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Welche Medikamente FRdern Schlafapnoe?

Welche Medikamente FRdern Schlafapnoe
Wirkung von Opioiden, Schlafmitteln und Beruhigungsmitteln auf die obstruktive Schlafapnoe (OSA) bei Erwachsenen mit bekannter OSA. Hintergrund Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine verbreitete Schlafstörung, bei der periodisch Apnoen (Atemunterbrechungen) eintreten, die während des Schlafs ein plötzliches Absinken des Sauerstoffgehalts im Blut verursachen.

  • Viele Menschen mit bekannter oder unbekannter (nicht diagnostizierter) OSA erhalten Schlafmittel, Beruhigungsmittel und Opiate bzw.
  • Opioide zur Behandlung anderer Symptome wie Schmerzen, Angstzustände und Schlafschwierigkeiten.
  • Opiate bzw.
  • Opioide werden häufig zur Schmerzbehandlung nach größeren chirurgischen Eingriffen verschrieben.

Diese Medikamente können die Schlafapnoe verschlimmern, da sie die Häufigkeit und Dauer der Apnoen erhöhen.

  • Review-Frage
  • Wir suchten nach Evidenz aus randomisierten placebo-kontrollierten Studien, um die Risiken dieser Medikamente für Patienten mit bekannter OSA zu identifizieren.
  • Unsere Vorgehensweise

Wir recherchierten und prüften alle randomisierten placebo-kontrollierten Studien mit erwachsenen Patienten mit bekannter OSA, die solche Medikamente bekamen. Die meisten Studien waren kurz, mit einer Dauer von ein bis zwei Nächten, umfassten nur eine kleine Anzahl von Patienten und verwendeten eine unzureichend beschriebene Methodik.

  1. Ergebnisse
  2. Wir fanden 14 Studien, in denen an 293 Menschen die Wirkung von 10 Medikamenten untersucht wurde.
  3. Opiate und Opioide (Behandlung akuter und chronischer Schmerzen)
  4. Remifentanil-Infusion

Die Remifentanil-Infusion zeigte keine signifikante Veränderung in der Schwere der OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen während des Schlafs. Jedoch senkte sie im Vergleich mit dem Placebo die niedrigsten nächtlichen Sauerstoffwerte im Blut signifikant.

  • Beruhigungsmittel und Schlafmittel
  • „Z-Drugs» (Behandlung von Schlaflosigkeit, der Unfähigkeit einzuschlafen oder der Unfähigkeit, den Schlaf zu erhalten).
  • Eszopiclon und Zolpidem

Eszopiclon verschlimmerte die OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen während des Schlafens nicht. In einer Studie verringerte es die Schwere der OSA. Es könnte somit für die Behandlung dieser Erkrankung von Nutzen sein. Allerdings werden weitere Studien benötigt, um diese Wirkung zu bewerten.

Zolpidem verschlimmerte die OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf nicht signifikant. Verglichen mit dem Placebo bewirkte es jedoch in einer Studie eine signifikante Absenkung des niedrigsten nächtlichen Sauerstoffgehalts im Blut. Benzodiazepine (kurzzeitige Linderung von schweren Angstzuständen, Verhaltensstörungen, Agitation und Panikstörungen) Brotizolam, Flurazepam, Nitrazepam, Temazepam und Triazolam Keines der untersuchten Medikamente bewirkte eine signifikante Verschlimmerung der OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf.

In kleinen, eine Nacht dauernden Studien zeigten Zolpidem 20 mg, Flurazepam 20 mg und Triazolam 0,25 mg eine Tendenz zur Erhöhung der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf, die allerdings statistisch nicht signifikant war. Diese Medikamente verringerten jedoch den niedrigsten nächtlichen Sauerstoffgehalt im Blut signifikant.

  1. Natriumoxybat (ein Mittel gegen Narkolepsie, eine Krankheit, die übermäßige Schläfrigkeit am Tage verursacht) Natriumoxybat wurde in zwei Studien mit einem Placebo verglichen.
  2. Die Ergebnisse zeigten, dass Natriumoxybat die OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf nicht verschlimmerte.

In einer Studie verringerte Natriumoxybat 4,5 g die Schwere der OSA. Es könnte somit für die Behandlung dieser Erkrankung einen erwiesenen Nutzen haben. Allerdings werden weitere Studien benötigt, um diese Wirkung zu bewerten.

  1. Melatonin und melatoninbezogene Medikamente
  2. Ramelteon (ein Medikament gegen Schlaflosigkeit )
  3. Ramelteon wurde an Erwachsenen im Alter über 60 Jahren mit OSA und Insomnie untersucht, wobei keine Verschlimmerung der OSA festgestellt werden konnte.

Die Ergebnisse dieses Reviews zeigen, dass die untersuchten Medikamente die OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf nicht verschlimmern, bei Remifentanil, Zolpidem und Triazolam jedoch ein signifikantes klinisches und statistisches Absinken des niedrigsten nächtlichen Sauerstoffgehalts im Blut zu beobachten ist.

Bei der Verschreibung dieser Medikamente für Patienten mit OSA ist daher besondere Vorsicht geboten. Natriumoxybat 4,5 g und Eszopiclon verringerten die Schwere der OSA und könnten sich für die Behandlung dieser Erkrankung als nützlich erweisen. Es besteht jedoch Bedarf an weiteren Studien, um diese Ergebnisse zu untermauern.

Fazit Die langfristige Wirkung und möglichen Nebenwirkungen von Beruhigungsmitteln bei Menschen mit OSA müssen in breiteren, längeren und methodisch robusten Studien untersucht werden. If you found this evidence helpful, please consider donating to Cochrane.

Kann man Schlafapnoe wieder loswerden?

Die Operation an Ober- und Unterkiefer ist die einzige Behandlung, welche die Schlafapnoe für immer heilt. Nach dem Eingriff verbessert sich die Sauerstoffsättigung im Blut deutlich. Die Klinik Professor Sailer nimmt sich viel Zeit, um alle Ihre Fragen zu klären und eine optimale Vorbereitung für die OP zu gewährleisten. Beratungsgespräch mit anschließender Untersuchung In einem ersten Informationsgespräch werden die wichtigsten Fragen geklärt. Wenn der Patient im Anschluss an das Beratungsgespräch mehr Gewissheit über seine Erkrankung wünscht, wird eine Atemwegsanalyse anhand eines Fernröntgenbildes (Cephalogramm) erstellt.

  1. Bestätigt die Untersuchung den Verdacht auf Schlafapnoe, sollte der Patient zur weiteren Abklärung dringend ein Schlaflabor aufsuchen.
  2. Hilfreich ist für viele Betroffene der Informationsaustausch mit bereits behandelten Schlafapnoikern.
  3. Die Klinik Professor Sailer stellt hierfür gerne entsprechende Kontaktdaten von geheilten Patienten zur Verfügung.

Untersuchungskosten In der Regel werden die diagnostischen Untersuchungskosten von der Krankenkasse übernommen, wenn Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe besteht. Die Kostenaspekte der Voruntersuchung sollten jedoch nach Empfehlung führender Schlafmediziner bei Verdacht auf lebensbedrohende Schlafapnoe nicht im Vordergrund stehen.

  • Schlaflabor Im Schlaflabor werden die Schlafqualität, die Schlafphasen (EEG) und Sauerstoffwerte im Blut gemessen sowie Atmung und Puls während des Schlafens aufgezeichnet.
  • Die Werte aus dieser Untersuchung dienen der exakten Diagnose einer obstruktiven Schlafapnoe.
  • Nach der Untersuchung im Schlaflabor erläutert Professor Sailer ausführlich die Labor-Ergebnisse.

Diese Aufzeichnungen können dann mit den entsprechenden Daten nach durchgeführter operativer Behandlung verglichen werden. Somit kann eine vollständige Heilung nachgewiesen werden. Operationsplanung Entschließt sich der Patient nach der Schlaflabor-Auswertung für die chirurgische Heilbehandlung der obstruktiven Schlafapnoe, beginnt die Operationsplanung.

  1. Es wird ein ärztliches Zeugnis für die Krankenkasse erstellt sowie auch ein Kostenplan für die gesamte Behandlung.
  2. Operation Um eine dauerhafte Heilung der Schlafapnoe zu gewährleisten, muss die Ursache behoben werden.
  3. Dies geschieht indem Unter- und Oberkiefer nach vorne verlagert werden.
  4. Dadurch erweitern sich die verengten Atemwege.

Die Operation findet im Weisheitszahnbereich statt. Der Kiefer wird dort mit einem Ultraschall-Osteotom schonend gespalten. Deshalb ist die Zeit nach dem Eingriff nahezu schmerzfrei. Diese OP wurde bereits über tausend Mal durchgeführt und ist ein Routineeingriff in der Klinik Professor Sailer.

Da nur im Mundraum operiert wird, entstehen keinerlei äusserlich sichtbare Narben. Aus diesem Grund können die behandelten Patienten sehr schnell wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Patienten empfinden nach der Operation lediglich ein leichtes Ziehen und benötigen keine schmerzstillenden Medikamente.

Dies ist dadurch zu erklären dass nur in die Knochenstruktur eingegriffen wird, in der sich keine Nerven befinden. Nach der Operation Am Tag nach der Operation ist der Patient mobil und schmerzfrei, es entsteht jedoch eine deutliche Schwellung. Diese ist in etwa mit dem Ziehen von 4 Weisheitszähnen vergleichbar.

  • Die Schwellung baut sich allerdings nach ca.2 Wochen vollständig ab und der Patient ist wieder fit und aktiv.
  • Das Schnarchen verschwindet und der Geheilte erlebt aufgrund einer deutlich verbesserten Sauerstoffversorgung eine völlig neue Schlafqualität.
  • Medizinische Hilfsmittel wie CPAP-Maske oder Anti-Schnarchschiene werden von jetzt an nicht mehr benötigt.

Nach 3–5 Tagen kann der Operierte von der Sailerclinic in ein nahegelegenes Hotel umziehen. Etwa nach 10 Tagen ist der Patient soweit genesen, dass die Heimreise angetreten werden kann. Zwei Wochen später kann er im Normalfall seine gewohnte Tätigkeit wieder aufnehmen.

  1. Um den neu positionierten Kiefer zu schonen, sollte für ungefähr 2-3 Wochen nur flüssige und pürierte Kost eingenommen werden.
  2. Da vorrübergehend auf normale Kost verzichtet werden muss, ergibt sich zur Freude vieler Geheilter ein nicht unerheblicher Gewichtsverlust.
  3. Ein sehr positiver Begleiteffekt dieser Operationsmethode ist dass eine deutliche Attraktivitätssteigerung erzielt wird.

Die Korrektur des Wachstumsdefizits, durch die Vorverlagerung der Kiefer, führt zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl. Dies geht oft einher mit einer allgemein besseren Körperhaltung und führt zu einem souveräneren Auftreten.

Welche Medikamente helfen bei Schlafapnoe?

Bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA) kommt es zu wiederholten, kurzen Atemaussetzern im Schlaf, Daraus resultiert eine vorübergehende Unterversorgung des Betroffenen mit Sauerstoff, die ihn hochschrecken und tief Luft holen lässt. Das beeinträchtigt die Erholungswirkung des Schlafs, sodass Betroffene tagsüber ständig müde sind und auch ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko haben.

  1. Zur Behandlung der Tagesschläfrigkeit sind mit dem Dopamin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Solriamfetol (Sunosi®) und dem Histamin-H 3 -Rezeptorantagonisten Pitolisant (Ozawade®) zwei Arzneistoffe verfügbar.
  2. Zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Schlaf ist derzeit die nächtliche Überdruckatmung (CPAP) per Maske Standard, die jedoch viele Patienten als unbequem empfinden.

Alternativ oder ergänzend kann laut der S3-Leitlinie »Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörung« eine Unterkieferprotrusionsschiene eingesetzt werden. Zustande kommen die Atemaussetzer, wenn die im Schlaf erschlaffende Muskulatur der oberen Atemwege diese versperrt.

  1. Prädisponiert für eine OSA sind somit Menschen mit engen Atemwegen und einem im Schlaf stark abfallenden Muskeltonus.
  2. Darüber hinaus spielen aber auch nicht anatomische Faktoren eine Rolle, etwa wie leicht der Betreffende bei Sauerstoffmangel aufwacht (Arousalschwelle) und wie sensibel die Chemosensoren des Gehirns auf CO 2 reagieren.

Führt bereits ein geringer Anstieg des CO 2 -Gehalts im Blut zu tiefem Luftholen, bezeichnet man das als erhöhten Loop Gain (siehe Kasten). Die nicht anatomischen Ursachen der obstruktiven Schlafapnoe sind ein interessantes Forschungsfeld, da sich hier auch medikamentöse Angriffspunkte bieten könnten.

Schon 2013 berichtete eine Gruppe um Professor Dr. Danny J. Eckert von der University of New South Wales in Sydney, Australien, im »American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine«, dass bei zwei von drei OSA-Patienten (69 Prozent) mindestens ein nicht anatomisches pathophysiologisches Merkmal der Erkrankung vorliegt (DOI: 10.1164/rccm.201303-0448OC ).

Übergeordnete Kategorien dieser Merkmale seien eine niedrige Arousalschwelle, ein erhöhter Loop Gain und eine beeinträchtigte Funktion der Rachenmuskulatur.

Wie am besten Schlafen bei Schlafapnoe?

Bei Obstruktiver Schlafapnoe ist es empfehlenswert, in Seitenlage zu schlafen.

Wie viel Prozent Schwerbehinderung bekommt man bei Schlafapnoe?

Ist Schlafapnoe eine Behinderung? – Eine behandlungsbedürftige Schlafapnoe wird in der Regel als Behinderung anerkannt. Je nach Schwere der Symptome und eventuellen Begleiterkrankungen kann ein Behinderungsgrad (GDB = Grad der Behinderung) zwischen 20 und 50 zuerkannt werden.

Was fördert Schlafapnoe?

Beim einfachen Schnarchen ebenso wie bei der obstruktiv-bedingten Schlafapnoe ist die Luftzufuhr über die oberen Atemwege verringert. Dazu kommt es, weil im Schlaf die Spannkraft, der so genannte Tonus, der Muskeln nachlässt. Bei schnarchenden Menschen und Patienten mit Schlafapnoe lässt die Spannkraft der Muskulatur so stark nach, dass die Atemwege durch die erschlafften Muskeln verengt werden.

  1. Das beeinträchtigt die Atmung erheblich.
  2. Gründe für einfaches Schnarchen können Infektionen der oberen Atemwege, wie beispielsweise Erkältungen, Schnupfen mit angeschwollenen Nasenschleimhäuten, akute Nasennebenhöhlenentzündungen oder allergische Reaktionen sein.
  3. Vielfach geht eine obstruktive Schlafapnoe auf anatomische Ursachen zurück, die im HNO-Bereich liegen.

Das können ein zu kleiner oder ein nach hinten fallender Unterkiefer, vergrößerte Rachenmandeln oder eine vergrößerte Zunge, ein verlängerter weicher Gaumen mit vergrößertem Zäpfchen, erschlaffte Rachenwände sowie Nasenpolypen, chronische Entzündungen der Nasenhaupt- und -nebenhöhlen, vergrößerte Nasenmuscheln oder eine verformte Nasenscheidewand sein.

  • In seltenen Fällen können auch Zysten oder Tumoren im Bereich des Kehlkopfs zu einem Schlafapnoe-Syndrom führen.
  • Starkes Übergewicht fördert die Atemstillstände während des Schlafens: U.a.
  • Begünstigen vermehrte Fettablagerungen im Mund- und Rachenraum die Apnoen.
  • Das gilt ebenso für Schlafen in Rückenlage, Rauchen, Alkohol sowie die Einnahme von Beruhigungs- und Schlafmitteln oder anderen Medikamenten, die den Atemantrieb hemmen.

Auch in Folge chronischer Herz- oder Lungen-Erkrankungen sowie eines schlecht eingestellten Blutzuckers kann es zu einer Schlafapnoe kommen.

Welche Medikamente nicht bei Schlafapnoe?

Wirkung von Opioiden, Schlafmitteln und Beruhigungsmitteln auf die obstruktive Schlafapnoe (OSA) bei Erwachsenen mit bekannter OSA. Hintergrund Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine verbreitete Schlafstörung, bei der periodisch Apnoen (Atemunterbrechungen) eintreten, die während des Schlafs ein plötzliches Absinken des Sauerstoffgehalts im Blut verursachen.

  • Viele Menschen mit bekannter oder unbekannter (nicht diagnostizierter) OSA erhalten Schlafmittel, Beruhigungsmittel und Opiate bzw.
  • Opioide zur Behandlung anderer Symptome wie Schmerzen, Angstzustände und Schlafschwierigkeiten.
  • Opiate bzw.
  • Opioide werden häufig zur Schmerzbehandlung nach größeren chirurgischen Eingriffen verschrieben.

Diese Medikamente können die Schlafapnoe verschlimmern, da sie die Häufigkeit und Dauer der Apnoen erhöhen.

  • Review-Frage
  • Wir suchten nach Evidenz aus randomisierten placebo-kontrollierten Studien, um die Risiken dieser Medikamente für Patienten mit bekannter OSA zu identifizieren.
  • Unsere Vorgehensweise

Wir recherchierten und prüften alle randomisierten placebo-kontrollierten Studien mit erwachsenen Patienten mit bekannter OSA, die solche Medikamente bekamen. Die meisten Studien waren kurz, mit einer Dauer von ein bis zwei Nächten, umfassten nur eine kleine Anzahl von Patienten und verwendeten eine unzureichend beschriebene Methodik.

  1. Ergebnisse
  2. Wir fanden 14 Studien, in denen an 293 Menschen die Wirkung von 10 Medikamenten untersucht wurde.
  3. Opiate und Opioide (Behandlung akuter und chronischer Schmerzen)
  4. Remifentanil-Infusion

Die Remifentanil-Infusion zeigte keine signifikante Veränderung in der Schwere der OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen während des Schlafs. Jedoch senkte sie im Vergleich mit dem Placebo die niedrigsten nächtlichen Sauerstoffwerte im Blut signifikant.

  • Beruhigungsmittel und Schlafmittel
  • „Z-Drugs» (Behandlung von Schlaflosigkeit, der Unfähigkeit einzuschlafen oder der Unfähigkeit, den Schlaf zu erhalten).
  • Eszopiclon und Zolpidem

Eszopiclon verschlimmerte die OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen während des Schlafens nicht. In einer Studie verringerte es die Schwere der OSA. Es könnte somit für die Behandlung dieser Erkrankung von Nutzen sein. Allerdings werden weitere Studien benötigt, um diese Wirkung zu bewerten.

Zolpidem verschlimmerte die OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf nicht signifikant. Verglichen mit dem Placebo bewirkte es jedoch in einer Studie eine signifikante Absenkung des niedrigsten nächtlichen Sauerstoffgehalts im Blut. Benzodiazepine (kurzzeitige Linderung von schweren Angstzuständen, Verhaltensstörungen, Agitation und Panikstörungen) Brotizolam, Flurazepam, Nitrazepam, Temazepam und Triazolam Keines der untersuchten Medikamente bewirkte eine signifikante Verschlimmerung der OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf.

In kleinen, eine Nacht dauernden Studien zeigten Zolpidem 20 mg, Flurazepam 20 mg und Triazolam 0,25 mg eine Tendenz zur Erhöhung der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf, die allerdings statistisch nicht signifikant war. Diese Medikamente verringerten jedoch den niedrigsten nächtlichen Sauerstoffgehalt im Blut signifikant.

Natriumoxybat (ein Mittel gegen Narkolepsie, eine Krankheit, die übermäßige Schläfrigkeit am Tage verursacht) Natriumoxybat wurde in zwei Studien mit einem Placebo verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass Natriumoxybat die OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf nicht verschlimmerte.

In einer Studie verringerte Natriumoxybat 4,5 g die Schwere der OSA. Es könnte somit für die Behandlung dieser Erkrankung einen erwiesenen Nutzen haben. Allerdings werden weitere Studien benötigt, um diese Wirkung zu bewerten.

  1. Melatonin und melatoninbezogene Medikamente
  2. Ramelteon (ein Medikament gegen Schlaflosigkeit )
  3. Ramelteon wurde an Erwachsenen im Alter über 60 Jahren mit OSA und Insomnie untersucht, wobei keine Verschlimmerung der OSA festgestellt werden konnte.

Die Ergebnisse dieses Reviews zeigen, dass die untersuchten Medikamente die OSA gemessen an der Anzahl und Dauer der Atemunterbrechungen im Schlaf nicht verschlimmern, bei Remifentanil, Zolpidem und Triazolam jedoch ein signifikantes klinisches und statistisches Absinken des niedrigsten nächtlichen Sauerstoffgehalts im Blut zu beobachten ist.

  1. Bei der Verschreibung dieser Medikamente für Patienten mit OSA ist daher besondere Vorsicht geboten.
  2. Natriumoxybat 4,5 g und Eszopiclon verringerten die Schwere der OSA und könnten sich für die Behandlung dieser Erkrankung als nützlich erweisen.
  3. Es besteht jedoch Bedarf an weiteren Studien, um diese Ergebnisse zu untermauern.

Fazit Die langfristige Wirkung und möglichen Nebenwirkungen von Beruhigungsmitteln bei Menschen mit OSA müssen in breiteren, längeren und methodisch robusten Studien untersucht werden. If you found this evidence helpful, please consider donating to Cochrane.

Welche Vitamine bei Schlafapnoe?

Vorkommen & Funktion von Vitamin D3 – Ein erwachsener Mensch sollte täglich etwa 5 µg an Vitamin D zu sich nehmen. In Lebensmitteln kommt Vitamin D3 zwar vor, allerdings nur in geringen Mengen. Besonders in fettigen Fischen findet man Vitamin D vor. Den täglichen Bedarf an Vitamin D3 durch eine ausgewogene Ernährung zu decken, ist nur schwer möglich.

Insbesondere auf lange Zeit gesehen, ist dies schwer zu erreichen und für viele Menschen problematisch. Vitamin D3 ist wichtig für Menschen eines jeden Alters. Es stärkt die Knochen und ist massgeblich an dem Stoffwechsel unseres Knochenskeletts beteiligt. Zudem steuert es die Calcium- und Phosphataufnahme im Dünndarm, wirkt blutdrucksenkend, reguliert über 200 Gene in unserem Körper und beeinflusst unsere Muskelkraft positiv.

Es gibt viele weitere Prozesse, an denen Vitamin D3 im Körper beteiligt ist. Einige von diesen sind noch nicht ausreichend erforscht oder gänzlich verstanden. Hierzu gehört auch die Bedeutung von Vitamin D3 für den Schlaf. Es ist bekannt, dass Vitamin D3 wichtig für unsere Bettruhe ist und einen gesunden Schlaf fördert.

Wie heilt man Schlafapnoe?

Schlafapnoe heilen – SeegartenKlinik Man kann Schlafapnoe heilen mit einer Kieferoperation. Zumindest die häufigste Form der Schlafapnoe, das Obstruktive Schlafapnoe Syndrom. Für viele ist diese Information neu. Die Ursache für die Verengung (Obstruktion) der oberen Atemwege ist in den allermeisten Fällen die Position der Kiefer.

Welche Alternative gibt es zur Schlafmaske?

Unterkieferprotrusionsschienen – In Fällen von leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe können Unterkieferprotrusionsschienen, auch Schnarchschienen genannt, das Mittel der Wahl und damit eine Alternative für eine Schlafapnoe-Maske sein. Sie wirken gegen Zungengrundschnarchen, indem sie den Unterkiefer und gleichzeitig den Zungengrund, welcher dort angewachsen ist, um Millimeter nach vorne verlagern.

Auf diese Weise wird verhindert, dass der Zungengrund in den Rachen zurückfällt und die Atemwege verschließt. Unterkieferprotrusionsschienen gibt es in individuell anpassbaren oder vorgefertigten Ausführungen. Die von einem Zahnarzt oder Zahntechniker maßgefertigten Modelle sind deutlich teurer als die frei verkäuflichen.

Ca. ⅔ der Anwender leiden in der ersten Zeit unter vermehrtem Speichelfluss, Schmerzen im Kiefergelenk und Mundtrockenheit. Bei der überwiegenden Mehrheit verschwinden die Nebenwirkungen allerdings nach einer Eingewöhnungszeit von einem Monat. Allgemein ist darauf zu achten, dass Zähne und Zahnfleisch gesund sind, da sonst im schlimmsten Fall Zahnfehlstellungen die Folge sein können.

Was ist die effektivste Therapieform der obstruktiven Schlafapnoe?

Nichtoperative Therapieoptionen der obstruktiven Schlafapnoe –

Abb.1: Verschiedene Bauarten von CPAP-Masken, die entweder an der Nase, dem Nase-Mund-Bereich oder dem gesamten Gesicht angelegt werden (Bildquelle: Philips Respironics). © Dr. Naujokat

Die häufigste Therapieform für alle Schweregrade der obstruktiven Schlafapnoe ist die nächtliche Überdruck-Maskenatmung (CPAP, continuous positive airway pressure) (Abb.1). Durch den konstanten positiven Druck in den oberen Luftwegen wird ein Kollaps der Weichgewebe verhindert und dadurch eine Obstruktion mit Atemaussetzern vermieden, Die Indikationen für die Einleitung einer CPAP-Therapie ergeben sich aus der Zusammenschau der klinischen Anamnese, den schlafmedizinischen Befunden sowie möglichen Begleiterkrankungen. Die Einleitung einer CPAP-Therapie kann erwogen werden bei einem AHI ab 5 bis 15/h in Kombination mit typischer Tagessymptomatik oder Begleiterkrankungen. Bei Patienten mit einem AHI < 5/h ist eine CPAP-Therapie nur im Ausnahmefall indiziert, Die erstmalige Applikation einer Überdruckatmung sollte überwacht in einem Schlaflabor durchgeführt werden. Die überwachte Initiierung ist sinnvoll, um andere maskierte Schlafstörungen aufzudecken, die Beatmungsparameter individuell einzustellen sowie den Therapieerfolg unmittelbar zu dokumentieren, Die Wirksamkeit der CPAP-Therapie ist in mehreren Studien dokumentiert. So führt die Therapie nicht nur zur Beseitigung der Atmungsstörung, sondern kann auch die Tagesschläfrigkeit, das Unfallrisiko, Herzrhythmusstörungen und den Blutdruck reduzieren sowie die Konzentrationsleistung und Lebensqualität steigern, Ein Nachteil der Überdruckbehandlung ist die mangelnde Akzeptanz durch den Patienten oder den Lebenspartner, In den ersten 7 Tagen brechen 5 bis 50% der neu eingestellten Patienten die Therapie ab, Die Angaben zur langfristigen Compliance schwanken sehr und es liegen wenig aktuelle Studien vor. Man kann im internationalen Rahmen von einer Compliance von ca.40 bis 60% ausgehen, Laut der aktuellen Leitlinie sind jährliche Kontrollen zur Erfolgskontrolle und ggf. Therapieanpassung empfohlen.

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Abb.2: Unterschiedliche Bauarten von Unterkieferprotrusionsschienen. Gemeinsame Grundlage sind die Anfertigung nach individuellen Abdrücken, eine feste bimaxilläre Verankerung und die reproduzierbare Einstellbarkeit der Protrusiondistanz (Bildnachweise: Hamburger-UnterkieferProtrusionsSchiene H-UPS®, TAP® Scheu Dental und SomnoDent®). © Dr. Naujokat

Die Behandlung mit Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) (Abb.2) verbessert die nächtlichen obstruktiven respiratorischen Störungen und reduziert die assoziierten gesundheitlichen und sozialen Beeinträchtigungen, Eine Voraussetzung für die Anfertigung einer UPS ist die ausreichende Bezahnung mit je mindestens 8 belastbaren Zähnen in Ober- und Unterkiefer oder eine äquivalente Implantatversorgung. Dabei ist die intraorale UPS nichtinvasiv, geräuschlos, leicht zu transportieren und wird gut toleriert. Obwohl die Überlegenheit von CPAP zur Reduzierung des AHI bei mittlerer bis starker OSA belegt ist, zeigen aktuelle Studien eine vergleichbare Effektivität in Bezug auf Tagesschläfrigkeit, Bluthochdruck, kardiovaskuläre Mortalität, neurokognitive Funktion und Lebensqualität, In diesem Zusammenhang konnte eine subjektiv höhere Compliance der UPS gegenüber CPAP nachgewiesen werden. UPS können als CPAP-Alternative bei Patienten mit leicht- bis mittelgradiger OSA eingesetzt werden. Sie können des Weiteren bei Patienten mit schwergradiger Schlafapnoe, die CPAP nicht tolerieren oder ablehnen, erwogen werden, Die Effektivität ist vom Schweregrad der OSA, der individuellen Anatomie, allgemeinmedizinischen Parametern sowie von der Art und Anpassung der eingesetzten UPS abhängig. Bei einem AHI > 30/h und/oder einem BMI > 30 soll die Indikationsstellung kritisch geprüft werden. Wirkmechanismus der UPS ist die Erweiterung und Stabilisierung der oberen Atemwege durch Vorverlagerung des Unterkiefers und der dadurch vermittelten Spannung der suprahyoidalen Gewebe mit dem Effekt einer Offenhaltung der oberen Atemwege, Der aktuellen Studienlage entsprechend soll die UPS nach individuellen Abdrücken angefertigt, bimaxillär verankert und durch den Behandler reproduzierbar adjustierbar sein. Ausgehend von einer Vorverlagerung von minimal 50% der maximal möglichen Unterkieferprotrusion soll die optimale therapeutische Position individuell ermittelt werden. UPS können als Dauertherapie eingesetzt werden. Temporäre Missempfindungen der Zähne und der Muskulatur sowie eine verstärkte Salivation können auftreten. Die klinische Untersuchung und die Anpassung von UPS sollen mit zahnmedizinischer und schlafmedizinischer Expertise erfolgen, Mögliche Nebenwirkungen auf das stomatognathe System wie Veränderungen der Bisslage und der Zahnstellung sollen vorab und während der Therapie mit dem Patienten ergänzend zu den ärztlichen Kontrolluntersuchungen durch einen auf die Schlafmedizin spezialisierten Zahnmediziner abgewogen werden. Kiefergelenksveränderungen, obwohl bisher in der wissenschaftlichen Literatur nicht beschrieben, können nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Bei der medikamentösen Therapie muss zwischen einer medikamentösen Therapie einer Grunderkrankung und dadurch positiver Effekte auf die OSA und der medikamentösen Therapie der OSA unabhängig vom Vorliegen anderer Erkrankungen unterschieden werden, Zur medikamentösen Therapie der OSA selbst liegen derzeit keine überzeugenden Wirksamkeitsnachweise vor, Eine Empfehlung für eine medikamentöse Therapie der OSA kann daher nicht ausgesprochen werden. Es liegen mehrere Trainingskonzepte zur Erhöhung des Muskeltonus der oberen Atemwege vor, mit dem Ziel, die Kollapsibilität des Atemweges zu reduzieren und eine OSA zu therapieren. Hierzu zählen das regelmäßige Spielen eines Didgeridoos und die Anwendung von myofunktionalen Übungen. Die Studienlage zu der Wirksamkeit in Bezug auf das Schnarchen und die Verringerung der nächtlichen Apnoen sind nicht einheitlich, sodass keine klare Empfehlung als „First-Line»-Therapie ausgesprochen werden kann; wohl aber stellen die Übungen eine sinnvolle supportive Therapie dar, Eine elektrische Oberflächenstimulation zur Erhöhung des Muskeltonus wird hingegen nicht empfohlen,

Kann sich eine Schlafapnoe bessern?

Schlafapnoe: Symptome und Behandlung Schlafapnoe – Warum die Atemaussetzer so gefährlich sind Schlaf Veröffentlicht am: 04.05.2021 8 Minuten Lesedauer Aktualisiert am: 15.11.2022 Schnarchen an sich muss nicht gefährlich sein. Riskant wird es erst, wenn dabei nachts mehrfach der Atem aussetzt. Welche Medikamente FRdern Schlafapnoe © iStock / Hope Connolly Schnarchen ist ein Zeichen dafür, dass die Atmung durch das Erschlaffen der oberen Atemwege behindert wird. Das typische sägende Geräusch entsteht, wenn die Muskulatur erschlafft und Zäpfchen und Gaumensegel im Schlaf den Rachenraum einengen.

  1. Das kann den Luftfluss behindern.
  2. Für das Erschlaffen gibt es mehrere Gründe, beispielsweise den oder die,
  3. Ebenso können auch Gaumenpolypen ursächlich für das Schnarchen sein oder Übergewicht beim Liegen die Atemwege verengen.
  4. Schnarchen an sich ist harmlos.
  5. Erst wenn eine flache Atmung und Atemaussetzer hinzukommen, spricht man von einer obstruktiven Schlafapnoe.

Die Ursachen sind die gleichen wie für das Schnarchen, aber die Atemaussetzer von mindestens zehn Sekunden führen zu Sauerstoffmangel und dies zu weiteren medizinischen Problemen. Nach Schätzungen haben etwa drei Prozent der Frauen und fünf Prozent der Männer in Deutschland eine Schlafapnoe.

  1. Ab dem 45.
  2. Lebensjahr steigt nach Angaben des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die, ein Schlafapnoe-Syndrom zu entwickeln.
  3. Die Blockade der Atemwege führt dazu, dass der Körper zu wenig Sauerstoff bekommt.
  4. In der Folge sinkt der Blutdruck und der Puls verlangsamt sich.

Wenn der Atem sekundenlang aussetzt, wird das Atemzentrum im Gehirn alarmiert und löst einen Weckreiz aus. Der Schläfer erwacht und reagiert mit Blutdruckanstieg und Herzrasen. Dieses sogenannte „Arousal», an das sich Betroffene in der Regel kaum erinnern, bleibt meist nicht ohne gesundheitliche Folgen: Wenn man immer wieder und mehrmals in der Nacht auf diese Weise wach wird, ist der Tiefschlaf empfindlich gestört.

  • Bei Menschen mit einer schweren Schlafapnoe geschieht das mehrere Hundert Mal pro Nacht.
  • Dies führt zu langfristigen Folgen, wie erhöhter Blutdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Menschen mit einer Schlafapnoe haben ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt, einen oder Herzrhythmusstörungen.
  • Besonders riskant ist eine Schlafapnoe bei Menschen mit einer, da diese durch ihre Grunderkrankung bereits schlechter mit Sauerstoff versorgt werden.

Doc Felix erklärt, was sicher hinter Atemaussetzern beim Schlafen versteckt und was dagegen hilft. Wer alleine im Bett liegt und nicht von einem Partner auf die Atemaussetzer aufmerksam gemacht wird, bei dem bleibt eine Schlafapnoe oft lange Zeit unentdeckt.

  1. Deshalb sollte man auf bestimmte Symptome achten und mit einem Arzt oder einer Ärztin darüber sprechen.
  2. Mögliche Anzeichen sind: Die nächtlichen Atemaussetzer führen dazu, dass Betroffene tagsüber öfter einnicken.
  3. Der sogenannte Sekundenschlaf stellt ein großes Risiko für alle dar, die im Auto oder im Lastwagen auf der Straße unterwegs sind.

Sekundenschlaf kann tödlich enden, auch deshalb ist die rechtzeitige Behandlung einer Schlafapnoe so wichtig. Wenn Anzeichen für eine Schlafapnoe auffallen, ist ein Gang zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt ratsam. Durch eine Anamnese werden zunächst Lebensgewohnheiten und Intensität der Beschwerden abgeklärt, dann folgt eine körperliche Untersuchung. Auch kann eine nötig sein, die Einblicke in das Schlafverhalten des Betroffenen bringt. Welche Medikamente FRdern Schlafapnoe © iStock / AzmanJaka Damit die Muskulatur der Atemwege nicht schlaffer wird als unter normalen Umständen, sollte man mindestens zwei Stunden vor dem Einschlafen keinen Alkohol mehr trinken. Besser ist eine Tasse Tee. Besteht zusätzlich zu der Schlafapnoe ein Übergewicht, wird dem Betroffenen dringend zur Gewichtsabnahme geraten.

  • Lungenärzte empfehlen zudem eine,
  • Davon profitieren übrigens nicht nur Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe.
  • Damit die Muskulatur der Atemwege nicht schlaffer wird als unter normalen Umständen, sollte man mindestens zwei Stunden vor dem Einschlafen,
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel gilt es nach Möglichkeit zu meiden, da sie die Atemmuskulatur erschlaffen lassen.

Schlafen in Rückenlage führt häufiger zu Atemaussetzern. Die Betroffenen können sich die Seitenlage angewöhnen, in dem sie einen Tennisball ins Nachthemd einnähen oder ein Kissen in den Rücken legen. Das kann das nächtliche Umdrehen verhindern. Sollten Gewichtsreduktion und Änderung der Lebensweise nicht zur Besserung der Beschwerden führen, sind weitere Behandlungsmöglichkeiten möglich – wie das Tragen einer CPAP-Maske oder einer Unterkieferprotrusionsschiene. Eine schwere Schlafapnoe mit vielen Atemaussetzern lässt sich mit einer Atemunterstützung über eine CPAP-Nasenmaske behandeln.

Auf Deutsch heißt CPAP „kontinuierlicher Atemwegsüberdruck». Der Patient trägt dabei jede Nacht eine spezielle, individuell angepasste Nasenmaske. Angeschlossen an ein Atemgerät wird über die Maske Raumluft mit leichtem Überdruck den Atemwegen zugeführt und verhindert dadurch das Kollabieren der Muskulatur.

Die CPAP-Therapie kann das Auftreten von Atemaussetzern deutlich reduzieren, weil sie die oberen Atemwege offen hält, und somit Beschwerden wie Müdigkeit am Tage lindern. Effekte stellen sich aber erst ein, wenn man die Maske regelmäßig und für mindestens fünf Stunden nutzt.

  1. Eine Kunststoffschiene, die man nachts im Mund trägt, gehört ebenfalls zu den Behandlungsmöglichkeiten bei einer leichten obstruktiven Schlafapnoe.
  2. Mithilfe der sogenannten Unterkieferprotrusionsschiene soll der Unterkiefer weiter vorne gehalten werden, damit die Zunge nicht in den Rachen zurückfällt.

Auf diese Weise sollen die Atemwege frei bleiben. Dabei kommt es allerdings zu einem stärkeren Speichelfluss und einem trockenen Mund am nächsten Morgen. Auch ein schmerzendes Kiefergelenk oder Druckgefühle können beim Tragen entstehen. Die Schiene wird vor allem dann eingesetzt, wenn die CPAP-Therapie nicht erfolgreich war.

  1. Werden die Hilfsmittel nicht oder schlecht toleriert und führen zum Therapieversagen, kann eine Operation möglicherweise helfen.
  2. Bei den meisten Eingriffen wird Gewebe – etwa im Gaumen – gestrafft oder entfernt, um die Atemwege freier zu machen.
  3. Der Nutzen der Eingriffe oder auch der Einsatz von Medikamenten lässt sich jedoch nicht eindeutig beurteilen, da es nur wenige und kleine Studien dazu gibt.

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Wie hoch soll der Kopf beim Schlafen liegen?

Richtig liegen: Einladung zu entspanntem Schlaf Deutsch­land schläft schlecht. Vier von fünf Berufs­tätigen klagen über Schlafstörungen, ergab eine im Früh­jahr veröffent­lichte Umfrage der Krankenkasse DAK. Das liegt oft an der Arbeits­situation: Nacht­schichten, Termin- und Leistungs­druck.

  • Aber ohne Frage verstärken unbe­queme Matratzen und Kissen die Ruhe­störung.
  • Die optimale Schlafstätte sieht individuell sehr unterschiedlich aus.
  • Die folgenden zehn Tipps helfen, sie zu finden.
  • Je nach Statur und Lage sollte eine Matratze den Körper an unterschiedlichen Stellen stützen oder einsinken lassen.

Schlafen Sie auf der Seite, liegen Sie ideal, wenn Ihre Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. Die Schultern eines Möbel­packers müssen dafür tiefer einsinken als die eines untrainierten Angestellten. Schlafen Sie auf dem Rücken, sollten Schultern und Becken nicht zu tief einsinken.

Seit 2012 testen wir Matratzen auf ihre Liegeeigenschaften für vier weit verbreitete Körpertypen jeweils in Seiten- und Rückenlage (siehe ). In der Tabelle unseres sehen Sie (unter „Liegeeigenschaften»), wie gut Matratzen zu Ihrem Typ und Ihrer Schlaf­position passen. Jedes Material hat Eigenheiten: und isolieren gut – prima für alle, die leicht frieren.

Außerdem eignen sie sich gut für verstell­bare Lattenroste. trans­portieren viel Feuchtig­keit – ideal für starke Schwitzer. Beim Wenden und Trans­portieren kommt das Gewicht ins Spiel: Kalt­schaum ist relativ leicht, Latex­matratzen sind schwer und wabbelig, aber halt­bar.

Über­hören Sie den Rat von Verkäufern, die von speziellen Schonern zwischen Matratze und Lattenrost schwärmen. Und seien Sie skeptisch, wenn Ihnen jemand eine Auflage empfiehlt. Beide sorgen dafür, dass Matratzen aufgenom­mene Feuchtig­keit schlecht abgeben können. Schlimms­tenfalls schimmeln sie. Auflagen verändern zudem die Liegeeigenschaften.

Sinn­voll sind sie nur für Inkontinente. Unabhängig. Objektiv. Unbestechlich. Eine Matratze mit guten Liegeeigenschaften braucht keinen speziellen Lattenrost, und sie wird durch ihn auch nicht besser. In einem Doppeltest brachten selbst laut Werbung speziell aufeinander abge­stimmte Doppel aus Matratze und Lattenrost keinen klaren Vorteil.

  • Einige teure Unterfe­derungen verschlechterten sogar das Liegen (siehe ).
  • Beschränken Sie sich auf einen starren Lattenrost.
  • Dessen wichtigste Aufgabe ist es, für Belüftung zu sorgen.
  • Das gelingt auch güns­tigen.
  • Matratze und Kissen bilden ein System.
  • Wie hoch das Kissen sein sollte, hängt von Ihrer Schlaf­position, Ihrer Statur und der Härte Ihrer Matratze ab.

Der Nacken soll gerade liegen, der Kopf darf weder abkni­cken noch sich verdrehen. Faust­regel: Je härter die Matratze, desto höher das Kissen. Auf speziellen, test 9/2017, fühlt sich nicht jeder wohl. Hilf­reich können sie für Menschen sein, die Beschwerden in der Hals­wirbelsäule haben.

  1. Lassische Kissen der Maße 80 mal 80 Zenti­meter sind so groß, dass in Seiten­lage oft auch die Schultern darauf liegen.
  2. Das Kissen behindert dann das Einsinken der Schulter in die Matratze.
  3. Aufen Sie besser ein 80 mal 40 Zenti­meter großes Kissen.
  4. Einige, test 9/2017, haben ein vorgeformtes Profil oder enthalten heraus­nehm­bare Lagen.

So können Sie die Höhe und die Härte individuell anpassen. Viele Anbieter geben leider keine genauen Hinweise, wie der Verbraucher das Kissen an sich und seine Matratze anpassen kann. Liegt der Kopf zu hoch oder zu tief auf dem Kissen, knickt die Hals­wirbelsäule ab.

  1. Das kann Verspannungen verursachen, anstatt sie zu lösen.
  2. Bauch­schläfer liegen meist mit zur Seite abge­winkeltem Kopf.
  3. Dadurch verdrehen sie die Hals­wirbel extrem.
  4. Das führt früher oder später zu Verspannungen und Blockaden im Nacken.
  5. Sie verringern die Belastung, wenn Sie nur ein dünnes Kissen verwenden oder ganz darauf verzichten.

Falls Sie dennoch Beschwerden haben, versuchen Sie, auf Seiten­lage umzu­steigen. Eine Matratze, in die Schulter und Becken tief genug einsinken, sowie ein Seiten­schläferkissen können bei der Umstellung helfen. Neue Matratzen und Kissen stinken meist nach Chemie.

  1. Der unangenehme Geruch verfliegt in der Regel nach einigen Tagen.
  2. Etwa einen halben Liter Schweiß gibt ein Mensch pro Nacht in die Matratze ab, starke Schwitzer noch mehr.
  3. Die Feuchtig­keit muss wieder raus.
  4. Ist das Bett tags­über mit Bett­zeug und Tages­decke abge­deckt, ist das kaum möglich.
  5. Besser: Die Decke zurück­schlagen.

So lüftet die Matratze aus.

Welche Medikamente FRdern Schlafapnoe 02.10.2019 – Synthetik oder Naturfasern? Gute Bett­decken für die kalte Jahres­zeit gibt es mit beiden Füllungen – schon für deutlich unter 100 Euro. Das zeigt der Bett­decken-Test. Welche Medikamente FRdern Schlafapnoe 19.01.2022 – Babys müssen schlafen lernen, so wie sprechen oder laufen. Wie leid­geplagte Mütter und Väter gemein­sam mit ihrem Kind einen guten Tag-Nacht-Rhythmus finden. Welche Medikamente FRdern Schlafapnoe 25.09.2019 – Das ist ein schöner Traum. Er rührt daher, dass Milch Tryptophan enthält. Es dient dem Körper als Vorstufe, um das „Glücks­hormon» Serotonin und das „Schlafhormon».

: Richtig liegen: Einladung zu entspanntem Schlaf

Wie lange kann man mit Schlafapnoe leben?

Schlafapnoe Atemaussetzer kosten zehn Lebensjahre – Sie schnarchen ohrenbetäubend laut, und plötzlich setzt ihre Atmung aus, manchmal minutenlang. Patienten mit Schlafapnoe wachen morgens oft zerschlagen auf. Und nicht nur das: Die Krankheit verkürzt das Leben drastisch.

  1. Eine unbehandelte Schlafapnoe reduziert die Lebenserwartung um durchschnittlich zehn Jahre.
  2. Die Sterblichkeit der Patienten ist gegenüber gleichaltrigen Gesunden vier Mal höher, wie der stellvertretende Vorsitzende des Berufsverbandes der Pneumologen, Thomas Hering, berichtet: «Das Schlafapnoe-Syndrom ist also eine ernst zu nehmende Krankheit und sollte unbedingt fachärztlich therapiert werden.» In Deutschland leiden Schätzungen zufolge etwa zwei bis drei Prozent der Erwachsenen an der Krankheit, bei der die Atmung während des Schlafens mindestens fünf Mal innerhalb einer Stunde für mehr als zehn Sekunden aussetzt.

Dabei wechseln sich laut Hering Phasen mit heftigem Luftschnappen und lautem Schnarchen mit stillen Atempausen ab. In manchen Fällen könne das Schnarchen eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen, was etwa dem Krach eines Presslufthammers entspreche.

Was passiert wenn Schlafapnoe nicht behandelt wird?

Tagesmüdigkeit: Hauptsymptom der Obstruktiven Schlafapnoe – Von den diversen Folgeerscheinungen der Obstruktiven Schlafapnoe bemerken die Betroffenen selbst als erstes die chronische Tagesmüdigkeit, Die Bettpartner bemerken vor allem die Atemaussetzer im Schlaf, die oft mit harmlosem Schnarchen verwechselt werden.

Nahezu alle OSA-Betroffene leiden darunter, Die Tagesmüdigkeit ist Folge der verschlechterten Sauerstoffversorgung sowie der gestörten Schlafarchitektur durch Atemaussetzer. Somit birgt eine unbehandelte Schlafapnoe zunächst das Risiko der verminderten Leistungsfähigkeit am Tag, bis hin zum gefährlichen Sekundenschlaf.

Obwohl sie viele Stunden geschlafen haben, fühlen sich Schlafapnoe-Betroffene morgens keineswegs ausgeruht und erfrischt, sondern sie wachen wie gerädert auf. Vor allem in den Morgenstunden haben viele zudem mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Die Müdigkeit bleibt über den ganzen Tag hinweg und lässt sich nicht vertreiben.

Welche Pflegestufe bei Schlafapnoe?

Umfang der gerichtlichen Aufklärung bei Schlafapnoe-Syndrom Landessozialgericht Baden-Württemberg – L 8 SB 3405/18 – Urteil vom 20.03.2020 Eine Maskenunverträglichkeit bei Schlafapnoe-Syndrom mit Notwendigkeit einer kontinuierlichen nasalen Überdruckbeatmung (GdB 50) wird von Versorgungsverwaltung und Sozialgerichten nahezu regelhaft unter Verweis darauf, sie nicht feststellbar, bei der GdB-Bewertung nicht berücksichtigt.

Dabei können – wie dieses Urteil vom 20.03.2020 zeigt – sorgfältige und umfangreiche Ermittlungen eines Gerichts zu einer dann auch richtigen Entscheidung führen. Tatbestand Die Beteiligten streiten um die Höhe des Grades der Behinderung (GdB). Der im Jahr 1958 geborene Kläger beantragte erstmals am 06.09.2009 die Zuerkennung eines GdB.

Zuletzt betrug der GdB 30 aufgrund des Bescheides vom 16.09.2009. Hierbei wurde eine seelische Störung und Depression mit einem GdB von 30, eine Schwerhörigkeit mit Ohrgeräuschen (Tinnitus) mit 10 sowie eine Herzleistungsminderung, Bluthochdruck und arterielle Verschlusskrankheit mit 10 berücksichtigt (Bl.36 der Verwaltungsakte).

  • Am 31.03.2015 beantragte der Kläger die Erhöhung des GdB und teilte mit, dass er an einem Schlafapnoe-Syndrom leide und mit Maske nicht länger als 2 bis 2,5 Stunden schlafen könne (Bl.79 – 80 der Verwaltungsakte).
  • Das Landratsamt R.-M.-Kreis (LRA) zog einen Befundbericht des Facharztes für Innere Medizin/Pneumologie/Schlafmedizin Dr.H.

vom 23.03.2015 bei (Bl.81 der Verwaltungsakte) und lehnte nach Einholung einer versorgungsmedizinischen Stellungnahme bei Dr.F. (Bl.83 – 84 der Verwaltungsakte) die Höherbewertung des GdB mit Bescheid vom 07.05.2015 ab (Bl.85 – 86 der Verwaltungsakte).

  1. Der Kläger erhob hiergegen am 18.05.2015 Widerspruch und teilte zur Begründung mit, dass er die Voraussetzungen der Schwerbehinderung nach § 2 Abs.2 SGB IX erfülle.
  2. Das Schlafapnoe-Syndrom sei nicht angemessen bewertet.
  3. Eine Behandlung und nächtliche Beatmung werde durch die nächtlichen Atemaussetzer und die grundsätzliche Bauchschläferlage erheblich er-schwert.

Es sei ein GdB von 50 zuzuerkennen. Die Osteoporose sei ebenfalls nicht ausreichend bewertet und rechtfertige angesichts der nachweislich auftretenden vermehrten Knochenbruchneigung einen höheren GdB. Die beidseitigen Hörbeschwerden und Ohrgeräusche führten zu einer deutlichen Befindlichkeitseinschränkung und zu einer Verschlechterung des Gehörs.

Der hierfür zuerkannte GdB sei ebenfalls deutlich zu gering. Der Kläger legte Befundberichte der behandelnden Ärzte vor (Bl.93 – 102 der Verwaltungsakte). Dr.S. bewertete in einer versor-gungsmedizinischen Stellungnahme vom 07.07.2015 nach Beiziehung eines weiteren Befundbe-richts des Hals-Nasen-Ohren-Arztes Dr.K.

(Bl.104 der Verwaltungsakte) den GdB mit 30 (Seelische Störung, Depression GdB 30, Schwerhörigkeit, Ohrgeräusche GdB 10, Herzleistungsmin-derung, Bluthochdruck GdB 10, arterielle Verschlusskrankheit GdB 10, Funktionsbehinderung der Wirbelsäule, Kalksalzminderung des Knochens (Osteoporose) GdB 10, Nierenfunktionseinschränkung GdB 10, Schlafapnoe-Syndrom GdB 10, Bl.110 – 108 der Verwaltungsakte).

See also:  Agitierte Depression Welche Medikamente?

Der Beklagte wies den Widerspruch mit Widerspruchsbescheid vom 07.08.2015 zurück (Bl.110 – 112 der Verwaltungsakte) und verwies darauf, dass das Schlafapnoe-Syndrom zusätzlich zu berücksichtigen sei, jedoch nur mit einem GdB von 10 und somit keine wesentliche Zunahme des Ausmaßes der Gesamtbeeinträchtigung vorliege.

Ein GdB von 50 könne nicht festgestellt werden. Der Kläger hat am 11.09.2015 Klage beim Sozialgericht Stuttgart (SG) erhoben und hat zur Klagebegründung angeführt, dass das Schlafapnoe-Syndrom nicht angemessen bewertet sei. Die Schlafapnoe lasse sich durch eine Maske nicht beheben.

  • Er sei Bauchschläfer, hierdurch verrutsche die Maske ständig und sei nicht brauchbar.
  • Hierfür sei allein ein GdB von 50 gerechtfertigt.
  • Das SG hat die den Kläger behandelnden Ärzte als sachverständige Zeugen schriftlich vernommen.
  • Der Orthopäde Dr. Se.
  • Hat mit Schreiben vom 19.10.2015 mitgeteilt, dass ein Lendenwirbelsäulensyndrom und eine Osteopenie der Lendenwirbelsäule vorliege.

Diese seien als mittelgradig einzustufen (Bl.40 – 41 der SG-Akte). Der Hals-Nasen-Ohren-Facharzt Dr.K. hat mit Schreiben vom 22.10.2015 mitgeteilt, dass er eine Innenohrschwerhörigkeit beidseits und einen Tinnitus aurium diagnostiziert habe. Die Schwerhörigkeit beidseits sei gering bis mittelgradig.

  1. Der Auffassung des Versorgungsärztlichen Dienstes stimme er zu (Bl.42 – 44 der SG-Akte).
  2. Der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Sportmedizin Dr. Kn.
  3. Hat mit Schreiben vom 26.10.2015 angegeben, dass der Kläger an einer leichtgradigen arteriellen Hypertonie mit eingeschränkter diastolischer Funktionsstörung leide.

Des Weiteren liege eine geringgradige minimale Insuffizienz der Aorten und Mitralklappe vor. Die duplex-sonographisch nachzuweisende Makroangiopathie der hirnversorgenden Gefäße sei ebenfalls geringgradig. Der beim Versorgungsärztlichen Dienst festgesetzte GdB von 10 sei zutreffend (Bl.45 – 50 der SG-Akte).

  1. Der Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie, Suchtmedizin und Notfallmedizin Dr. Ru.
  2. Hat mit Schreiben vom 04.11.2015 ausgeführt, dass er Reizhusten, ein hochgradiges hyperreaktives Bronchialsyndrom, periodische Beinbewegungen im Schlafen (PLM – Periodic Limb Movement) sowie ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert habe.

Die Verwendung der APAP-Therapie gelinge bei bevorzugter Bauchlage und dabei auftretenden Maskenleckagen nicht. Die Schlafapnoe sei mittelgradig einzustufen. Der GdB hierfür betrage bei nicht durchführbarer Therapie 50 (vgl. Bl.51 – 58 der SG-Akte). Der Kläger hat mit Schreiben vom 15.12.2015 vorgetragen, dass er verschiedene Atemmasken ausprobiert habe.

Diese hätten jedoch alle nicht funktioniert, da sie in Bauchlage undicht wurden (vgl. Bl.67 – 71 der SG-Akte). Der Beklagte hat eine versorgungsmedizinische Stellungnahme von Dr.B.-K. vom 30.01.2016 vorgelegt, wonach es diverse Hilfsmittel für die Verhinderung der nächtlichen Bauchlage gebe und aus dem Bericht des Schlaflabors im R-.K.-Krankenhaus vom 23.03.215 ein ausschließliches Schlafen in Bauchlage nicht nachgewiesen sei.

Das Schlafapnoe-Syndrom sei mit einem GdB von 20 zu bewerten (vgl. Bl.73 – 75 der SG-Akte). Das SG hat Dr. Sch. mit der Erstellung eines neurologisch-psychiatrischen Gutachtens von Amts wegen beauftragt. In seinem am 04.04.2016 erstellten Gutachten hat Dr.

Sch. eine rezidivierende depressive Störung gegenwärtig mittelgradige Episode diagnostiziert und diese mit einem GdB von 30 bewertet (vgl. Bl.81 – 91 der SG-Akte). Das SG hat am 26.04.2017 einen Erörterungstermin durchgeführt (vgl. Bl.115 – 116 der SG-Akte). Der Beklagte hat mit Schreiben vom 05.05.2017 ein Vergleichsangebot dahingehend abgegeben, dass der GdB 40 ab dem 31.04.2015 beträgt und eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit ab dem 31.03.2015 anerkannt wird.

Hierzu hat der Beklagte eine versorgungsmedizinische Stellungnahme von Dr.W. vom 28.04.2017 vorgelegt (vgl. Bl.178 – 180 der SG-Akte). Das SG hat Dr. Ru. ergänzend als sachverständigen Zeugen vernommen. Dieser hat am 08.05.2017 mitgeteilt, dass sich in der im April 2017 durchgeführten Polygraphie-Kontrolle ein Wechsel zwischen Links- und Bauchlage zeige.

Aus der Polygraphie ergebe sich primär kein Befund, der die Tagesmüdigkeit hinreichend erklären würde. Prinzipiell wäre ein Versuch einer Bauchlagenverhinderung mit einer individuell anzufertigenden Weste möglich. Davor sei jedoch zweifelsfrei zu klären, ob eine CPAP/APAP-Therapie überhaupt notwendig sei, da evtl.

der Ta-gesmüdigkeit eine ganz andere Störung des Schlafes (beispielsweise PLMS) zugrunde liege (Bl.182 – 183 der SG-Akte). Der Kläger hat mit Schreiben vom 17.05.2017 mitgeteilt, dass er das Vergleichsangebot des Beklagten nicht annehmen könne (Bl.185 der SG-Akte).

  • Mit Schreiben vom 10.08.2017 hat Dr. Ru.
  • Auf Anforderung des SG ein Bericht des Schlaflabors des M.hospitales vom 27.07.2017 eingereicht, wonach eine REM-schlafbezogene Schlafapnoe vorliege.
  • An der Hypersomnie bestehe aus klinischer und auch testpathologischer Sicht kein Zweifel (Bl.188 – 192 der SG-Akte).

Der Beklagte hat unter Vorlage einer versorgungsmedizinischen Stellungnahme von Dr. Re. (Bl.199 – 200 der SG-Akte) vom 06.12.2017 an seiner bisherigen Bewertung des GdB festgehalten. Das SG hat mit Urteil vom 28.06.2018, Tenor berichtigt durch Beschluss vom 21.08.2018, den GdB unter Aufführung des Bescheids vom 07.05.2015 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 07.08.2015 auf 40 festgesetzt und im Übrigen die Klage abgewiesen.

  1. Das SG hat hierbei die rezidivierende depressive Störung mit einem GdB von 30 bewertet.
  2. Das Schlafapnoe-Syndrom bedinge ebenfalls einen GdB von 30.
  3. Die Zuerkennung eines GdB von 50 komme vor-liegend für das Schlafapnoe-Syndrom nicht in Betracht, da kein mittleres oder schwergradiges Schlafapnoe-Syndrom vorliege und eine Nasenüberdruckbeatmung nicht objektiv und vollständig ausgeschlossen sei.

Zu berücksichtigen sei, dass eine nachgewiesene erhebliche Tagesmüdigkeit vorliege. Diese schränke den Kläger zwar ein, die Folgen seien jedenfalls nicht mit einer schweren psychischen Störung vergleichbar, welche ebenfalls mit einem GdB von 50 bewertet werde.

  1. Auch sei die Maskenbeatmung nicht vollständig ausgeschlossen, sondern nur teilweise durchführbar, da der Kläger die Maske im Laufe der Nacht unbewusst abnehme.
  2. Es ließe sich nicht ausschließen, dass dieses Verhalten durch eine Psychotherapie behandelbar wäre.
  3. Insgesamt sei der GdB aufgrund der erheblichen Überschneidungen zwischen dem Schlafapnoe-Syndrom und der depressiven Erkrankung des Klägers mit 40 angemessen bewertet.

Der Kläger hat gegen das ihm am 28.08.2018 zugestellte Urteil am 21.09.2018 Berufung beim Landessozialgericht Baden-Württemberg (LSG) erhoben und hat zur Begründung angeführt, dass das Schlafapnoe-Syndrom mit einem GdB von mindestens 50 zu bewerten sei, da objektiv eine Unmöglichkeit des Tragens der Maske bei ihm vorliege.

  1. Dies ergebe sich aus dem Bericht des M.hospitales Stuttgart vom 27.07.2017 (vgl.
  2. Bl.20 – 23 der Senatsakte).
  3. Der Kläger beantragt, das Urteil des Sozialgerichts Stuttgart vom 28.06.2018 und den Bescheid der Beklagten vom 07.05.2015 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 07.08.2015 aufzuheben und den Beklagten zu verpflichten, für den Kläger ab dem 02.12.2014 einen GdB von mindestens 50 festzustellen.

Der Beklagte beantragt, die Berufung zurückzuweisen. Der Beklagte hat zur Berufungserwiderung auf das Urteil des SG sowie die versorgungsärztliche Stellungnahme vom 28.04.2017 verwiesen (vgl. Bl.24 – 25 der Senatsakte). Der Senat hat Dr. Ru. ergänzend als sachverständigen Zeugen befragt.

  1. Dr. Ru. hat in seiner sachverständigen Zeugenaussage vom 22.10.2018 mitgeteilt, dass formell bei einem lageunabhängigen AHI ) 10/H die kontinuierliche Überdruckbeatmung angeraten, aber nicht zwingend indiziert sei.
  2. An Alternativen käme beispielsweise eine Unterkiefer-Protrusionsschiene in Betracht.
  3. Generell werde bei übergewichtigen Patienten bei allen Formen der Schlafapnoe eine Gewichtsreduktion angeraten.

Der Kläger habe von 2015 bis 2017 bereits 10 Kilo bewusst Gewicht abgenommen, ohne Einfluss auf die Schlafqualität und die erhöhte Tagesmüdigkeit. Der Kläger sei vorwiegend Bauchschläfer. Besonders in Bauchlage komme es häufig zu Maskenleckagen, die den Nachtschlaf teilweise erheblich stören könnten.

  • Eine Umkonditionierung bei Bauchschläfern sei im Gegensatz zur Rückenlage assoziierten Schlafapnoe nicht sehr erfolgversprechend (vgl.
  • Bl.29 – 30 der Senatsakte).
  • Die Berichterstatterin hat das Verfahren mit den Beteiligten in einem Erörterungstermin am 15.02.2019 erörtert (vgl.
  • Bl.36 – 37 der Senatsakt).

Der Senat hat Dr. Se. sowie Dr. Sch. ergänzend als sachverständige Zeugen vernommen. Dr. Se. hat in seiner Stellungnahme vom 25.02.2019 mitgeteilt, dass er den Kläger zuletzt am 24.05.2018 behandelt habe und eine leichte bis mäßige Degeneration der Lendenwirbelsäule mit Bewegungseinschränkung vorliege.

Es ergebe sich keine wesentliche Änderung. Der GdB betrage 10 (vgl. Bl.45 der Senatsakte). Dr. Sch. hat mit Schreiben vom 28.02.2019 ausgeführt, dass der Kläger ihn zuletzt am 14.02.2019 konsultiert habe und er eine akute Belastungsreaktion sowie rezidivierende depressive Episoden bei aktuell mittelschwerer depressiver Episode sowie eine Cephalgie, eine Plaque-Bildung der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße eine beginnende Polyneuropathie der Beine sowie ein Schlafapnoesyndrom diagnostiziert habe.

Ein GdB von 30 entspreche nicht annähernd der Einschränkung, die durch die rezidivierende depressive Störung mit den zunehmenden Problemen verursacht werde (vgl. Bl.46 – 50 der Senatsakte). Der Senat hat einen Entlassungsbericht über eine akutstationäre Behandlung des Klägers in der Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie St.

Vom 22.04.2019 bis zum 01.06.2019 (Bl.57 – 65 der Senatsakte) sowie einen Bericht über eine Polysomnographie im Schlaflabor des MVZ K./Allgäu vom 07.05.2019 von Dr.H. (Bl.66 – 69 der Senatsakte) beigezogen. Der Beklagte hat unter Vorlage einer versorgungsmedizinischen Stellungnahme von Dr.W. vom 09.07.2019 an seiner bisherigen Bewertung des Sachverhaltes festgehalten.

Dr. Sch. hat auf Anforderung des Senats mit Schreiben vom 22.10.2019 den weiteren Behandlungsverlauf nach der Entlassung aus der Klinik St. mitgeteilt (Bl.86 – 96 der Senatsakte). Der Beklagte hat unter Vorlage einer versorgungsmedizinischen Stellungnahme von Dr.W.

vom 13.11.2019 mitgeteilt, dass sich an der bisherigen Bewertung des Sachverhaltes keine Änderung ergebe. Der Beklagte hat mit Schreiben vom 02.03.2020 (Bl.105 der Senatsakte), der Kläger mit Schreiben vom 03.03.2020 (Bl.107 der Senatsakte) Einverständnis mit einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung nach § 124 Abs.2 SGG erteilt.

Bezüglich des weiteren Vorbringens der Beteiligten und erneuten Anhörens des Sachverhalts hat auf die Gerichtsakten beider Rechtszüge sowie die beigezogene Verwaltungsakte des Beklagten verwiesen. Entscheidungsgründe Die gemäß §§ 143 und 144 Sozialgerichtsgesetz (SGG) statthafte, nach § 151 SGG form- und fristgerechte sowie auch im Übrigen zulässige Berufung des Klägers, über die der Senat im Ein-verständnis der Beteiligten ohne mündliche Verhandlung nach §§ 153 Abs.1, 124 Abs.2 SGG entscheidet, ist teilweise begründet.

Gegenstand des Berufungsverfahrens ist die Verpflichtung des Beklagten, über den im Urteil des SG zuerkannten GdB von 40 seit dem 02.12.2014 hinaus den GdB des Klägers mit mindestens 50 seit dem 02.12.2014 festzustellen. Dieses Ziel verfolgt der Kläger zulässigerweise mit der kombinierten Anfechtungs- und Verpflichtungsklage im Sinne des § 54 Abs.1 Satz 1 SGG.Der Kläger hat über das Urteil des SG hinaus Anspruch auf Feststellung eines GdB von 60 für die Zeit ab dem 07.05.2019.

Insoweit ist die Berufung erfolgreich. Sofern er dagegen nach sei-nem Klageantrag die Zuerkennung eines GdB von mehr als 60 sowie die Feststellung eines GdB von mehr als 40 für den Zeitraum ab dem 02.12.2014 bis zum 06.05.2019 begehrt, bleibt die Berufung ohne Erfolg.

Ermächtigungsgrundlage für die vom Kläger begehrte Neufeststellung des GdB ist § 48 Abs.1 Satz 1 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X) in Verbindung mit § 2 Abs.1 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) in den bis zum 31.12.2017 und ab dem 01.01.2018 geltenden Fassungen in Verbindung mit § 69 SGB IX in den bis zum 14.01.2015, 29.12.2016 und 31.12.2017 geltenden Fassungen beziehungsweise in Verbindung mit § 152 Abs.1 und 3 SGB IX in der ab dem 01.01.2018 geltenden Fassung.

Im Hinblick auf die den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum betreffenden unterschiedlichen Gesetzesfassungen sind diese – da Übergangsregelungen fehlen – nach dem Grundsatz anzuwenden, dass die Entstehung und der Fortbestand des sozial-rechtlichen Anspruchs auf Leistungen nach dem Recht zu beurteilen ist, welches zur Zeit der anspruchsbegründenden Ereignisse oder Umstände jeweils gegolten hat (BSG, Urteil vom 16.12.2014, B 9 SB 2/13 R, juris; BSG, Urteil vom 04.09.2013, B 10 EG 6/12 R, juris; vergleiche Stölting/Greiser in SGb 2015, 135-1 Jetzt 43).

  1. Nach § 48 Abs.1 Satz 1 SGB X ist ein Verwaltungsakt mit Dauerwirkung für die Zukunft aufzuheben, wenn in den tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen, die bei seinem Erlass vorgelegen haben, eine wesentliche Änderung eingetreten ist.
  2. Von einer solchen ist bei einer Änderung im Gesundheitszustand auszugehen, wenn aus dieser die Erhöhung oder Herabsetzung des Gesamt-GdB um wenigstens 10 folgt, während das Hinzutreten weiterer Funktionsstörungen mit einem Einzel-GdB von 10 regelmäßig ohne Auswirkung auf den Gesamt-GdB bleibt.

Nach § 2 Abs.1 SGB IX in der bis zum 31.12.2017 geltenden Fassung sind Menschen behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist.

Nach § 2 Abs.1 SGB IX in der ab dem 01.01.2018 geltenden Fassung sind Menschen mit Behinderungen Menschen, die körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate hindern können, wobei eine Beeinträchtigung in diesem Sinne vorliegt, wenn der Körper- und Gesundheitszustand von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht.

Nach § 69 Abs.1 Satz 1 SGB IX in den bis zum 14.01.2015 und 29.12.2016 geltenden Fassungen stellen die für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) zuständigen Behör-den auf Antrag eines behinderten Menschen in einem besonderen Verfahren das Vorliegen einer Behinderung und den GdB fest.

  • Nach § 69 Abs.1 Satz 1 SGB IX in der bis zum 31.12.2017 geltenden Fassung beziehungsweise nach § 152 Abs.1 Satz 1 SGB IX in der ab dem 01.01.2018 geltenden Fassung gilt ergänzend, dass der GdB zum Zeitpunkt der Antragstellung festgestellt wird.
  • Als GdB werden dabei nach § 69 Abs.1 Satz 4 und 5 SGB IX in den bis zum 14.01.2015 und 29.12.2016 geltenden Fassungen, nach § 69 Abs.1 Satz 5 und 6 SGB IX in der bis zum 31.12.2017 geltenden Fassung beziehungsweise nach § 152 Abs.1 Satz 5 und 6 SGB IX in der ab dem 01.01.2018 geltenden Fassung die Auswirkungen auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nach Zehnergraden abgestuft festgestellt, wobei eine Feststellung hierbei nur dann zu treffen ist, wenn ein GdB von wenigstens 20 vorliegt.

Nach § 70 Abs.2 SGB IX in der bis zum 29.12.2016 geltenden Fassung wird das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundes-rates die Grundsätze aufzustellen, die für die medizinische Bewertung des GdB und die medizinischen Voraussetzungen für die Vergabe von Merkzeichen maßgebend sind, die nach Bundesrecht im Schwerbehindertenausweis einzutragen sind.

Nach § 70 Abs.2 SGB IX in der bis zum 31.12.2017 geltenden Fassung beziehungsweise nach § 153 Abs.2 SGB IX in der ab dem 01.01.2018 geltenden Fassung gilt diese Ermächtigung für die allgemeine – also nicht nur für die medizinische – Bewertung des GdB und die Voraussetzungen für die Vergabe von Merkzeichen sowie auch für die Kriterien für die Bewertung der Hilflosigkeit.

Zwar ist von dieser Ermächtigung noch kein Gebrauch gemacht worden. Indes bestimmt § 159 Abs.7 SGB IX in der bis zum 31.12.2017 geltenden Fassung beziehungsweise § 241 Abs.5 SGB IX in der ab dem 01.01.2018 geltenden Fassung, dass – soweit eine solche Verordnung nicht erlassen ist – die Maßstäbe des § 30 Abs.1 BVG und der auf Grund des § 30 Abs.17 BVG in der bis zum 30.06.2011 geltenden Fassung beziehungsweise § 30 Abs.16 BVG in der ab dem 01.07.2011 geltenden Fassung erlassenen Rechtsverordnungen entsprechend gelten.

Mithin ist für die konkrete Bewertung von Funktionsbeeinträchtigungen die ab dem 01.01.2009 an die Stelle der «Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertengesetz» (AHP) getretene Anlage «Versorgungsmedizinische Grundsätze» (VG) zu § 2 Verordnung zur Durchführung des § 1 Abs.1 und 3, § 30 Abs.1 und § 35 Abs.1 BVG (VersMedV) vom 10.12.2008 (BGBl.

I S.2412), die durch die Verordnungen vom 01.03.2010 (BGBl. I S.249), 14.07.2010 (BGBl. I S.928), 17.12.2010 (BGBl. I S.2124), 28.10.2011 (BGBl. I S.2153) und 11.10.2012 (BGBl. I S.2122) sowie das Gesetz vom 23.12.2016 (BGBl. I S.3234) geändert worden ist, heranzuziehen.

  • In den VG sind unter anderem die Grundsätze für die Feststellung des Grades der Schädigungsfolgen (GdS) im Sinne des § 30 Abs.1 BVG festgelegt worden.
  • Diese sind nach den VG, Teil A, Nr.2 auch für die Feststellung des GdB maßgebend.
  • Die VG stellen ihrem Inhalt nach antizipierte Sachverständigengutachten dar.

Dabei beruht das für die Auswir-kungen von Gesundheitsstörungen auf die Teilhabe an der Gesellschaft relevante Maß nicht al-lein auf der Anwendung medizinischen Wissens. Vielmehr ist die Bewertung des GdB auch unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben sowie unter Heranziehung des Sachverstandes anderer Wissenszweige zu entwickeln (BSG, Urteil vom 17.04.2013, B 9 SB 3/12 R, juris).

Liegen mehrere Beeinträchtigungen der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vor, so wird der GdB nach § 69 Abs.3 Satz 1 SGB IX in den bis zum 14.01.2015, 29.12.2016 und 31.12.2017 geltenden Fassungen beziehungsweise nach § 152 Abs.3 Satz 1 SGB IX in der ab dem 01.01.2018 geltenden Fassung nach den Auswirkungen der Beeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen festgestellt.

Zur Feststellung des GdB werden in einem ersten Schritt die einzelnen nicht nur vorübergehenden Gesundheitsstörungen im Sinne von regelwidrigen (von der Norm abweichenden) Zuständen nach § 2 Abs.1 SGB IX und die sich daraus ableitenden, für eine Teilhabebeeinträchtigung bedeutsamen Umstände festgestellt.

  • In einem zweiten Schritt sind diese dann den in den VG genannten Funktions-systemen zuzuordnen und mit einem Einzel-GdB zu bewerten.
  • In einem dritten Schritt ist dann in einer Gesamtschau unter Berücksichtigung der wechselseitigen Beziehungen der einzelnen Beeinträchtigungen der Gesamt-GdB zu bilden.

Dabei können die Auswirkungen der einzelnen Beeinträchtigungen ineinander aufgehen (sich decken), sich überschneiden, sich verstärken oder beziehungslos nebeneinanderstehen (BSG, Urteil vom 17.04.2013, B 9 SB 3/12 R, juris). Nach den VG, Teil A Nr.3 Buchst.

c ist bei der Bildung des Gesamt-GdB in der Regel von der Beeinträchtigung mit dem höchsten Einzel-GdB auszugehen und sodann im Hinblick auf alle weiteren Funktionsbeeinträchtigungen zu prüfen, ob und inwieweit hierdurch das Ausmaß der Behinderung größer wird, ob der Ausgangswert also wegen der weiteren Funktionsbeeinträchtigungen um 10, 20 oder mehr Punkte zu erhöhen ist, um der Behinderung insgesamt gerecht zu werden.

Insoweit führen nach den VG, Teil A Nr.3 Buchst. d, von Ausnahmefällen abgesehen, zusätzliche leichte Gesundheitsstörungen, die nur einen GdB von 10 bedingen, nicht zu einer Zunahme des Ausmaßes der Gesamtbeeinträchtigung, die bei der Gesamtbeurteilung berücksichtigt werden könnte, auch dann nicht, wenn mehrere derartige leichte Gesundheitsstörungen nebeneinander bestehen.

  • Auch bei leichten Funktionsbeeinträchtigungen mit einem GdB von 20 ist es danach vielfach nicht gerechtfertigt, auf eine wesentliche Zunahme des Ausmaßes der Behinderung zu schließen.
  • Außerdem sind nach den VG, Teil A Nr.3 Buchst.
  • B bei der Gesamtwürdigung die Auswirkungen mit denjenigen zu vergleichen, für die in der GdB-Tabelle der VG feste Grade angegeben sind.

Die Bemessung des GdB ist grundsätzlich tatrichterliche Aufgabe. Dabei hat insbesondere die Feststellung der nicht nur vorübergehenden Gesundheitsstörungen unter Heranziehung ärztlichen Fachwissens zu erfolgen (BSG, Urteil vom 17.04.2013, B 9 SB 3/12 R, juris).

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Unter Berücksichtigung der dargelegten Grundsätze hat der Kläger ab dem 07.05.2019 Anspruch auf Feststellung eines GdB von 60. Ein GdB von mehr als 60 kann der Senat jedoch ebenso wenig feststellten, wie einen GdB von 50 oder mehr im Zeitraum vom 02.12.2014 bis zum 06.05.2019. Das Schlafapnoesyndrom im Funktionssystem Atmung ist mit einem GdB von 50 ab dem 07.05.2019 zu bewerten.

Die «Versorgungsmedizinischen Grundsätze» bestimmen in B 8.7 zur Bewertung eines Schlafapnoe-Syndroms (Nachweis durch Untersuchung im Schlaflabor): Ohne Notwendigkeit einer kontinuierlichen nasalen Überdruckbeatmung beträgt der GdB 0 bis 10; mit Notwendigkeit einer kontinuierlichen nasalen Überdruckbeatmung beträgt der GdB 20 und bei nicht durchführbarer nasaler Überdruckbeatmung beträgt der GdB 50.

  1. Folgeerscheinungen oder Komplikationen (z.B.
  2. Herzrhythmusstörungen, Hypertonie, Cor pulmonale) sind zusätzlich zu berücksichtigen.
  3. Hiervon ausgehend ist nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme in erster und zweiter Instanz gesichert, dass bei dem Kläger ein Schlafapnoe-Syndrom mit Indikation zur nasalen Überdruckbeatmung vorliegt.

Der Senat schließt dies aus dem Bericht von Dr.H. vom 07.05.2019 über die Polysomnographie vom 06.05.2019 bis zum 07.05.2019, welcher eine mittelgradige obstruktive Schlafapnoe mit Hypersomnie diagnostiziert. Der AHI (Apnoe-Hypopnoe-Index) betrug 17/h, so dass die Einleitung einer nasalen Überdruckbeatmungstherapie indiziert ist (vgl.

S3-Leitlinie Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen Kapitel «Schlafbezogene Atemstörungen bei Erwach-senen», AWMF-Register-Nr.063/001, Stand August 2017, Ziff.5.15.1, Seite 13ff). Eine nasale Überdruckbeatmungstherapie (CPAP bzw. APAP – Therapie) kann jedoch infolge der Maskenunverträglichkeit des Klägers nicht durchgeführt werden.

Der Senat stellt dies anhand des Berichtes von Dr.H. vom 07.05.2019 sowie den sachverständigen Zeugenaussagen von Dr. Ru. vom 04.11.2015, 08.05.2017, 10.08.2017. sowie vom 22.10.2018 fest. Da der Kläger überwiegend in Bauchlage schläft, ist eine Maskenbeatmung ohne Leckagen nicht durchführbar.

  • Der Kläger hat – wie sich aus dem Bericht des Schlaflabors im M.hospital Stuttgart vom 27.07.2017 von Dr.G. und Dr. Ha.
  • Ergibt – bis zuletzt mehrere auch kleinere Masken ausprobiert.
  • Diese konnten jedoch nicht mit zufriedenstellendem Ergebnis in Bauchlage angepasst werden.
  • Eine Lagerungshilfe zur Verhinderung der Bauchlage, welche von Dr.

Ru. in seiner Stellungnahme vom 08.05.2017 diskutiert wird, existiert nach Aussage von Dr.G. und Dr. Ha. aufgrund der völlig anderen anatomischen Verhältnisse am Rücken und der Atemphysiologie nicht. Zudem zeige die Erfahrung, so Dr.G. und Dr. Ha., beim Versuch, die Rückenlage bei ausgeprägten habituellen Rückenschläfern zu verhindern, dass diese Menschen auch mit einer Lagetherapieweste sich immer wieder auf den Rücken drehten und ein solcher Therapieversuch dann nicht effizient sei.

Bei der Frage, ob eine nasale Überdruckbeatmung nicht durchführbar ist (hiervon hängt die Frage des Vorliegens der Schwerbehinderteneigenschaft mit einem GdB von 50 ab), ist die Therapieverträglichkeit entscheidend (Ulrich Wendler, Martin Schillings, Versorgungsmedizinische Grundsätze, Kommentar, Sozialmedizinischer Verlag des VdK Deutschland, 5.

Aufl.S.182). Bei der Beurteilung der Therapieverträglichkeit kommt es allerdings nicht darauf an, ob der Betroffene aus seiner Sicht meint, die Maske nicht tragen zu können, oder gar glaubt, dass eine CPAP-Behandlung keinen Sinn mache (Bayer. Landessozialgericht, Urteil vom 12.10.2010 – L 15 SB 64/09 – a.a.O.).

  • Entscheidend ist vielmehr die objektive Therapierbarkeit.
  • Psychische Abnormitäten wie Zwangs- oder Angstneurosen können gegebenenfalls eine Berücksichtigung finden.
  • Hier ist aber zu fordern, dass sich der Betroffene wegen der behaupteten psychischen Probleme beim Tragen der Atemmaske in psychiatrische Behandlung begeben hat (Ulrich Wendler, Martin Schillings a.a.O.

mit Hinweis auf Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 13.07.2004 – L 6 SB 93/02; siehe auch Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 28. Oktober 2014 – L 3 SB 61/12 -, juris). Von einer Nichtdurchführbarkeit der nasalen Überdruckbeatmung kann erst ausgegangen werden, wenn anatomische Besonderheiten einer nasalen Überdruckbeatmung entgegenstehen oder wenn durch das Scheitern entsprechender Therapieversuche der Nachweis der Nichtdurchführbarkeit der nasalen Überdruckbeatmung erbracht ist.

  1. Dazu gehört, dass der Betroffene verschiedene Masken ausgetestet und ein Gewöhnungstraining erfolglos durchlaufen hat.
  2. Es reicht nicht, wenn die Beatmungsmaske wegen subjektiver Beschwerden nicht mehr benutzt wird (vgl.
  3. Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 17.
  4. Juli 2012 – L 15 SB 213/11 -, juris).

Vorliegend wird die Nichtdurchführbarkeit der Maskentherapie durch die Schlafposition und damit nicht nur durch subjektiver Beschwerden verursacht. Dem Kläger wurde nach der Polysomnographie vom 07.05.2019 als sogenante Second-Line-Therapie eine intraorale Protrusionsschiene verordnet.

Deren Behandlungserfolg ist allerdings nicht gesichert, wie der Senat dem Bericht von Dr.H. vom 07.05.2019 entnimmt. Nach den VG B 8.7 ist Voraussetzung für die Bewertung eines GdB von 50 allein die Nichtdurchführbarkeit der nasalen Überdruckbeatmung. Dies steht im Fall des Klägers zur Überzeugung des Senats fest, so dass die Schlafapnoe mit einem GdB von 50 zu bewerten ist.

Diese Bewertung kann indes erst ab dem 07.05.2019 getroffen werden, da erst die Polysomnographie vom 06.05.2019 auf den 07.05.2019 den endgültigen Nachweis einer maskenpflichtigen Schlafapnoe mit Maskenintoleranz erbracht hat. Im Bericht des Schlaflabors des M.hospitales Stuttgart vom 27.7.2017 wurde dagegen nur ein leichtgradiges Schlafapnoesyndrom diagnostiziert und die Ursächlichkeit der Schlafapnoe für die ausgeprägte Tagesmüdigkeit bezweifelt.

Im Gegensatz hierzu hatte Dr.H. im Bericht des Schlaflabors vom 18.12.2014 bei einem AHI von 20,4/h die Einleitung einer APAP-Therapie für notwendig erachtet. Angesichts dieser diskrepanten Befunde, auf die auch Dr. Ru. in seinen Stellungnahmen vom 08.05.2017 und vom 10.08.2017 hinweist, kann der Senat die Diagnose einer maskenpflichtigen Schlafapnoe erst ab dem 07.05.2019 als gesichert feststellen und den GdB ab diesem Zeitpunkt mit 50 bewerten.

Für den Zeitraum davor kann ein höherer GdB als 20 entsprechend den VG 8.7 bzw. wie vom SG angenommen von 30 nicht zuerkannt werden. Die daneben im Funktionssystem Atmung bestehende hochgradige bronchiale Hyperreagibilität ist nach den VG 8.5 mit einem GdB von 10 zutreffend bewertet, wie auch Dr.

  1. Ru. in seiner Auskunft gegenüber dem SG vom 04.11.2015 bestätigt.
  2. Eine dauernde Einschränkung der Lungen-funktion ist den Befundberichten nicht zu entnehmen.
  3. Die rezidivierende depressive Störung im Funktionssystem des Gehirns einschließlich der Psyche (B 3.7 VG) ist mit einem GdB von 30 zu bewerten.
  4. Nach den VG B 3.7 ist bei Neurosen, Persönlichkeitsstörungen oder Folgen psychischer Traumen mit leichteren psychovegetativen oder psychischen Störungen der GdB mit 0 bis 20, bei stärker behindernden Störungen mit wesentlicher Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit (z.B.

ausgeprägtere depressive, hypochondrische, asthenische oder phobische Störungen, Entwicklungen mit Krankheitswert, somatoforme Störungen) der GdB mit 30 bis 40 und bei schweren Störungen (z.B. schwere Zwangskrankheit) mit mittelgradigen sozialen Anpassungs-schwierigkeiten der GdB mit 50 bis 70 und mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten der GdB mit 80 bis 100 zu bewerten.

  • Das SG und der Beklagte haben die hier vorliegenden Gesundheitsstörungen mit einem GdB von 30 bewertet.
  • Dem schließt sich der Senat unter Berücksichtigung des Gutachtens von Dr. Sch.
  • Vom 04.04.2016 sowie des Entlassungsberichts der Klinik St.
  • Vom 13.06.2019 über den stationären Aufenthalt vom 22.04.2019 bis zum 01.06.2019 an.

Der Kläger leidet nach dem Gutachten von Dr. Sch. an einer rezidivierenden, zum Zeitpunkt der Begutachtung mittelgradigen depressiven Störung. Er zeigte sich nach dem psychiatrischen Befund von Dr. Sch. in seiner affektiven Schwingungsfähigkeit leicht eingeengt mit deutlichen zwanghaften Zügen und streckenweise anklingenden hypochondrischen Zügen.

  • Im Kontaktverhalten, in Mimik, Gestik und Körperhaltung lag eine mittelgradige depressive Verstimmung ohne akute Psychose oder höhergradiges hirnorganisches Psychosyndrom vor.
  • Die mnestischen und intellektuellen Funktionen waren aus-reichend.
  • Der Senat kann in Übereinstimmung mit Dr. Sch.
  • Eine leicht- bis mittelgradige Symptomatik nach den VG B 3.7 feststellen, welche mit einem GdB von 30 entsprechend einer stärker behindernden Störungen mit wesentlicher Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit zu bewerten ist.

Ein GdB von mehr als 30 kommt jedoch nach den von Dr. Sch. erhobenen Befunden und der noch bestehenden Alltagsgestaltung nicht in Betracht. Der Kläger war im Zeit-punkt der Begutachtung noch berufstätig und konnte auch noch den Alltag ohne höhergradige Einschränkungen bewältigen.

Ein schwergradiger sozialer Rückzug mit entsprechender Antriebs-losigkeit lag nicht vor. Der Kläger hat soziale Kontakte vor allem in seiner Familie und verfügt auch noch über Interessen wie Spaziergänge mit dem Hund oder Fernsehen sowie Radio hören. Die Behandlung bei Dr. Sch. war auch nach den Angaben bei Dr.

Sch. zunächst eher niederfrequent mit halbjährlichen Terminen. Eine Intensivierung erfolgte nach einer Eskalation am Arbeitsplatz Anfang des Jahres 2019, welche nach der sachverständigen Zeugenaussage von Dr. Sch. vom 28.02.2019 zur stationären Behandlung im St.-Haus geführt hat.

Der Senat kann jedoch auch unter Berücksichtigung des Entlassungsberichts vom 13.06.2019 einen GdB von mehr als 30 für die rezidivierende depressive Störung nicht befürworten. Als Auslöser für die depressive Störung wurde ein seit längerem bestehender Arbeitsplatzkonflikt mit Umstrukturierungsmaßnahmen und fehlender Wertschätzung der Kompetenz und des hohen beruflichen Einsatzes des Klägers genannt.

Die stationäre Behandlung führte diesbezüglich zu einer psychischen Stabilisierung und Besserung der Konfliktfähigkeit mit Teilremission der depressiven Symptomatik. Diese ist daher nach dem Ausprägungsgrad noch Behandlungsmaßnahmen zugänglich. Zudem verfügt der Kläger noch über Ressourcen durch die familiäre Unterstützung.

  1. Dr. Sch. hat zwar in seiner weiteren sachverständigen Zeugenaussage vom 22.10.2019 einen GdB von 50 vorgeschlagen und diesbezüglich auf die immer wieder auftretenden mittelschweren bis schweren depressiven Episoden verwiesen.
  2. Der Senat vermag dem indes angesichts des bisherigen Ausprägungsgrads und der hiermit verbundenen Teilhabeeinschränkungen nicht zu folgen.

Der GdB für die rezidivierende depressive Störung ist somit mit 30 angemessen bewertet. Die bei dem Kläger weiterhin bestehende arterielle Hypertonie ist nach Aussage des behandelnden Kardiologen Dr. Kn. vom 26.10.2015 geringgradig. Auch die minimalen Insuffizienzen der Aorten- und Mitralklappe sowie die Makroangiopathie der hirnversorgenden Gefäße sind lediglich leichtgradig.

Die Funktionsbeeinträchtigungen im Funktionssystem Herz-Kreislauf bedingen daher insgesamt einen Einzel-GdB von 10 (VG B 9.3). Die Funktionsbehinderung der Wirbelsäule (VG B 18.9) ist ebenfalls mit einem GdB von 10 zu bewerten. Die Osteochondrose der LWS und die hiermit einhergehenden Funktionseinschränkungen werden vom behandelnden Orthopäden Dr.

Se. in seinen sachverständigen Zeugenaussagen vom 19.10.2015 und vom 25.02.2019 als leichtgradig bis mäßig beurteilt. Die Osteopenie hat bislang noch nicht zu Wirbelkörperbrüchen oder manifesten Funktionseinschränkungen geführt. Allein eine ausschließlich messtechnisch nachgewiesene Minderung des Knochenmineral-gehalts rechtfertigt noch nicht die Annahme eines GdB (VG B 18.1).Die im Funktionssystem Ohren bestehende gering- bis mittelgradige Schwerhörigkeit beidseits ist nach Aussage des behandelnden Hals-Nasen-Ohren-Arztes Dr.K.

  • Mit einem GdB von 10 ebenfalls angemessen berücksichtigt.
  • Dasselbe gilt für den Tinnitus, welcher bislang nach Aussage von Dr.K.
  • Noch nicht zu eigenständigen psychovegetativen Begleiterscheinungen geführt hat.
  • Weitere – bisher nicht berücksichtigte – GdB-relevante Funktionsbehinderungen, die einen Einzel- bzw.

Teil-GdB von wenigstens 10 bedingen, wurden weder geltend gemacht noch konnte der Senat solche feststellen. Der Sachverhalt ist vollständig aufgeklärt. Der Senat hält weitere Ermittlungen von Amts wegen nicht für erforderlich. Die vorliegenden ärztlichen Unterlagen haben mit dem im erstinstanzlichen Verfahren eingeholten Gutachten dem Senat die für die richterliche Überzeugungsbildung notwendigen sachlichen Grundlagen vermittelt (§ 118 Abs.1 Satz 1 SGG, § 412 Abs.1 ZPO).

  • Denn der medizinische festgestellte Sachverhalt bietet die Basis für die alleine vom Senat vorzunehmende rechtliche Bewertung des GdB unter Einschluss der Bewertung der sich zwischen den einzelnen Erkrankungen und Funktionsbehinderungen ergebenden Überschneidungen und Wechselwirkungen.
  • Insoweit ist für die Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft nach den allgemeinen Beschreibungen in den einleitenden Teilen der VG als Maßstab der Vergleich zu den Teilhabebeeinträchtigungen anderer Behinderungen anzustellen, für die im Tabellenteil ein Wert von 30, 40 oder 50 fest vorgegeben ist (BSG 16.12.2014 – B 9 SB 2/13 R – SozR 4-3250 § 69 Nr.18 = juris).

Nach Überzeugung des Senats ist der Gesamt-GdB unter integrierender Bewertung der Funktionsbehinderungen und unter Beachtung ihrer gegenseitigen Auswirkungen der Gesamt-GdB zu bilden aus Einzel-GdB-Werten von 50 für die Funktionsbeeinträchtigungen im Funktionssystem Atmung (Schlafapnoe) sowie von 30 für die Funktionsbeeinträchtigungen im Funktionssystem Gehirn einschließlich Psyche.

Die depressive Störung ist zwar in erster Linie nicht durch das Schlafapnoesyndrom sondern durch den Arbeitsplatzkonflikt verursacht. Jedoch wirkt sich auch die depressive Störung auf das Schlafverhalten und die Hypersomnie aus, wie Dr.G. und Dr. Ha. im Schlaflaborbericht vom 27.07.2017 anführen. Der Senat hält daher eine Erhöhung des GdB von 50 auf insgesamt 60 unter Einbeziehung des GdB von 30 für die depressive Erkrankung für gerechtfertigt.

Die des Weiteren vorliegenden Funktionsbeeinträchtigungen bedingen allesamt lediglich einen GdB von 10 und wirken sich daher nicht erhöhend auf den Gesamt-GdB aus. Die Entscheidung über die Kosten beruht auf § 193 SGG und berücksichtigt die Tatsache, dass ein GdB von mehr als 40 erst ab dem 07.05.2019 festgestellt werden kann.

Kann man mit Schlafapnoe in Rente gehen?

Praktische Erfahrungen belegen, daß eine Rentenzahlung bei Schlafapnoe-Erkrankung allein äußerst selten bewilligt wird, da man fast immer auf eine effiziente Therapie verweisen kann.

Wie viele Atemaussetzer in der Nacht sind normal?

4. Juli 2019 Welche Medikamente FRdern Schlafapnoe Wiederholte und längere Atempausen während des Schlafs werden in der Medizin als Schlafapnoe bezeichnet. Treten daraufhin Symptome wie Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf und andere Krankheitsbilder auf, spricht man von einem Schlafapnoe-Syndrom. Dieses kann (muss aber nicht) mit Schnarchen verbunden sein.

  • Wie erkennt man eine Schlafapnoe? Kennzeichnend für eine Schlafapnoe ist, dass während des Schlafs immer wieder Atemaussetzer von zehn Sekunden bis hin zu Minuten auftreten.
  • Meist ist es der Partner, der diese Atempausen bemerkt: Häufig hört er eine ganze Weile lang das Schnarchen, bis die Atemgeräusche plötzlich über längere Zeit vollständig aussetzen.

Darauf folgt ein lautes Schnarch- oder Atemgeräusch und die Atmung setzt wieder normal ein. Eine Schlafapnoe kann jedoch auch ohne Schnarchen bestehen. Nicht jede kurze Atempause im Schlaf ist bedenklich. Bis zu fünf Atemaussetzer in einer Stunde können normal sein.

Tagesmüdigkeit kann auf Atemaussetzer hinweisen Betroffene Personen werden nachts immer wieder für wenige Sekunden wach – ohne es zu realisieren. Hier spricht man vom sog. Arousal. Dadurch führt der Schlaf nicht mehr zur notwendigen Erholung von Körper und Seele. Die Patienten fühlen sich am Tag oft sehr müde, schlapp, unkonzentriert und weniger leistungsfähig.

Es kann zu Sekundenschlaf kommen. Vor allem in monotonen Situationen oder beim Autofahren nicken Menschen mit Schlafapnoe-Syndrom leicht ein. Auch die Merkfähigkeit kann ebenso wie die Libido nachlassen. Morgendliche Kopfschmerzen oder ein trockener Mund können ebenfalls auf eine Schlafapnoe hinweisen.

  1. Welche Folgen hat eine Schlafapnoe? Bei Atemaussetzern im Schlaf entsteht im Körper quasi ein Notfallzustand, weshalb es zu einer plötzlichen Ausschüttung von Stresshormonen kommt.
  2. Dadurch wird das autonome Nervensystem aktiviert und der Atemantrieb gesteigert – und damit auch Blutdruck und Herzfrequenz.

Bei Feststellung einer Bluthochdruckerkrankung, insbesondere bei Schwierigkeiten mit der medikamentösen Einstellung, sollte daher immer auch eine Schlafapnoe als mögliche Ursache erwogen werden. Als Folge der Bluthochdruckerkrankung kann es wiederum zu Herzinfarkten, Herzschwäche oder Schlaganfällen kommen.

Mit der Entwicklung eines Schlafapnoe-Syndroms erhöht sich auch die Unfallgefahr. Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit sinken in den meisten Fällen. Welche Ursachen können eine Schlafapnoe auslösen? Die häufigere obstruktive Form entsteht, wenn die Atemwege verengt oder verlegt sind (z.B. durch einen zurückgefallenen Unterkiefer oder eine vergrößerte Zunge).

Dadurch gelangt zu wenig oder keine Luft mehr durch die blockierte Atemwege. Es entstehen Atempausen mit einer Sauerstoffminderversorgung des Körpers bis der Muskeltonus durch die meist nicht wahrgenommene Weckreaktion wieder ansteigt. Auch Rückenlage, Übergewicht, Alkohol und Medikamente können die Problematik begünstigen.

  • Bei der zentralen Schlafapnoe sendet das Atemzentrum im Gehirn z.B.
  • Als Folge eines Schlaganfalls zu wenige Impulse an die Atemmuskeln, was ebenfalls Atemaussetzer entstehen lässt.
  • Wie wird ein Schlafapnoe-Syndrom behandelt? Der erste Schritt ist eine ausführliche Anamneseerhebung durch den Arzt, welcher ein Schlafapnoe-Screening (Polysomnographie) durchführt.

Bei einem auffälligen Befund erfolgt die weitere Feindiagnostik in einem Schlaflabor. Abhängig von der Ursache genügen einfache Maßnahmen wie das Reduzieren von Übergewicht, der Verzicht auf Alkohol, Rauchen und auf die Einnahme von Schlaftabletten. Es gibt auch Hilfsmittel, welche die Rückenlage im Schlaf und damit die Verlegung der Atemwege vermeiden.

Hat man jede Nacht Schlafapnoe?

Treten Atemaussetzer nicht regelmäßig nachts auf und dauern unter fünf Sekunden, kann das normal sein. Von einer Schlafapnoe sprechen Mediziner dann, wenn du mehr als fünf Atempausen pro Stunde hast und deine Atmung mindestens zehn Sekunden aussetzt.

Wie fühlt man sich bei Schlafapnoe?

Lautes Schnarchen mit Atemaussetzern bei Männern – Der typische Schlafapnoe-Betroffene ist männlich, mittleren Alters und übergewichtig. Bei ihm tritt als leicht erkennbares Symptom meist lautes, unregelmässiges Schnarchen auf, unterbrochen durch die typischen Atempausen – pro Nacht bis zu mehrere hundert Mal für jeweils einige Sekunden.

Wie alt wird man mit Schlafapnoe?

Schlafapnoe Atemaussetzer kosten zehn Lebensjahre – Sie schnarchen ohrenbetäubend laut, und plötzlich setzt ihre Atmung aus, manchmal minutenlang. Patienten mit Schlafapnoe wachen morgens oft zerschlagen auf. Und nicht nur das: Die Krankheit verkürzt das Leben drastisch.

Eine unbehandelte Schlafapnoe reduziert die Lebenserwartung um durchschnittlich zehn Jahre. Die Sterblichkeit der Patienten ist gegenüber gleichaltrigen Gesunden vier Mal höher, wie der stellvertretende Vorsitzende des Berufsverbandes der Pneumologen, Thomas Hering, berichtet: «Das Schlafapnoe-Syndrom ist also eine ernst zu nehmende Krankheit und sollte unbedingt fachärztlich therapiert werden.» In Deutschland leiden Schätzungen zufolge etwa zwei bis drei Prozent der Erwachsenen an der Krankheit, bei der die Atmung während des Schlafens mindestens fünf Mal innerhalb einer Stunde für mehr als zehn Sekunden aussetzt.

Dabei wechseln sich laut Hering Phasen mit heftigem Luftschnappen und lautem Schnarchen mit stillen Atempausen ab. In manchen Fällen könne das Schnarchen eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen, was etwa dem Krach eines Presslufthammers entspreche.

Sind atemaussetzer heilbar?

Ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom ist nicht heilbar ; es ist eine dauerhafte Erkrankung.

Ist Sport gut gegen Schlafapnoe?

Mittels mehr körperlicher Aktivität im Alltag kann man das Risiko einer Schlafapnoe reduzieren, wie die Deutsche Lungenstiftung mit Blick auf eine neue Studie aus den USA erklärt. Schlafapnoe ist eine Atemstörung, bei der die Atemwege verengt sind. Die Folge: sehr lautes Schnarchen und Atemaussetzer.

Welche Alternative gibt es zur Schlafmaske?

Unterkieferprotrusionsschienen – In Fällen von leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe können Unterkieferprotrusionsschienen, auch Schnarchschienen genannt, das Mittel der Wahl und damit eine Alternative für eine Schlafapnoe-Maske sein. Sie wirken gegen Zungengrundschnarchen, indem sie den Unterkiefer und gleichzeitig den Zungengrund, welcher dort angewachsen ist, um Millimeter nach vorne verlagern.

  1. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Zungengrund in den Rachen zurückfällt und die Atemwege verschließt.
  2. Unterkieferprotrusionsschienen gibt es in individuell anpassbaren oder vorgefertigten Ausführungen.
  3. Die von einem Zahnarzt oder Zahntechniker maßgefertigten Modelle sind deutlich teurer als die frei verkäuflichen.

Ca. ⅔ der Anwender leiden in der ersten Zeit unter vermehrtem Speichelfluss, Schmerzen im Kiefergelenk und Mundtrockenheit. Bei der überwiegenden Mehrheit verschwinden die Nebenwirkungen allerdings nach einer Eingewöhnungszeit von einem Monat. Allgemein ist darauf zu achten, dass Zähne und Zahnfleisch gesund sind, da sonst im schlimmsten Fall Zahnfehlstellungen die Folge sein können.