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Welche Medikamente FR Den Notfall?

Welche Medikamente FR Den Notfall
Zu den typischen Notfallmedikamenten zählen unter anderem:

  • Adrenalin.
  • Akrinor.
  • Atropin.
  • Diazepam.
  • Dexamethason.
  • Dobutamin.

Welche Medikamente gibt man bei einer Reanimation?

Medikamentse Therapie Notfallmedikamente Sauerstoff Zur Behandlung der Hypoxie sollte so frh wie mglich mit Sauerstoff beatmet werden. Die Zufuhr sollte während der Reanimation bis zum ROSC in der hchstmglichen Konzentration ber einen Beatmungsbeutel mit Reservoir erfolgen. Als Sauerstoffquelle dient der Wandanschluss oder eine mobile Sauerstoffflasche. Wenn eine zuverlässige PaO2-Messung vorhanden ist, sollte nach ROSC (return of spontaneous circulation) die Sauerstoffgabe bis zu einem Wert von 94-98 % reduziert werden. Eine zu hohe Sauerstoffkonzentration schädigt die postischämischen Neuronen. Zustzlich zur Sauerstoffgabe werden bei der kardiopulmonalen Reanimation standardisiert die folgenden Medikamente verabreicht.

Suprarenin Xylocain Cordarex Magnesiumsulfat Natriumbicarbonat

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Adrenalin (Suprarenin) Gem dem aktuellen Stand der Richtlinien gilt Adrenalin als Mittel der Wahl bei der kardiopulmonalen Reanimation. Es wird bei allen Formen des Kreislaufstillstandes angewendet! Hauptwirkungen: ausgeprgte Vasokonstriktion positive Inotropie und Chronotropie
Verfgbar als: Glasampulle (1 ml = 1 mg) oder als Stechampulle (25 ml = 25 mg)
Dosierung: initial 1 mg iv. (Verdnnung jeweils auf 10 ml NaCl 0,9 %) Wiederholung alle 3 5 Minuten in einer Dosierung von 1 mg iv. Die maximale Wirkung wird nach 1 3 Minuten erreicht.

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Amiodaron (Cordarex) Antiarrhythmikum, senkt die Defibrillationsschwelle, indiziert bei der kardiopulmonalen Reanimation im anhaltenden Kammerflimmern nach der 3. erfolglosen Defibrillation Wirkung: Verzgerung der Leitungsgeschwindigkeit
Verfgbar als: Glasampulle (3 ml = 150 mg)
Dosierung: initial 300 mg iv. (Verdnnung auf 20 ml Glucose 5 %) Wiederholung bei wiederkehrendem oder refraktärem Kammerflimmern 150 mg Nach erfolgreicher Anwendung sollte eine Weiterbehandlung ber Perfusor ( 900 mg/24h) durchgefhrt werden!

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Lidocain (Xylocain) Antiarrhythmikum, kommt zum Einsatz, wenn Cordarex nicht zur Verfgung steht Wirkung: Verzgerung der Leitungsgeschwindigkeit
Verfgbar als: Glasampulle (5 ml = 100 mg)
Dosierung: 100 mg initial (= 1 bis 1,5 mg/KgKG) Wirkungseintritt nach 1 – 2 Minuten Wirkdauer 10 – 15 Minuten Wenn nötig Wiederholung mit 50 mg, pro Stunde sollte nicht mehr als 3 mg/kg KG verabreicht werden !

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Magnesium (MG-5-Sulfat 10 %) Physiologisch vorkommender Calziumantagonist, antiarrhythmische Wirkung, Indiziert bei Torsades de Pointes oder rezidivierenden Kammertachykardien Wirkung: Unterdrckung der neuromuskulren Erregbarkeit
Verfgbar als: Glasampulle (10 ml = 1000 mg )
Dosierung: initial 1 2 g langsam iv. ber 1 2 Minuten Wiederholung nach 10 15 Minuten mglich

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Natriumbicarbonat Puffersubstanz, indiziert bei Kreislaufstillstand mit Hyperkalimie, Kreislaufstillstand mit schwerer metabolischen Azidose, berdosis von Trizyklischen Antidepressiva. Wirkung: Neutralisierung saurer Stoffwechselprodukte und Normalisierung des pH-Wertes
Verfgbar als: Infusionsflasche mit 8,4% NaHC03, 100 ml, 1 ml = 1 mmol
Dosierung: initial 50 mmol= 50 ml von einer 8,4% Lsung Wiederholung nach Kontrolle der Blutgase

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Welche Ampullen im Notfallkoffer?

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Was in den Notfallkoffer gehört Als Bereitschaftsarzt sollte man die Dosierung und mögliche Nebenwirkungen der vorgehaltenen Medikamente kennen und damit bereits praktische Erfahrung haben. Welche Medikamente FR Den Notfall Für die Zusammenstellung eines Notfallkoffers gibt es keine allgemeinen Vorschriften, sondern nur Empfehlungen. Foto: dpa Die Empfehlungen des Hausärzteverbandes für den Inhalt eines Notfallkoffers beinhalten Instrumente und Medikamente für die Basisdiagnostik und -versorgung bei Notfällen im ärztlichen Bereitschaftsdienst.

  1. Besonders häufig besteht Bedarf an Analgetika und Sedativa zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände, Luftnot, akuter Angstzustände und deliranter Syndrome.
  2. Nur für wenige Notfallsituationen außerhalb der Klinik sind Injektionen indiziert: zum Beispiel zur Behandlung von kardialer Dekompensation, Asthmaanfall oder akut exazerbierter COPD, Herzinfarkt, anaphylaktischem Schock, Hypoglykämie oder Status epilepticus.

In jedem Fall sollte sich der Bereitschaftsarzt über die Dosierung und Nebenwirkungen der in seinem Notfallkoffer vorgehaltenen Medikamente im Klaren sein und auf mögliche unerwünschte Effekte vorbereitet sein, besonders nach intravenöser Injektion. Hypotension ist wohl eine der häufigsten Nebenwirkungen als Folge einer i.v.-Injektion; aber auch auf eine unerwartete, injektionsbedingte Verschlechterung von Vigilanz oder Atemdepression sollte der Bereitschaftsarzt gefasst sein.

  • Einige Medikamente im Notfallkoffer sollten kritisch überdacht beziehungsweise ausgetauscht werden.
  • Zur Volumentherapie sind balancierte Elektrolytlösungen einer 0,9-prozentigen NaCl-Lösung vorzuziehen.
  • Der unphysiologisch hohe Chloridgehalt der „Physiologischen Kochsalzlösung» kann zu einer hyperchlorämischen Azidose mit akuter Nierenschädigung führen ().

Als Notfallmedikament bei bronchialer Obstruktion ist Theophyllin heute nicht mehr erste Wahl; besser geeignet ist Reproterol 0,09 mg zur langsamen i.v.-Injektion. Bei starker bronchialer Spastik oder fehlendem venösem Zugang kann alternativ Terbutalinsulfat 0,25 mg s.c.

  1. Appliziert werden.
  2. Auf tachykarde Herzrhythmusstörungen ist dabei besonders zu achten.
  3. Die i.v.-Injektion von Terbutalinsulfat sollte deshalb unterbleiben.
  4. Inhalative Bronchodilatatoren und systemisch ein Glukokortikosteroid sind die Therapie der Wahl und in der Anwendung sicher.
  5. Diazepam kann für den Status epilepticus, aber auch für schwere Angstzustände und Hyperventilationssyndrome indiziert sein.

Allerdings reizt die ölige Lösung die Venen; eine i.m. oder rektale Applikation ist ebenfalls möglich. Diazepam Rectiolen müssen gekühlt aufbewahrt werden. Eine kurze Lagerung bei 25° C ist dagegen unbedenklich. Sollte es nach Injektion von Diazepam zu einer relevanten Vigilanzstörung kommen, ist die lange Halbwertszeit des Wirkstoffs nachteilig.

Midazolam wirkt kürzer, liegt als wässrige Lösung vor und kann notfalls auch intranasal gegeben werden. Auch Lorazepam ist eine gute Alternative und beim Status epilepticus dem Diazepam überlegen (); auch steht mit der Expidet Buccaltablette eine schnelle, unkomplizierte Applikation für schwierige Situationen zur Verfügung.

Haloperidol als konventionelles Antipsychotikum kann, besonders bei älteren Patienten, ein schweres extrapyramidalmotorisches Syndrom (EPMS) hervorrufen, auch Hypotension, anhaltende Vigilanzminderung sowie maligne Herzrhythmusstörungen durch eine Verlängerung der QTc-Zeit im EKG.

Es wird daher nur als intramuskuläre Injektion empfohlen. Eine intravenöse Gabe erfordert ein kardinales Monitoring. Die empfohlene Dosierung zur Behandlung einer akuten schizophrenen Episode beträgt 1 bis maximal 10 mg, da oberhalb dieser Dosierung das Risiko von EPMS erhöht ist. Eine Injektion von 3–5 mg dürfte meistens die akute Symptomatik ausreichend mildern.

In schwierigen Situationen kann auch die Behandlung mit einer gegebenenfalls auch teilbaren Risperidon 1-mg-Schmelztablette eine gute Alternative sein. Risperidon in einer Dosis von 0,25–0,5 mg ist auch für stark aggressives Verhalten bei Demenzkranken geeignet, wenn nicht-medikamentöse Interventionen keinen Erfolg haben.

Die Behandlung bei Älteren ist mit dem Risiko einer statistisch leicht erhöhten Letalität im Vergleich zu Plazebo assoziiert (). Bei den meisten schweren Schmerzzuständen ist Morphin sehr effizient und sicher. Es kann s.c., i.m. oder i.v, appliziert werden. Werden kleinere Dosen wiederholt gegeben, bis der Patient schmerzarm und eventuell auch die Ursache des Schmerzes behandelbar ist, können Nebenwirkungen vermieden werden – speziell die gefürchtete Atemdepression.

Tramadol wirkt weniger stark, ist aber ein potentes Analgetikum, das nicht der BTM-Verordnung unterliegt. Zu bedenken ist das seltene Risiko eines potenziell lebensbedrohlichen angioneurotischen Syndroms. In Kombination mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern kann auch ein Serotonin-Syndrom ausgelöst werden (4, 5).

Metoclopramid (MCP-)Tropfen zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen stehen seit der Wiederzulassung nur noch als Lösung in einer Konzentration von 1 mg/mL zur Verfügung. Als wichtiges Notfallmedikament sind die Ampullen zur Kurzinfusion in gewohnter Konzentration mit 10 mg/2 mL erhältlich. Vorsicht ist besonders bei jüngeren Menschen geboten, bei denen Dyskinesien und Muskelkrämpfe häufiger beschrieben wurden als bei älteren Patienten.

Dimenhydrinat steht als i.v. Alternative zur Verfügung; zu beachten ist aber dessen milde sedierende Wirkung. Kreislaufrelevante Herzrhythmusstörungen, wie Bradykardien oder supraventrikuläre beziehungsweise Reentry-Tachykardien, Tachyarrhythmie bei Vorhofflimmern oder ventrikuläre Tachykardien können vom Bereitschaftsarzt häufig nicht adäquat behandelt werden und erfordern den Einsatz und das Instrumentarium des Notarztes.

  • Eine leichte Sedierung des Patienten kann dabei eine dramatische Situation im Vorfeld deeskalieren.
  • Für Verapamil i.v.
  • Gibt es heute kaum noch eine Indikation.
  • Bei Patienten mit COPD und Tachyarrhythmie ist Verapamil bei ausreichend gutem Blutdruck geeignet, die Herzfrequenz zu senken.
  • Allerdings ist beim Notfalleinsatz zu bedenken, dass heute viele Patienten mit COPD wegen einer langfristigen Verbesserung der Prognose bei kardiovaskulären Begleiterkrankungen mit kardioselektiven Betablockern behandelt werden (6, 7).

Die Anwendung von Verapamil bei diesen Patienten kann zu schweren Bradykardien und höhergradigen AV-Blockierungen führen. Bei Patienten mit Wolff-Parkinson-White (WPW-)Syndrom ist Verapamil kontraindiziert. Reentry-Tachykardien werden heute mit Adenosin i.v.

Behandelt, doch bedarf die Anwendung einiger Erfahrung. Zur Behandlung symptomatischer Bradykardien ist Atropin weiterhin gut geeignet. Beim plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand spielen für den Ersthelfer Medikamente nicht die größte Rolle. Priorität haben die Basismaßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Thoraxdruckmassage.

Wir haben darüber im Rahmen der 2015 aktualisierten Reanimations-Leitlinie berichtet ().1 mg Suprarenin i.v, wird bei Kammerflimmern erst nach dem 3. erfolglosen Elektroschock empfohlen, bei Asystolie oder pulsloser elektrischer Aktivität dagegen sofort.

Im anaphylaktischen Schock werden neben ausreichend Volumen 0,3–0,5 mg Suprarenin i.m, gegeben. Die Ampullen haben eine extrem kurze Haltbarkeit; es ist also auf eine engmaschige Kontrolle der Verfallsdaten zu achten! Tabelle Vorschläge für Arzneimittel im ärztlichen Notfallkoffer Beim Kreislaufstillstand sind zum Offenhalten der Atemwege Larynxtuben von Ungeübten einfacher anzuwenden als Larynxmasken.

Eine besonders anwenderfreundliche Alternative für die Beatmung durch den Ersthelfer ist die Pocketmaske zur hygienischen Maske-Mund- oder Maske-Beutel-Beatmung. Fazit

Für die Zusammenstellung eines Notfallkoffers gibt es keine allgemeinen Vorschriften, sondern nur Empfehlungen, zum Beispiel des Hausärzteverbandes oder der Kassenärztlichen Vereinigung. Ratsam ist, nur solche Arzneimittel vorzuhalten, die einen erwiesenen Nutzen bei ausreichender Sicherheit haben und mit deren Anwendung der Bereitschaftsarzt persönliche Erfahrung hat.

Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig Dieser Artikel wurde auf Basis einer Veröffentlichung in „Der Arzneimittelbrief» (AMB 2016, 50, 24DB01) erstellt. @Literatur im Internet:www.aerzteblatt.de/lit1816 oder über QR-Code. : Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Was in den Notfallkoffer gehört

Welche Schmerzmittel gibt der Notarzt?

Analgesie bei Trauma – Bei jährlich etwa rund 18.000 schwerverletzten Traumapatienten ist es erschreckend, dass Studien davon ausgehen, dass etwa die Hälfte der Traumapatienten eine zumeist insuffiziente Analgesie erhält. Ein Problem: In den S3-Leitlinien zum Polytrauma fehlen Empfehlungen zur Analgesie und die Sorge vor Nebenwirkungen und Unsicherheiten bei der Dosierung ist groß.

In den kommenden Versionen der S3-Polytraumaleitlinie sollen Empfehlungen ergänzt werden, einen ersten Ausblick darauf bieten die Veröffentlichung «Analgesie bei Traumapatienten in der Notfallmedizin» von David Häsken und Kollegen. Zur Wahl des Analgetikums ist festzustellen, dass Morphin, Fentanyl und Ketamin (häufig Esketamin) bei spontanatmenden Traumapatienten eingesetzt werden können.

Keine der drei genannten Substanzen ist der anderen unter Betrachtung sämtlicher Aspekte überlegen. Aus diesem Grund wird empfohlen das dem Anwender am besten bekannte Opiat oder Ketamin zu nutzen, Morphin hat einen vergleichsweise längeren Wirkeintritt (5 – 15 Minuten), es kann zu Übelkeit & Erbrechen sowie Atemdepressionen führen.

Morphin 2 mg i.v. weitere Gabe bis Wirkeintritt wiederholen (0,05 – 0,1 mg/kgKG i.v.)

Fentanyl wird als effektiv und schnell wirkend beschrieben, das Risiko für Nebenwirkungen (Atemdepression & Bradykardie) ist gering.

Fentanyl 0,05 – 0,1 mg i.v. titriert (1 μg/kgKG i.v.)

Besonders für nichtärztliches rettungsdienstliches Personal wird der Einsatz von Ketamin in Kombination mit einem Benzodiazepin empfohlen. Ketamin sorgt für eine adäquate Analgesie und für eine Abschirmung gegenüber äußerer Reize. Besonders bei hämodynamisch instabilen Patienten und beim Vorliegen eines Schädel-Hirn-Traumata eignet es sich besonders.

Esketamin 0,125 – 0,25 mg/kgKG i.v.0,25 – 0,5 mg/kgKG i.m.12,5 – 25 mg i.n. (RDE)
Midazolam 1 mg i.v.2,5 mg i.n.

Hinweis: Vorgeschlagene Dosierungen von Medikamenten und andere Behandlungsoptionen sind lediglich Vorschläge. Jeder Nutzer trägt die volle Verantwortung für die Behandlung seiner Patienten. Regionale SOPs und Leitlinien sind immer zu befolgen! Hilfreich kann hier auch folgender DBRD-Algorithmus sein:

Welche Schmerzmittel im Krankenwagen?

Analgesie durch nicht-ärztliches Personal Die Schweizer Lösung Die Schmerzbekämpfung bei Notfallpatienten stellt eine der elementaren Aufgaben des Rettungsdienstes dar. Die Möglichkeiten deutscher Rettungsassistenten sind hierbei sehr begrenzt. Anders in der Schweiz.

  • Dort haben die Kollegen wesentlich weitreichendere Befugnisse.
  • Ein Modell auch für Deutschland? Die Schmerzbekämpfung bei Patienten durch nicht-ärztliches Personal hat eine lange Tradition.
  • Hauptsächlich in Kriegen wurde auch durch freiwillige Helfer Tabak und Laudanum zur Analgesie eingesetzt.
  • Sanitäter setzten im Zweiten Weltkrieg und im Korea-Krieg Morphium ein, während im Vietnamkrieg Ketamin verwendet wurde.

Die Notwendigkeit einer schnellen und effektiven Schmerzbekämpfung ist aber nicht nur bei Verwundungen wichtig. Ihre große Bedeutung zeigt sich insbesondere auch bei der Behandlung des akuten Koronarsyndroms. Hier ist die Analgesie nicht zuletzt auch aus organischen Gründen wichtig.

  • Infolge des Schmerzes tritt eine sympatho-adrenerge Reaktion auf, die einen Anstieg der Herz-Kreislauf-Funktionen – also eine Überlastung des Organs – verursacht und den Allgemeinzustand des Betroffenen verschlechtert.
  • Der Notarzt versucht daher, diesen Teufelskreis durch schnellen Einsatz von Analgetika und Sedativa zu unterbrechen.

In der Regel trifft jedoch als erstes ein Rettungsassistent beim Patienten ein. Ihm sind bei der Gabe von Analgetika und Sedativa sehr enge Grenzen gesetzt. Anders in der Schweiz. Hier haben die diplomierten Rettungssanitäter deutlich weitreichendere Möglichkeiten als ihre deutschen Kollegen.

Analgesien durch nicht-ärztliches Personal wie auch sonstige Medikamentengabe stellen in der Schweiz nicht die Ausnahme, sondern die Regel dar. Begriffe wie „Notkompetenz» oder „rechtfertigender Notstand» sind in diesem Zusammenhang unbekannt. Dem Rettungssanitäter sind klare Kompetenzen zugewiesen. Daher appliziert er praktisch täglich Medikamente bei Notfallpatienten, was zu einer hohen Handlungssicherheit führt.

Aufgrund der regelmäßigen Mitarbeit in der Notaufnahme wird diese Handlungssicherheit vertieft, sodass eine optimale Kompetenz in der Analgesie erworben werden kann. Notkompetenz? Was ist das? Die rettungsdienstliche Ausbildung in der Schweiz ist landesweit einheitlich geregelt und dem anglo-amerikanischen Paramedic-System angelehnt.

  • Die schulische Ausbildung findet in der deutschsprachigen Schweiz an vier Fachschulen statt.
  • Neben der dreijährigen Grundausbildung existiert eine verkürzte Ausbildung für Pflegefachpersonen, welche ab dem Jahr 2008 24 Monate beträgt.
  • Die Ausbildung findet schulisch, klinisch und im praktischen Rettungsdienst statt.

Zusätzlich müssen Ausbildungsabschnitte in einem fremden Rettungsdienstbereich, in der Psychiatrie sowie im häuslichen Pflegedienst (Spitex) absolviert werden. Von Anfang an wird ein Schwerpunkt auf erweiterte Maßnahmen ohne (not-)ärztliche Präsenz gelegt.

Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung, neben der eine Diplomarbeit vorgelegt werden muss. Mit Bestehen aller Prüfungsabschnitte trägt man die Berufsbezeichnung „Diplomierter Rettungssanitäter HF» (Ambulancier diplômée, Soccorritore diplomati). Das Kürzel HF kennzeichnet die Ausbildung an einer höheren Fachschule.

Schulische Ausbildungsvoraussetzung ist das Abitur. Alternativ wird auch ein mittlerer Bildungsabschluss akzeptiert, sofern bereits eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde. Mit dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages werden die Kosten für die schulische Ausbildung (umgerechnet zirka 20 000 Euro) und das Gehalt während der Ausbildung vom Arbeitgeber übernommen.

  • Rechtliche Situation Alles, was über pflegerische Maßnahmen hinausgeht, entscheidet in der Schweiz einzig der ärztliche Leiter Rettungsdienst.
  • Er überprüft auch die Fähigkeiten der Rettungssanitäter und zertifiziert sie.
  • Daher sind die Kompetenzen in jedem Rettungsdienstbereich anders.
  • Die Gabe von Analgetika inklusive Betäubungsmittel durch Rettungssanitäter ist aber fast überall in der Schweiz vorgesehen und rechtlich unproblematisch.

Der Rettungssanitäter trägt bei eigenmächtiger Applikation selbst den Verbrauch ins Betäubungsmittelbuch ein, welches vom Verantwortlichen – zum Beispiel dem Spitalapotheker – regelmäßig geprüft wird. Die Gabe von Opiaten ist üblich und orientiert sich an den gemeinsamen Algorithmen der Schulen der deutschsprachigen Schweiz.

Generaldelegationen sind nicht nur im Rettungsdienst, sondern in allen Bereichen des Gesundheitswesens üblich. Von Kanton zu Kanton ist der Rettungsdienst unterschiedlich aufgebaut und meist durch die Spitalversorgungsgesetze geregelt. Eigene Rettungsdienstgesetze besitzen nur wenige Kantone. Neben kommunalen und kantonalen Rettungsdiensten sind mit der Durchführung der Notfallrettung die öffentlichen Krankenhäuser beauftragt.

Die Rettungssanitäter der Spitäler werden meist multifunktionell in den verschiedenen Bereichen eingesetzt; am häufigsten sind sie unterstützend oder eigenständig in der Notaufnahme tätig. Ein Notarztsystem halten nur wenige Rettungsdienstbereiche in der deutschsprachigen Schweiz vor.

Dort, wo es einen Notarzt gibt, wird er vielfach nur für schwere Herzrhythmusstörungen und Intubationsnarkosen angefordert. So verzeichnet die Sanität Basel in ihrem Einsatzgebiet mit 250 000 Einwohnern gerade mal 1,1 Notarzteinsätze in 24 Stunden – von denen einige auch noch im deutschen Landkreis Lörrach gefahren werden.

Existiert kein Notarzt, werden nicht delegierbare ärztliche Maßnahmen wie die Unterzeichnung des Totenscheines oder der Zwangseinweisung vom ärztlichen Hausbesuchsdienst durchgeführt. Alle Einsätze des Rettungsdienstes werden protokolliert. Die Berichte von Einsätzen ab NACA 5 werden zudem vom ärztlichen Leiter Rettungsdienst geprüft und gegebenenfalls mit dem Team besprochen.

Erweiterte Maßnahmen können grundsätzlich vom Arzt freigegeben worden sein oder nach telefonischer Anweisung des Arztes durch den Rettungssanitäter vorgenommen werden. Telefonische Freigaben sind zum Beispiel im Rahmen einer präklinischen Lyse beim Herzinfarkt vorgeschrieben. Hierfür muss der Rettungssanitäter zunächst ein 12-Kanal-EKG in die Klinik senden, wo es ein Kardiologe befundet und dem Rettungssanitäter anschließend die Freigabe zur Lyse erteilt.

Welche Medikamente werden eingesetzt? Jeder Patient, der vom Rettungsdienst eingeliefert wird, sollte eine optimale Schmerztherapie erhalten haben, ebenso Patienten bei Verlegungen. Die Medikamentenindikation wird im Vorfeld vom ärztlichen Leiter Rettungsdienst festgelegt, Anfangs- und Maximaldosierungen sind ebenso festgelegt wie Titration und Injektionsgeschwindigkeit.

  • Die Anwendung des nicht-opioiden Perfalgan hat sich trotz der relativ hohen Kosten etabliert und Novalgin weitgehend aus dem Rettungsdienst verdrängt.
  • Es wird häufig mit anderen Schmerzmitteln kombiniert.
  • Bei traumatischen Schmerzen wird in vielen Rettungsdienstbereichen Pethidin eingesetzt, alternativ auch Rapifen.

Morphin wird fast in allen Regionen entsprechend der Indikationsstellung angewandt, indiziert ist es hauptsächlich beim internistisch verursachten Schmerz wie dem akuten Koronarsyndrom. Weniger einheitlich ist die Applikation von Ketamin, angewandt bei der traumatischen Analgesie.24 Rettungsdienste wurden im Rahmen einer Studie über die Freigabe von Ketamin befragt.

  1. In 13 Fällen ist die Analgesie mit Ketamin dem Rettungssanitäter gestattet, in drei Fällen muss zuvor ein telefonischer Support abgefragt werden, in acht Rettungsdiensten darf Ketamin nicht durch den Rettungssanitäter eingesetzt werden.
  2. Auch Fentanyl steht in einigen Rettungsdiensten dem Rettungssanitäter zur Verfügung.

Viele ärztliche Leiter geben dieses Medikament jedoch nur für Rettungssanitäter mit Anästhesiepflegeausbildung frei. Für den Fall unerwarteter Nebenwirkungen stehen Opiatantagonisten (Naloxon) ebenso wie Anexate bei Überdosierungen mit Benzodiazepin zur Verfügung.

  • Die Anwendung ist meistens freigegeben.
  • Angemerkt sei, dass Buskopan eigentlich nicht zu der Gruppe der Analgetika gehört, jedoch durch seine spasmolytische Wirkweise analgetisch agiert und ebenfalls von den Rettungssanitätern eingesetzt werden darf.
  • Deutsches Problem Die Stellungnahme zur Notkompetenz von 1989 durch die Bundesärztekammer sah für das deutsche Rettungsfachpersonal keine medikamentöse Schmerztherapie vor.

Damit scheint eine Analgesie durch den Rettungsassistenten zunächst verbaut. In seiner überarbeiteten Fassung von 2003 taucht dann erstmalig der Begriff „Analgetikum» auf, ohne dieses näher zu erläutern. Der Grund könnte sein, dass sehr umstritten ist, welches Analgetikum für die Anforderungen des Rettungsdienstes geeignet ist, ohne aber unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) zu fallen.

Die rechtliche Situation der Gabe von Arzneimitteln, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, ist umstritten. Gemäß Paragraph 13 Absatz 1 Satz 1 BtMG dürfen Betäubungsmittel nur von Ärzten verabreicht werden. Not- oder Katastrophenfälle berücksichtigt das BtMG nicht. Einige Juristen gehen deshalb davon aus, dass Paragraph 203 Strafgesetzbuch (StGB) auch die Gabe von BTM rechtfertigt.

Eine juristische Klärung dieses Problems ist dringend erforderlich. Die in einigen Regionen Deutschlands angewandte Praxis, sich als Rettungsassistent telefonisch beim Arzt vor der BTM-Gabe rückzuversichern, bietet zu wenig Rechtssicherheit, um eine dauerhafte Lösung darzustellen.

Die für den Rettungseinsatz optimalen Schmerzmittel unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. Der Umgang mit Opiaten ist in der Praxis weniger pro¬blem¬behaftet als von einigen Fachleuten befürchtet. Die Nebenwirkungen sind berechenbar, unerwünschte Wirkungen sind selten und beherrschbar, notfalls antagonisierbar.

Damit ist zum Beispiel Morphin als gut wirksames Analgetikum unproblematischer als Ketamin. Ketamin wäre juristisch unbedenklich, da es nicht unter das BtMG fällt. Allerdings ist Ketamin beim akuten Koronarsyndrom kontraindiziert. Außerdem ist die Anwendung überaus anspruchvoll und bedarf einer intensiven Patientenbetreuung.

Als Opiate, die nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, kämen Tramadol und Nalbuphin in Frage. Der Einsatz von Tramadol hat sich jedoch in der Notfallmedizin nicht bewährt, sodass diese Variante keine befriedigende Wirkung darstellen würde. Nalbuphin hingegen wäre ein sehr gutes Analgetikum in der Hand des Rettungsassistenten.

Da es jedoch in Deutschland nicht mehr angeboten wird, wäre eine Beschaffung nur über internationale Apotheken möglich. Notarzt in der Supervisor-Rolle Bliebe noch die Frage zu beantworten, wie häufig ein Rettungsassistent überhaupt in die Lage versetzt wird, eine Analgesie durchzuführen.

Im Einzelfall lässt sich das nicht sagen. Allgemein dürfte aber feststehen, dass solche Situationen eher selten eintreten. Der Rettungsassistent kann jedoch seine Handlungskompetenz stärken und auch ohne Anwesenheit des Arztes sicher durchführen. Der Notarzt würde stattdessen stärker als Supervisor fungieren (vgl.

Seite 54). Freigaben in Einzelfällen durch ärztliche Leiter – sofern rechtlich zulässig – erscheinen den Kritikern als „Insellösungen» und flächendeckend nicht praktikabel. Sie streben eine bundeseinheitliche Lösung für alle Rettungsassistenten an. Ihnen kann entgegengehalten werden, dass sich der jeweilige ärztliche Leiter mit einer Individuallösung für seinen Landkreis schnell und flexibel an aktuelle Situationen anpassen kann.

Welches Mittel bei Herzstillstand?

Adrenalin ist das zuerst zu verwendende Medikament beim Kreislaufstillstand und wird bei der CPR alle 3–5 min injiziert. Die initialeApplikation VF oder pulsloser VT erfolgt nach der 3. erfolglosen Defibrillation. Beim Kreislaufstillstand betr ägt die initiale i.v.-Adrenalin-Dosis 1 mg intravenös/intraossär.

Wie oft Adrenalin bei Reanimation?

Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie empfehlen die Gabe von 1mg alle 3 bis 5 Minuten nach der dritten erfolglosen Defibrillation bzw. sofort bei einem nicht-defibrillierbaren Rhythmus.

Welches Beruhigungsmittel gibt der Notarzt?

Medikamentöse Notfallbehandlungen in der Ersten Hilfe bei epileptischen Anfällen Von Prof. Dr. med. Martin Kurthen Warum kann bei epileptischen Anfällen der Einsatz von Notfallmedikamenten in der Ersten Hilfe sinnvoll sein? Die meisten epileptischen Anfälle enden spontan, also ohne Ergreifen von Massnahmen, innerhalb weniger Minuten.

In diesem kurzen Zeitraum kann aber noch keine Wirkung eines Notfallmedikamentes zur Anfallsunterbrechung erwartet werden, es sei denn, die Gabe erfolgt intravenös, also per Spritze, direkt in ein Blutgefäss. Eine solche Anwendung müsste aber durch einen Arzt erfolgen, während Empfehlungen zur Notfallbehandlung auch durch nichtärztliches Personal oder durch Laien umsetzbar sein sollten.

Die Gabe eines Notfallmedikamentes im Rahmen der Ersten Hilfe kann aber dennoch sinnvoll sein. Manche Anfälle dauern eben doch länger als wenige Minuten, oder sie treten in Serie auf (siehe unten). Verlängerte oder serielle Anfälle können zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen.

  1. Zudem besteht im Anfall eine Beeinträchtigung der Handlungskontrolle, also auch ein erhöhtes Unfall- beziehungsweise Verletzungsrisiko.
  2. Somit sollte versucht werden, möglicherweise länger dauernde Anfälle oder Anfallsserien zu unterbrechen, auch wenn der Wirkungseintritt des Notfallmedikamentes verzögert ist im Vergleich zu der Gabe einer intravenösen Spritze durch den Arzt.

In welchen Situationen sollten also Medikamente eingesetzt werden? Status epilepticus Wenn ein generalisierter tonisch-klonischer (grosser) epileptischer Anfall nicht innerhalb von spätestens 5 Minuten endet, spricht man von einem Status epilepticus.

Dieser stellt eine lebensgefährliche Notfallsituation dar, in der – von seltenen Ausnahmen abgesehen – eine sofortige Anforderung eines Rettungsarztes erfolgen sollte, um den Patienten unverzüglich in ein Spital bringen zu lassen. Die Angabe der Dauer des Anfalls bezieht sich dabei streng auf die Anfallszeichen als solche (also rhythmische Zuckungen an Armen und Beinen), nicht auf die Phase nach dem Ende der Zuckungen, wenn noch Bewusstseinsstörungen oder Störungen im Verhalten gegeben sein können (Verwirrtheit, Unruhe, unkoordinierte Bewegungen).

Zur Erstbehandlung vor Ort sollte mit Erreichen dieser 5-Minuten-Grenze, also noch vor Eintreffen des Rettungsarztes, ein Notfallmedikament gegeben werden, möglichst eines mit schnellem Wirkungseintritt (siehe unten). Da die meisten Anfälle diese Art nur 1-3 Minuten andauern, wird oft sogar schon nach dreiminütiger Anfallsdauer die Gabe des Notfallmedikamentes empfohlen.

Auch «kleine» Anfälle (fokale Anfälle, oder Absencen) können untypisch lange andauern und somit einen Status epilepticus bilden. In diesem Falle sollte ein sofortiger Kontakt zu dem behandelnden Arzt hergestellt werden, das weitere Vorgehen ist individuell abzusprechen. Meist wird ebenfalls schon vor Ort ein Notfallmedikament gegeben, der Zeitpunkt der Gabe nach einem solchen «kleinen» Anfall ist für jeden Patienten gesondert festzulegen (meist zwischen 5 und 15 Minuten nach Beginn des Anfalls, je nach Ausmass der Beeinträchtigung durch das Anfallsgeschehen).

Serielle Anfälle. Manchmal treten Anfälle in Serie auf. Wenn zwischen den einzelnen Anfällen keine vollständige Erholung des Patienten erfolgt, spricht man auch von einem Status epilepticus, andernfalls von einer Anfallsserie. Um eine solche Serie beziehungsweise einen solchen «Status» zu unterbrechen, ist in den meisten Fällen ebenfalls die Gabe eines Notfallmedikamentes notwendig.

  1. Je nach individuellem Krankheitshintergrund und zeitlichem Abstand zwischen den einzelnen Anfällen können auch Präparate mit etwas verzögertem Wirkungseintritt zum Einsatz kommen (siehe unten).
  2. Weitere, individuelle Einsatzsituationen Der Einsatz der Medikamente sollte immer der individuellen Krankheitssituation angepasst werden.

Wenn eine Patientin beispielsweise bekanntermassen stets serielle, niemals nur einzelne Anfälle beklagt, kann das Notfallmedikament auch unmittelbar nach dem ersten Ereignis gegeben werden, um solche Serien zu unterbinden. Wenn umgekehrt bei einem Patienten ein einzelner «kleiner» Anfall meistens für fünf bis sieben Minuten andauert und dann ohne wesentliche Beeinträchtigung des Patienten von selbst endet, kann man die Gabe des Notfallmedikamentes für den Fall einer individuell ungewöhnlichen Anfallsdauer von mehr als sieben Minuten reservieren.

Wann sollte welches Medikament eingesetzt werden? Die heute gängigen Notfallmedikamente zur Anfallsunterbrechung beziehungsweise -verhinderung gehören sämtlich zur Stoffgruppe der sogenannten Benzodiazepine, unterscheiden sich aber hinsichtlich des Zeitverlaufs ihrer Wirkung, und teils auch hinsichtlich ihrer sonstigen Wirkungen und Nebenwirkungen.

Die ganz überwiegend eingesetzten Wirkstoffe sind Lorazepam, Midazolam, Diazepam, Clonazepam und Clobazam (siehe Tabelle 1).

Wirkstoff Handelsnamen
Clobazam Urbanyl
Clonazepam Rivotril
Diazepam Valium, Diazepam
Lorazepam Temesta, Lorasifar
Midazolam Dormicum, Midazolam, Buccolam

Tabelle 1: Handelsnamen der für die Epilepsiebehandlung gängigsten Benzodiazepine. Wie schnell, wie stark und wie lange ein Medikament wirkt, hängt unter anderem von den chemischen Eigenschaften des Wirkstoffs selbst ab, aber auch von der Weise des Einbringens (Applikation) in den Körper – und damit in den Blutkreislauf und in das Gehirn (siehe Tabelle 2).

Wirkstoff Zeit bis Wirkungs- eintritt Zeit bis Wirkungs-maximum Halbwerts-zeit Zulassungsstatus
Midazolam i.n. ? 10-15 min. 1.5-3.5 h Zur Epilepsiebehandlung nicht zugelassen
Midazolam i.m. ? 10-45 min. 1.5-3.5 h Zur Epilepsiebehandlung nicht zugelassen
Midazolam buccal ? 15-90 min. 1.5-3.5 h Zugelassen von 6 Monaten bis 18 Jahren
Diazepam rektal 3-7 min. 30-90 min. 20-60 h Ohne Einschränkung zur Epilepsiebehandlung
Lorazepam buccal 20 min. 2-3 h 8-20 h Zur Epilepsiebehandlung nicht zugelassen
Clobazam oral ? 30-240 min. ca.35/80 h Zur add-on-Therapie bei Epilepsie
Lorazepam i.v. 1-3 min. ? 8-20 h Zur Epilepsiebehandlung nicht zugelassen
Clonazepam oral ? 1-4 h 30-40 h
Ohne Einschränkung zur Epilepsiebehandlung

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Tabelle 2: Eigenschaften der verschiedenen Benzodiazepine. Abkürzungen: i.n. für intranasal, i.m. für intramuskulär, i.v. für intravenös. Die Halbwertszeit ist die Zeit bis zum Abfall der Blutkonzentration auf die Hälfte des Maximums. Bei Clobazam sind zwei Halbwertszeiten angegeben, die kürzere für den Wirkstoff Clobazam selbst, die längere für sein Stoffwechselprodukt Desmethyl-Clobazam, das ebenfalls antikonvulsiv, also gegen Anfälle, wirksam ist.

Die Wirkstoffe unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Applikationsformen. Leider sind all diese Vorgänge wissenschaftlich noch zu wenig erforscht, so dass Angaben zum Beispiel über den Beginn des Wirkungseintritts solcher Substanzen meist sehr vage bleiben. Auch sind manche definitiv wirksame Präparate nicht zur Epilepsiebehandlung zugelassen, müssen also vom Arzt ausserhalb der Zulassung («off-label») verschrieben (und oft dann auch vom Patienten selbst bezahlt) werden.

Die wichtigsten Einnahmewege, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen (siehe Tabelle 3), sind: das Schlucken des Präparates (oral), das Einlegen in die Mundhöhle beziehungsweise innen an die Wange (buccal), das Einbringen in den Enddarm (rektal), die Gabe als Aerosol in die Nase (intranasal), das Spritzen in einen Muskel (intramuskulär), und das Spritzen in ein venöses Blutgefäss (intravenös).

Wirkstoff Vorteile Nachteile
Midazolam i.n.
  • Schneller Wirkungseintritt
  • Praktikabilität
  • Kooperation nicht erforderlich
Applikation etwas unsicher Eventuell lokale Beschwerden
Midazolam i.m. Schneller Wirkungseintritt Kooperation nicht erforderlich Kompetenz für i.m.-Injektion erforderlich Erschwerte Applikationsbedingungen
Midazolam buccal Schneller Wirkungseintritt Applikation unsicher
Diazepam rektal Schneller Wirkungseintritt Sichere Applikation Umständliche Applikation Verletzung der Intimsphäre
Lorazepam buccal Einfache Applikation Langsamer Wirkungseintritt Kooperation erforderlich
Clobazam oral Einfache Applikation Langsamer Wirkungseintritt Kooperation erforderlich

Tabelle 3: Vor- und Nachteile einzelner Wirkstoffe und Applikationsformen. Abkürzungen: i.n. für intranasal, i.m. für intramuskulär.

  1. Orale Gabe:
  2. Buccale Gabe:
  3. Rektale Gabe:
  4. Intranasale Gabe :
  5. Intramuskuläre Gabe:
  6. Intravenöse Gabe:
  7. Wiederholte Gaben von Notfallmedikamenten?
  8. Wann dürfen Benzodiazepine nicht eingesetzt werden (sogenannte Kontraindikationen)?
  9. Individualisierung der Therapie
  10. wie Checklisten und Checkkarten
  11. für Fachpersonen, die Menschen mit geistiger Behinderung und Epilepsie begleiten

Da die Patienten in der Notfallsituation, also im Anfall, ein Medikament nicht aktiv und verlässlich schlucken können, sind Verabreichungsformen zu bevorzugen, die auch ohne Mithilfe des Patienten wirksam sind. Eine orale Gabe als Tablette kommt somit allenfalls in Frage bei Anfallsserien, bei denen der Patient sich zwischen den Anfällen ganz oder weitgehend erholt und ein hoher Zeitdruck nicht gegeben ist.

Dann kann auch ein relativ später Wirkungseintritt in Kauf genommen werden. In einem solchen Falle käme zum Beispiel der Wirkstoff Clobazam als 10 mg-Tablette in Frage. Das Einbringen einer löslichen Tablette zum Beispiel innen in die Wangentasche hat den Vorteil, dass der Patient nicht aktiv eine komplette Tablette herunterschlucken muss.

Bei Verwendung des handelsüblichen Lorazepam (Dosis 1 mg oder 2.5 mg) muss jedoch der Speichel, in dem der Wirkstoff sich löst, sehr wohl heruntergeschluckt werden, da der Wirkstoff ganz überwiegend nicht über die Schleimhaut der Mundhöhle, sondern erst später im Magen aufgenommen wird.

  1. Diese Einnahmeweise ist also nachteilig, wenn zum Beispiel im Anfall Speichel unkontrolliert aus dem Mund läuft, oder wenn eine schnelle Wirkung angestrebt wird (der Wirkungseintritt ist ungefähr gleich wie bei oraler Gabe).
  2. Für Kinder von 6 Monaten bis 18 Jahren ist eine flüssige buccale Gabe von Midazolam (Dosis für Jugendliche 10 mg) zugelassen, die auch bei Erwachsenen wirksam sein sollte.

Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften des Midazolam wird dieser Wirkstoff überwiegend schon in der Mundhöhle in den Blutkreislauf aufgenommen, daraus resultiert auch ein deutlich schnellerer Wirkungseintritt. Auch bei dieser Einnahmeform sollte aber im Anfall keine Flüssigkeit aus dem Mund laufen.

  • Der farblose flüssige Wirkstoff ist nach Gabe in den Mund nicht mehr von Speichel zu unterscheiden.
  • In der Praxis können somit beträchtliche Unsicherheiten bezüglich der tatsächlichen Aufnahme des Wirkstoffs entstehen.
  • Das Einbringen eines Wirkstoffs in den Enddarm hat gegenüber der oralen/buccalen Gabe die Nachteile der umständlicheren Applikation (teilweises Entkleiden erforderlich), des Verletzens der Intimsphäre und des sozial kompromittierenden Charakters in öffentlichen Situationen.

Andererseits ist das Gelingen der Gabe eines Mikroklistiers (am besten erforscht ist diesbezüglich der Wirkstoff Diazepam, im Handel als Diazepam rectal tubes oder Microclisma, Erstdosis 5 oder 10 mg) für den Ersthelfer leichter zu überprüfen als der Verbleib buccal verabreichter Substanzen im Zielgebiet.

Ein weiterer Vorteil ist der schnelle Wirkungseintritt durch Aufnahme der Substanz direkt über die Darmschleimhaut. Im Falle der Anwendung im häuslichen Umfeld spricht somit immer noch vieles für diese, schon seit langem verfügbare Applikationsform.Manche Benzodiazepine lassen sich gut für eine Gabe als Nasenspray (Aerosol, das ähnlich wie ein Spray zum Abschwellen der Schleimhaut bei Erkältungen in die Nasenlöcher appliziert wird) aufbereiten.

Solche Präparate sind nicht zur Epilepsiebehandlung zugelassen, müssen also vom Arzt bei einer Apotheke zur eigenen Herstellung in Auftrag gegeben werden. Vorteile dieser Anwendung sind die Praktikabilität (auch in öffentlichen Situationen), die Möglichkeit der Verabreichung ohne Mitarbeit des Patienten, und der schnelle Wirkungseintritt bei Verwendung des gängigsten Wirkstoffs Midazolam (Dosis: je ein Hub mit 2.5 mg in jedes Nasenloch), der zügig über die Nasenschleimhaut in den Blutkreislauf übertritt.

  1. Hauptnachteil sind mögliche Unsicherheiten bezüglich des Gelingens der Applikation.
  2. Wenn im Moment der Anwendung stark durch die Nase ausgeatmet wird, wird das Aerosol gleich wieder aus der Nase herausgedrückt (umgekehrt ist es aber nicht notwendig, dass im Moment der Applikation aktiv durch die Nase eingeatmet wird).

Auch kann, vor allem nach längerer Anwendungspause, der erste ausgelöste Hub «leer» sein, weil sich Luft im Austrittsweg befindet. Daher sollte vor der eigentlichen Gabe ein- oder zweimal von der Person weg «vorgesprüht» werden, zur Vergewisserung, dass Aerosol austritt.

Eine Spritze in die Muskulatur kann durch geschultes nichtärztliches Personal erfolgen. Der Wirkstoff Midazolam (Dosis 5-10mg) zeichnet sich bei dieser Anwendungsweise durch eine weitgehende und schnelle Aufnahme in den Blutkreislauf aus; die intramuskuläre Gabe von Midazolam wird daher sogar für die ärztliche Notfalltherapie empfohlen, wenn ein Zugang zu einem Blutgefäss nicht zur Verfügung steht.

Die Gabe als Spritze in ein venöses Blutgefäss bleibt dem Notfallarzt vorbehalten. Der grosse Vorteil dieses Anwendungsweges ist der praktisch sofortige Wirkungseintritt: der Effekt kann schon eine Minute nach Injektion einsetzen. Verwendet werden für die Erstgabe vor allem die Wirkstoffe Lorazepam, Clonazepam, und Diazepam, für die längere Anwendung als Infusion im Spital vor allem Midazolam.

  1. Prinzipiell kann die Gabe eines Notfallmedikamentes bei Unwirksamkeit wiederholt werden.
  2. Dieses Vorgehen ist aber heikel und muss in Absprache mit dem Arzt individuell festgelegt werden.
  3. Hohe Dosen von Benzodiazepinen können die Atemtätigkeit dämpfen und schlimmstenfalls zu einem fatalen Atemstillstand führen, insbesondere bei wiederholten Gaben des Benzodiazepins innerhalb von einigen Minuten (die ungünstige Wirkung der einzelnen Gaben auf die Atmung kann sich dabei aufsummieren bis zum plötzlichen Atemstillstand).

Auch kann eine Überdosierung zu einer Sedierung (Bewusstseinsdämpfung) bis hin zu einem Koma-ähnlichen Schlafzustand führen, und es kann zu einem unerwünschten Blutdruckabfall kommen. Besondere Vorsicht mit Zweitgaben ist geboten für Patienten, die ohnehin schon mit Benzodiazepinen oder anderen sedierenden Wirkstoffen als Epilepsiemedikamente oder als Psychopharmaka, dauerbehandelt sind.

  • Generell wäre anzustreben, bei fortlaufendem Anfall (oder fortlaufender Anfallsserie) nach Erstgabe des Medikamentes unmittelbar Kontakt mit dem behandelnden Arzt aufzunehmen, um nach Schilderung der Situation über eine Zweitgabe zu entscheiden.
  • Im Zweifelsfall wird man zusätzliche Benzodiazepingaben zurückstellen, bis eine Situation mit intensivmedizinischer ärztlicher Überwachung geschaffen ist (Rettungsarztwagen beziehungsweise Spital).

Bei generalisierten tonisch-klonischen Anfällen ergibt sich die Frage einer Zweitgabe vor Ort meist ohnehin nicht, da schon mit der Erstgabe der Rettungsarzt benachrichtigt werden wird. Bei manchen Patienten bestehen Gesundheitsprobleme, die den akuten Einsatz von Benzodiazepinen ganz oder überwiegend verbieten.

Dazu gehören: Allergien gegen solche Wirkstoffe, eine schwere Leberfunktionsstörung, eine schwere Atemstörung (respiratorische Insuffizienz), eine Myasthenie (Immunerkrankung mit ausgeprägter Muskelschwäche, auch der Atemmuskulatur), oder auch beim Patienten vorbekannte paradoxe Reaktionen auf Benzodiazepine (das heisst unerwünschte Erregungszustände statt «Beruhigung»).

Ob eine solche Kontraindikation individuell vorliegt, muss ärztlicherseits vor Erstellen eines Notfallplans abgeklärt werden. Handelsübliche Alternativen zu Benzodiazepinen beschränken sich für die Situation der Ersten Hilfe weitgehend auf oral einzusetzende Wirkstoffe (zum Beispiel Levetiracetam), mit den bekannten Nachteilen des verzögerten Wirkungseintritts und der Notwendigkeit der aktiven Mitwirkung des Patienten bei der Einnahme.

Es stehen zwar einige Epilepsiemedikamente auch zur intravenösen Gabe zur Verfügung (im Einzelnen: Levetiracetam, Brivaracetam, Valproat, Lacosamid, Phenytoin, Phenobarbital), diese Anwendung bleibt aber den ärztlichen Notfallbehandlern vorbehalten, ist also für die Erste-Hilfe-Situation nicht geeignet.

Aus dem bisher Gesagten geht hervor, dass die medikamentöse Notfallbehandlung immer individualisiert, also in einer auf den einzelnen Patienten zugeschnittenen Weise, geplant und festgelegt werden sollte. Zur besseren Transparenz und Nachvollziehbarkeit empfiehlt sich das Erstellen eines individuellen schriftlich fixierten Notfallschemas, hierfür stehen entsprechende Formblätter als Gerüste zur Verfügung.

  • Im Notfallschema sollten auch die beobachtbaren Zeichen der patiententypischen Anfälle aufgeführt werden, damit die Situation, in der ein Medikament verabreicht werden soll, für jede betreuende Person klar identifizierbar ist.
  • Für die erstmalige Festlegung eines Vorgehens sollte ein persönlicher Austausch zwischen dem Patienten, dem behandelnden Arzt, gegebenenfalls dem gesetzlichen Vertreter des Patienten oder seinen Angehörigen sowie gegebenenfalls dem betreuenden Personal erfolgen, damit ein der Krankheitssituation angemessenes und für alle Beteiligten praktizierbares Handlungsschema eingesetzt werden kann.

: Medikamentöse Notfallbehandlungen in der Ersten Hilfe bei epileptischen Anfällen

Was ist besser Ampulle oder Serum?

WAS IST BESSER : AMPULLE ODER SERUM? Ampullen und Seren sind beides hochkonzentrierte Wirkstoff-Booster. Während Gesichtspflege in Form von Wirkstoff- Ampullen vor allem für die kurzfristige Anwendung und Kuren ausgelegt ist, ist ein Serum das perfekte Beauty-Produkt für eine langfristige Anwendung.

Sollte man einen Notfallkoffer haben?

Notfallgepäck: Wenn wir überstürzt die Wohnung verlassen müssen © Feuer oder eine Weltkriegsbomben-Warnung – es gibt viele Gründe, die uns zwingen können, die eigene Wohnung sofort zu verlassen. Wir sagen euch, was ihr dabei haben solltet. Viele von uns halten es möglicherweise für übertrieben, immer einen gepackten Notfallrucksack in der Ecke stehen zu haben.

Aber selbst ein Gasleck oder ein Kurzschluss, der einen Brand verursacht, kann dazu führen, dass wir so schnell wie möglich unsere Wohnung verlassen müssen. Selbstverständlich hofft jeder Mensch darauf, dass dieser Fall nie eintritt. Ausschließen kann niemand, dass er oder sie überraschend in eine Notsituation gerät, die ihn oder sie dazu veranlasst, das wichtigste zusammen zu klauben und sich selbst in Sicherheit zu bringen.

Wie euer Gepäck in solch einem Fall beschaffen sein sollte und was ihr mitnehmen solltet – dazu gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Tipps. Externer Inhalt Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä.

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  3. Wir vom Amt für Katastrophenhilfe raten schon seit Jahren zum Notfallgepäck.» Ursula Fuchs, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Ein wetterfester, wasserdichter Rucksack eignet sich am besten als Notfallgepäck.

Zum einen ist es wichtig, die Hände frei zu haben, wenn wir uns in Extremsituationen befinden. Mit freien Händen ist es einfacher, ein Kind oder ein Haustier bei sich zu führen oder es zu versorgen. Ein Rucksack eignet sich beispielsweise auch besser als ein Rollkoffer, wenn wir uns möglicherweise unwegsames Gelände durchqueren müssen.

Jedes Familienmitglied sollte einen eigenen Rucksack dabei haben. Besonders wichtig ist dabei, dass das Gepäck nicht zu schwer ist, sodass wir es, wenn es darauf ankommt, auch ein paar Stunden mit uns tragen können. Sind Kinder dabei, sollten wir daran denken, ihnen den Familiennamen, mögliche Kontakte oder eine Adresse in einer verschließbaren Kapsel an ihrem Rucksack zu befestigen oder es ihnen an einer Kordel um den Hals zu hängen.

«Dieses Familienmitglied sollte diesen Rucksack auch tragen können über eine längere Zeit. Wer das nicht gewöhnt ist, sollte auf keinen Fall 25 Kilo reinpacken.» Ursula Fuchs, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Zur grundlegenden Ausrüstung eines Notfallrucksacks gehören zum Beispiel:

Mindestens ein Smartphone-LadekabelEin kleines batteriebetriebenes Radio, falls das Internet zusammenbrechen sollteEine TaschenlampeMedikamente (Dauermedikation, Schmerztabletten, Desinfektionsmittel) Erste-Hilfe-MaterialEinen SchlafsackEssgeschirr und BesteckKleidung für zwei, drei TageHygieneartikelEtwas zu essen und zu trinkenWichtige Dokumente – wetterfest verpackt

Länger als zwei, bis drei Tage muss die Ausrüstung und der Proviant nicht reichen, weil in Notfall- und Extremsituationen in der Regel dann spätestens die professionelle Hilfe einsetzt. Die Kleidung, die wir dabei haben, sollte wetterfest sein, also zum Beispiel auch möglichst wasserabweisend.

Lange Kleidung schützt besser als kurze, wenn wir uns beispielsweise durch das Gebüsch schlagen müssen. «Es gibt Dokumente, die brauchen Sie zum Nachweis im Original oder mindestens eine beglaubigte Kopie. Also so was wie Familienurkunden, da brauchen Sie immer das Original. Bei Sparbüchern, Konto, Verträgen, Renten, Bescheiden, aber auch Zeugnisse.» Ursula Fuchs, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Im Notfall ist es hilfreich, wenn wir vorsorglich einige wichtige Dokumente in der Cloud gespeichert haben.

Bei anderen Papieren gilt wiederum, dass wir sie im Original dabei haben müssen, zum Beispiel Ausweispapiere, Familiendokumente und Zeugnisse, erklärt Ursula Fuchs, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Diese vorsorglich in einem Notfallrucksack zu verstauen, kann entscheidend sein, wenn wir in einer Extremsituation nur wenige Minuten haben, um unsere Wohnung zu verlassen.

Die neuen EU-Asylpläne sehen unter anderem vor, dass in nordafrikanischen Ländern wie Tunesien Asylzentren eingerichtet werden, in denen Grenzverfahren durchgeführt werden sollen. Vor Ort sind weder die Politik noch die Bevölkerung begeistert. Wer durch die Gassen und über die Brücken von Venedig schlendert, kann regelrecht den Geist von vergangenen Zeiten spüren. Forschende haben jetzt bei einer Unterwasserexkursion mehr über diese Zeiten herausgefunden und festgestellt: Venedig ist älter als geglaubt. Auf dem Februar-Cover der Zeitschrift Vogue wird die neue US-Vizepräsidentin Kamala Harris zu sehen sein. Im Netz wird heiß darüber diskutiert – denn viele Menschen empfinden das Foto als einer zukünftigen Vize-Präsidentin nicht würdig.

: Notfallgepäck: Wenn wir überstürzt die Wohnung verlassen müssen

Welche Schmerzmittel bei akuten Schmerzen?

Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke, wie zum Beispiel Ibuprofen oder Paracetamol, können akute Schmerzen lindern. Wie wirksam ein Mittel ist, hängt unter anderem von der Art und Stärke der Schmerzen ab und davon, wie das Medikament dosiert wird.

Welche Medikamente bei starken Schmerzen?

Dreistufiges WHO-Schema bietet Orientierung – Als Basis der medikamentösen Schmerztherapie dient der dreistufige WHO-Leitfaden: Er rät bei leichtem Schmerz zu Substanzen wie ­etwa Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol. Bei moderatem bis starkem Schmerz zu schwach wirkenden Opioiden und bei extremem Schmerz zu stark wirkenden Opioiden.

Was wirkt stärker Ibuprofen oder Paracetamol?

Für Frauen mit starken Regelschmerzen ist Ibuprofen die bessere Wahl, da es Hinweise darauf gibt, dass dabei Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR wirksamer sind als Paracetamol. Für Kinder unter zwei Jahren scheint Ibuprofen als Fieber- und Schmerzmittel etwas besser und schneller zu wirken.

Welche Schmerzmittel darf ein notfallsanitäter geben?

Ergebnisse

Medikament Erfragter Anwendungsbereich/Indikation Indikation laut BV-ÄLRD
Ibuprofen Innerklinisch Antipyretika, Analgesie
Präklinisch
Paracetamol Innerklinisch Antipyretika, Analgesie

Was ist ein akuter Notfall?

Der Akutfall der Bundesärztekammer wird auch synonym als Notfallsituation bezeichnet. Eine Notfallsituation ist ein plötzlich eintretender Zu- stand, der mit einer akuten Bedrohung oder dem Gefühl einer solchen einhergeht, ohne dass eine gegenwärtige Bedrohung vorliegt.