempfindlichkeitserscheinungen möglich. Sie können sich äußern als: Gesichtsschwellung (Gesichtsödem), Zungen­schwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzjagen, Luftnot (Atemnot), Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand.

  • Unter einer Behandlung mit «Doxycyclin» kann es durch Selektion zu einer Pilz-Besiedelung (Candida) der Haut oder Schleimhäute (vor allem des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimhäute) kommen mit Symptomen wie Mund- und Rachenschleimhautentzündung (Glossitis, Stomatitis), akute Entzündungen der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis) sowie Juckreiz in der Analgegend.
  • Bei der Behandlung von Kindern unter 8 Jahren ist gelegentlich eine bleibende Zahnverfärbung und Zahnschmelzschädigung sowie eine vorübergehende Knochenwachstumsverzögerung beobachtet worden.
  • Gelegentlich sind auch Blutgerinnungsstörungen und Blut im Urin (Hämaturie) beobachtet worden.
  • Selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit einer Doxycyclin-Gabe über Missempfindungen (Paraesthesien), Beschleunigung des Herzschlages (Tachykardien), Muskelschmerzen (Myalgien), Gelenkschmerzen (Arthralgien), Unruhe und Angstzustände berichtet worden.
  • Krampfanfälle nach Gabe von Doxycyclin sind sehr selten möglich.

(Nach oraler Einnahme von Doxycyclin wurde ein Fall eines epileptischen Anfalls berichtet. Nach intravenöser Gabe ist diese Nebenwirkung in mehreren Fällen beschrieben worden.) Selten wurden eine Störung bzw. der Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung beschrieben, welche nur in einigen Fällen und auch nur teilweise rück­bildungsfähig waren.4.2.Gegenmaßnahmen bei Nebenwirkungen Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein.

Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt: Pseudomembranöse Kolitis: Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit «Doxycyclin» in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten (z.B.

Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemo­therapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden. Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie): Hier muss die Behandlung mit «Doxycyclin» sofort abgebrochen werden und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen (z.B.

  1. Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.
  2. Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  3. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  • 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  • Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  • Copyright by ePrax GmbH; München Mai 2014 (7)

: Doxycyclin 200 – 1 A Pharma

Wie lange dauert es bis Doxycyclin wirkt?

Lyme-Arthritis – Über Monate bis Jahre kommt es in der Regel auch zur Spontanremission der Lymearthritis. Dennoch ist eine Antibiotikatherapie indiziert um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Eine orale Therapie mit Tetrazyklinen über vier Wochen kann effektiv sein.

Ist Doxycyclin entzündungshemmend?

Wie wirkt Doxycyclin gegen Akne? – Da es sich bei Doxycyclin um ein Tetracyclin-Antibiotikum handelt, wirkt es sowohl entzündungshemmend als auch antibakteriell, Statt das Aknebakterium (Propionibacterium acnes – P. acnes) selbst abzutöten, hat es jedoch eine sogenannte bakteriostatische Wirkung.

Das bedeutet, dass es den Körper bzw. das körpereigene Immunsystem dabei unterstützt, die bakteriellen Krankheitserreger letztendlich selbstständig zu bekämpfen. Dadurch gehen die Entzündungen zurück und es entstehen weniger entzündliche Symptome wie Knötchen (Papeln) und Eiterbläschen (Pusteln bzw. Pickel).

Das funktioniert, weil Doxycyclin die Aknebakterien gezielt am Wachstum hindert : Es dockt an die Ribosomen der Bakterien an und verhindert dort, dass Aminosäuren zu Proteinen umgewandelt werden können. Indem diese Kette unterbrochen wird, steht den Bakterien kein überlebenswichtiges Eiweiß zur Verfügung.

Wie lange nach Doxycyclin kein Alkohol?

Metronidazol und Alkohol – Der Wirkstoff Metronidazol ist ein Antibiotikum, das relativ häufig verschrieben wird und nicht gemeinsam mit alkoholischen Getränken eingenommen werden sollte. Es kommt bei bakteriellen Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich ebenso zum Einsatz wie bei Infekten an den weiblichen Geschlechtsorganen sowie in einigen spezifischen Anwendungsfeldern in der Dermatologie.

  1. Medikamente mit Metronidazol blockieren im Körper das Enzym Aldehyddehydrogenase (ALDH), welches für den Alkoholabbau im Organismus essenziell ist.
  2. Fehlt dieses Enzym oder ist nicht in ausreichendem Maße vorhanden, kann die Umwandlung des toxischen Acetaldehyds in Essigsäure nicht oder nur vermindert erfolgen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Metronidazol und Alkohol kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

Übelkeit und Erbrechen Hautrötungen Kältegefühl in Armen und Beinen Kopfschmerzen Herzrasen Blutdruckabfall Herzenge und Herzinfarkt

Ähnliche Effekte treten bei Wirkstoffen wie Tinidazol, Cotrimoxazol, Cefamandol, Nitrofurantoin oder Cefotetan auf. Weil diese Nebenwirkungen noch einige Tage nach der Einnahme der Arzneimittel auftreten können, sollten zwischen der letzten Antibiotika-Einnahme und dem ersten Alkoholkonsum mindestens 3 Tage liegen.

Warum darf man mit Doxycyclin nicht in die Sonne?

Nebenwirkung Lichtempfindlichkeit: Wenn Arzneimittel im Sommer Probleme bereiten Wer bestimmte Medikamente nimmt, sollte besonders darauf achten, sich vor den UV-Strahlen der Sonne zu schützen – im Schatten, mit Kleidung und Sonnen­schutz­mitteln. © plainpicture / Lubitz + Dorner Gerötete Haut, Juck­reiz, Pusteln – im Sommer lösen viele Arznei­mittel plötzlich Haut­re­aktionen aus.

Welche Wirk­stoffe sind das? Und wie können Betroffene sich schützen? Lesen Sie auf dieser Seite: Sowohl Tabletten und Kapseln zum Einnehmen als auch Salben und Gels, die auf die Haut aufgetragen werden, können Auslöser von licht­bedingten Haut­re­aktionen sein. Die Liste der, die Neben­wirkungen durch Sonnenlicht auslösen können, ist lang.

Betroffen sind unter anderem manche Antibiotika, Schmerz­tabletten und Schmerzgels zum Beispiel mit Ibuprofen und Diclofenac, Mittel gegen Herz­rhythmus­störungen oder Wasser­tabletten, die Ärzte bei Blut­hoch­druck oder Herz­schwäche verordnen. Auch Mittel gegen Akne, Epilepsie und Psycho­sen, pflanzliche Mittel wie Johannis­kraut und einige Krebs-Medikamente können bei Sonnenlicht die Haut verändern.

  1. Die Anti-Baby-Pille kann Pigment­ver­änderungen – vor allem im Gesicht – verursachen, die sich durch Sonnen­bestrahlung intensi­vieren.
  2. Die Haut­re­aktionen können inner­halb von Minuten bis Stunden nach der Anwendung des Arznei­mittels auftreten, aber auch erst mit Verzögerung von einigen Tagen.
  3. Deshalb sehen viele Menschen oft erst einmal keinen Zusammen­hang zwischen Haut­re­aktionen und einem Medikament – insbesondere dann nicht, wenn sie es einge­nommen und eben nicht, etwa als Creme, auf die Haut aufgetragen haben.

Oder wenn sie es schon längere Zeit nehmen und bisher gut vertragen haben. Licht­bedingte Haut­re­aktionen durch Medikamente können unterschiedlich aussehen: Die Haut kann sich röten, sich entzünden, brennen oder anschwellen. Oder es bilden sich Blasen, Pickel oder Pusteln.

Nach einigen Tagen können die Blasen aufplatzen und nässen. Auch Juck­reiz, fleckige Hautmale oder Hautschuppung können auftreten. Nicht immer lassen sich diese Haut­re­aktionen von einem normalen Sonnenbrand unterscheiden. Tipp: Ein Hinweis darauf, dass Medikamente die Ursache sein könnten: Durch Arznei­mittel verursachte Reaktionen auf Sonnenlicht treten schon bei Sonnenmengen auf, die sonst problemlos vertragen werden.

Wer die betroffenen Mittel einnimmt oder anwendet, sollte auf ausgedehnte Sonnenbäder und Solarien­besuche verzichten. Die intensive Mittags­sonne von 11 bis 15 Uhr ist möglichst zu meiden. Schutz bietet Kleidung, die die Haut bedeckt, und einen Hut auf dem Kopf.

  1. Unbe­deckte Haut­stellen schützt ein Sonnen­schutz­mittel mit hohem Licht­schutz­faktor.
  2. Dabei sollten Nacken, Ohren, Hals, Fuß- und Hand­rücken sowie die Lippen nicht vergessen werden.
  3. Tipp: Welche Cremes, Lotionen und Sprays zuver­lässig schützen, steht in unserem sowie in unserem,
  4. Wer eine licht­bedingte Reaktion vermutet, sollte sich mit einem Apotheker oder Arzt besprechen.

Möglicher­weise lässt sich die Anwendung des Medikaments auf den Abend verlegen. Bei einer Dauer­einnahme von Wirk­stoffen, die die Haut empfindlicher für UV-Strahlung machen, ist es zudem wichtig, die Haut sorgfältig zu beob­achten – insbesondere Stellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

  • Ein Arzt sollte sie von Zeit zu Zeit auf Veränderungen unter­suchen.
  • So geben Beob­achtungs­studien aus Dänemark etwa für das Diuretikum Hydro­chlorothiazid Hinweise darauf, dass mit der Erhöhung der Licht­empfindlich­keit auch das Risiko für ansteigen könnte.
  • Der Wirk­stoff ist Bestand­teil zahlreicher Kombimittel bei,

Unabhängig. Objektiv. Unbestechlich.

Glas bietet teil­weise keinen ausreichenden UVA-Schutz und damit auch keinen ausreichenden Schutz vor arznei­mittel­bedingten Haut­re­aktionen. Laut Bundes­amt für Strahlen­schutz schützen die Front­scheiben im Auto weitest­gehend vor UVA- und UVB-Strahlen, die Seiten­scheiben jedoch lassen UVA-Strahlen teil­weise passieren. Im Sommer gilt es bei längeren Auto­fahrten an sonnigen Tagen auch im Auto auf Sonnen­schutz zu achten. Dünne, weiße Kleidung schützt oft nicht ausreichend. Besser sind dicht gewebte und dunkle Stoffe. Weitere Tipps zum Sonnen­schutz stehen in unserem, Die Licht­empfindlich­keit kann nach dem Absetzen eines Mittels noch einige Zeit bestehen bleiben, etwa bei Amiodaron, das bei Herz­rhythmus­störungen einge­setzt wird. In diesen Fällen sollten Sie den besonderen Licht­schutz der Haut auch nach Therapieende noch einige Zeit beibehalten.

Wir nennen im Folgenden Wirk­stoffe für die bekannt ist, dass Sonnenlicht Haut­re­aktionen verursachen kann und die in Deutsch­land besonders häufig angewendet werden. Wie generell bei unerwünschten Wirkungen von Arznei­mitteln gilt auch hier: Nicht alle Anwender dieser Mittel sind betroffen und die Haut­re­aktionen können bei Betroffenen unterschiedlich stark ausfallen.

  • Diuretika, auch Wasser­tabletten genannt, wie Schleifendiuretika (Furosemid, Piretanid und Torasemid) sowie Thiazide (Chlortalidon, Hydro­chlorothiazid, Indapamid, Xipamid) senken den Blut­druck und entlasten das Herz.
  • Sie werden häufig verordnet beispiels­weise bei oder Herzschwäche.
  • Einige der Verbindungen sind auch oft in Kombinations­mitteln enthalten.

Bei ihnen wird recht häufig von licht­bedingten Reaktionen berichtet. Das heißt aber nicht, dass sie ein besonders hohes Potenzial für derartige unerwünschte Wirkungen haben. Die zahlreichen Berichte sind wahr­scheinlich darauf zurück­zuführen, dass die Mittel häufig angewendet werden – zudem meist als Dauer­medikation.

Auch bei manchen Blut­druck­senkern aus anderen Wirk­stoff­gruppen wie etwa Quinapril, Enalapril oder Diltiazem müssen Sie in Einzel­fällen mit einer erhöhten Licht­empfindlich­keit rechnen. Entzündungs- und schmerzhemmend wirkende Arznei­mittel zum Einnehmen mit den Wirk­stoffen Diclofenac, Ibuprofen, Ketoprofen, Naproxen, Piroxicam, Tiaprofensäure vertragen sich nicht immer gut mit intensiver Sonnen­bestrahlung.

Sie verursachen zwar nur selten sonnenbe­dingte Haut­re­aktionen, die Wirk­stoffe werden jedoch sehr häufig einge­setzt. Beachten Sie insbesondere: Wenn Sie ein Schmerzgel mit Diclofenac, Keto­profen oder Ibuprofen anwenden – zum Beispiel bei Arthrose, Gelenk­beschwerden oder Sport­verletzungen – kann die Haut an den behandelten Stellen licht­empfindlicher werden.

  • Es können sich dann – meist erst nach einigen Tagen – Haut­re­aktionen entwickeln, die im Einzel­fall auch schwerwiegend sein können.
  • Die behandelten Stellen sollten Sie daher vor Sonnenlicht schützen – auch wenn es wolkig ist – und dies bis zwei Wochen nach Beendigung der Behand­lung fortsetzen.
  • Wenn Sie wegen einer bakteriellen Infektion ein Antibiotikum einnehmen müssen, müssen Sie bei zahlreichen Wirk­stoffen mit licht­bedingten Reaktionen rechnen.

Insbesondere wenn Ihr Arzt Ihnen ein Mittel aus der Gruppe der Tetrazykline (Doxycyclin, Oxytetra­zyklin, Tetracyclin, Minocyclin) verordnet, sollten Sie Ihre Haut unbe­dingt vor Sonne schützen. Dass sonnenbe­dingte Stör­wirkungen in dieser Medikamentengruppe vorkommen, ist in der Fach­literatur häufig beschrieben.

  • Die Nägel sollten Sie dann sicher­heits­halber ebenfalls vor allzu starker Sonnen­einwirkung schützen, da es vereinzelt zu Nagelablösung und Verfärbung kommen kann.
  • Auch bei Chinolonen (zum Beispiel Cipro­floxacin, Oflaxacin), Sulfon­amiden (etwa Cotrimoxazol gegen Harnwegs­infektionen) und Voriconazol bei Pilz­infektionen ist ein ausreichender Sonnen­schutz zu beachten.

Bei schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen wird häufig das Antiarrhythmikum Amiodaron verordnet. Das Mittel ist besonders oft für eine erhöhte Sonnenbrandneigung verantwort­lich: Mehr als einer von 10 Behandelten ist davon betroffen. Zudem kann sich die Haut bei länger andauernder Behand­lung schiefergrau bis schwarz­violett verfärben, insbesondere an Stellen, die der Sonne ausgesetzt sind.

  • Diese Verfärbung bildet sich nach Absetzen des Mittels nur lang­sam inner­halb von ein bis vier Jahren wieder zurück.
  • Benzoylperoxid trocknet fettige Haut aus und tötet Entzündungs­keime ab, die am Entstehen von Pickeln beteiligt sind.
  • Darüber hinaus weist es eine leichte Schäl­wirkung auf und reizt die Haut.

Auch die Empfindlich­keit gegen­über UV-Strahlung nimmt zu. Auch Retinoide (Acitretin, Isotretinoin) machen die Haut dünner und somit empfindlicher für UV-Strahlen. Bei schwerer Akne werden häufig auch Antibiotika zum Einnehmen verschrieben. Zu ihnen zählt das Tetracyclin Doxycyclin.

  • Dann sollten Sie die Verhaltens­tipps zum Sonnen­schutz unbe­dingt einhalten.
  • Hormonpräparate mit einer Kombination aus einem Östrogen und Gestagen werden bei Akne, insbesondere aber als „Pille» zur einge­setzt.
  • Manche Frauen, die die Pille über lange Zeit einnehmen, entwickeln Pigment­ver­änderungen (Chloasmen).

Sie bekommen vor allem im Gesicht dunkle Flecken, die sich durch Sonnen­bestrahlung intensi­vieren. Diese Pigment­flecken vergehen häufig nicht wieder. Sie können versuchen, den Färbungen vorzubeugen, indem Sie Sonnen­schutz­mittel auftragen. Auch bei einigen pflanzlichen Mitteln kann intensive Sonnen­strahlung Stör­wirkungen auf der Haut verursachen.

  • Soll bei nervöser Unruhe, Schlafstörungen und auch bei depressiven Stimmungs­zuständen seine Wirkung entfalten.
  • Wenn Sie Mittel mit Johannis­kraut aber über längere Zeit in hohen Dosen anwenden, sollten Sie an einen ausreichenden Haut­schutz denken.
  • Bedenken Sie auch, dass äußerlich angewendete pflanzliche Mittel, beispiels­weise Cremes mit Arnika, allergische Reaktionen auf der Haut auslösen können, die sich durch Sonnen­einwirkung noch verstärken können.

Auch manche Wirk­stoffe, die bei Krebs­erkrankungen einge­setzt werden, können licht- und sonnen­empfindlich machen, beispiels­weise die Zytostatika Fluorouracil (äußerlich auch bei akti­nischer Keratose), Vinblastin (bei Morbus Hodgkin, Brust­krebs) oder Dacarbazin (bei Haut­krebs, Morbus Hodgkin, Weich­teilsarkom).

Einige Neuroleptika, die Ärzte etwa bei Psycho­sen oder Schizophrenie verordnen: Chlorprotixen, Thioridazin, Promethazin, Perazin, Haloperidol Antiepileptika bei Epilepsie: Phenobarbital, Carbamazepin (auch bei Neuro­pathie einge­setzt) Bestimmte Mittel bei chro­nisch entzündlichen Darm­erkrankungen oder rheumatoider Arthritis: Azathioprin und Sulfasalazin Malaria­mittel: Chinin (auch bei nächt­lichen Wadenkrämpfen einge­setzt), Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin Das Anti­histaminikum Diphenhydramin, das gegen Übel­keit und Erbrechen, bei Reisekrankheit, Allergie­symptomen und Schlafstörungen ohne Rezept erhältlich ist Methotrexat (MTX) bei rheumatoider Arthritis und Schuppenflechte Lipidsenker bei erhöhten Triglycer­idwerten: Fibrate wie Bezafi­brat, Fenofi­brat, Gemfibrozil. Sie können vereinzelt die Empfindlich­keit der Haut gegen­über Sonnenlicht erhöhen, sodass sich die Haut groß­flächig entzündet. Wenn dies bei Ihnen bereits einmal vorgekommen ist, dürfen Sie keine Fibrate mehr einnehmen.

Doxycyclin 100 Wie Einnehmen 02.02.2023 – Fiebersäfte, Antibiotika, Krebs­medikamente: Hunderte Arzneien sind knapp. Woran das liegt, was die Politik unternehmen will – und welche Optionen Betroffenen bleiben. Doxycyclin 100 Wie Einnehmen 10.07.2018 – Sonnen­cremes und -sprays sind alte Hüte. Der Kosmetik­anbieter Lush hat sich etwas anderes ausgedacht: The Sunblock erinnert auf den ersten Blick an ein Stück Seife. Doxycyclin 100 Wie Einnehmen 29.06.2023 – Im Test der Stiftung Warentest: 19 Sonnen­cremes für Kinder mit Schutz­faktor 30, 50 oder 50+. Viele der Cremes, Lotionen und Sprays über­zeugen, vier fallen durch.

: Nebenwirkung Lichtempfindlichkeit: Wenn Arzneimittel im Sommer Probleme bereiten

Wann darf man Doxycyclin nicht einnehmen?

Kinder unter 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene unter 50 kg Körpergewicht dürfen Doxycyclin STADA® nicht einnehmen. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Doxycyclin STADA® ist erforderlich Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gelten im Allgemeinen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.

Was behandelt man mit Doxycyclin?

Wie und bei welchen Beschwerden wird Doxycyclin angewendet? – Doxycyclin kommt bei verschiedenen bakteriellen Erkrankungen zum Einsatz. Hier die Hauptanwendungsgebiete:

Infektionen der Atemwege und des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs: akute Schübe einer chronischen Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen, bestimmte Lungenentzündungen Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane: Harnröhrenentzündung, Prostataentzündung, Gonorrhoe (Tripper), Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane, Syphilis (wenn eine Penicillin Allergie vorliegt), allgemeine Harnwegsinfekte Bestimmte Magen-Darm-Infektionen Gallenwegs Infektionen Infektionen der Haut: Gesichtsrose, schwere Akne bestimmte Formen der Augenbindehautentzündung Borrelien Infektion, ausgelöst durch Zeckenbisse (die Einnahme kann bis zu 6 Monaten notwendig sein)

Doxycyclin ist in Form von Tabletten/Tabs, Kapseln und als Infusion erhältlich. Welche Dosierung am besten geeignet ist, ist vor allem von der Art und Schwere der Erkrankung abhängig. Sofern der Arzt es nicht anders verordnet hat, gilt folgende Standarddosierungen :

Erwachsene, Kinder von 12 und Jugendliche einschließlich 17 Jahren mit einem Körpergewicht unter 70 Kilogramm nehmen am ersten Tag einmalig 200mg und an den folgenden Tagen 100mg über einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen. Kinder von Geburt an bis zum Alter von 8 Jahren sollten nicht mit Doxycyclin behandelt werden, da ein erhöhtes Zahnverfärbungsrisiko besteht.

Nicht eingenommen werden sollte Doxycyclin von Personen,

die gegen den Wirkstoff oder gegen andere Wirkstoffe aus der Gruppe der Tetracycline allergisch sind die an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden die an Myasthenia gravis erkrankt sind, einer Form der Muskelschwäche Kindern unter 8 Jahren Schwangere und Stillende

Wird man von Doxycyclin müde?

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten? Am häufigsten unter der Behandlung mit Doxycyclin sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfälle, Müdigkeit, Schwindel und Hautirritationen wie Rötungen, Juckreiz oder allergische Reaktionen.