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Fieber Ab Wann Medikamente Bei Kindern?

Fieber Ab Wann Medikamente Bei Kindern
Was kann ich zu Hause tun? – Bei Kindern, die trotz erhöhter Körpertemperatur munter sind und normal essen und trinken, müssen keine Maßnahmen ergriffen werden. Fieber kann allerdings den Allgemeinzustand eines Kindes beeinträchtigen: Es fühlt sich schlecht, hat Muskel- und Gliederschmerzen, ist appetitlos und quengelig.

  • Andererseits gibt es Kinder, die selbst von hohem Fieber relativ unbeeinträchtigt bleiben und die dann auch keine Fiebersenkung benötigen.
  • Eine absolute Grenze, ab der eine Fiebersenkung notwendig ist, gibt es nicht, im Regelfall aber sollte Fieber über 40 °C gesenkt werden.
  • Aber auch bei niedrigeren Temperaturen, wenn das Kind offensichtlich leidet, ist es sinnvoll, das Fieber zu senken.

Bei kleinen Kindern stehen dafür Zäpfchen oder Säfte zur Verfügung, große Kinder können Tabletten einnehmen. Sinnvoll sind die Wirkstoffe Paracetamol oder Ibuprofen. Manche Kinder sprechen auf das eine, manche auf das andere Medikament besser an. Welches von beiden, das kann ausprobiert werden, ansonsten sollten aber beide Medikamente nicht in Kombination (oder abwechselnd / nacheinander) gegeben werden! Das von Erwachsenen oft eingenommene Medikament Acetylsalicylsäure (z.B.

  • Aspirin®) sollte bei fiebernden Kindern grundsätzlich nicht angewendet werden.
  • Ergänzend können bei hohem Fieber Bauch- oder Wadenwickel eingesetzt werden – allerdings nur dann, wenn die Extremitäten warm (und gut durchblutet) sind.
  • Verwendet werden körperwarme (nicht kalte!) feuchte Wickel, um die Verdunstung zur besseren „Temperaturabstrahlung» auszunutzen.

Je nachdem, ob Ihr Kind friert oder stark schwitzt, wird es entweder warm eingepackt oder nur mit einer leichten Decke zugedeckt. WICHTIG DABEI: Alle Maßnahmen lindern nur die Beschwerden, bekämpfen aber nicht die Ursache des Fiebers. Fiebersenkung ist somit kein Ersatz für eine Untersuchung durch eine/n Kinder- und Jugendarzt/ärztin!

Wie lange darf ich mein Kind fiebern lassen?

Und die Älteren? – Bei ihnen können Eltern erst mal entspannter bleiben. Wenn das Fieber aber über 39 °C steigt, länger als drei Tage anhält, in Schüben auftritt oder das Kind immer wieder fiebert, sollte ein Arzt draufgucken. Aber auch hier gilt: Nicht die Höhe des Fiebers ist entscheidend, sondern wie sich das Kind verhält.

Mag es nichts trinken, ist es teilnahmslos oder verwirrt, hat es Hautausschläge oder einen steifen Nacken, muss es genauer untersucht werden. „Schauen Sie nicht so sehr auf die Temperatur, sondern hören Sie auf Ihr Bauchgefühl», rät Kinderarzt Reckert. „Eltern haben ein sehr gutes Gespür dafür, wie es ihrem Kind geht.

Wenn sie sich ernsthaft Sorgen machen, liegen sie meistens richtig.»

Wann gebe ich fiebersenkende Mittel?

Fieber bei Kindern – senken oder nicht?

Fieber bei Kindern –,

Wenn Kleinkinder Fieber haben, dann suchen Eltern oft Rat in der Apotheke. Doch auch für Apotheker ist die Beratung in solchen Fällen nicht immer einfach. Sie haben das Kind (meist) nicht gesehen, und es gibt auch keine Leitlinien in Deutschland, denen man strikt folgen könnte.

Wie kann man den Eltern im Umgang mit ihrem fiebernden Kind zu mehr Sicherheit verhelfen?, titelte am 7. Oktober das Nachrichtenportal Medscape. Studiendaten und neuerdings auch eine (im Rahmen einer, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) könnten beim „souveränen Umgang» mit Fieber beim Kind helfen.

Anlass der Meldung war der, wo Prof. Dr. David Martin, Inhaber des Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin an der Universität Witten/Herdecke, einen Vortrag hielt. Darin bezog er sich beispielsweise auf eine Studie mit hospitalisierten Patienten, die 2005 sogar abgebrochen werden musste, weil sich zeigte, dass eine war als bei einer aktiven Fiebersenkung ab 40 °C.

Bei erhöhten Temperaturen scheint der zu können. Jedoch sei bei Patienten mit Verdacht auf Hirnschädigungen sowie bei Neugeborenen Fieber unbedingt ein Alarmsignal, zitiert Medscape Martin. Was kann man Eltern in der Apotheke also raten? Sollten sie ihrem Kind ein Antipyretikum geben? Fieber ist eine Begleiterscheinung fast aller Infektionen.

Endotoxine gramnegativer Bakterien und Viren können Fieber auslösen. Bei Fieber reguliert der Körper seine Kerntemperatur nach oben, also über 37 °C. Unmittelbar nach Umstellung wirken die sonst normalen 37 °C wie eine Unterkühlung. Der Körper versucht weniger Wärme abzugeben und löst eine Vasokonstriktion der Hautgefäße, Kältezittern („Schüttelfrost») und ein subjektives Kältegefühl aus.

Geht das Fieber wieder zurück, nimmt der Körper seine bis dahin aufrechterhaltene Kerntemperatur als zu hoch wahr: Deshalb kennzeichnen Schweißausbrüche, Vasodilatation der Hautgefäße und subjektives Wärmegefühl die „Entfieberungsphase». Die molekularen Mechanismen der Fieberreaktion sind deutlich komplexer: Sowohl das Immunsystem und endokrine System als auch das Zentralnervensystem sind daran beteiligt.

(Quelle: Mutschler Arzneimittelwirkungen, 10. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart) Martin hat mit seinem Team laut Medscape alle weltweit verfügbaren Leitlinien zum Thema Fieber analysiert. Von 48 Original-Leitlinien sollen ein Drittel eine Fiebersenkung oberhalb eines bestimmten Schwellenwertes empfehlen – die meisten ab 38,5 °C, aber manche auch erst ab 39 °C oder auch 40,5 °C.

  • Auch wenn DAZ.online finden konnte, von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
  • DGKJ) gibt es seit 2018 eine Elterninformation mit dem Titel,
  • Dort wird auch auf die besondere Situation bei Neugeborenen und jungen Säuglingen verwiesen: Diese können schwere Infektionen haben, ohne dass Fieber auftritt.

Fallen solche Kinder durch Trinkunlust, Veränderung der Hautfarbe oder Berührungsempfindlichkeit sowie andere für die Eltern ungewöhnliche Zeichen auf, sollte der Kinderarzt aufgesucht werden – auch ohne Fieber! Gleiches gelte auch für Kinder, bei denen aufgrund einer Grunderkrankung oder durch Medikamente das Immunsystem beeinträchtigt ist.

Wie viel sollte ein Kind bei Fieber trinken?

10.11.2015 Ein fieberndes Kind braucht mehr Flüssigkeit als sonst, da der Grundumsatz erhöht ist und es über die Atmung und das Schwitzen Wasser verliert. Pro Grad Celsius (°C) über der normalen Körpertemperatur steigt der Flüssigkeitsbedarf eines Kindes grob um 10 bis 15%. © Serhiy Kobyakov – Fotolia.com „Eltern sollten ihrem kranken Kind kühle Getränke in kleinen Portionen, evtl. auch löffelweise, anbieten», rät Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). „Ein kleines Kind unter 10 Kilogramm Körpergewicht sollte bei Fieber etwa 100ml pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen.

Ein Kind mit Durchfall oder einer chronischen Grunderkrankung kann andere Mengen benötigen. Ihr Kinder- und Jugendarzt berät Sie gerne.» Fieber ist grundsätzlich eine sinnvolle regulatorische Antwort des Körpers auf Infektionen. Bei einer erhöhten Körperkerntemperatur sind viele Abwehrsysteme des Körpers wirksamer als bei Normaltemperatur.

Trotzdem sollten bestimmte Regeln eingehalten werden. Hat z.B. ein Baby, das jünger als drei Monate alt ist, Fieber, sollten Eltern mit ihm sofort zum Kinder- und Jugendarzt bzw. in die Notfallbehandlung einer Kinderklinik. Fieber in diesem Alter kann durch schwerwiegende Infektionen ausgelöst werden.

Ist ein fieberndes Kind zwischen drei und sechs Monaten alt, sollten Eltern ebenfalls mit ihm in die Praxis. Bei fiebernden Kindern im Altersbereich zwischen einem halben und 2 Jahren und einer Fieberdauer von mehr als einem Tag besteht der Rat, die Kinder dem Kinder- und Jugendarzt vorzustellen. Ältere Kinder sollten auf jeden Fall ärztlich untersucht werden, wenn das Fieber länger als 3 Tage (72 Stunden) anhält bzw.

sich während der Erkrankung der Allgemeinzustand deutlich verschlechtert oder andere Symptome hinzutreten. „Ist das Kind z.B. schwer zu wecken, der Nacken steif, die Fontanelle vorgewölbt oder verhält es sich ungewöhnlich, sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden.

  • Das gilt auch, wenn die Atmung erschwert erscheint oder das Kind einen Fieberkrampf hat», betont Dr. Fegeler.
  • Die Körpertemperatur eines gesunden Kindes schwankt zwischen 36,1 und 37,8°C, um 18 Uhr ist sie am höchsten und etwa um 4 Uhr morgens am niedrigsten.
  • Fieber wird definiert ab einer Temperatur von 38°C rektal.

Neben Infekten kann ein Kind auch durch Toben, zu warme Kleidung oder durch ein warmes Bad kurzfristig erhöhte Temperaturen zeigen. Am zuverlässigsten lässt sich Fieber über den Po (rektal) mit einem leicht eingefetteten Thermometer messen. Quellen: AAP, Monatsschr Kinderheilkd, Dtsch Ärztebl Int, Der Hausarzt _ Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.

Soll man Fieber bei Kindern senken?

Was kann ich zu Hause tun? – Bei Kindern, die trotz erhöhter Körpertemperatur munter sind und normal essen und trinken, müssen keine Maßnahmen ergriffen werden. Fieber kann allerdings den Allgemeinzustand eines Kindes beeinträchtigen: Es fühlt sich schlecht, hat Muskel- und Gliederschmerzen, ist appetitlos und quengelig.

Andererseits gibt es Kinder, die selbst von hohem Fieber relativ unbeeinträchtigt bleiben und die dann auch keine Fiebersenkung benötigen. Eine absolute Grenze, ab der eine Fiebersenkung notwendig ist, gibt es nicht, im Regelfall aber sollte Fieber über 40 °C gesenkt werden. Aber auch bei niedrigeren Temperaturen, wenn das Kind offensichtlich leidet, ist es sinnvoll, das Fieber zu senken.

Bei kleinen Kindern stehen dafür Zäpfchen oder Säfte zur Verfügung, große Kinder können Tabletten einnehmen. Sinnvoll sind die Wirkstoffe Paracetamol oder Ibuprofen. Manche Kinder sprechen auf das eine, manche auf das andere Medikament besser an. Welches von beiden, das kann ausprobiert werden, ansonsten sollten aber beide Medikamente nicht in Kombination (oder abwechselnd / nacheinander) gegeben werden! Das von Erwachsenen oft eingenommene Medikament Acetylsalicylsäure (z.B.

  1. Aspirin®) sollte bei fiebernden Kindern grundsätzlich nicht angewendet werden.
  2. Ergänzend können bei hohem Fieber Bauch- oder Wadenwickel eingesetzt werden – allerdings nur dann, wenn die Extremitäten warm (und gut durchblutet) sind.
  3. Verwendet werden körperwarme (nicht kalte!) feuchte Wickel, um die Verdunstung zur besseren „Temperaturabstrahlung» auszunutzen.

Je nachdem, ob Ihr Kind friert oder stark schwitzt, wird es entweder warm eingepackt oder nur mit einer leichten Decke zugedeckt. WICHTIG DABEI: Alle Maßnahmen lindern nur die Beschwerden, bekämpfen aber nicht die Ursache des Fiebers. Fiebersenkung ist somit kein Ersatz für eine Untersuchung durch eine/n Kinder- und Jugendarzt/ärztin!

See also:  Wie Viele Ibuprofen 800 Darf Man Am Tag Nehmen?

Soll man Kind mit Fieber wecken?

Wie kann man das Fieber senken? – Es gibt zwei Arten, wie sich das Fieber senken lässt: durch nicht-medikamentöse Maßnahmen sowie durch fiebersenkende Medikamente. Nicht-medikamentöse Maßnahmen : Fiebernde Kinder sollten nicht (zu) warm angezogen oder zugedeckt sein.

  • Zu warme Kleidung lässt die Hitze nicht entweichen.
  • Dünne Kleidung – wie ein leichtes T-Shirt und ein Leintuch zum Zudecken – sind meistens ausreichend.
  • Bei warmen Beinen können auch Wadenwickel Kühlung verschaffen: Tauchen Sie Baumwolltücher in lauwarmes Wasser (ungefähr 20 Grad, das heißt einige Grad kühler als die Körpertemperatur des Kindes), wringen Sie sie leicht aus und wickeln sie dann um die Waden des Kindes.

Legen Sie anschließend noch ein trockenes Tuch um jede Wade sowie ein Wolltuch darüber. Die Wasserverdunstung sorgt für Kühlung und eine verstärkte Wärmeabgabe. Belassen Sie die Wadenwickel, bis sie sich körperwarm anfühlen (das dauert etwa 15 bis 20 Minuten), und nehmen Sie sie dann ab.

  • Sobald die Waden wieder warm geworden sind, können Sie einen erneuten Wickel machen.
  • Das Kind sollte viel trinken (Tee, Saft, Wasser), am besten alle halbe Stunde etwas.
  • Geben Sie ihm leicht verdauliche Speisen wie Kompott.
  • Wenn es nichts essen mag, sollten Sie es aber nicht dazu zwingen.
  • Achten Sie darauf, dass das Kind sich ausruht ( Bettruhe ), auch, wenn das Fieber gesunken ist und der kleine Patient spielen möchte.

Sorgen Sie dafür, dass das Kind immer wieder eine Pause macht. Kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur, besonders, wenn das Kind noch klein ist oder hohes Fieber hat. Aufwecken sollten Sie es dazu aber nicht. Behandlung mit Medikamenten : Fiebersenkende Mittel für Kinder sind in Form von Saft, Zäpfchen, Tropfen und Tabletten verfügbar.

Wie oft nachts Fieber messen?

Wie häufig sollte ich beim Baby Fieber messen? – Wenn Dein Baby erhöhte Temperatur oder gar Fieber hat, dann solltest Du es regelmäßig kontrollieren. Eltern fragen sich häufig, in welchen Abständen sie Fieber beim Baby Fieber messen sollten. Falls Dein Baby fiebert, misst Du am besten dreimal täglich die Temperatur rektal.

Was tun wenn Kind nachts Fieber hat?

Ab 39,0° Hohes Fieber Bettruhe. Etwa alle halbe Stunde das Kind trinken lassen (Muttermilch, Wasser, Tee). Leicht verdauliche Speisen anbieten. Temperatur regelmäßig kontrollieren.

Was hilft am besten gegen Fieber bei Kindern?

Zu den fiebersenkenden Wirkstoffen, die für Kinder geeignet sind, zählen Paracetamol und Ibuprofen. Es gibt sie als Zäpfchen und Saft, für ältere Kinder auch als Tabletten, Brausegranulat und Heißgetränk. Paracetamol und Ibuprofen werden bei Kindern mit Fieber am häufigsten angewendet.

Warum muss Fieber nicht unbedingt gesenkt werden?

Fieber beschleunigt Abwehrprozesse im Körper – Bei einer Infektion können Krankheitserreger und Entzündungsbotenstoffe bewirken, dass unser Gehirn wie ein inneres Thermostat den Sollwert der Körpertemperatur anhebt. Zu Beginn des Fiebers schwitzt der Körper nicht – im Gegenteil: Hände und Füße sind kalt, Betroffene frieren und bekommen Schüttelfrost.

  1. Das Gehirn steuert, dass die Durchblutung an der Peripherie des Körpers gesenkt wird – so bleibt die Wärme in den Organen und im Blut.
  2. Eindringlinge wie Viren oder Bakterien vermehren sich am besten bei 37 Grad.
  3. Wird der Körper durch Fieber heißer, verklumpen bei einigen Erregern Eiweiße.
  4. Dadurch können sie sich nicht mehr so gut vermehren oder sterben ab.

Bei Krankheiten läuft das Immunsystem auf Hochtouren. Eine wichtige Aufgabe haben die Lymphozyten: Dieses Abwehrzellen spüren Viren oder Bakterien im Blut auf und bekämpfen sie. Dazu wandern sie zum Ort der Infektion und wehren die Erreger dort ab. Fieber kann diesen Prozess beschleunigen.

  1. Denn dann werden sogenannte Heat Shock Proteine ausgeschüttet – ein Turboboost für die Lymphozyten, denn die werden dann schneller und können die Viren schneller bekämpfen.
  2. Fieber ist also grundsätzlich eine nützliche Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion und muss nicht in jedem Fall gesenkt werden.

Normalerweise sinkt das Fieber von selbst innerhalb weniger Tage. Hält das Fieber länger an oder klettert die Temperatur auf über 39 Grad ist es ratsam, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Dies gilt auch, wenn das Fieber nach dem Abklingen plötzlich wieder steigt.

Wann ist der Höhepunkt von Fieber erreicht?

Inhalt Es beginnt mit Frösteln, dann steigt die Körpertemperatur, oft begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen – Fieber! Bei Haus- und Kinderärzten ist das einer der häufigsten Gründe für eine Konsultation. Gleich zu fiebersenkenden Mitteln zu greifen, ist oft aber weder nötig noch sinnvoll.

  1. Nicht jeder heisse Kopf ist gleichbedeutend mit «Fieber».
  2. Örpertemperaturen zwischen 37,5 und 38,5 Grad Celsius gelten als erhöhte Temperatur,
  3. Erst ab (in Ohr oder After gemessenen) 38,5 °C sprechen Mediziner von Fieber – egal, ob bei einem Kind oder Erwachsenen.
  4. Besonders aufmerksam werden sollte man ab 39 °C – dann stufen Ärzte das Fieber als hoch ein, ab 40 °C als sehr hoch,

Spätestens ab 42,6 °C wird es akut lebensbedrohlich, denn bei solchen Körpertemperaturen stösst der Organismus an physikalische Grenzen. Es drohen Kreislauf-Versagen und Gerinnung körpereigenen Eiweisses. Fieber ist das Symptom einer Erkrankung und zeigt an, dass das Immunsystem aktiviert ist und sich zur Wehr setzt – gegen Infektionskrankheiten, Entzündungen und Tumore, aber auch gegen Medikamente.

  1. Diesen wichtigen Effekt sollte man zulassen: Bis 39 °C muss Fieber nicht gesenkt werden, es sei denn, Erkrankte haben bestimmte Grundrisiken, beispielsweise eine Immunschwäche oder bei Kindern die Neigung zu Fieberkrämpfen.
  2. Ab 39 °C wird Fieber für den eigenen Organismus schädlich.
  3. Werte von 40 °C werden gerade von Kleinkindern dennoch sehr schnell erreicht, sollten dann aber nicht lange toleriert werden.

Hat ein Erwachsener 40 Grad Fieber, ist dies ein Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung.

Kann man im Schlaf einen Fieberkrampf bekommen?

Fieberkrampf im Schlaf: Ist das überhaupt möglich? – Fieber Ab Wann Medikamente Bei Kindern Ein Fieberkrampf kann zu allen Tages- und Nachtzeiten auftreten. Auch wenn das Kind schläft, kann es zu einem Fieberkrampf kommen. Zumeist wird das Kind zu Beginn des Fieberkrampfes kurz wach, bekommt vom eigentlichen Krampf jedoch nichts mit. Eltern, die sich aufgrund etwaiger Atemaussetzer Sorgen machen, können also beruhigt sein: auch ein Fieberkrampf, der im Schlaf auftritt, ist in der Regel unproblematisch.

Wann wird Fieber bei Kindern kritisch?

Fieber bei Kindern: Ursachen und Behandlung | Die Techniker Die Körpertemperatur eines Kindes kann sich im Lauf des Tages verändern: Am frühen Morgen sind die Temperaturen niedriger als am Abend. Vor allem kleine Kinder, die körperlich sehr aktiv sind, können abends Temperaturen über 38 Grad Celsius haben, ohne krank zu sein.

Von Fieber spricht man erst, wenn das Fieberthermometer 38 Grad Celsius anzeigt, und zwar nach dem Messen im Po (After). Ab 39 Grad Celsius hat ein Kind hohes Fieber. Lebensgefährlich kann es ab einer Temperatur über 41,5 Grad Celsius werden, denn dann werden die körpereigenen Eiweiße zerstört. Wenn das Kind abends eine Temperatur von 38 Grad hat und man sich nicht sicher ist, ob das Kind krank ist, empfiehlt es sich, nach einer Ruhephase von etwa einer halben Stunde die Körpertemperatur noch einmal zu messen.

Fieber bei Kindern | FRAG DR. NELE!

Kinder, vor allem kleine Kinder, fiebern weitaus schneller als Erwachsene. Selbst Störungen mit einem eher geringen gesundheitlichen Risiko können bei ihnen Fieber hervorrufen. Das ist ein wichtiger Schutzmechanismus und eine wesentliche Abwehrreaktion, zum Beispiel gegen Krankheitserreger.

  1. Praktisch sind digitale Fieberthermometer: Sobald die Messung beendet ist, ertönt ein Piepsen.
  2. Dann können Sie die Endtemperatur ablesen», so Petra Rudnick, Allgemeinmedizinerin im TK-Ärztezentrum.
  3. Am genauesten können Sie die Körpertemperatur Ihres Kindes messen, wenn Sie das Fieberthermometer in den After des Kindes einführen.

Die im Enddarm gemessene Temperatur entspricht in etwa der Temperatur, die im Körper herrscht (Körperkerntemperatur). Wenn Sie die Spitze des Thermometers etwas einfetten, zum Beispiel mit Vaseline, lässt es sich leichter einführen. Das Thermometer sollte etwa ein bis zwei Zentimeter eindringen.

Relativ ungenau sind die Ergebnisse des Fiebermessens, wenn Sie das Fieberthermometer in den Mund unter die Zunge stecken. Vor allem bei kleinen Kindern sind solche Messungen störanfällig. Je nachdem, wo im Mund das Thermometer sich befindet, können die gemessenen Temperaturen unterschiedlich ausfallen.

Auch die Atmung kann das Messergebnis beeinflussen. Außerdem zerbeißen kleine Kinder manchmal das Fieberthermometer und verletzen sich dabei. Durchschnittlich sind die im Mund gemessenen Temperaturen etwa ein halbes Grad Celsius niedriger als im After.

Auch Messungen unter der Achsel sind bei Kindern wenig empfehlenswert. Sie können je nach Messdauer und Lage des Thermometers stark schwanken. Das liegt unter anderem daran, dass es vielen Kindern schwerfällt, das Thermometer lange genug ruhig unter dem Arm zu halten. Die Messwerte unter der Achsel können um bis zu ein Grad Celsius von den Temperaturen im After abweichen.

Auch Ohr-Fieberthermometer haben ihre Tücken. Wie genau die Messwerte damit sind, hängt sehr stark von der richtigen Anwendung ab. Ohr-Fieberthermometer haben einen Temperaturfühler (Sensor), der die Temperatur des Trommelfells im Ohr misst. Korrekt bestimmte Werte liegen etwa ein halbes Grad Celsius unter der Temperatur im After.

Damit der Sensor möglichst nahe an das Trommelfell gelangt, müssen Sie die Ohrmuschel des Kindes nach hinten und oben ziehen. «Wenn Sie ein Ohr-Fieberthermometer kaufen, dann lassen Sie sich am besten gleich zeigen, wie dieses anzuwenden ist», empfiehlt Petra Rudnick. Außerdem gibt es noch Stirn- oder Schläfen-Thermometer.

Auch hier ist das Ergebnis etwa ein halbes Grad zu niedrig. Häufig sind es Infektionen durch Viren oder Bakterien, die bei Kindern Erkrankungen auslösen und Fieber verursachen. Auch bei Flüssigkeitsmangel kann es zu Fieber kommen. Seltener sind rheumatische Erkrankungen, Vergiftungen oder Krebserkrankungen wie Leukämien die Ursache von Fieber.

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Infektionen der oberen Atemwege: Schnupfen, Husten, HalsschmerzenMittelohrentzündung (Otitis media): Ohrenschmerzen; typischerweise fassen sich kleine Kinder häufig ans OhrBronchitis: Husten, eventuell LuftnotMandelentzündung (Angina tonsillaris): Halsschmerzen, Schluckbeschwerden (Nahrungsverweigerung), eventuell Beläge auf den HalsmandelnMagen-Darm-Infektion: Durchfall und ErbrechenLungenentzündung (Pneumonie): Husten, erhöhte Atemfrequenz, Atemnot, geblähter Bauch und BauchschmerzenHarnwegsinfektion: häufiges, schmerzhaftes Wasserlassen, bei Kindern oft nur mit Bauchschmerzen angegeben, BettnässenHirnhautentzündung (Meningitis): Kopfschmerzen, steifer Nacken, LichtscheueKinderkrankheiten wie Windpocken, Dreitagefieber, Röteln, Scharlach, Masern und Mumps mit den charakteristischen Begleiterscheinungen und HautausschlägenBlinddarmentzündung (Appendizitis): Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Stuhlunregelmäßigkeiten (meist Verstopfungen), Blässe

Fieber durch Flüssigkeitsmangel bei Säuglingen (Durstfieber): schlaffe Haut, Schläfrigkeit, Durchfall oder Erbrechen, trockene Zunge und Schleimhäute, starker DurstImpfreaktion: leichtes Fieber, meist ohne Begleiterscheinungen

Krebserkrankungen, zum Beispiel Leukämie: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Knochen- oder Gelenkschmerzen, Blässe, Nasen- oder Zahnfleischbluten, GewichtsabnahmeFieber durch allergische Reaktionen gegen Arzneimittel

«Hat Ihr Kind Fieber, sollten Sie die Körpertemperatur des Kindes regelmäßig messen und die Messwerte aufschreiben», rät Petra Rudnick. Ihrem Nachwuchs können Sie Gutes tun, indem Sie ihm Wadenwickel machen oder einen lauwarmen feuchten Waschlappen auf die Stirn legen.

Die Krankheit wird für das Kind erträglicher, wenn Sie Bettwäsche und Handtücher häufig wechseln. Achten Sie darauf, dass das fiebernde Kind genügend trinkt. Denn bei Fieber verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit über die Haut. Am besten ist es, wenn ein krankes Kind häufig kleinere Mengen trinkt. Geeignet sind zum Beispiel Wasser, Früchtetee oder Kräutertee.

Es gibt auch Medikamente, die Fieber senken. Aber bevor Sie diese anwenden, sollten Sie mit dem Kinderarzt darüber sprechen. Auf keinen Fall dürfen kleine Kinder Acetylsalicylsäure (ASS) erhalten. Dieses Schmerz- und Fiebermittel kann bei Kindern unter Umständen eine seltene Leber-Hirn-Krankheit hervorrufen, das Reye-Syndrom.

Dieses kann tödlich enden. Einige Krankheiten, die Fieber verursachen, sind harmlos und heilen von selbst ab, andere wiederum erfordern eine schnelle ärztliche Behandlung. Prinzipiell gilt: Wenn Sie sich unsicher sind, dann suchen Sie mit ihrem fiebernden Kind ärztliche Hilfe. Die Mediziner können herausfinden, welche Ursache dahintersteckt, und eine geeignete Behandlung in die Wege leiten.

In folgenden Situationen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt oder eine Ärztin um Rat fragen:

Sehr hohes FieberLänger anhaltendes FieberFieber bei Säuglingen, die jünger als drei Monate sindSchwerwiegende Begleiterscheinungen, zum Beispiel Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Bauchschmerzen, Schmerzen beim Wasserlassen, schlechter AllgemeinzustandKrampfanfälleAnzeichen eines Flüssigkeitsmangels, zum Beispiel trockene Schleimhäute, eingefallene Augen oder eingefallene FontanelleTrinkschwäche bei SäuglingenBekannte chronische Erkrankungen, zum Beispiel Abwehrschwäche, Herzfehler oder KrebserkrankungenFieber, das durch fiebersenkende Maßnahmen nicht zurückgeht

Sind Sie sich nicht sicher, was Sie tun sollen? Dann können Sie sich auch an die Ärztinnen und Ärzte des TK-FamilienTelefons wenden. Unter der Telefonnummer erreichen TK-Versicherte 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr unabhängige Kinderärzte und weitere Fachärzte der unterschiedlichsten Fachrichtungen.

  • Der Arzt oder die Ärztin wird Sie zunächst darüber befragen, wie lange das Fieber bereits besteht, wie hoch die Körpertemperatur ist und welche weiteren Krankheitszeichen Sie beobachtet haben.
  • Anschließend untersuchen sie das Kind, um weitere Hinweise auf die Fieberursache zu erhalten.
  • Abhängig davon, welche Ursache die Mediziner vermuten, werden sie weitere Untersuchungen vornehmen, zum Beispiel Urintests, Blutanalysen, Rachenabstriche, Ultraschalluntersuchungen oder Röntgenaufnahmen.

Welche Behandlung für Ihr Kind geeignet ist, hängt von der Ursache des Fiebers ab. Steckt zum Beispiel eine Infektion mit Bakterien dahinter, kann ein Antibiotikum helfen, das die Erreger bekämpft. Außerdem kann der Arzt oder die Ärztin fiebersenkende Medikamente verordnen.

Die meisten Mittel verringern zudem auch Schmerzen und Entzündungen. Es gibt sie als Saft, Zäpfchen, Tabletten oder Tropfen. Manchmal ist es besser, das Kind im Krankenhaus zu behandeln und zu beobachten. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn es dem Kind sehr schlecht geht, ein massiver Flüssigkeitsmangel vorliegt oder der Verdacht auf eine seltene, ernsthafte Ursache besteht.

Sind Sie besorgt, weil ihr Nachwuchs einen richtigen Fieberkrampf entwickelt hat? Fieberkrämpfe wirken oft bedrohlich. Doch zum Glück sind die meisten Infektkrämpfe unkompliziert. Ungefähr drei bis vier Prozent aller Kinder haben im Lauf der Kindheit einen Fieberkrampf, bei 20 bis 30 Prozent kommt es zu einem weiteren Anfall.

  • Vor allem bei Kleinkindern kommen solche Krämpfe bei hohem Fieber oft vor, typischerweise bei raschem Temperaturanstieg oder -rückgang.
  • Die Kinder können das Bewusstsein verlieren und sind nicht ansprechbar.
  • Sie können sich überstrecken und mit Armen und Beinen rhythmisch zucken.
  • Ein normaler Fieberkrampf dauert einige Minuten.

Wichtig ist, dass Sie dabei Ruhe bewahren. Legen Sie das Kind am besten auf die Seite, damit es eventuell Erbrochenes nicht verschluckt. Vor allem, wenn ein Kind zum ersten Mal einen Fieberkrampf entwickelt hat, sollten Sie mit ihm zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen.

Die medizinischen Informationen der Techniker sind von renommierten Organisationen für Qualität, Neutralität und Transparenz zertifiziert.

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut. Hahn, J.M.: Checkliste Innere Medizin.7. Aufl. Stuttgart: Thieme, 2013.Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch.264.

  • Auflage. Berlin: De Gruyter, 2012.Kerbl, R.; Kurz, R., Roos, R.; Wessel L.: Checkliste Pädiatrie (E-Book PDF).4., überarbeitete Aufl.
  • Stuttgart: Thieme, 2011.Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.: www.kinderaerzte-im-netz.de.
  • URL: http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/fieber (Stand 28.11.2014)Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.kindergesundheit-info.de (Stand 28.11.20114)Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie und Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin: Fieber unklarer Genese.

AWMF-Leitlinien-Register Nr.027/053. Klasse: S1. (Stand: Januar 2013). URL: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/027-053l_S1_Fieber_unklarer_Ursache_2013-01.pdf (Stand 28.11.2014)Groß, U.: Kurzlehrbuch Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie (E-Book PDF).3.

Wie kündigt sich ein Fieberkrampf an?

Symptome – Das Hauptsymptom ist ein Krampfanfall oder Krämpfe, die weniger als fünf Minuten dauern, wobei das Kind eine Körpertemperatur von 38 °C oder höher aufweist. Das Kind kann das Bewusstsein verlieren und die Augen verdrehen, während sich die Arme und Beine versteifen und zucken (krampfen).

Wie lange Fieber nicht senken?

Tipps bei Fieber Leichtes bis 39 Grad muss nicht gesenkt werden, denn eine erhöhte Körpertemperatur hilft dem, Krankheitserreger zu bekämpfen. Durch eine Erhöhung der Temperatur schwächt der Körper Krankheitserreger, denn Viren, und andere Parasiten sind an die normale Körpertemperatur von 36 bis 37 Grad angepasst.

Fieber ist also Teil eines natürlichen Abwehrprozesses. Nur bei hohem und lang andauerndem Fieber sollte das Fieber gesenkt werden. Steigt die Körpertemperatur auf über 40 Grad oder hält das Fieber länger als 2-3 Tage an, sollte unbedingt ein Arzt nach der Ursache suchen und die Temperatur senken. Bei Temperaturen zwischen 39 und 40°C können Sie das Fieber mit Wadenwickeln oder mit Paracetamol senken.

Die Tücher werden mit normalem kalten Leitungswasser gekühlt und fest um die Waden der ausgestreckten Beine gewickelt. Darüber wird ein trockenes Tuch gelegt. Die Wadenwickel bleiben 5 Minuten lang angelegt und sollten 2- bis 3-mal wiederholt werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Temperatur nicht zu rasch senken, da dies den Kreislauf zu sehr belasten könnte.

Wichtig ist auch, die Füße und den restlichen Körper warm zu halten. Menschen mit Fieber benötigen mehr Flüssigkeit als normal. Bei Fieber sollten Sie deshalb viel trinken. Als Faustregel gilt: Für jedes Grad über 37°C braucht der Körper täglich zusätzlich einen halben bis einen Liter Flüssigkeit, am besten Wasser oder ungesüßte Früchtetees.

Addieren Sie diese Menge zu der normalen Trinkmenge (etwa 1,5 bis 2,5 Liter pro Tag) hinzu. : Tipps bei Fieber

Wie hoch ist Fieber gefährlich bei Kindern?

Fieber bei Kindern: Ursachen und Behandlung | Die Techniker Die Körpertemperatur eines Kindes kann sich im Lauf des Tages verändern: Am frühen Morgen sind die Temperaturen niedriger als am Abend. Vor allem kleine Kinder, die körperlich sehr aktiv sind, können abends Temperaturen über 38 Grad Celsius haben, ohne krank zu sein.

Von Fieber spricht man erst, wenn das Fieberthermometer 38 Grad Celsius anzeigt, und zwar nach dem Messen im Po (After). Ab 39 Grad Celsius hat ein Kind hohes Fieber. Lebensgefährlich kann es ab einer Temperatur über 41,5 Grad Celsius werden, denn dann werden die körpereigenen Eiweiße zerstört. Wenn das Kind abends eine Temperatur von 38 Grad hat und man sich nicht sicher ist, ob das Kind krank ist, empfiehlt es sich, nach einer Ruhephase von etwa einer halben Stunde die Körpertemperatur noch einmal zu messen.

Fieber bei Kindern | FRAG DR. NELE!

Kinder, vor allem kleine Kinder, fiebern weitaus schneller als Erwachsene. Selbst Störungen mit einem eher geringen gesundheitlichen Risiko können bei ihnen Fieber hervorrufen. Das ist ein wichtiger Schutzmechanismus und eine wesentliche Abwehrreaktion, zum Beispiel gegen Krankheitserreger.

  • Praktisch sind digitale Fieberthermometer: Sobald die Messung beendet ist, ertönt ein Piepsen.
  • Dann können Sie die Endtemperatur ablesen», so Petra Rudnick, Allgemeinmedizinerin im TK-Ärztezentrum.
  • Am genauesten können Sie die Körpertemperatur Ihres Kindes messen, wenn Sie das Fieberthermometer in den After des Kindes einführen.

Die im Enddarm gemessene Temperatur entspricht in etwa der Temperatur, die im Körper herrscht (Körperkerntemperatur). Wenn Sie die Spitze des Thermometers etwas einfetten, zum Beispiel mit Vaseline, lässt es sich leichter einführen. Das Thermometer sollte etwa ein bis zwei Zentimeter eindringen.

Relativ ungenau sind die Ergebnisse des Fiebermessens, wenn Sie das Fieberthermometer in den Mund unter die Zunge stecken. Vor allem bei kleinen Kindern sind solche Messungen störanfällig. Je nachdem, wo im Mund das Thermometer sich befindet, können die gemessenen Temperaturen unterschiedlich ausfallen.

Auch die Atmung kann das Messergebnis beeinflussen. Außerdem zerbeißen kleine Kinder manchmal das Fieberthermometer und verletzen sich dabei. Durchschnittlich sind die im Mund gemessenen Temperaturen etwa ein halbes Grad Celsius niedriger als im After.

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Auch Messungen unter der Achsel sind bei Kindern wenig empfehlenswert. Sie können je nach Messdauer und Lage des Thermometers stark schwanken. Das liegt unter anderem daran, dass es vielen Kindern schwerfällt, das Thermometer lange genug ruhig unter dem Arm zu halten. Die Messwerte unter der Achsel können um bis zu ein Grad Celsius von den Temperaturen im After abweichen.

Auch Ohr-Fieberthermometer haben ihre Tücken. Wie genau die Messwerte damit sind, hängt sehr stark von der richtigen Anwendung ab. Ohr-Fieberthermometer haben einen Temperaturfühler (Sensor), der die Temperatur des Trommelfells im Ohr misst. Korrekt bestimmte Werte liegen etwa ein halbes Grad Celsius unter der Temperatur im After.

Damit der Sensor möglichst nahe an das Trommelfell gelangt, müssen Sie die Ohrmuschel des Kindes nach hinten und oben ziehen. «Wenn Sie ein Ohr-Fieberthermometer kaufen, dann lassen Sie sich am besten gleich zeigen, wie dieses anzuwenden ist», empfiehlt Petra Rudnick. Außerdem gibt es noch Stirn- oder Schläfen-Thermometer.

Auch hier ist das Ergebnis etwa ein halbes Grad zu niedrig. Häufig sind es Infektionen durch Viren oder Bakterien, die bei Kindern Erkrankungen auslösen und Fieber verursachen. Auch bei Flüssigkeitsmangel kann es zu Fieber kommen. Seltener sind rheumatische Erkrankungen, Vergiftungen oder Krebserkrankungen wie Leukämien die Ursache von Fieber.

Infektionen der oberen Atemwege: Schnupfen, Husten, HalsschmerzenMittelohrentzündung (Otitis media): Ohrenschmerzen; typischerweise fassen sich kleine Kinder häufig ans OhrBronchitis: Husten, eventuell LuftnotMandelentzündung (Angina tonsillaris): Halsschmerzen, Schluckbeschwerden (Nahrungsverweigerung), eventuell Beläge auf den HalsmandelnMagen-Darm-Infektion: Durchfall und ErbrechenLungenentzündung (Pneumonie): Husten, erhöhte Atemfrequenz, Atemnot, geblähter Bauch und BauchschmerzenHarnwegsinfektion: häufiges, schmerzhaftes Wasserlassen, bei Kindern oft nur mit Bauchschmerzen angegeben, BettnässenHirnhautentzündung (Meningitis): Kopfschmerzen, steifer Nacken, LichtscheueKinderkrankheiten wie Windpocken, Dreitagefieber, Röteln, Scharlach, Masern und Mumps mit den charakteristischen Begleiterscheinungen und HautausschlägenBlinddarmentzündung (Appendizitis): Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Stuhlunregelmäßigkeiten (meist Verstopfungen), Blässe

Fieber durch Flüssigkeitsmangel bei Säuglingen (Durstfieber): schlaffe Haut, Schläfrigkeit, Durchfall oder Erbrechen, trockene Zunge und Schleimhäute, starker DurstImpfreaktion: leichtes Fieber, meist ohne Begleiterscheinungen

Krebserkrankungen, zum Beispiel Leukämie: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Knochen- oder Gelenkschmerzen, Blässe, Nasen- oder Zahnfleischbluten, GewichtsabnahmeFieber durch allergische Reaktionen gegen Arzneimittel

«Hat Ihr Kind Fieber, sollten Sie die Körpertemperatur des Kindes regelmäßig messen und die Messwerte aufschreiben», rät Petra Rudnick. Ihrem Nachwuchs können Sie Gutes tun, indem Sie ihm Wadenwickel machen oder einen lauwarmen feuchten Waschlappen auf die Stirn legen.

Die Krankheit wird für das Kind erträglicher, wenn Sie Bettwäsche und Handtücher häufig wechseln. Achten Sie darauf, dass das fiebernde Kind genügend trinkt. Denn bei Fieber verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit über die Haut. Am besten ist es, wenn ein krankes Kind häufig kleinere Mengen trinkt. Geeignet sind zum Beispiel Wasser, Früchtetee oder Kräutertee.

Es gibt auch Medikamente, die Fieber senken. Aber bevor Sie diese anwenden, sollten Sie mit dem Kinderarzt darüber sprechen. Auf keinen Fall dürfen kleine Kinder Acetylsalicylsäure (ASS) erhalten. Dieses Schmerz- und Fiebermittel kann bei Kindern unter Umständen eine seltene Leber-Hirn-Krankheit hervorrufen, das Reye-Syndrom.

  1. Dieses kann tödlich enden.
  2. Einige Krankheiten, die Fieber verursachen, sind harmlos und heilen von selbst ab, andere wiederum erfordern eine schnelle ärztliche Behandlung.
  3. Prinzipiell gilt: Wenn Sie sich unsicher sind, dann suchen Sie mit ihrem fiebernden Kind ärztliche Hilfe.
  4. Die Mediziner können herausfinden, welche Ursache dahintersteckt, und eine geeignete Behandlung in die Wege leiten.

In folgenden Situationen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt oder eine Ärztin um Rat fragen:

Sehr hohes FieberLänger anhaltendes FieberFieber bei Säuglingen, die jünger als drei Monate sindSchwerwiegende Begleiterscheinungen, zum Beispiel Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Bauchschmerzen, Schmerzen beim Wasserlassen, schlechter AllgemeinzustandKrampfanfälleAnzeichen eines Flüssigkeitsmangels, zum Beispiel trockene Schleimhäute, eingefallene Augen oder eingefallene FontanelleTrinkschwäche bei SäuglingenBekannte chronische Erkrankungen, zum Beispiel Abwehrschwäche, Herzfehler oder KrebserkrankungenFieber, das durch fiebersenkende Maßnahmen nicht zurückgeht

Sind Sie sich nicht sicher, was Sie tun sollen? Dann können Sie sich auch an die Ärztinnen und Ärzte des TK-FamilienTelefons wenden. Unter der Telefonnummer erreichen TK-Versicherte 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr unabhängige Kinderärzte und weitere Fachärzte der unterschiedlichsten Fachrichtungen.

Der Arzt oder die Ärztin wird Sie zunächst darüber befragen, wie lange das Fieber bereits besteht, wie hoch die Körpertemperatur ist und welche weiteren Krankheitszeichen Sie beobachtet haben. Anschließend untersuchen sie das Kind, um weitere Hinweise auf die Fieberursache zu erhalten. Abhängig davon, welche Ursache die Mediziner vermuten, werden sie weitere Untersuchungen vornehmen, zum Beispiel Urintests, Blutanalysen, Rachenabstriche, Ultraschalluntersuchungen oder Röntgenaufnahmen.

Welche Behandlung für Ihr Kind geeignet ist, hängt von der Ursache des Fiebers ab. Steckt zum Beispiel eine Infektion mit Bakterien dahinter, kann ein Antibiotikum helfen, das die Erreger bekämpft. Außerdem kann der Arzt oder die Ärztin fiebersenkende Medikamente verordnen.

Die meisten Mittel verringern zudem auch Schmerzen und Entzündungen. Es gibt sie als Saft, Zäpfchen, Tabletten oder Tropfen. Manchmal ist es besser, das Kind im Krankenhaus zu behandeln und zu beobachten. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn es dem Kind sehr schlecht geht, ein massiver Flüssigkeitsmangel vorliegt oder der Verdacht auf eine seltene, ernsthafte Ursache besteht.

Sind Sie besorgt, weil ihr Nachwuchs einen richtigen Fieberkrampf entwickelt hat? Fieberkrämpfe wirken oft bedrohlich. Doch zum Glück sind die meisten Infektkrämpfe unkompliziert. Ungefähr drei bis vier Prozent aller Kinder haben im Lauf der Kindheit einen Fieberkrampf, bei 20 bis 30 Prozent kommt es zu einem weiteren Anfall.

Vor allem bei Kleinkindern kommen solche Krämpfe bei hohem Fieber oft vor, typischerweise bei raschem Temperaturanstieg oder -rückgang. Die Kinder können das Bewusstsein verlieren und sind nicht ansprechbar. Sie können sich überstrecken und mit Armen und Beinen rhythmisch zucken. Ein normaler Fieberkrampf dauert einige Minuten.

Wichtig ist, dass Sie dabei Ruhe bewahren. Legen Sie das Kind am besten auf die Seite, damit es eventuell Erbrochenes nicht verschluckt. Vor allem, wenn ein Kind zum ersten Mal einen Fieberkrampf entwickelt hat, sollten Sie mit ihm zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen.

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Auflage. Berlin: De Gruyter, 2012.Kerbl, R.; Kurz, R., Roos, R.; Wessel L.: Checkliste Pädiatrie (E-Book PDF).4., überarbeitete Aufl. Stuttgart: Thieme, 2011.Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.: www.kinderaerzte-im-netz.de. URL: http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/fieber (Stand 28.11.2014)Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.kindergesundheit-info.de (Stand 28.11.20114)Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie und Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin: Fieber unklarer Genese.

AWMF-Leitlinien-Register Nr.027/053. Klasse: S1. (Stand: Januar 2013). URL: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/027-053l_S1_Fieber_unklarer_Ursache_2013-01.pdf (Stand 28.11.2014)Groß, U.: Kurzlehrbuch Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie (E-Book PDF).3.

Soll man Kind mit Fieber wecken?

Wie kann man das Fieber senken? – Es gibt zwei Arten, wie sich das Fieber senken lässt: durch nicht-medikamentöse Maßnahmen sowie durch fiebersenkende Medikamente. Nicht-medikamentöse Maßnahmen : Fiebernde Kinder sollten nicht (zu) warm angezogen oder zugedeckt sein.

  1. Zu warme Kleidung lässt die Hitze nicht entweichen.
  2. Dünne Kleidung – wie ein leichtes T-Shirt und ein Leintuch zum Zudecken – sind meistens ausreichend.
  3. Bei warmen Beinen können auch Wadenwickel Kühlung verschaffen: Tauchen Sie Baumwolltücher in lauwarmes Wasser (ungefähr 20 Grad, das heißt einige Grad kühler als die Körpertemperatur des Kindes), wringen Sie sie leicht aus und wickeln sie dann um die Waden des Kindes.

Legen Sie anschließend noch ein trockenes Tuch um jede Wade sowie ein Wolltuch darüber. Die Wasserverdunstung sorgt für Kühlung und eine verstärkte Wärmeabgabe. Belassen Sie die Wadenwickel, bis sie sich körperwarm anfühlen (das dauert etwa 15 bis 20 Minuten), und nehmen Sie sie dann ab.

  1. Sobald die Waden wieder warm geworden sind, können Sie einen erneuten Wickel machen.
  2. Das Kind sollte viel trinken (Tee, Saft, Wasser), am besten alle halbe Stunde etwas.
  3. Geben Sie ihm leicht verdauliche Speisen wie Kompott.
  4. Wenn es nichts essen mag, sollten Sie es aber nicht dazu zwingen.
  5. Achten Sie darauf, dass das Kind sich ausruht ( Bettruhe ), auch, wenn das Fieber gesunken ist und der kleine Patient spielen möchte.

Sorgen Sie dafür, dass das Kind immer wieder eine Pause macht. Kontrollieren Sie regelmäßig die Temperatur, besonders, wenn das Kind noch klein ist oder hohes Fieber hat. Aufwecken sollten Sie es dazu aber nicht. Behandlung mit Medikamenten : Fiebersenkende Mittel für Kinder sind in Form von Saft, Zäpfchen, Tropfen und Tabletten verfügbar.

Wie lange darf man hohes Fieber haben?

Typische Fieberkurven bei Grippe, Erkältung, bakteriellen Infektionen – Dieser Fieberverlauf ist etwa typisch für eine Erkältung. Das Fieber steigt langsam für ein paar Tage an. Morgens ist es, entsprechend der normalen Temperaturschwankungen des Körpers etwas niedriger, abends etwas höher.

Kontinuierliches Fieber – abgesehen von den tageszeitlichen normalen Schwankungen liegt das Fieber zwischen 38 und 39 Grad. Ursache sind oft bakterielle Infektionen wie etwa eine Lungenentzündung oder Scharlach. Remittierendes Fieber – das Fieber schwankt zwischen morgens und abends um bis zu zwei Grad Celsius, etwa bei einer Virusgrippe. Intermittierendes Fieber – die Differenz zwischen morgens und abends beträgt mehr als zwei Grad, etwa bei einer Nierenbeckenentzündung, aber auch bei Tumorerkrankungen wie Morbus Hodgkin möglich. Rekurrierendes Fieber – das Fieber hält einige Tage an, verschwindet dann für bis zu zwei Wochen und kommt zurück wie bei Borreliose oder Malaria.