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Welche Medikamente Bei Narkose?

Welche Medikamente Bei Narkose
Analgetika gegen den Schmerz – Zum Einsatz kommen Opioide, das sind synthetische Morphin-Erweiterungen. Es handelt sich genauer gesagt um die vier Substanzen Alfentanil, Fentanyl, Remifentanil und Sufentanil. Ihre analgetische Wirkung ist um ein Vielfaches stärker als die der Referenzsubstanz Morphin und daher für operative Eingriffe geeignet.

Alfentanil ist 30-40x stärker als Morphin und wirkt für mind.10 Minuten nach Bolusgabe Fentanyl ist 125x stärker als Morphin und wirkt für mind.20 Minuten nach Bolusgabe Remifentani l ist 200x stärker als Morphin und wirkt für 5-10 Minuten nach Bolusgabe Sufentanil ist 1000x stärker als Morphin und wirkt für mind.30 Minuten nach Bolusgabe

CAVE Remifentanil: durch seine kurze Wirkung nach Bolusgabe muss es zur kontinuierlichen Analgesie über einen Perfusor infundiert werden – dreht man den Perfusor am Ende der OP ab, so endet die Wirkung noch bevor der Patient wach aus dem OP hinausgebracht wird.

Dies führt zu extremen postoperativen Schmerzen und ist der Grund, wieso man vor Ende der Remifentanil-Wirkung ein starkes Analgetikum für die Transferphase bis zum Aufwachraum appliziert. Es bietet sich beispielsweise Fentanyl oder Piritramid an. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass die Dosis so gewählt wird, dass der Patient beim Erwachen keine relevante Atemdepression, wohl aber eine ausreichende Analgesie hat.

Wichtigsten Nebenwirkungen:

Atemdepression (durch verminderte CO2-Empfindlichkeit des Atemzentrums; erhöhte CO2-Werte im Blut = Hyperkapnie bzw. genauer gesagt erhöhte Protonenwerte sind der wichtigste Atemanreiz) Hirndruckanstieg (Hyperkapnie führt zu Vasodilatation in Hirngefäßen) Epileptische Anfälle (erniedrigte Krampfschwelle) Sedierung Bradycardie bis Asystolie (v.a. nach hohen Dosen) Hypotonie Thoraxrigidität (Kontraktion der Thoraxmuskulatur v.a. nach schneller Injektion mit erschwerter Beatmung des Patienten) Übelkeit, Erbrechen Obstipation Euphorie mit Suchtgefahr

Welches Medikament bekommt man bei einer Vollnarkose?

Die Teilnarkose: So viel wie nötig, so wenig wie möglich – Operation gleich Vollnarkose (Allgemeinanästhesie)? Nicht unbedingt. Bei vielen Eingriffen ist eine Teilnarkose (Regionalanästhesie) ausreichend. Hierbei wird die Schmerzempfindung durch eine vorübergehende Blockade der Nerven an Rücken, Arm, Bein und anderen Körperteilen unterbrochen.

  1. Die Teilnarkose setzt auf Blockade der Schmerzweiterleitung im Operationsgebiet.
  2. Das Gute daran: Der Patient muss nicht künstlich beatmet werden und braucht weniger Narkosemedikamente (Anästhetika), die den Körper belasten.
  3. Auch die gelegentlich auftretenden Nebenwirkungen einer Vollnarkose, wie Übelkeit oder Kopfschmerzen, können dadurch vermieden werden.

Lediglich ein leichter künstlicher Schlaf mit der Erhaltung der eigenen Atmung wird herbeigeführt. Im Bereich der Teilnarkose gibt es verschiedene Verfahren. Spinalnarkose (Spinalanästhesie). Bei dieser Form der Narkose (Anästhesie) werden die zum Rückenmark führenden Nerven und damit die untere Körperhälfte des Patienten betäubt.

Sie eignet sich bei Eingriffen des unteren Bauchraumes, der Leisten- und Genitalregion und an den Beinen. Die Methode gilt als sicher – das Risiko, das Rückenmark zu beschädigen, ist nahezu ausgeschlossen. Wegen der Gefahr einer ausgeprägten Abnahme des Blutdrucks muss allerdings besonders auf die Herzkreislaufsituation geachtet werden.

Bei der Durchführung dieser Methode kann der Patient sitzen oder liegen. Die Haut an der Einstichstelle im Bereich der Lendenwirbelsäule wird desinfiziert und der Narkosearzt (Anästhesist) führt eine dünne Nadel in den Hirnwasserraum ein. Dort angekommen, wird ein lokales Narkosemittel gespritzt.

  1. Ein Wärmegefühl breitet sich in den Beinen aus, die der Patient dann nicht oder nur noch eingeschränkt bewegen kann.
  2. Nun spürt er in der betroffenen Region auch keine Schmerzen mehr.
  3. Nach etwa 3 bis 4 Stunden lässt die Wirkung nach.
  4. Eine andere Möglichkeit ist die Periduralnarkose (Periduralanästhesie).

Auch sie gehört zu den sogenannten rückenmarksnahen Verfahren, unterscheidet sich aber von der Spinalnarkose darin, dass die Medikamente an einen anderen Ort gespritzt werden, nämlich in den Periduralraum. Dieser befindet sich zwischen der Rückenmarkshaut und der Wand des Wirbelkanals.

Was bekommt man bei einer Vollnarkose gespritzt?

Allgemeinanästhesie bedarf einer Medikamenten-Kombination – Bereits kurz vor der Operation wird dem Patienten im Krankenhaus oft ein Beruhigungsmittel bzw. angstlösendes Mittel gegeben und eine Infusion gelegt (Venentropf), um den Flüssigkeitshaushalt des Patienten während des Eingriffs zu regulieren.

  1. Für die eigentliche Vollnarkose setzt der Anästhesist meist eine Kombination von Medikamenten ein, die auf die individuellen Anforderungen des Patienten abgestimmt ist (s.
  2. Hierzu auch ).
  3. Diese Kombination von Medikamenten besteht aus einem Schlafmittel (Hypnotikum), Schmerzmittel (Analgetikum) und teilweise einem Präparat zur Erschlaffung der Muskulatur (Relaxantien).

Nach Überprüfung der Identität, d.h. der Sicherstellung, dass es sich um den richtigen Patienten für den geplanten Eingriff handelt und um den richtigen Eingriff an der richtigen Stelle (z.B. dem richtigen Arm), wird das Anästhetikum bei Erwachsenen intravenös über einen Venen-Zugang (häufig am Handrücken) verabreicht.

  1. Bei Kindern wird es häufiger auch als Inhalationsgas über eine Gesichtsmaske eingeatmet, der Venen-Zugang wird dann erst im Narkose-Zustand gelegt.
  2. Die Wirkung des Narkosemittels setzt in beiden Fällen unmittelbar nach Verabreichung ein.
  3. Die moderne Allgemeinanästhesie ist schonend und kann individuell angepasst werden.

Nebenwirkungen sind selten, Ihr Anästhesist wird Sie darüber im Vorgespräch aufklären. Bei sehr kurzen Eingriffen kann die Beatmung des Patienten über eine Gesichtsmaske erfolgen. Handelt es sich um eine längere oder eine größere Operation, wird der Patient über einen Schlauch (Trachealtubus) in der Luftröhre (Intubation) oder im Rachen (Kehlkopfmaske, Larynxmaske) beatmet.

  1. Der Schlauch oder die Kehlkopfmaske werden eingeführt, wenn sich der Patient bereits im Tiefschlaf befindet.
  2. Abbildungen zu den Narkose-Beatmungstechniken finden Sie unter: Der Anästhesist begleitet den kompletten Eingriff und überwacht die körperlichen Funktionen des Patienten (Herzaktivität, Puls, Reflexe etc.).
See also:  Welche Medikamente Helfen Bei LungenentzNdung?

Gleichzeitig überprüft er die Narkosetiefe und kann die Anästhesie bei Bedarf anpassen. Dauert der Eingriff z.B. länger als erwartet, dosiert der Anästhesist über den Venen-Zugang oder den Tubus («Narkosegas») das Anästhetikum nach. Patienten müssen daher keine Sorge haben, während der Operation aufzuwachen.

Welches Mittel vor Narkose?

Antihypertonika – Nach heutigem Erkenntnisstand soll eine Hypotonie während der Narkose vermieden werden. Deshalb müssen Begleitmedikationen, die eine arterielle Hypotonie unter Narkose begünstigen, vor der Narkose ausgesetzt werden. Dies betrifft beispielweise ACE-Hemmer, AT-Rezeptorblocker, Ca 2+ -Antagonisten,

Wird man bei jeder OP mit Vollnarkose intubiert?

Fragen zur Narkose Antworten 1. Worum handelt sich bei ambulanten Anästhesien bzw. Narkosen? Bei ambulanten Narkosen kommt der Patient kurz vor dem vereinbarten Operationstermin, wird operiert und geht nach einer gewissen Nachbeobachtungszeit schon wieder nach Hause.

Diese Vorgehensweise hat den Vorteil einer minimalen Aufenthaltsdauer.2. Muß sich der Patient vor dem Eingriff bei dem Anästhesisten vorstellen? Das Aufklärungsgespräch mit der Einwilligung für die Narkose muß vorher erfolgen, damit der Patient eine Bedenkzeit hat. Dies ist rechtlich vorgeschrieben und dient dem Schutz der Persönlichkeitsrechte.

Besprochen wird der Ablauf und mögliche Risiken des Vorgehens. Weiter findet eine körperliche Untersuchung statt.3. Was muß der Patient am Operationstag noch mitbringen? Neben der Versichertenkarte muß der Patient die Einverständniserklärung zur Narkose mitbringen, sofern sie nicht in der Patientenakte verblieben ist.

  1. Weiterhin sollten wichtige Vorbefunde wie Arztbriefe, Allergie- und Medikamentenpass mitgebracht werden, falls diese nicht bereits zum Vorgespräch vorgelegen haben.
  2. Falls besprochen, müssen die Patienten vom Hausarzt ein EKG, Röntgenbild oder aktuelle Laborwerte mitbringen.
  3. Dies hängt jedoch vom Gesundheitszustand und dem Ausmaß des Eingriffes ab.4.

Gibt es vor der Operation sonst noch etwas zu beachten? Natürlich gilt das Nüchternheitsgebot. Im Falle eines Erbrechens während der Narkose mit Übertritt von Magensaft/-inhalt in die Lunge kann es zu einer Lungenentzündung und Lungenversagen kommen. Der Patient muß zur Narkose nüchtern sein! Er darf mindestens 6 Stunden vor Narkosebeginn keine feste Nahrung zu sich nehmen und auch nicht rauchen.

  1. Bis zu 2 Stunden vor Narkosebeginn darf er auch noch etwas stilles Mineralwasser oder Tee zu sich nehmen.
  2. Für Kinder gelten etwas andere Grenzen.5.
  3. Was passiert mit den regelmäßig einzunehmenden Medikamenten? Im Vorgespräch mit dem Anästhesisten wird geklärt, welche Medikamente weiter eingenommen werden sollen.6.

Wie beeinflußt eine Erkältung den Ablauf der Narkose? Sollte sich der Gesundheitszustand akut verschlechtert haben, muß der Arzt umgehend informiert werden.7. Was passiert noch unmittelbar vor der Narkose? Nach der Anmeldung bekommet der Patient ein Operationshemd zur Verfügung gestellt und schließt seine persönlichen Gegenstände in einen Schrank.

  1. Schmuck, Kontaktlinsen und entbehrliche wertvolle Dinge sollten zu Hause bleiben.
  2. Im Anschluß wird der Patient in den Eingriffsraum begleitet.
  3. Hier wird Blutdruckmeßgerät, EKG und Fingerclip, der die Sauerstoffsättigung im Blut mißt (Pulsoximetrie), angeschlossen.
  4. Der Anästhesist wird noch einmal die Unterlagen, wie Einwilligungserklärung, Laborwerte, EKG und Röntgenaufnahmen kontrollieren, bevor der Patient sanft einschläft.8.

Wie wird die Narkose eingeleitet? Zunächst wird ein venöser Zugang gelegt. Über diesen Zugang erhält der Patient das Schlafmittel und auch andere Medikamente, die zur Durchführung der Narkose notwendig sind. Die Narkose wird in der Regel mit Narkosegasen weitergeführt.9.

Bekommt jeder Patient zur Narkose einen Beatmungsschlauch? Nein. Bei einer Vollnarkose schläft der Patient so tief, daß er während der Operation künstlich beatmet werden muß. Es gibt drei verschieden Methoden der Beatmung bei einer Vollnarkose. Das Einführen eines Beatmungsschlauches (Intubation), die Verwendung einer Kehlkopfmaske (Larynxmaske) oder einer Gesichtsmaske.

Es sind lediglich wenige Operationen in unserem Zentrum, bei denen wir einen Beatmungsschlauch benötigen (links unten), Diese sind beispielsweise einige Zahneingriffe und bestimmte Operationen im Nasenrachenraum. Der Patient schläft dabei so tief, daß er das Einführen des Tubus nicht spürt.

  • Der Tubus wird entfernt, bevor der Patient völlig wach ist.
  • Vorübergehend kann es nach der Intubation zu Schluckbeschwerden und Heiserkeit kommen.
  • Längerdauernde Beschwerden sind sehr selten und bilden sich meist während der nächsten Monate zurück.
  • Zahnschäden sind insbesondere bei lockeren Zähnen trotz sorgfältigster Vorgehensweise zwar selten aber möglich.

Die Mehrheit der Operationen wird unter Zuhilfenahme einer Kehlkopfmaske durchgeführt (rechts oben), Diese wird dem schlafenden Patienten in den Rachen eingeführt und umschließt den Kehlkopf. Die Kehlkopfmaske wird noch oberhalb der Stimmbänder platziert und passiert diese nicht.

10. Welche Risiken bestehen bei einer Narkose? Die häufigsten Komplikationen bei einer Narkose sind Übelkeit und Erbrechen (bis zu 10% der Narkosen), Heiserkeit unter Verwendung eines Beatmungsschlauchs (bis zu 10%), Blutdruckabfall (3%), Herzrhythmusstörungen (1%), zu hoher Blutdruck (1%), sowie Verwirrtheitszustände nach der Operation (0,5%).

  1. Diese Zahlen werden jedoch im Bereich der ambulanten Narkose aufgrund der kurzen Operationsdauer bzw.
  2. Der Operationsart bei weitem unterschritten.
  3. Insgesamt läßt sich feststellen, daß die Entwicklung neuer Medikamente für die Anästhesie in den letzten 15 Jahren einen gewaltigen Sprung hin zu einer sicheren und auch komfortablen Narkose gemacht hat.

Diese Medikamente werden gerade im ambulanten Bereich nur von Fachärzten für Anästhesiologie angewendet, die mit den Wirkungen und Nebenwirkungen bestens vertraut sind. Je besser der körperliche Allgemeinzustand, desto geringer ist auch das Risiko für Komplikationen.

  • Ein erhöhtes Narkoserisiko besteht bei Patienten mit schweren Begleit- und Vorerkrankungen.
  • Einen weiteren Einfluß haben Art und Dauer der Operation.
  • Leine und kurzdauernde Eingriffe haben ein kleineres Risiko als große Operationen.
  • Zu großen operativen Eingriffen gehören zum Beispiel jene, bei denen der Brustkorb eröffnet wird, oder ausgedehnte Bauchoperationen.11.
See also:  Welche Medikamente Bei Angst Und Panik?

Wie wird der Patient während der Narkose beobachtet und was sind die Sicherheitsmaßnahmen? Die Einführung neuer Überwachungstechniken hat die Anästhesie sehr sicher gemacht. Während der Operation wird kontinuierlich der Blutdruck gemessen, das EKG überwacht und die Sauerstoffsättigung im Blut mit einem Fingerclip (Pulsoximetrie) kontrolliert.

Hierdurch ist der Anästhesist im Stande, bei eventuellen Veränderungen diese frühzeitig zu entdecken und Maßnahmen zu ergreifen.12. Wie lange muss der Operierte nach der Narkose noch da bleiben? Nach der Narkose wird der Patient noch 2 bis 6 Stunden überwacht, um unerwünschte Nachwirkungen auszuschließen.13.

Gibt es nach der Narkose sonst noch etwas zu beachten? Der Patient darf 24 Stunden lang nicht aktiv am Strassenverkehr teilnehmen, keine wichtigen Entscheidungen treffen und keine Maschinen bedienen. Er sollte sich zunächst ausruhen und sich nicht übermäßig anstrengen.

Wie lange braucht der Körper um sich von einer Vollnarkose zu erholen?

Wie lange fühlt man sich nach einer OP noch schlapp? – Die Ihrem Körper zugeführten Narkosemedikamente können in unterschiedlichem Ausmaß noch längere Zeit nachwirken. Auch kann der bei Ihnen durchgeführte Eingriff bestimmte Vorsichtsmaßnahmen erforderlich machen.

Müdigkeit und Benommenheit Nach operativen Eingriffen in Narkose können leichte Müdigkeit und Benommenheit auftreten, die in Einzelfällen auch einige Tage lang anhalten.
Schmerzen Erfahrungsgemäß können nach dem Eingriff bei einigen Patienten auch noch zu Hause mäßige bis stärkere Schmerzen auftreten und sehr vereinzelt auch zwei bis vier Tage anhalten. Bitte nehmen Sie die von uns mitgegebenen Schmerzmedikamente als Standardmedikation zu den festgelegten Zeiten ein.
Übelkeit Bei anhaltender Übelkeit oder mehrfachem Erbrechen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf
Wunddrainage (Kunststoffschlauch) Falls eine Wunddrainage angelegt wurde, bitte diese regelmäßig kontrollieren und bei stärkerer Blutung Kontakt mit der operierenden Klinik/Praxis aufnehmen. Drainageschläuche nicht selbstständig entfernen.
Lagerung Ob Bettruhe nach Ihrer Operation erforderlich ist, erfahren Sie bei den Abschlussgesprächen. Operierte Arme und Beine, vor allem wenn ein elastischer Verband/Gips angelegt wurde, möglichst hochlagern und bei Bedarf kühlen. Zur Verbesserung der Durchblutung und um Funktionsstörungen vorzubeugen, die gipsfreien Gelenke regelmäßig bewegen und die Muskeln unter dem Verband an- und entspannen. (Gips-)Verbände nicht selbstständig entfernen.

Die Nachsorge findet in Absprache mit dem Hausarzt oder überweisenden Facharzt entweder in dessen Praxis oder in unseren Ambulanzen statt. Es muss für Sie in den ersten Tagen nach dem Eingriff die Möglichkeit bestehen, Ihren überweisenden Arzt oder uns zu einer Nachbetreuung aufzusuchen. Die Alarmierung des Notarztes über die Integrierte Leitstelle Tel.112 ist erforderlich bei:

Wie wird eine Vollnarkose beendet?

Was ist eine Vollnarkose? | Die Techniker Anders als bei einer örtlichen Betäubung, bei der nur die Schmerzleitung unterbrochen wird, der Patient aber wach bleibt. Am besten lässt sich die Narkose mit einem tiefschlafähnlichen Zustand vergleichen. Die nötigen Medikamente werden entweder direkt in eine Vene gespritzt (intravenös) oder über eine Maske eingeatmet.

In der Regel werden dabei mehrere Arzneien kombiniert. Oft sind Operationen nur möglich, wenn zusätzliche Medikamente die komplette Muskelentspannung herbeiführen. Die Vollnarkose stellt sicher, dass der Patient keine Schmerzen spürt, sich nicht bewegt und von der Operation nichts mitbekommt. In der Regel wird dem Patienten zunächst ein Beruhigungsmittel und eventuell ein Medikament gegen Übelkeit verabreicht (Prämedikation) oder eine Infusion angelegt, um den Flüssigkeitshaushalt des Patienten während des Eingriffs im Gleichgewicht zu halten.

Anästhetika – Pharmakologie (Isofluran, Lachgas, Propofol, Etomidat, Ketamin)

Meist wird die Narkose danach eingeleitet, indem der Anästhesist (Narkosearzt) dem Patienten ein schnell wirkendes Einschlafmittel spritzt. Bei Kindern wird häufig über eine Gesichtsmaske ein gasförmiges Medikament zum Einschlafen gegeben. Ist der Patient eingeschlafen, wird die Narkose durch weitere betäubende Medikamente (Narkotika) aufrecht erhalten.

Dabei bleibt das Bewusstsein ausgeschaltet und die Schmerzempfindung im gesamten Körper unterdrückt. Bei kurzen und unkomplizierten Eingriffen genügt es oft, ein Narkosemittel in die Vene zu spritzen (intravenöse Narkose). Dauert die Operation länger, werden dem Patienten meist zusätzlich gasförmige Narkosemittel über das Beatmungsgerät gegeben.

Während der Vollnarkose wird der Patient meist über ein Beatmungsrohr in der Luftröhre oder über eine Maske beatmet, die direkt vor dem Kehlkopf oder über Mund und Nase liegt. Bei sehr kurzen Eingriffen und relativ flacher Narkose können Patienten auch durchgehend selbst einatmen.

  1. Hat der Chirurg den Eingriff beendet, unterbricht der Anästhesist die Zufuhr der Narkosemittel und der Patient erwacht aus der Narkose wie aus einem tiefen Schlaf.
  2. Währenddessen nimmt der Narkosearzt auch die Beatmungsmaske oder das Beatmungsrohr ab beziehungsweise heraus und der Patient kann dann wieder selbstständig weiteratmen.

Bevor der Patient die Praxis oder die Klinik nach einer ambulanten Operation wieder verlässt, wird er eine Weile im Aufwachraum von Fachpersonal überwacht, bis er vollständig wach ist und alle Organfunktionen normal und stabil sind. Erst nach einer abschließenden Untersuchung wird der Patient nach Hause entlassen.

Lassen Sie sich von einer erwachsenen Person Ihres Vertrauens aus der Klinik abholen oder nehmen Sie ein Taxi. Achten Sie darauf, dass Sie keine Straße allein überqueren und lassen Sie sich vom Taxifahrer bis an die Haustür bringen. Auf keinen Fall sollten Sie sich alleine auf den Heimweg machen!Sie sollten in den ersten 24 Stunden nach Ende der Anästhesie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, selbst ein Kraftfahrzeug oder Fahrrad lenken, Industriemaschinen bedienen oder wichtige Entscheidungen treffen.Am Tag, an dem ihre Anästhesie stattgefunden hat, und der darauffolgenden Nacht müssen Sie von einer erwachsenen Vertrauensperson betreut werden. Sie sollten die Wohnung nicht ohne Begleitung verlassen.Trinken Sie in den ersten 24 Stunden nach Ende der Anästhesie keinen Alkohol und rauchen Sie auch nicht.Sie sollten in den ersten 24 Stunden keine Schlaf- und Beruhigungsmittel ohne ärztliche Anweisung einnehmen.Wenn Sie auf ärztliche Anordnung regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie diese ab dem Morgen des ersten Tages nach der Anästhesie wieder wie gewohnt nehmen. Gegebenenfalls wird Ihnen der Anästhesist individuelle Anweisungen geben.

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Wie fühlt man sich direkt nach der Vollnarkose?

Die Ihrem Körper zugeführten Narkosemedikamente können in unterschiedlichem Ausmaß noch längere Zeit nachwirken. Auch kann der bei Ihnen durchgeführte Eingriff bestimmte Vorsichtsmaßnahmen erforderlich machen. Deshalb bitten wir Sie, in den ersten 24 Stunden nach der Operation zwingend folgende Punkte zu beachten: Bei Beschwerden oder Komplikationen erreichen Sie uns unter den Daten bei Kontakt/ Sprechstunden/ Ambulanz,

Müdigkeit und Benommenheit Nach operativen Eingriffen in Narkose können leichte Müdigkeit und Benommenheit auftreten, die in Einzelfällen auch einige Tage lang anhalten.
Schmerzen Erfahrungsgemäß können nach dem Eingriff bei einigen Patienten auch noch zu Hause mäßige bis stärkere Schmerzen auftreten und sehr vereinzelt auch zwei bis vier Tage anhalten. Bitte nehmen Sie die von uns mitgegebenen Schmerzmedikamente als Standardmedikation zu den festgelegten Zeiten ein.
Übelkeit Bei anhaltender Übelkeit oder mehrfachem Erbrechen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf
Wunddrainage (Kunststoffschlauch) Falls eine Wunddrainage angelegt wurde, bitte diese regelmäßig kontrollieren und bei stärkerer Blutung Kontakt mit der operierenden Klinik/Praxis aufnehmen. Drainageschläuche nicht selbstständig entfernen.
Lagerung Ob Bettruhe nach Ihrer Operation erforderlich ist, erfahren Sie bei den Abschlussgesprächen. Operierte Arme und Beine, vor allem wenn ein elastischer Verband/Gips angelegt wurde, möglichst hochlagern und bei Bedarf kühlen. Zur Verbesserung der Durchblutung und um Funktionsstörungen vorzubeugen, die gipsfreien Gelenke regelmäßig bewegen und die Muskeln unter dem Verband an- und entspannen. (Gips-)Verbände nicht selbstständig entfernen.

Die Nachsorge findet in Absprache mit dem Hausarzt oder überweisenden Facharzt entweder in dessen Praxis oder in unseren Ambulanzen statt. Es muss für Sie in den ersten Tagen nach dem Eingriff die Möglichkeit bestehen, Ihren überweisenden Arzt oder uns zu einer Nachbetreuung aufzusuchen. Die Alarmierung des Notarztes über die Integrierte Leitstelle Tel.112 ist erforderlich bei:

Wie lange dauert es bis man nach der Narkose aufwacht?

Sie erwachen wenige Minuten nach Operationsende aus Ihrem tiefen Schlaf. Die Zeit danach verbringen Sie in unserem Überwachungsbereich, auch Aufwachraum genannt. Während dieser Zeit, meist 30 bis 60 Minuten, können Ihre Begleitpersonen schon bei Ihnen sein.

Während Sie langsam wacher werden, überwachen wir noch zu Ihrer Sicherheit die wichtigsten Körperfunktionen, wie Atmung und Kreislauf. Die venöse Kanüle wird während der Aufwachphase noch belassen, um eventuell erforderliche Medikamente gegen Schmerzen oder Übelkeit verabreichen zu können. Obwohl die Patienten während der Behandlung gut zugedeckt werden und mit Warmluft-Wärmedecken warm gehalten werden, kann es vor allem bei längeren Eingriffen zu einem Abfall der Körpertemperatur kommen.

Durch Muskelzittern kann sich der Körper wieder erwärmen. Das Zittern ist oft unangenehm, aber meist nur von kurzer Dauer und kann bei Bedarf erfolgreich medikamentös behandelt werden. Eine Warmluft-Decke sorgt dabei für eine schnellere Aufwärmung und besseren Patientenkomfort.

Warum ist Darmentleerung vor OP so wichtig?

Darmreinigung und Antibiotikagabe – Der Darm enthält massenhaft Bakterien, die Darmflora. Diese Bakterien sind für die Darmfunktion unentbehrlich und normalerweise unschädlich. Gelangen sie jedoch während einer Operation in größeren Mengen in die freie Bauchhöhle oder an andere Stellen im Körper, so können dadurch schwere Infektionen verursacht werden.

  • Vor der Darmoperation muss der Darm deshalb gründlich gereinigt werden.
  • Hierzu wird eine spezielle Lösung verabreicht, die durch ihren hohen Salzgehalt abführend wirkt.
  • Diese Lösung wird normalerweise getrunken.
  • Alternativ kann sie über eine Sonde im Zwölffingerdarm verabreicht werden.
  • Voraussetzung dafür ist, dass kein Darmverschluss vorliegt – in einem solchen Fall wird die Darmreinigung in veränderter Weise durchgeführt, was dann mehrere Tage in Anspruch nehmen kann.

Essen, Trinken und auch das Rauchen sollten Sie nach Anweisung des Arztes spätestens am Abend vor der Operation einstellen. Bei einer Darmoperation besteht trotz der Darmvorbereitungen immer ein gewisses Risiko für Infektionen. Deswegen erhalten alle Patienten vor der Operation eine so genannte Antibiotika-Prophylaxe.

Wann darf man nach einer Vollnarkose wieder essen?

Wann kann ich wieder essen und trinken?< - Die frühzeitige Zufuhr von Flüssigkeit und fester Nahrung nach einer Vollnarkose führt nicht selten zu Übelkeit und Erbrechen. Wir empfehlen Ihnen daher im eigenen Interesse, mit dem Trinken mindestens 3 Stunden und der Aufnahme fester Nahrung mindestens 6 Stunden zu warten. Nach Operationen an den Bauchorganen, insbesondere am Darm, können sich diese Zeitintervalle z.T. um ein mehrfaches verlängern.