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Drogenentzug Welche Medikamente?

Drogenentzug Welche Medikamente
Therapie – Die Therapie erfolgt in Ambulanzen, psychosozialen Beratungsstellen oder Fachkliniken, die auf Drogenabhängigkeit spezialisiert sind. Bei illegalem Gebrauch von Opiaten (z.B. Heroin ) wird grundsätzlich eine stationäre Behandlung empfohlen. Ziel der Therapie ist das Absetzen des Opioids.

Der Opioidentzug erreicht seinen Höhepunkt nach 2‒3 Tagen. Erste Entzugssymptome können aber bereits 4‒6 Stunden nach dem letzten Gebrauch auftreten, wenn der Körper mit dem Abbau der Opioide begonnen hat. Die körperlichen Entzugserscheinungen klingen nach einigen Tagen ab, psychische Entzugssymptome und besonders das Substanzverlangen halten aber meist viel länger an.

Auch wenn sich die Betroffenen sehr krank fühlen, ist ein Opioidentzug normalerweise ungefährlich, es sei denn, der gesundheitliche Allgemeinzustand ist aus anderen Gründen beeinträchtigt oder die Substanz wurde zusammen mit anderen Rauschmitteln wie Alkohol oder bestimmten Beruhigungsmitteln (Benzodiazepinen) konsumiert.

  • Der stationäre Aufenthalt in einem Krankenhaus oder einer Entzugsklinik kann für einige Betroffene mehr Sicherheit bedeuten, zudem besteht dort die Möglichkeit einer symptomlindernden Behandlung.
  • Bei leichter Abhängigkeit ist dies allerdings nicht notwendig.
  • Nach einer längerfristigen Behandlung mit opioidhaltigen Medikamenten sollte die tägliche Dosis schrittweise verringert werden.

Auf diesem Weg können auch Entzugserscheinungen vermieden werden. Als unterstützende Maßnahmen kommen medikamentöse, physiotherapeutische und psychotherapeutische Therapien infrage. Bei illegalem Opiatgebrauch gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  • Bei einem radikalen Entzug („kalter Entzug») wird die Opioiddosis sofort oder innerhalb weniger Tage auf Null reduziert. Auftretende Entzugssymptome können medikamentös mit trizyklischen Antidepressiva, Neuroleptika, Clonidin oder Benzodiazepinen behandelt werden. Diese Art des Entzugs stellt eine starke Belastung für die Patienten dar und ist selten besonders erfolgreich.
  • Die Entzugsbehandlung kann auch mit kontinuierlich abnehmenden Dosen eines Opioids durchgeführt werden. Bei der sogenannnten Substitutionsbehandlung erhalten die Patienten meist Buprenorphin oder Methadon, bis die Entzugserscheinungen nachlassen, gefolgt von schrittweisem Absetzen.
  • Ergänzend zur Entzugsbehandlung ist eine psychosoziale Unterstützung hilfreich.

Wenn Drogenabhängige einen Entzug durchführen möchten, ist die Substitutionsbehandlung ein wichtiger Schritt: So können sie eine anderweitig notwendige Behandlung beginnen, eine Anbindung an das Suchthilfesystem finden und aus dem verhängnisvollen Kreislauf aus Sucht und Beschaffungskriminalität herauskommen.

Welche Medikamente helfen bei Kokainentzug?

Kokain-Entzug-Medikamente: Wie werden Angst und innere Unruhe gelindert? – Angst und innere Unruhe können durch Benzodiazepine abgemildert werden. Hier muss allerdings beachtet werden, dass Benzos ebenfalls ein hohes Suchtrisiko besitzen. Die Einnahme sollte also äußerst kurz (maximal 14 Tage) gehalten werden.

Welche Vitamine bei Drogenentzug?

Weitere verringerte Mikronährstoffe – Neben den B-Vitaminen und Vitamin C besteht bei Alkoholkranken ein erhöhter Bedarf an Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E und Mineralien wie Magnesium, Phosphor, Zink oder Eisen.

Wie lange dauert ein körperlicher Drogenentzug?

Bei einer körperlichen Abhängigkeit passt sich der Organismus derart an den regelmäßigen Drogengebrauch an, dass er die Substanz braucht. Wird die Droge nicht mehr zugeführt, treten Entzugserscheinungen auf. Bei einer Entgiftung wird der Körper von der Droge befreit, damit der Organismus sie anschließend nicht mehr braucht. Hier gibt es unterschiedliche Methoden:

Der «kalte Entzug» wird in der Regel in 7-14 Tagen ohne medikamentöse Unterstützung vorgenommen. Beim «warmen Entzug», der etwa 20 Tage dauert, werden die Entzugserscheinungen dagegen medikamentös gelindert. Der «Turbo-Entzug» bezeichnet eine schnelle Entgiftung (3-4 Tage) unter Narkose.

Ein körperlicher Entzug ist immer ein gesundheitlich riskanter Zustand, weshalb er meist im stationären Rahmen, betreut durch qualifiziertes Fachpersonal, erfolgt. Wird der körperliche Entzug von psychosozialer Betreuung begleitet, so spricht man auch von «qualifizierter Entgiftung»,

Wie läuft ein Drogenentzug ab?

Wie lange dauert ein kalter Entzug? – Im Gegensatz zu einer qualifizierten Suchttherapie in den Einrichtungen öffentlicher Kostenträger oder einer Privatklinik ist der ein bis zwei Wochen dauernde kalte Entzug zwar kürzer, aber zugleich auch beschwerlicher, gefährlicher und meist nicht dauerhaft erfolgreich.

  • Obwohl viele Suchtkranke, die in ein drogenfreies Leben zurückkehren wollen, am liebsten sofort Nägel mit Köpfen machen und ihre Abhängigkeit überwinden möchten, ist von einem kalten Entzug dringend abzuraten.
  • Schließlich wird die körperliche Entgiftung in den eigenen vier Wänden ohne jegliche medizinische Betreuung durchgeführt.

Je nachdem, von welchem Rauschgift die Betroffenen abhängig sind, geraten die Süchtigen schon nach wenigen Stunden in einen Zustand, der häufig als Cold Turkey bezeichnet wird. Es kann zu körperlichen Entzugssymptomen wie Schmerzen, Halluzinationen, Schlafstörungen, Zittern, Schwindel, Angst und vielen weiteren Entzugserscheinungen kommen.

  1. Oftmals sind die Belastungen so hoch, dass der Entzugsversuch schon innerhalb der ersten Stunden abgebrochen wird.
  2. Halten die Betroffenen durch, kann der kalte Entzug in Abhängigkeit von der Ausgangsdroge mehrere Tage oder sogar ein bis zwei Wochen dauern.
  3. Anschließend ist der Körper meist entgiftet, jedoch alles andere als in einer guten Verfassung.

Darüber hinaus fehlt die psychische Entwöhnung, so dass der Suchtdruck weiterhin bestehen bleibt und im Falle einer Opiatabhängigkeit bei einem Rezidiv zu einer lebensgefährlichen Überdosierung führen kann. Von einer geglückten Entzugstherapie kann in diesem Fall also nicht gesprochen werden.

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Welches Medikament hilft gegen Entzugserscheinungen?

Alkoholentzug-Medikamente: alles Wichtige in 30 sec. –

Die Gabe von Medikamenten beim Entzug von Alkohol trägt zu einer deutlichen Linderung der Symptome bei. Ein warmer Alkoholentzug mit medikamentöser Unterstützung sollte nur in einer Suchtklinik oder unter ärztlicher Begleitung stattfinden. Medikation & Dosierung erfolgen auf Basis einer ausführlichen Diagnostik, Laboruntersuchungen und bestehender Vorerkrankungen. Häufig eingesetzt werden die Wirkstoffe Clomethiazol, Diazepam oder Clonidin. Als Nahrungsergänzungsmittel werden oft Vitamine der B-Gruppe verabreicht.

Unter Alkoholentzug-Medikamenten versteht man Arzneimittel, welche die Alkoholentgiftung und/oder Alkoholentwöhnung erleichtern bzw. dabei helfen sollen, nach einer erfolgreichen Therapie nicht wieder rückfällig zu werden. Medikamente zur Behandlung einer Alkoholabhängigkeit ersetzen nicht die Entzugs- und Abstinenzmotivation und werden in der Regel nur im Rahmen einer professionellen Therapie eingesetzt.

Welches Medikament hilft bei Entzugserscheinungen?

Ärzteschaft : Alkohol Mit Beginn der Alkoholabstinenz können Entzugssymptome auftreten. Zum leichten Entzug zählen Zittern der Extremitäten, Schlafstörungen, Ängste, Herzrasen oder ein erhöhter Blutdruck. Beim schweren Entzug können zusätzlich Desorientierung, optische, akustische oder taktile Halluzinationen und als Komplikationen generalisierte Krampfanfälle oder in ca.5% das Vollbild eines Delirium tremens auftreten.

  1. Grundsätzlich finden sich die Symptome des Entzugs in jedem Lebensalter.
  2. Einfluss auf die Heftigkeit der Entzugssymptome haben die Schwere und Dauer der Erkrankung sowie die Anzahl der bereits durchgeführten Entzugsbehandlungen.
  3. Dies trägt dazu bei, dass bei langjähriger Alkoholabhängigkeit, wie sie beim early-onset Alkoholismus vorliegt, auch schwerere Entzugsverläufe bzw.

häufigere Entzugskomplikationen drohen. Darüber hinaus beeinflussen die im Alter häufiger auftretenden somatischen Erkrankungen, wie z.B. Bluthochdruck oder Diabetes mellitus, die Entzugsverläufe zusätzlich negativ. Entzugsbehandlungen können in allen Settings – ambulant, tagesklinisch und stationär – durchgeführt werden.

Angebote finden sich im suchtindex.ch, Für das ambulante Setting ist eine hohe Compliance erforderlich. Darüber hinaus bedarf es wegen möglicher Komplikationen einer engmaschigen Betreuung, z.B. durch tägliche Kurzkontakte. Etwa ein Drittel bis die Hälfte der Betroffenen benötigt eine medikamentöse Behandlung.

Dabei ist vor allem im höheren Lebensalter auf eine metabolische Entgleisung zu achten, was die Gabe von Elektrolyten, Flüssigkeit und Vitaminen, insbesondere Thiamin und Magnesium, notwendig macht. Als entzugslindernde Medikamente werden vor allem Benzodiazepine oder Clomethiazol eingesetzt.

  • In der ambulanten oder teilstationären Behandlung haben sich auch Carbamazepin oder Oxcarbazepin bzw.
  • Tiaprid oder Clonidin bewährt.
  • Clomethiazol verstärkt die hemmende Wirkung der zerebral wirkenden Gamma-Amino-Buttersäure (GABA) und wirkt entsprechend sedierend, angstlösend und antikonvulsiv.
  • Es wird mit einer Halbwertszeit von 4-6 Stunden in der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden.

Der Abbau in der Leber verläuft bei älteren Menschen erheblich langsamer als bei jüngeren. Es wirkt der Delirentwicklung entgegen. Wegen des bestehenden Abhängigkeitspotenzials sollte Clomethiazol innerhalb von 8 bis 10 Tagen wieder abgesetzt und ambulant nicht eingesetzt werden, sondern nur in einer Klinik unter Anleitung eines Facharztes Anwendung finden.

  1. Unter Clomethiazol kommt es zur Blutdruck- und Pulsnormalisierung.
  2. Nebenwirkungen können Unverträglichkeitsreaktionen im Sinne des Exanthems, Hustenreiz sowie Augentränen sein.
  3. Die Bronchialsekretion wird angeregt, weshalb das Medikament bei Asthma sowie bronchialen und akuten Lungenerkrankungen nicht angewendet werden sollte.

Bei Schlafapnoesyndrom kann es zu lebensbedrohlichen zentralen Atemlähmungen kommen. Aufgrund der Wirkungsverstärkung besteht darüber hinaus eine Kontraindikation bei gleichzeitiger Gabe von Tranquilizern (Cave: Benzodiazepine), Neuroleptika oder Alkohol.

Eine Wirksamkeitsbeschränkung für das Alter wurde bislang nicht angegeben. Allerdings müssen bei bestimmten altersbedingten Erkrankungen, wie oben erwähnt, Kontraindikation für Clomethiazol beachtet werden. In den vergangenen Jahren wurde häufig das lang wirksame Benzodiazepin Diazepam eingesetzt. Mittlerweile kommen routinemässig wegen ihrer besseren Steuerbarkeit kürzer wirksame Benzodiazepine wie Lorazepam oder Oxazepam zur Anwendung, mit dem weiteren Vorteil einer geringeren Kumulation in der Leber und einer verringerten Nebenwirkungsrate, was sie für den Einsatz bei älteren Menschen mit Entzugssymptomen besonders geeignet erscheinen lässt (Letizia/Reinbolz 2005).

Benzodiazepine wirken über eine Kreuztoleranz mit Alkohol, sie zeigen eine hohe therapeutische Breite und einen raschen Wirkungseintritt. Darüber hinaus sind sie weniger toxisch als Clomethiazol, und es kommt seltener zu allergischen oder pulmonalen Reaktionen.

Welche Vitamine nach Drogen?

Vitamin D -Mangel wird nicht nur mit Drogen und Alkoholsucht, sondern auch mit einer Reihe von ernsthaften Gesundheitsproblemen, wie Herzerkrankungen, einigen Formen von Krebs, Multipler Sklerose, Diabetes, Osteoporose, Lebererkrankungen, Fettleibigkeit, Angstzustände, Depressionen und sogar die Erkältung.

Wie viel kostet ein Drogenentzug?

Sechsmonatige Therapie kostet rund 23 000 Euro – Die Kosten für den üblichen halbjährigen Klinikaufenthalt übernimmt in Sachsen zu 80 Prozent die Rentenversicherung, rechnet Helmut Bunde vor, Referent für Suchtkranke beim Diakonischen Werk der Landeskirche Sachsen.

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Nur bei Jugendlichen wie der 16-jährigen Sandra springt die Krankenkasse ein. Ein Therapietag kostet 105 Euro, dazu kommen noch Lohnersatzleistungen in Höhe des Hartz-IV-Satzes, die ebenfalls die Rentenkasse trägt. Eine sechsmonatige Therapie kostet damit rund 23 000 Euro, wobei sich oft noch eine Arbeit in einem geschützten Job anschließt.

„Viele Klienten brauchen zwei oder drei Anläufe, bis sie einigermaßen stabil sind», weiß Bunde. Etwa 60 Prozent der Ex-Junkies stehen eine Therapie bis zum Schluss durch – und von denen bleibt nur gut ein Drittel dauerhaft clean. Für die Rentenkasse kann es also durchaus bis zu 100 000 Euro und mehr kosten, einen Süchtigen wieder aus dem Crystal-Sog zu zerren.

Kann sich das Gehirn nach Drogenkonsum erholen?

Cannabis – Der Konsum von Cannabis, vor allem der regelmäßige und dauerhafte Gebrauch, hat negative Effekte auf die Hirnleistung. So wurden Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses festgestellt und Einbußen beim logischen Denken und Urteilen nachgewiesen.

Wie oft werden Drogensüchtige rückfällig?

Zusammenfassung – Die Anzahl der Drogenabhängigen wird in der BRD auf ungefähr 60 000 geschätzt. Jedes Jahr beginnen schätzungsweise 4000 Drogenabhängige eine Entwöhnungsbehandlung, und ein noch größerer Anteil versucht von sich aus in Selbstkontrolle, den Konsum von Drogen einzustellen.

Ist Drogenentzug gefährlich?

Drogenentzug Symptome: alles Wichtige in 30 sec. –

Ein Drogenentzug löst bei den meisten Menschen körperliche und/oder psychische Symptome aus. Entzugsbeschwerden können relativ mild ausfallen, aber auch lebensbedrohlich werden. Art und Dauer der Entzugserscheinungen hängen unter anderem vom konsumierten Rauschmittel sowie dem Entzugssetting ab. Medikamente und eine ärztliche Behandlung können gegen eine Vielzahl von Entzugssymptomen helfen. Bei einem unbegleiteten, kalten Entzug werden Beschwerden oft als besonders belastend wahrgenommen. Je stärker die Drogenentzugserscheinungen ausfallen, umso größer ist das Rückfallrisiko.

Wie lange dauert eine Drogentherapie?

Unter bestimmten Umständen kann eine stationäre Therapie sinnvoll sein, in der man in der Therapieeinrichtung wohnt und den Tag verbringt. Empfohlen wird eine stationäre Therapie, wenn eine Abhängigkeit vorliegt und zusätzlich:

eine starke körperliche Beeinträchtigung besteht, oder eine psychische Problematik schwer ausgeprägt ist oder besondere soziale Probleme aufgearbeitet werden müssen.

Der Ablauf einer stationären Therapie hängt davon ab, wie der Heilungsprozess voranschreitet. Typisch sind eine intensive Abfolge mehrerer Einzeltherapiesitzungen in der Woche und die Teilnahme an Therapiegruppen. Eine körperliche Entgiftung geht der stationären Therapie in der Regel voraus.

  • In den verschiedenen Therapiephasen kommt es darauf an, zu lernen, mit der Abhängigkeit, dem Craving und anderen Problemen, die mit der Abhängigkeit zusammen hängen, umzugehen.
  • Ziel ist es, auf Drogenkonsum vollkommen verzichten zu können, verbunden mit einer zufriedenen Lebensgestaltung.
  • Eine stationäre Therapie kann 6 bis 26 Wochen dauern.

Die Dauer hängt von der Schwere der Problematik und dem Fortschritt im Heilungsprozess ab. Weitere Informationen siehe: Was passiert bei einer Therapie?

Wie therapiert man Sucht?

Dauer und Kosten einer Suchttherapie – Jeder Suchtkranke hat in Deutschland einen rechtlichen Anspruch auf Suchttherapie. Dazu gehören nötigenfalls die Entgiftung und eine anschließende psychologische Behandlung. Letztere kann ambulant, in Tageskliniken oder stationär erfolgen.

Kann man eine Sucht alleine überwinden?

Ja. Betroffene Menschen können sich z.B. an Beratungsstellen für Menschen mit Suchtproblemen wenden. Sie erhalten dort eine erste psychosoziale Beratung und Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Hilfeangebot zur Überwindung der Sucht.

Welche Drogen machen schnell süchtig?

Heroin und Abhängigkeit | Die Techniker Bereits nach ein bis zwei Wochen regelmäßen Heroinkonsums gewöhnt sich der Körper an den Stoff – es entwickelt sich eine Toleranz. Die Folge: Abhängige benötigen immer mehr Heroin in immer kürzeren Zeiträumen, um nicht entzügig zu werden.

  1. Schließlich geht es nicht mehr um den sogenannten Kick, sondern nur noch darum, Entzugserscheinungen zu vermeiden.
  2. Entzugserscheinungen sind ein Zeichen dafür, dass Konsumierende bereits abhängig sind.
  3. Heroin birgt das höchste Abhängigkeitspotenzial illegaler Drogen.
  4. Ann der nächste Schuss nicht gesetzt werden, treten schon nach wenigen Stunden starke Entzugssymptome auf, auch Cold Turkey genannt.

Warnzeichen für ein Suchtverhalten können sich sowohl körperlich als auch bemerkbar machen. Häufig werden die körperlichen Symptome mit einer schweren Grippe verglichen: Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen am häufigsten vor. Starke Schmerzen in Armen und Beinen und ein Gefühl, als kribbele es unter der Haut, können ebenfalls auftreten.

  • Zudem zeigen Abhängige oft Angstgefühle und können verwirrt sowie desorientiert erscheinen.
  • Da sie und ihr ganzes Leben auf das Heroin fixiert sind, verändert sich häufig ihre Persönlichkeit.
  • Während eines schweren Entzugs können sich auch Suizidgedanken entwickeln.
  • Gefährlich ist Heroin auch deshalb, weil der Spielraum zwischen einer verträglichen und einer tödlichen Dosis klein ist.

Auf dem Schwarzmarkt kann eine Portion mehr oder weniger Wirkstoff als üblich enthalten. Ist das Heroin besonders rein, kann ein Schuss schnell überdosiert sein. Ist es mit anderen schädlichen Substanzen gestreckt, steigt das Risiko für eine Vergiftung.

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Mischen Konsumierende verschiedene Substanzen miteinander, kommen unterschiedliche Wirkungen zusammen. Zum Beispiel wird beim Speedball, der Mischung von und Heroin, der Kreislauf gefährlich belastet, da Kokain aufputscht und Heroin gleichzeitig wieder runterbringt. Bei einer Überdosis können Konsumierende bewusstlos werden und dabei passiv erbrechen.

In diesem Zustand besteht die Gefahr, an dem Erbrochenen zu ersticken. Die Atmung wird langsamer und die Haut färbt sich aufgrund des Sauerstoffmangels bläulich. Es kann zu einem Kreislaufversagen kommen.

Die medizinischen Informationen der Techniker sind von renommierten Organisationen für Qualität, Neutralität und Transparenz zertifiziert.

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  • Informationen zur Substanz, Wirkungen und Nebenwirkungen.
  • URL: https://www.safezone.ch/de/suechte-und-substanzen/heroin (abgerufen am: 13.10.2021).
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Drugcom.de: Drogenlexikon. Heroin.
  • URL: https://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-h/heroin/ (abgerufen am: 13.10.2021).

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS): Heroin. Was es ist. Was es gefährlich macht. Wie eine Sucht entsteht. In: Die Sucht und ihre Stoffe. Eine Informationsreihe über die gebräuchlichsten Drogen und Suchtsubstanzen. URL: https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Sucht-und-ihre-Stoffe_HEROIN.pdf (abgerufen am: 13.10.2021).

Wie verhält sich ein Mensch der Drogen nimmt?

Auf diese Signale sollten Eltern achten – Eltern erkennen nicht immer, ob das eigene Kind regelmäßig Marihuana raucht oder Designerdrogen nimmt. Es gibt jedoch einige Signale, die auf eine (beginnende) Sucht hindeuten:

Das Kind verändert sein Wesen und der Körper verändert sich

Begleitet wird die Wesensveränderung von starken Stimmungsschwankungen, die über das «normale» Pubertieren hinausgehen. Kinder werden – je nachdem, welche Drogen sie nehmen – entweder aggressiv und unruhig oder depressiv und ziehen sich komplett zurück.

Das Kind ändert Verhalten und Gewohnheiten

Es kann sich nicht mehr konzentrieren, wirkt apathisch und unmotiviert. Darunter leiden die schulischen Leistungen oder es schwänzt die Schule. Plötzlich hat das Kind einen anderen Freundeskreis, an gemeinsamen Essen oder Aktivitäten mit der Familie hat es kein Interesse, ebenso an seinen ehemals geliebten Hobbys. Drogenbeschaffung steht jetzt im Vordergrund.

Das Kind hat finanzielle Probleme

Das Taschengeld reicht vorne und hinten nicht mehr, obwohl größere Anschaffungen nicht geplant oder zu sehen sind. Eltern fehlt plötzlich Geld aus der Brieftasche. Rund 481.000 Jugendliche in Deutschland zwischen 12 und 17 Jahren haben zumindest einmal in ihrem Leben eine illegale Droge konsumiert.

Welche Psychotherapie bei Sucht?

Neben klassischen kognitiv-verhaltenstherapeutischen Methoden, können auch die Dialektisch-Behaviorale Therapie, Akzeptanz- und Commitmenttherapie, sowie Achtsamkeitsübungen hilfreich sein. In der Therapie werden auch Methoden besprochen, wie Rückfälle zu verhindern sind.

Ist eine Drogensucht heilbar?

Sucht ist wie eine chronische Erkrankung Drogenentzug Welche Medikamente Hat jemand eine Sucht entwickelt, behandelt man sie am besten wie eine chronische Erkrankung, denn Sucht ist nicht heilbar. Einmal Raucher, immer Raucher. Das liegt daran, dass das Suchtverhalten und alle körperlichen Reaktionen auf das Suchtmittel, im Gehirnbereich für Prozesse dauerhaft gespeichert bleibt.

  1. Leider lässt sich das nachträglich therapeutisch nicht mehr verändern.
  2. Es wird nur gelöscht, wenn das Gehirn selber zerstört wird, z.B.
  3. Durch eine Erkrankung wie Alzheimer.
  4. Die Beobachtung, dass Alzheimerpatienten zu rauchen aufhören hat früher zu der irrigen Annahme geführt, dass rauchen vor Alzheimer schützt.

Heute wissen wir, dass das nicht stimmt, sondern, dass die Patienten aufgrund der Gehirnschäden auf das Rauchen „vergessen».

Wie lange dauert eine Drogentherapie?

Unter bestimmten Umständen kann eine stationäre Therapie sinnvoll sein, in der man in der Therapieeinrichtung wohnt und den Tag verbringt. Empfohlen wird eine stationäre Therapie, wenn eine Abhängigkeit vorliegt und zusätzlich:

eine starke körperliche Beeinträchtigung besteht, oder eine psychische Problematik schwer ausgeprägt ist oder besondere soziale Probleme aufgearbeitet werden müssen.

Der Ablauf einer stationären Therapie hängt davon ab, wie der Heilungsprozess voranschreitet. Typisch sind eine intensive Abfolge mehrerer Einzeltherapiesitzungen in der Woche und die Teilnahme an Therapiegruppen. Eine körperliche Entgiftung geht der stationären Therapie in der Regel voraus.

In den verschiedenen Therapiephasen kommt es darauf an, zu lernen, mit der Abhängigkeit, dem Craving und anderen Problemen, die mit der Abhängigkeit zusammen hängen, umzugehen. Ziel ist es, auf Drogenkonsum vollkommen verzichten zu können, verbunden mit einer zufriedenen Lebensgestaltung. Eine stationäre Therapie kann 6 bis 26 Wochen dauern.

Die Dauer hängt von der Schwere der Problematik und dem Fortschritt im Heilungsprozess ab. Weitere Informationen siehe: Was passiert bei einer Therapie?