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Welche Medikamente Bei Zwangserkrankungen?

Welche Medikamente Bei Zwangserkrankungen
Besonders wirkungsvoll bei der medikamentösen Behandlung von Zwangserkrankungen sind die so genannten selektiven ‘Serotonin-Wiederaufnahmehemmer’ (SSRI) – eine bestimmte Gruppe der Antidepressiva. Besonders bewährt haben sie sich dann, wenn die Betroffenen zusätzlich unter Depressionen Depressionen Niedergeschlagenheit verspürend; freudlos, verzweifelt.

depressiv – Wiktionary

oder Angstzuständen leiden.

Wie sieht die Behandlung der Zwangsstörung aus? – Am erfolgversprechendsten erscheint nach dem derzeitigen Forschungsstands eine Kombinationsbehandlung bestehend aus medikamentöser und verhaltenstherapeutischer Therapie für Zwangsstörungen. Vielfach bewährte Medikamente zur Behandlung der Zwangsstörung sind die sog.

  • Serotonin-Rückaufnahme-Hemmer (SSRIs) und das trizyklische Antidepressivum Clomipramin.
  • Unter Umständen kann der Effekt dieser Medikamente durch die Gabe weiterer, gut abgestimmter Medikamente zusätzlich erhöht werden.
  • Die zur Behandlung der Zwangsstörung zugelassenen Medikamente machen nicht abhängig und schränken nicht die Leistungsfähigkeit ein.

In einer strukturierten, multimodalen Verhaltenstherapie lernen Betroffene, gegen ihre Zwangsgedanken und Zwangshandlungen anzugehen und wieder die Kontrolle über ihr Verhalten zu erlangen. Hierzu werden individuelle Konfrontationsübungen geplant und durchgeführt, in denen ein nicht zwanghaftes Verhalten geübt werden kann.

  1. Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn bietet zwei speziell auf Zwangserkrankungen zugeschnittene Therapiegruppen an.
  2. Das ambulant durchgeführte Therapieprogramm umfasst 25 Gruppensitzungen.
  3. In der demnächst beginnenden Gruppe sind noch Plätze frei! Ein besonderes Angebot unserer Klinik ist eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung für Angehörige und Helfer von betroffenen Personen.

Bei dem offenen Treffen vermitteln wir grundlegendes Wissen zu Zwängen und geben Empfehlungen zum Umgang mit Betroffenen. Es besteht viel Raum für eigene Fragen und persönliche Beispiele. Die Teilnehme ist kostenlos. Falls Sie an diesem Angebot interessiert sind, setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung.

Welche Medikamente bei Angst und Zwangsstörung?

Medikamentöse Behandlung – Bei der medikamentösen Therapie sind vor allem so genannte selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) (Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin oder Sertralin) empfohlen. Diese Medikamente werden auch bei Depressionen eingesetzt, wirken aber auch davon unabhängig bei Zwangserkrankungen.

  • Eine Alternative zu den SSRI ist der nicht-selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Clomipramin, welcher aber durchschnittlich zu mehr Nebenwirkungen führt als die SSRI, so dass er eher als zweite Wahl angesehen wird.
  • Bei unzureichendem Ansprechen auf SSRI, trotz ausreichend langer und hoher Dosierung, wird die Augmentation mit einem niedrig dosierten atypischen Antipsychotikum empfohlen.

Unter Augmentation wird hierbei die Zugabe von Substanzen zu einem Antidepressivum verstanden, die für sich alleine keine oder kaum antidepressive bzw. in diesem Fall „Anti-Zwangs»-Effekte zeigen. In Kombination mit einem Antidepressivum führen diese Substanzen jedoch zu einer Steigerung der Wirksamkeit des Antidepressivums gegen die Zwangssymptomatik und so zu einem verbesserten Gesamteffekt.

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Diese Augmentation ist bei ca.1/3 der Patienten erfolgreich, die zuvor auf eine SSRI Monotherapie nicht angesprochen haben, besonders profitieren Patienten mit zusätzlichen Tic-Störungen. Grundsätzlich sollte die Dosierung der SSRI bei Zwangsstörungen im oberen Dosisbereich liegen, die Dosierung muss aber immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Es muss mit einer relativ langen Dauer von mindestens 4 Wochen bis zum Wirkungseintritt und 8-12 Wochen bis zum Wirkungsmaximum gerechnet werden. Das Absetzen sollte immer schrittweise erfolgen, der richtige Zeitpunkt hierfür richtet sich insbesondere nach dem Verlauf der zusätzlichen kognitiven Verhaltenstherapie.

Wie behandelt man Zwänge?

Die kognitive Verhaltenstherapie gilt daher als bevorzugte Behandlung bei Zwangsstörungen. Dennoch kann es gute Gründe für eine Behandlung mit Medikamenten geben: So muss man oft eine gewisse Zeit auf einen Therapieplatz warten. Zudem kann eine kognitive Verhaltenstherapie viel Eigeninitiative und Kraft erfordern.

Wie wirken Antidepressiva bei zwängen?

Welche Medikamente können helfen? – Besonders wirkungsvoll bei der medikamentösen Behandlung von Zwangserkrankungen sind die so genannten selektiven «Serotonin-Wiederaufnahmehemmer» (SSRI) – eine bestimmte Gruppe der Antidepressiva. Besonders bewährt haben sie sich dann, wenn die Betroffenen zusätzlich unter Depressionen oder Angstzuständen leiden.

Darüber hinaus kann bei Denkzwängen auch das Neuroleptikum Sulpirid helfen. Serotonin ist ein körpereigener Botenstoff, der die Verbindung der einzelnen Nervenzellen im Gehirn sicher stellt. Die Wiederaufnahmehemmer helfen dabei, die bei den Zwangserkrankten gestörte Impulsweitergabe wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Sie unterstützen somit eine ohnehin vorhandene – aber eben entsprechend beeinträchtigte – körpereigene Funktion. Durch die Einnahme der Antidepressiva verringert sich bei den meisten Betroffenen die innere Anspannung und die Zwangssymptome lassen nach.

  • Die Wiederaufnahmehemmer sorgen somit für eine gewisse psychische Stabilität – machen aber weder abhängig noch beeinträchtigen sie das Reaktionsvermögen.
  • Trotz der guten Erfolge ist es aber eine unzutreffende Vereinfachung, eine Zwangserkrankung lediglich als einen Serotonin- Mangel aufzufassen.
  • Dagegen spricht beispielsweise, dass sich der Zustand von etwa einem Viertel der betroffenen Patienten (25 Prozent) trotz medikamentöser Behandlung nicht bessert.

Ob ein Zwangskranker auf die Medikamente anspricht oder nicht, kann erst nach einer gewissen Einnahmezeit festgestellt werden. In den meisten Fällen zeigt sich eine Wirkung ungefähr nach 8 bis 10 Wochen. Als einen ersten Hinweis auf eine Besserung geben viele Betroffene an, dass sie weniger inneren Druck verspüren und sich insgesamt ruhiger fühlen.

  1. Die Zwangssymptome bestehen jedoch oft erst einmal unverändert weiter.
  2. Hat sich auch nach 10 bis 12 Wochen nichts verändert, so sollte mit dem Arzt über einen Wechsel des Medikaments gesprochen werden.
  3. Um optimal wirken zu können, müssen die Serotonin- Wiederaufnahmehemmer relativ hoch dosiert eingenommen werden.
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Im Vergleich zu depressiven Patienten erhalten Zwangskranke die zwei- bis dreifache Menge. Obwohl die Nebenwirkungen mit der Dosis grundsätzlich zunehmen, vertragen die meisten Zwangspatienten die höhere Dosierung recht gut.

Was passiert wenn man eine Zwangsstörung nicht behandelt?

Wie wird die Diagnose gestellt? – Zu Beginn eines Diagnoseprozesses erfolgt die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese). Dabei finden auch Fragen zu den Beschwerden und zur Lebensgeschichte ( z.B. belastende Krisen, andere Erkrankungen, Medikamente etc.) Berücksichtigung.

  1. Auch eine klinisch-psychologische Diagnostik kann sinnvoll sein.
  2. Örperliche Ursachen für die Erkrankung ( z.B.
  3. Demenz oder Schlaganfall ) müssen durch eine Ärztin/einen Arzt ausgeschlossen werden ( z.B.
  4. Durch eine neurologische Untersuchung oder MRT ).
  5. Zwangsstörungen werden in Österreich nach der ICD-10 (International Classification of Diseases) diagnostiziert.

Auch Diagnosekriterien des internationalen sogenannten DSM-V können hinzugezogen werden. Für die Diagnose Zwangsstörung müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:

Die Zwänge dauern über mindestens zwei Wochen an. Die Zwänge beeinträchtigen den Alltag deutlich.

Es gibt psychische Erkrankungen, die Zwangsstörungen sehr ähnlich sein können. Zum Beispiel eine generalisierte Angststörung, Bei dieser macht man sich über vieles sehr starke Sorgen und hat große Ängste in Bezug auf viele Lebenssituationen. Auch z.B. Tic-Störungen können einer Zwangsstörung sehr ähnlich sein bzw.

Auch gemeinsam auftreten – vor allem wenn die Erkrankung bereits im Kindesalter beginnt. Zudem kann eine Zwangsstörung gemeinsam mit anderen psychischen Erkrankungen auftreten. So leiden z.B. viele Betroffene auch unter Depressionen – vor allem im Erwachsenenalter. Essstörungen und Schizophrenie treten bei Menschen mit Zwangserkrankungen häufiger auf.

In seltenen Fällen ist das zwanghafte Verhalten auf eine Persönlichkeitsstörung zurückzuführen (anankastische oder Zwangspersönlichkeitsstörung). Dabei kommt es unter anderem zu besonders großem Perfektionismus und Starrheit.

Wie bekommt man Zwangsstörungen weg?

Symptome des Waschzwangs und anderer Zwangsstörungen – Beim Waschzwang äußern sich die Symptome in regelmäßigen Waschritualen, die ebenso eingehalten werden müssen, wie die Rituale anderer Zwangserkrankungen. Die Ursache dafür ist eine übertriebene Angst vor Erkrankungen und Infektionen, welche die Betroffenen regelmäßig zu Wasser, Seife und anderen Hygieneprodukten greifen lässt.

Andere Zwangserkrankungen zeigen sich symptomatisch in einer übertriebenen Ordnung und Anordnung von Gegenständen wie beim Ordnungszwang oder in einer chaotischen Sammelleidenschaft wie beim Sammelzwang. Auch krankhaftes Lügen, regelmäßiges Putzen wie beim Putzzwang und immer wiederkehrende zwanghafte Gedanken, wie beispielsweise die Angst, verrückt zu werden, können Symptome einer Zwangsstörung sein.

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Weitere Zwangsgedanken können die Angst vor eigener Homosexualität, Pädophilie oder Gewalttätigkeit sein. Kennen Sie eine Person, die unter einem der aufgeführten Symptome leidet? Vielleicht sogar Sie selbst? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir von KIRINUS beraten Sie und helfen Ihnen mit einer maßgeschneiderten Psychotherapie bei Ihrer Zwangserkrankung.

  • Habe ich eine Zwangsstörung? Die Frage, ob Sie unter einer behandlungsbedürftigen Zwangsstörung leiden, lässt sich ohne ausführliche Diagnostik nicht beantworten. Denn ein wenig zwanghaftes Verhalten ist bei Menschen vollkommen normal. Übersteigen die Zwänge jedoch den Nutzen, sind unsinnig, übertrieben oder hindern diese Sie gar daran, Ihrem alltäglichen Leben nachzugehen, sollten Sie mit einer spezialisierten Therapeutin oder einem Therapeuten für Zwangsstörungen Rücksprache halten – zum Beispiel bei KIRINUS.
  • Was kann man gegen Zwangsstörungen machen? Das beste Mittel gegen Zwangsstörungen ist eine Psychotherapie mit der sogenannten Kognitiven Verhaltenstherapie. Mithilfe der Exposition mit Reaktionsverhinderung werden Sie dabei unterstützt, Ihre Zwänge abzulegen und die Kontrolle über Ihren Alltag zurückzugewinnen. Ohne professionelle Hilfe in Form einer Therapie lässt sich eine ausgeprägte Zwangsstörung meist kaum mehr unter Kontrolle bekommen. Daher zögern Sie nicht, wenn Sie von Zwängen belästigt werden. Nehmen Sie Kontakt zu KIRINUS auf!

Sind Menschen mit Zwangsstörungen gefährlich?

Sind Zwangsstörungen gefährlich? Die intellektuelle Leistungsfähigkeit ist nicht beeinträchtigt. Zwangsgedanken und -handlungen können für den Betroffenen emotional sehr belastend sein und seine Lebensqualität stark einschränken.

Kann man Zwangsgedanken heilen?

Zwangsgedanken loswerden – Um Zwangsgedanken loswerden zu können, müssen aus Zwangsgedanken wieder „normale» Gedanken werden. Dafür wird an der Bewertung der Gedanken angesetzt. Es geht darum zu erfahren, dass Gedanken nicht gefährlich sind. Sie vergehen ganz natürlich, je weniger wir ihnen Beachtung schenken – und das können wir trainieren.

Wie fangen Zwangsstörungen an?

Leben bedeutet immer auch, Unsicherheiten zu ertragen. Man könnte mit dem Auto in einen Verkehrsunfall geraten, man kann sich anstecken mit einem gefährlichen Krankheitskeim, man kann vergessen, die Herdplatte auszumachen. Irgendwie müssen wir lernen, mit all diesen Risiken zu leben.

Manche Menschen können die Risiken allerdings kaum ertragen. Sie fangen an, sich unzählige Male die Hände zu waschen, sie kontrollieren alles Mögliche vor dem Verlassen des Hauses oder entwickeln andere seltsame Rituale, um diese Risiken zu bannen. Menschen mit Zwangsstörungen wissen meistens, wie übertrieben ihr Verhalten ist, aber sie können es einfach nicht lassen.

Darum spricht man von einem Zwang.(.)