Wörwag Pharma

Medicina, Investigación, Tecnología

Welche Medikamente GehRen Zu Den Barbituraten?

Welche Medikamente GehRen Zu Den Barbituraten
Tabelle 1: Barbiturate unter internationaler Kontrolle

Name Chemische Bezeichnung Pharmazeut. Name
Amobarbital 5-Ethyl-5-isopentylbarbitur- säure Amytal ® Tuinal ®
Barbital 5,5-Diethylbarbitursäure Malonal Veronal
Butalbital 5-Allyl-5-isobutylbarbitur- säure Lanorinal
Butobarbital 5-Butyl-5-ethylbarbitursäure Soneryl®

8 weitere Zeilen

Ist Diazepam ein Barbiturat?

Benzodiazepin – Benzodiazepine werden derzeit statt barbiturathaltiger Schlafmittel als Schlaf- und Beruhigungsmittel verordnet und eingenommen. Diese Wirkstoffgruppe ist unter anderem in Valium(Wirksubstanz Diazepam), Adumbran (Wirksubstanz Oxazepam) und Lexotanil (Wirksubstanz Bromazepam) enthalten.

Was ist der Unterschied zwischen Barbituraten und Benzodiazepinen?

Wirkung – Barbiturate wirken über eine postsynaptische Verstärkung von GABA, indem sie mit Alpha- und Beta-Untereinheiten des GABA-A-Rezeptors interagieren. Hierbei erhöhen Barbiturate den Chloridioneneinstrom, was zu einer GABA-induzierten postsynaptischen Hemmung führt.

  • Sowohl Barbiturate als auch Benzodiazepine interagieren mit GABA-A-Rezeptoren, doch führen Barbiturate im Gegensatz zu Benzodiazepinen selbst bei sehr geringer GABA-Konzentration zu einer Verlängerung der Dauer der durch den Neurotransmitter GABA bewirkten Öffnung des Kanals.
  • Da Benzodiazepine am GABA-Rezeptor nur in Anwesenheit von GABA wirken können, sind sie in ihrer Wirkung limitiert.

Barbiturate hingegen wirken nicht wie Benzodiazepinen nur schlafanstoßend, sondern in höherer Dosierung auch schlaferzwingend. Problematisch ist ihre geringe therapeutische Breite. Barbiturate wirken dosisabhängig: Sedierung ➔ Schlaf ➔ Anästhesie ➔ Koma

Was macht Barbiturat?

Barbiturate – Barbiturate sind eine Gruppe von Medikamenten, die eine dämpfende Wirkung auf das Gehirn haben. Ähnlich wie Alkohol haben Barbiturate je nach Dosierung und Anwendung eine angst- und spannungslösende bis einschläfernde Wirkung. Eine Überdosis kann tödlich sein.

  1. Barbiturate werden zur Schmerzbekämpfung, als Beruhigungs-, Schlafmittel oder Narkosemittel und zur Unterdrückung von Krämpfen eingesetzt.
  2. Barbiturate werden häufig ohne medizinische Indikation – also missbräuchlich – konsumiert.
  3. Sie können eine körperliche Abhängigkeit erzeugen, die mit der von Alkohol vergleichbar ist.

Nachweisbarkeit

Ist Propofol ein Barbiturat?

Steckbrief. Zu den wichtigsten Injektionsnarkotika gehören: Barbiturate wie Thiopental und Methohexital. Nichtbarbiturate wie Etomidat, Propofol und Ketamin.

Wie nennt man Diazepam noch?

Handelsnamen – Faustan (ehemals DDR), Gewacalm (A), Paceum (CH), Valium (CH, USA), Psychopax (A, CH), Relanium (PL), Stesolid (Rektaltuben) (D, A, CH), Zulassung für „Valiquid» und das Originalpräparat „Valium» in D 2015 erloschen. In D sind nur noch diazepamhaltige Generika erhältlich.

Ist Tavor?

Tavor ist ein verschreibungspflichtiges Schlaf- und Beruhigungsmittel (Tranquilizer), das zur Arzneimittelgruppe der Benzodiazepine zählt. Es wird zur Behandlung von Epilepsien, als Narkosemittel und zur Beruhigung eingesetzt.

Welche Medikamente gehören zu Benzodiazepinen?

Benzodiazepine (Schlaf- und Beruhigungsmittel) wirken angstlösend (anxiolytisch), beruhigend (sedierend), muskelentspannend und schlaffördernd. Entsprechend werden diese Medikamente bei Angstzuständen, Schlafstörungen, starker Anspannung und Nervosität verwendet.

Zudem weisen manche Benzodiazepine antikonvulsive (krampflösende) Eigenschaften auf und werden daher auch als Notfallmedikation bei Epilepsie (Krampfanfällen) eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet von Benzodiazepinen ist die Narkoseeinleitung. Handelsnamen von Benzodiazepinen sind unter anderem: Xanax®, Temesta®, Seresta®, Dormicum® etc.

Bei den sogenannten Z-Medikamenten handelt es sich um Benzodiazepin-Analoga (Wirkstoffe Zolpidem und Zopiclon). Diese sind chemisch gesehen keine Benzodiazepine, wirken aber sehr ähnlich und bergen weitgehend dieselben Risiken. Die Einnahme von Benzodiazepinen und Z-Medikamenten sollte eine Dauer von zwei bis maximal acht Wochen nicht überschreiten, da sich sonst eine Abhängigkeit entwickeln kann.

Die Abhängigkeit von Benzodiazepinen kommt an dritter Stelle nach der Tabak- und Alkoholabhängigkeit. Besonders für ältere Menschen bergen Benzodiazepine grosse Risiken. Die Wirkdauer verlängert sich, weil der Körper Medikamente langsamer abbaut und dies erhöht die Gefahr, eine Abhängigkeit zu entwickeln.

Zudem reagiert das Gehirn älterer Menschen empfindlicher auf diese Medikamente und Nebenwirkungen werden häufig fälschlicherweise als Altersbeschwerden interpretiert. Benzodiazepine werden bisweilen auch mit dem Ziel sich zu berauschen eingenommen. Dies betrifft unter anderem Jugendliche.

Welche Drogen gehören zu Benzos?

Gegen Angst und Schmerz – Xanax, Valium und Tilidin sind verschreibungspflichtige Medikamente, die gegen Angstzustände, Schlaflosigkeit und Schmerzen verschrieben werden. Dass diese Substanzen missbräuchlich, also ohne medizinische Indikation gebraucht werden, ist nicht unbedingt neu.

Die Rolling Stones besangen Valium schon in den Sechzigern als „Mother’s Little Helper». In der sogenannten harten Szene, unter Heroin-Konsument*innen, sind Benzodiazepine schon länger ein Ding. Neu daran ist, dass diese Substanzen jetzt unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Beliebtheit gewinnen, obwohl sie in diesen Gruppen früher gar keine Rolle gespielt haben.

Problematisch daran ist, dass sie ganz andere Risiken bergen als klassische Partydrogen, auch wenn „Downer» erst mal harmloser klingt. So viel kostet der Rausch Der Preis eines Benzodiazepins wie Valium ist auf dem Schwarzmarkt ähnlich hoch wie beim legalen Erwerb in der Apotheke, ein bis zwei Euro pro Tablette.

  1. Im Vergleich ist das ein billiger Rausch: Ein Gramm Marihuana kostet rund 10 Euro, über den Messengerdienst Telegram bekommt man etwa eine Ecstasy-Pille für rund sechs Euro.
  2. Ein Gramm Heroin kostet rund 50 Euro.
  3. Teuerste Droge ist Kokain, in Berliner Telegramgruppen kostet ein halbes Gramm dort 50 Euro.

Capital Bra, ein der bekanntesten wie umstrittensten deutschen Rapper, hat nicht nur in seinem Hit „Tilidin» über die Droge gerappt, sondern war jahrelang selbst süchtig danach. Im vergangenen Jahr sprach der Berliner mit dem Youtube-Kanal darüber: „Du kannst nicht ohne, weil es dich dann fickt.» Den Entzug habe er erst nach mehreren erfolglosen Versuchen geschafft.

Er schäme sich dafür, dass er über die Droge gerappt und damit Jugendliche womöglich zum Konsum inspiriert hat. (taz) Aktuelle Zahlen für Berlin gibt es dazu nicht, die neuesten Zahlen stammen von 2019, bevor der Trend einsetzte. In Frankfurt am Main untersucht der Soziologe Bernd Werse regelmäßig den Drogenkonsum bei Jugendlichen, dort sei das im Jahr 2019 nur ein Randphänomen gewesen, das rund zwei Prozent der Jugendlichen ausprobiert hätten.

Die taz hat daher bei fünf Trägern von Berliner Drogenberatungsstellen nachgefragt, alle bestätigen den Trend. Vor allem in den vergangenen Monaten sei ein Anstieg an Jugendlichen, die wegen Benzodiazepinen zur Drogenberatung gehen, zu beobachten gewesen.

Dass die Substanzen ihren Weg in den Mainstream gefunden haben, liege mutmaßlich im zweiten Lockdown im Winter begründet, sagt Heike Krause, Sprecherin vom, „Wenn Lockdown ist, nimmt man keine Partydrogen. Da sitzt man abends alleine Zuhause. Benzos nimmt man eher alleine», erklärt Krause. Plausibel, wenn man bedenkt, dass die Substanzen vor allem beruhigend wirken.

Gerade diese Form des Konsums – alleine – sorge jedoch noch mal für ein Extrarisiko, so Lars Behrends: „Für die meisten Jugendlichen ist der Probierkonsum ein soziales Ereignis. Sie passen in der Gruppe aufeinander auf, schließlich will sich ja niemand mit dem Konsum Schaden zufügen.

See also:  Bipolar Welche Medikamente?

Wenn aber der soziale Kontext wegfällt, dann fehlt dieses Korrektiv.» Die Popularität von Benzos und Tilidin hänge mit der Rapkultur zusammen. Trap-Rapper aus den USA besingen schon seit Jahren „Lean» oder „purple drank», Hustensaft gemischt mit Sprite. Hauptwirkstoff ist darin Codein, ein Opioid, das hierzulande bei Reizhusten verschrieben wird.

Mit Trap und Cloud-Rap fand das seinen Weg über den Atlantik in die deutsche Rap-Szene. Andere Downer besingen deutsche Rapper auch ohne US-Einfluss: „Popp ne Xanny, Bitch» rappte Rin vor drei Jahren, mit „Tilidin» landeten Capital Bra und Samra, der aktuell wegen Vergewaltigungsvorwürfen in der Kritik steht, vor zwei Jahren einen Nummer-1-Hit.

  1. Natürlich knallt sich nicht je­de*r Jugendliche, der*­die gerne Deutschrap hört, gleich mit den besungenen Tabletten weg.
  2. Aber „popkulturell wird da eine Nachfrage hergestellt, die vorher nicht da war», sagt Behrends.
  3. Diese Nachfrage zu befriedigen ist heute, auch das ist neu, so leicht, wie eine Pizza zu bestellen.

Eine Suche auf dem Messengerdienst Telegram mit Begriffen wie „Berlin» und „Benzos», schon findet man eine Gruppe, in der etwa ein User namens „Brille» Codein und Alprazolam anbietet. Abholung in Reinickendorf, aber er kann einem auch entgegenkommen. Zusätzlich hätte sich das schon lange verbreitete Prinzip der Kokstaxen auf andere Substanzen und ganz Berlin ausgeweitet, so Behrends: „Mit dem Ergebnis, dass eigentlich an jedem Punkt in der Stadt zu jedem Zeitpunkt nahezu jede Substanz, die interessant erscheint, zu erhalten ist.» Das sei vor allem seit einem Dreivierteljahr in diesem Ausmaß so.

Eine „Lieferandoisierung» des Drogenmarktes nennt er das, die zu den Verkaufsstrukturen über klassische Dealer und öffentliche Orte wie an der Warschauer Straße hinzukommt. Benzodiazepine sind außerdem billig, ein bis zwei Euro kostet eine Pille. Die besonderen Gefahren von Benzos und Tilidin: Sie machen sehr schnell abhängig, psychisch wie körperlich.

Der Beipackzettel von Alprazolam zum Beispiel empfiehlt eine so kurze Behandlungsdauer wie möglich, maximal acht bis zwölf Wochen. „Der Entzug hat es echt in sich», sagt Andreas Gantner, Sozialarbeiter beim Therapieladen. Oft müsse man den Entzug stationär machen, was aber gerade Jugendliche oft nicht wollten.

Aber: „Du kannst bei den Kids nicht warten, bis sie das wollen, vielleicht sind sie in Lebensgefahr», sagt er. Das ist die zweite Tücke bei diesen Substanzen: Sie werden dem Körper sehr viel schneller sehr gefährlich als die meisten Partydrogen. Weil sie sedierend wirken, bergen sie die Gefahr einer Atemdepression.

Gerade in Kombination mit Alkohol oder bei Benzodiazepinen zusammen mit Opioiden wird es gefährlich, und gefährlich kann an dieser Stelle eine Überdosis bedeuten. So weit kommt es nicht bei allen. Drogentrends kommen und gehen. Ob und wie sich das in den Statistiken niederschlägt, wird sich erst nächstes Jahr zeigen, wenn die Zahlen von 2021 ausgewertet sind.

Ist primidon ein Barbiturat?

Wirkmechanismus – Primidon ist ein Desoxybarbiturat und vermittelt wie seine Metaboliten Phenobarbital und Phenylethylmalonamid (PEMA) antikonvulsive Wirkungen. Der detaillierte Wirkmechanismus, auf dem die antikonvulsiven Eigenschaften von Primidon beruhen, ist noch nicht vollständig geklärt.

  • Es wird unter anderem eine Hyperpolarisation der Membranen angenommen.
  • Im Gegensatz zum aktiven Metaboliten Phenobarbital hat Primidon keinen Einfluss auf die postsynaptische Wirkung von GABA.
  • Auch die Konzentration und der Stoffwechsel von GABA scheinen von Primidon nicht beeinflusst zu werden.
  • Primäres Ziel einer antikonvulsiven Therapie ist die Reduktion bzw.

Unterdrückung epileptischer Anfälle. Demnach muss entweder das hochfrequente synchronisierte „Feuern» von Nervenzellen oder die Erregungsweiterleitung unterbunden werden. Für Depolarisationen sowie deren Frequenz sind vor allem spannungsaktivierte Ionenkanäle verantwortlich.

Ist phenobarbital ein BtM?

Erklärung – Da Phenobarbital in Zubereitungen bis zu 300 mg je abgeteilter Form nicht zu den Betäubungsmitteln gezählt wird (Anlage III BtMVV), darf es nicht allein auf einem BtM-Rezept verordnet werden. Phenobarbital wird in der Anlage III zum Betäubungsmittelgesetz (verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel) mit der folgenden Ausnahme gelistet: „ ausgenommen in Zubereitungen, die ohne einen weiteren Stoff der Anlagen I bis III bis zu 10 vom Hundert oder je abgeteilte Form bis zu 300 mg Phenobarbital, berechnet als Säure, enthalten » Daher handelt es sich bei dem verordneten Arzneimittel nicht um ein Betäubungsmittel.

  • Auf einem BtM-Rezept dürfen Nicht-BtM nur dann verordnet werden, wenn dies zusammen mit einem BtM erfolgt.
  • 1) Betäubungsmittel für Patienten, den Praxisbedarf und Tiere dürfen nur auf einem dreiteiligen amtlichen Formblatt (Betäubungsmittelrezept) verschrieben werden.
  • Das Betäubungsmittelrezept darf für das Verschreiben anderer Arzneimittel nur verwendet werden, wenn dies neben der eines Betäubungsmittels erfolgt.

Die Teile I und II der Verschreibung sind zur Vorlage in einer Apotheke, im Falle des Verschreibens von Diamorphin nach § 5a Absatz 1 zur Vorlage bei einem pharmazeutischen Unternehmer, bestimmt, Teil III verbleibt bei dem Arzt, Zahnarzt oder Tierarzt, an den das Betäubungsmittelrezept ausgegeben wurde.»

Was ist der Unterschied zwischen Midazolam und Propofol?

Midazolam Atemdämpfung, erlaubt eine bessere Wartung der Sedierung und ergab vollständige Amnesie zu geringeren Kosten, während Propofol verursacht mehr kardiovaskuläre Depression während der Induktion.

Ist Midazolam dasselbe wie Diazepam?

In vier klinischen Vergleichsstudien hat sich Midazolam bukkal bei der Beendigung von epileptischen Anfällen bei Kindern hinsichtlich der Wirksamkeit und Schnelligkeit des Wirkeintritts gegenüber der bislang zugelassenen Standardtherapie mit Diazepam rektal als entweder vergleichbar oder überlegen erwiesen.

In einer englischen Studie erhielten 42 Internat-Schüler und -Studenten mit schwerer Epilepsie (5-22 Jahre alt) bei länger andauernden Krampfanfällen (> 5 Minuten) entweder 10 mg bukkales Midazolam oder 10 mg rektales Diazepam. Innerhalb von 10 Minuten beendete Midazolam bukkal 30 von 40 Krampfanfällen (75%) und Diazepam rektal 23 von 39 (59%) (p = 0,16). Die mediane Zeit von der Verabreichung des Arzneimittels bis zum Ende des Krampfanfalls betrug 6 Minuten versus 8 Minuten zugunsten von bukkalem Midazolam, dieser Unterschied war nicht signifikant. In keiner der beiden Patientengruppen wurden klinisch bedeutsame Beeinträchtigungen von Herz oder Atmung festgestellt.13 Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung, dass bukkales Midazolam bei der Behandlung von akuten Krampfanfällen mindestens ebenso wirksam ist wie rektales Diazepam. Darüber hinaus konstatieren sie, dass die bukkale Verabreichungsform von Midazolam sozial akzeptierter und praktischer anzuwenden ist. Ebenfalls in einer englischen Studie wurde die Wirksamkeit von Midazolam bukkal und Diazepam rektal bei 177 Kindern (≥ 6 Monate) mit länger andauernden Krampfanfällen in einer Kliniknotaufnahme verglichen. Die Patienten erhielten die beiden Medikamente in einer altersabhängigen Dosierung von ungefähr 0,5 mg/kg Körpergewicht. Midazolam bukkal unterbrach innerhalb von 10 Minuten signifikant mehr Anfälle als rektales Diazepam (56% versus 27%, p < 0,001). Zudem beendete Midazolam die Krampanfälle signifikant rascher als der Vergleichswirkstoff (8 Minuten versus 15 Minuten, p = 0,01). Die Atemdepressionsrate unterschied sich in beiden Behandlungsgruppen nicht.14 Midazolam bukkal ist wirksamer als rektales Diazepam bei Kindern, die aufgrund akuter Krampfanfälle im Krankenhaus behandelt werden müssen, so das Fazit der Autoren. Im Rahmen einer weiteren Studie wurden 330 Kinder (3 Monate bis 12 Jahre) mit lang anhaltenden Anfällen in einem ugandischen Krankenhaus mit bukkalem Midazolam oder rektalem Diazepam behandelt. Die Dosis beider Antikonvulsiva betrug etwa 0,5 mg/kg. Auch in dieser Studie konnte bukkal gegebenes Midazolam die Anfälle innerhalb von 10 Minuten und ohne Rezidiv in der folgenden Stunde häufiger beenden als rektales Diazepam (69,7% versus 57,0%, p = 0,016). Dieser Unterschied wird noch deutlicher bei Betrachtung der Subgruppe der Kinder ohne Malaria (73,5% versus 44,1%, p = 0,002). Unter Midazolam entwickelten nur 8,0% der Kinder ein Rezidiv innerhalb von einer Stunde nach Kontrolle des ersten Anfalls gegenüber 17,5% der Kinder in der Diazepamgruppe (p = 0,026).15 Die Autoren schlussfolgern, dass bukkal verabreichtes Midazolam gut verträglich und in der Behandlung von Krampfanfällen wirksamer ist als rektales Diazepam. Effektivität und Verträglichkeit von bukkalem Midazolam und rektalem Diazepam wurden bei 43 Kindern zwischen 2 und 12 Jahren in einer kleineren türkischen Studie untersucht. Die Dosierungen betrugen für Midazolam 0,25 mg/kg und für Diazepam entweder 0,5 mg/kg bei Kindern unter 5 Jahren oder 0,3 mg/kg bei älteren Kindern. Innerhalb von 10 Minuten konnten 18 von 23 Patienten (76,9%) in der Midazolam-Gruppe und 17 von 20 Kindern (85,0%) in der Diazepam-Gruppe mit Erfolg behandelt werden. Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden in keiner der beiden Gruppen beobachtet.16 Die Interpretation dieser Ergebnisse: Bukkales Midazolam ist sicher und genauso effektiv wie rektales Diazepam.

See also:  Wie Oft AzelainsUre Anwendung?

In einer Metaanalyse, die sich auf die Daten von sechs klinischen Studien stützt, wurde die Wirksamkeit von nicht-intravenösem Midazolam mit der von Diazepam bei allen Applikationsformen in der Behandlung länger andauernder Krampfanfälle verglichen. Es zeigte sich, dass bukkales Midazolam dem rektalen Diazepam im Hinblick auf die Beendigung eines Anfalls überlegen war nicht-intravenöses Midazolam wurde rascher verabreicht als intravenöses Diazepam (mittlerer Unterschied 2,46 Minuten; 1,52 bis 3,39 Minuten).

Hierbei war die zwischen der Applikation des Antikonvulsivums und dem Unterbrechen des Anfalls verstrichene Zeit vergleichbar (mittlerer Unterschied 0,68 Minuten; -0,03 bis 1,39 Minuten). Ein offenkundiger Unterschied zwischen der Sicherheit von nicht-intravenösem Midazolam und derjenigen von Diazepam wurde nicht nachgewiesen17.

Die Autoren dieser Metaanalyse ziehen das Fazit, dass nicht-intravenöses Midazolam gut verträglich und wirksam zur Behandlung länger anhaltender Krampfanfälle ist. Scott-Studie: Trotz des kleinen Studienkollektivs (ein Internat mit angeschlossenen klinischen Einrichtungen), konnte Scott zeigen, dass bukkales Midazolam zur Behandlung von akuten Anfällen mindestens ebenso wirksam war wie rektales Diazepam.

  • Mpibaza: Eine Studie an ugandischen Kindern, darunter einige mit Malaria.
  • Midazolam erwies sich insgesamt als geeignete Alternative zu rektalem Diazepam aufgrund seiner einfachen Anwendung, der besseren Wirksamkeit über 1 Stunde und der länger anhaltenden antikonvulsiven Wirkung.
  • McIntyre: Eine Studie in der Notaufnahme an 177 Patienten mit einem Altersmedian von 3 Jahren.

Der Behandlungserfolg betrug 56 % bei bukkalem Midazolam und 27 % bei rektalem Diazepam. Die Atemdepressionsrate unterschied sich zwischen den beiden Gruppen nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Dormicum und Propofol?

Die Unterschiede sind: die Wirkung von Dormicum tritt verlangsamt ein, ist während der Untersuchung oberflächlicher und hält nach Ende der Untersuchung etwas länger an. Propofol wirkt deutlich schneller, intensiver, die Erholungsphase nach der Untersuchung ist kürzer.

Welche Medikamente machen einen bewusstlos?

Präventionsbüro Ronja K.O.-Mittel K.O.-Mittel ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher, schnell betäubend wirkender Substanzen (sowohl rezeptpflichtige Medikamente als auch illegale Mittel vom Schwarzmarkt), die schon in kleinen Mengen enthemmen, betäuben und handlungsunfähig, bewusstlos und willenlos machen.

GHB (Gamma-Hydroxy-Butyrat oder Gamma-Hydroxy-Buttersäure): das am häufigsten verwendete Mittel; als „Liquid-Ecstasy», „soap» oder „salty water» in der Drogenszene gehandelt; ist einem Botenstoff im menschlichen Gehirn (dem Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure) chemisch ähnlich u. wird in Stoffwechselprozessen gebildet; in der Medizin ursprünglich als Narkosemittel und zur Behandlung von Alkoholentzugserscheinungen eingesetzt, verlor jedoch aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen an Bedeutung. Barbiturate (Beruhigungs-, Schlafmittel und Antiepileptika) Benzodiazepine (Beruhigungs-, Schlafmittel, Muskelrelaxans, Antiepileptika, Psychopharmaka) Chloralhydrate (Schlafmittel) Ketamine (Schmerz-, Narkosemittel, Asthmatika) Antihistaminika Alkohol und andere Drogen

K.O.-Mittel bauen sich im Blut innerhalb weniger Stunden ab und sind dann nicht mehr in Blut und Urin nachweisbar! K.O.-Mittel werden häufig in alkoholische (Mix)Getränke oder ins Essen gemischt, um eine leichte Geschmacksnote der betäubenden Mittel zu überdecken.

  • Sie können als Tropfen, in Pulver-, Tabletten- oder fester Form (ähnlich dem Pflanzenfett) verabreicht werden.
  • Sie sind meist farb-, geruchslos und oft geschmacksneutral.
  • Manchmal ist eine leichte salzige Note festzustellen.
  • Heimlich ins Essen oder in ein Getränk gegeben, werden die Präparate gezielt eingesetzt, um vor allem Mädchen und Frauen zu betäuben, sie willenlos zu machen und anschließend auszurauben, zu misshandeln oder zu vergewaltigen.
See also:  Welche Medikamente Vertragen Sich Nicht Mit Sildenafil?

Wirkungsweise und Folgen (vorrangig GHB, da am häufigsten verwendet) Die Wirkung der K.O.-Mittel ist schwer kalkulierbar, da sehr unterschiedlich und abhängig von der körperlichen Verfassung, der Dosierung, dem Reinheitsgrad und dem zusätzlichen Konsum von Medikamenten, Alkohol und anderen Drogen.

Sie beginnt etwa 15 Minuten nach oraler Einnahme und hält bis zu drei Stunden an. Bei geringer Dosierung reicht die Wirkung von Wohlempfinden, Beruhigung, Entspannung, Enthemmung, sexueller Stimulierung, Potenzsteigerung bis hin zu Euphorie. In höheren Dosierungen können etwa 10 bis 20 Minuten nach der Einnahme Sprach- und Wahrnehmungsstörungen, Benommenheit, Bewusstseinstrübungen, Orientierungslosigkeit, Bewegungseinschränkungen, hypnotische bis narkotische Effekte, Gedächtnisstörungen und Bewusstlosigkeit auftreten.

Anästhetika – Pharmakologie (Isofluran, Lachgas, Propofol, Etomidat, Ketamin)

Die Wirkung hält etwa 1,5 bis 3 Stunden an. Insbesondere in Wechselwirkung mit Alkohol oder anderen Drogen können die Mittel Nebenwirkungen wie Krämpfe, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Atemnot bis hin zu Atemstillstand und Koma auslösen und somit bis zum Tod führen.

  1. Die Opfer schieben die Wirkung der Mittel in der Regel auf den Alkoholgenuss.
  2. Nach außen wirken die Frauen leicht angetrunken und aktiv am Geschehen beteiligt.
  3. Sie haben „offene Augen», sind aber nicht mehr in der Lage, selbstbestimmt zu handeln.
  4. Sie sind manipulierbar und fühlen sich „wie in Watte gepackt».

Zunehmend versinken sie in einen Zustand der Willenlosigkeit und Lenkbarkeit. Täter wirken für Außenstehende oft hilfsbereit und fürsorglich. Es können Freunde, Verwandte, Kollegen oder Fremde sein. Sie bieten Unterstützung an und haben dann genügend Zeit, ihr Opfer an einen anderen Ort zu bringen.

  • Später setzt plötzliche Müdigkeit ein, die zu tiefem Schlaf bis hin zur Bewusstlosigkeit führen kann, die die Täter für ihr Vorgehen nutzen und die geplante Tat vollführen.
  • Die betroffenen Mädchen und Frauen haben anschließend meist keine oder nur vage, bruchstückartige Erinnerungen an das, was passiert ist (Blackout, Filmriss).

Sie sind benommen und erwachen häufig an fremden Orten, ohne zu wissen wie, wann und mit wem sie dort hin gelangt sind. Dieser Ort muss nicht identisch mit dem Tatort sein. Ihnen ist übel und sie haben Schmerzen und/oder Verletzungen, die sie sich nicht erklären können.

Die Mädchen und Frauen stehen unter Schock und haben schreckliche Angst und Ohnmachtsgefühle. Es dauert lange, bis sie realisieren, dass ihnen Gewalt angetan wurde. Viele trauen ihren eigenen Wahrnehmungen nicht, verzweifeln an ihren Gedächtnislücken und an der Ungewissheit, was mit ihnen passiert sein könnte.

Folgen sind Panik, Ängste, Schreckhaftigkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, sowie Ekel und Misstrauen. Die Betroffenen geben sich häufig selbst die Schuld für das Geschehene, insbesondere dann, wenn Alkohol oder andere Drogen mit im Spiel waren.

  1. Die Möglichkeit, dass sie jemand willentlich betäubt hat, ziehen sie, wenn überhaupt, häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht, insbesondere dann, wenn sie den oder die Täter im nahen Umfeld vermuten.
  2. Erschwerend kommt hinzu, dass Täter, die dem Opfer bekannt sind, häufig behaupten, die Mädchen und Frauen hätten freiwillig mitgemacht, es so gewollt und alles sei einvernehmlich geschehen.

Sie erpressen zudem die Betroffenen häufig damit, alles gefilmt zu haben und die Aufnahmen jederzeit an Freunde, Eltern, Lebensgefährten etc. weiter zu geben oder zu veröffentlichen, falls sich das Opfer zu einer Aussage entschließen sollte. Dies alles hat zur Folge, dass die Mädchen und Frauen zutiefst verunsichert sind, ihren Gefühlen nicht trauen, sich schämen und schweigen.

Finden sie den Mut, sich anzuvertrauen, müssen sie häufig die schmerzhafte Erfahrung machen, dass ihnen in ihrem Umfeld und an öffentlichen Stellen nicht geglaubt wird. Dennoch sollten betroffene Mädchen und Frauen sich nicht schämen, Hilfe in Anspruch zu nehmen und über das Geschehene zu reden. Denn bei Verdacht auf K.O.-Mittel-Missbrauch ist zeitnahes Handeln geboten, da einige Substanzen nur wenige Stunden nachgewiesen werden können.

Im Blut ist das K.O.-Mittel GHB lediglich acht, im Urin bis zu zwölf Stunden nachweisbar. GHB wird im Körper vollständig in Kohlendioxid und Wasser verstoffwechselt. Mit neuen Analysemethoden können sie allerdings bis zu vier Wochen nach der Einnahme mittels einer Haaranalyse nachgewiesen werden.

Was gibt es für Tranquilizer?

Beruhigungsmittel

Wirkdauer Wirkstoff Handelsname
Mittellange Wirkung (8–12 Stunden) Lorazepam Tavor®
Lange Wirkung (> 15 Stunden) Prazepam Demetrin®
Diazepam Valium®
Nitrazepam Imeson®

Ist Tavor?

Tavor ist ein verschreibungspflichtiges Schlaf- und Beruhigungsmittel (Tranquilizer), das zur Arzneimittelgruppe der Benzodiazepine zählt. Es wird zur Behandlung von Epilepsien, als Narkosemittel und zur Beruhigung eingesetzt.

Welche Medikamente gehören zu den Benzos?

Benzodiazepine (Schlaf- und Beruhigungsmittel) wirken angstlösend (anxiolytisch), beruhigend (sedierend), muskelentspannend und schlaffördernd. Entsprechend werden diese Medikamente bei Angstzuständen, Schlafstörungen, starker Anspannung und Nervosität verwendet.

  1. Zudem weisen manche Benzodiazepine antikonvulsive (krampflösende) Eigenschaften auf und werden daher auch als Notfallmedikation bei Epilepsie (Krampfanfällen) eingesetzt.
  2. Ein weiteres Anwendungsgebiet von Benzodiazepinen ist die Narkoseeinleitung.
  3. Handelsnamen von Benzodiazepinen sind unter anderem: Xanax®, Temesta®, Seresta®, Dormicum® etc.

Bei den sogenannten Z-Medikamenten handelt es sich um Benzodiazepin-Analoga (Wirkstoffe Zolpidem und Zopiclon). Diese sind chemisch gesehen keine Benzodiazepine, wirken aber sehr ähnlich und bergen weitgehend dieselben Risiken. Die Einnahme von Benzodiazepinen und Z-Medikamenten sollte eine Dauer von zwei bis maximal acht Wochen nicht überschreiten, da sich sonst eine Abhängigkeit entwickeln kann.

Die Abhängigkeit von Benzodiazepinen kommt an dritter Stelle nach der Tabak- und Alkoholabhängigkeit. Besonders für ältere Menschen bergen Benzodiazepine grosse Risiken. Die Wirkdauer verlängert sich, weil der Körper Medikamente langsamer abbaut und dies erhöht die Gefahr, eine Abhängigkeit zu entwickeln.

Zudem reagiert das Gehirn älterer Menschen empfindlicher auf diese Medikamente und Nebenwirkungen werden häufig fälschlicherweise als Altersbeschwerden interpretiert. Benzodiazepine werden bisweilen auch mit dem Ziel sich zu berauschen eingenommen. Dies betrifft unter anderem Jugendliche.