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Welche Medikamente Machen High?

Welche Medikamente Machen High
Psychoaktive Medikamente lindern Krankheiten und Beschwerden. Falsch angewendet können sie aber unerwünschte und gefährliche Nebenwirkungen verursachen und abhängig machen. Das BAG beobachtet daher, wie sich der Konsum dieser Medikamenten entwickelt. Psychoaktive Medikamente beeinflussen das Bewusstsein und das Erleben eines Menschen; sie beruhigen zum Beispiel oder regen an.

opioidhaltige Schmerzmittel Schlaf- und Beruhigungsmittel (Benzodiazepine, Barbiturate, Z-Medikamente) opioidhaltige Hustenmittel (besonders Codein und Dextromethorphan) Anregungsmittel (zum Beispiel Ritalin) Narkosemittel und Gase (zum Beispiel Ketamin und Gamma-Hydroxybutyrat GHB)

Auch weitere Medikamente bzw. Substanzen wie Anabolika, Antidepressiva oder Appetitzügler können problematisch angewendet werden. Ob sie abhängig machen oder nicht, hängt jedoch auch von individuellen Faktoren wie der persönlichen Verfassung, dem Umfeld, der genetischen Prädisposition oder der Konsumform ab.

der starke Wunsch/Zwang, die Substanz zu konsumieren, eine verminderte Kontrollfähigkeit der Einnahme, körperliche Entzugssymptome, wie z.B. Angst, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Schwindel, die Vernachlässigung anderer Interessen, die Dosissteigerung oder ein fortgesetzter Konsum trotz Folgeschäden.

Risikoverhalten beim Medikamentenkonsum Ein Risikoverhalten bei der Einnahme von Medikamenten liegt vor, wenn das Medikament missbräuchlich, falsch oder für die Konsumierenden schädlich eingenommen wird. Das heisst:

wenn ein Medikament konsumiert wird, ohne dass es medizinisch notwendig ist, wenn eine höhere Dosis als verordnet eingenommen wird, wenn das Medikament länger als verordnet konsumiert wird, wenn das Medikament aus anderen Gründen als verordnet eingenommen wird oder wenn das Medikament anders als verordnet angewendet wird (z.B. geraucht, geschnupft).

Das Risikoverhalten kann in einer Abhängigkeit münden. Schleichende Entwicklung einer Abhängigkeit Psychoaktiven Medikamente sind grösstenteils verschreibungspflichtig oder unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. Eine Medikamentenabhängigkeit kann sich schleichend aus einer ursprünglich therapeutisch angemessenen, ärztlich kontrollierten Verschreibung entwickeln.

Betroffene suchen in der Regel nicht den Rausch, sondern ein gutes Alltagsbefinden. Daher erkennen sie und auch ihr Umfeld eine Medikamentenabhängigkeit oft erst sehr spät. Gerade ältere Menschen und chronische Schmerzpatientinnen und -patienten sind gefährdet. Auch konsumieren Frauen häufiger psychoaktive Medikamente als Männer.

Medikamente sollen negative Symptome wie Schmerzen, Schlafstörungen oder Ängste beseitigen, werden aber auch eingenommen, um die geistige oder körperliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Zudem haben opioidhaltige Schmerzmittel eine leicht euphorisierende Wirkung.

Die Diagnose einer Medikamentenabhängigkeit ist nicht einfach: Entzugserscheinungen beim Absetzen des Medikamentes werden oft als Wiederauftreten der Ausgangsbeschwerden gedeutet. Behandlung der Medikamentenabhängigkeit Liegt eine Abhängigkeit vor, wird ein stationärer oder ambulanter Entzug empfohlen.

Ein abruptes Absetzen der Medikamente kann mit schweren Entzugserscheinungen und Komplikationen verbunden sein. Professionelle Hilfe wird aufgrund der teils psychisch und körperlich sehr belastenden Entzugserscheinungen empfohlen. Zentral ist es, die Dosis schrittweise herabzusetzen, um schwere Entzugserscheinungen zu vermeiden.

  1. Prävention von problematischem Medikamentenkonsum Anders als Substanzen wie Alkohol, Drogen oder Tabak sollen psychoaktive Medikamente gesundheitliche Probleme grundsätzlich lindern.
  2. Das macht die Prävention von problematischem Medikamentenkonsum sehr herausfordernd.
  3. Wichtige Akteure in der Prävention und Früherkennung sind Gesundheitsfachpersonen.

Ärztinnen und Ärzte verschreiben die Medikamente und stehen in direktem Kontakt mit den Patientinnen und Patienten. Wichtig ist, dass sie die Medikamente unter Anwendung der 4-K-Regel verschreiben:

klare Indikation, kleine Dosis, kurze Anwendung und kein abruptes Absetzen.

Auch sind alternative Behandlungsmöglichkeiten wie psychologische und verhaltenstherapeutische Massnahmen zu prüfen. Zudem sind Apothekerinnen und Apotheker oder Mitarbeitende in Spitex-Organisationen und Heimen häufig bei der Abgabe oder Verabreichung von Medikamenten involviert.

Sind sie entsprechend sensibilisiert, können sie Auffälligkeiten erkennen und frühzeitig intervenieren. Verschiedene Suchtberatungs- und Präventionsfachstellen stellen Informationsangebote und -unterlagen zu Medikamenten zur Verfügung und leisten Aufklärungsarbeit für die Bevölkerung und für Fachpersonen.

Hilfe bei Medikamentenabhängigkeit Es ist zentral, dass sich Betroffene professionelle Hilfe suchen. Eine wichtige Anlaufstelle sind Hausärztinnen und Hausärzte. Bei Suchtproblemen gibt es lokale Beratungsstellen. Viele Suchtbetroffene finden zudem Unterstützung durch Selbsthilfegruppen sehr entlastend.

Welches rezeptfreie Medikament macht high?

Dextromethorphan – Mittlerweile ein Klassiker unter den rezeptfreien Rauschdrogen ist Dextromethorphan, in der Szene unter anderem als „DXM», „CCC», „Triple C», „Skittles» und „Robo» bekannt. Das mit Opioiden verwandte Dextromethorphan hemmt NMDA- Rezeptoren und stimuliert Sigma-1- und 5-HT-Rezeptoren.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch (Einzeldosis bis 30 mg, Tagesmaximaldosis 120 mg) macht man sich die zentral antitussive Wirkung zunutze. OTC-Präparate sind beispielsweise Wick ® MediNait, Wick ® DayMed Erkältungs-Kapseln für den Tag, Wick ® Husten-Pastillen gegen Reizhusten mit Honig, Hustenstiller-ratiopharm ®, NeoTussan Hustensaft und Silomat ® DMP.

In therapeutischen Dosen hat Dextromethorphan keine analgetischen oder atemdepressiven Effekte und nur ein geringes Abhängigkeitspotenzial. Bei mehrfacher Überdosierung wirkt es jedoch euphorisierend und kann Rauscherlebnisse und psychotische Zustände mit Halluzinationen hervorrufen, aber auch Blutdruckabfall, Tachykardie und Atemdepression.

Vor Kurzem warnte die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) im Zusammenhang mit Dextromethorphan-Missbrauch vor dem lebensbedrohlichen Serotonin-Syndrom, das vor allem durch pharmakodynamische Wechselwirkungen mit ähnlich wirkenden Drogen wie Kokain, Amphetamin (Ecstasy) und Lyserg­säurediethylamid (LSD) gefährlich werden kann.

Eine Überdosierung wird schneller erreicht, wenn Dextromethorphan zusammen mit CYP2D6-inhibierenden Arzneistoffen eingenommen wird, die seinen Abbau hemmen (z. B. Fluoxetin, Cimetidin, Ritonavir, Chinin). Der pulverisierte Arzneistoff scheint aber auch in Wasserpfeifen geraucht zu werden.

  • Anwender unterscheiden vier verschiedene Stufen des High-Seins auf Dextromethorphan.
  • Die erste wird oft als „breit-sein» beschrieben, die zweite ist ein Zustand, der einem Alkoholrausch ähnlich ist, aber meist angenehmer empfunden wird.
  • Auf den letzten beiden Stufen kann es zu sehr intensiven Rauscherfahrungen kommen bis hin zu außerkörperlichen und Nah-Tod-Erfahrungen.

Um die vierte Stufe zu erreichen, müsste einem Dosis-Rechner zufolge eine 70 kg schwere Person etwa das 35-Fache der therapeutischen Dosis Dextrometh­orphan zu sich nehmen. In den Foren wird vor diesen Dosierungen gewarnt, da es zu allergischen Reaktionen, schlechten Trips, Wahnvorstellungen und Vergiftungen kommen kann.

  1. Plötzlich realisierte ich, dass ich gefangen war.
  2. Eine kalte, klare Intelligenz sagte mir ohne Worte, so etwas wie ‚Jetzt ist es zu spät, Du bist für immer gefangen, in einem ewigen Kreislauf, ein Kurzschluss im Gehirn,‘» so die Beschreibung eines anonymen Users.
  3. Als Langzeitschäden sind psychische Abhängigkeit, Depression, Auslösung latenter Psychosen und irreversible Gehirnschäden bekannt.

In den USA gab es bereits Todesfälle, weshalb einige US-Bundesstaaten mittlerweile die Abgabe an Jugendliche unter 18 Jahren untersagen. In Europa wurden 2016 im Zuge eines Risikobewertungsverfahrens Hinweise auf das Missbrauchspotenzial in die Produktinformationen aufgenommen.

Welches legale Medikament macht high?

Der legale Rausch – Hustensaft als harte Droge Ganz legal kann man sich in der Apotheke Drogen holen – ohne Rezept! Darüber tauschen sich Drogeninteressierte auch im Internet aus. «Dextrometorphan» (DXM) heißt der Wirkstoff, enthalten in den meisten rezeptfreien Hustenmitteln.

In größerer Dosis wirkt der Stoff wie eine harte Droge – es können schnell schwere Rauschzustände erreicht werden, die LSD- oder Opium-Trips in nichts nachstehen – auch wenn die Konsumenten betonen, die DXM-Trips seien «mit nichts vergleichbar». Viele DXM-Junkies sind minderjährig und experimentierfreudig.

Über die massiven Gefahren von DXM – insbesondere in Kombination mit anderen Medikamenten, Alkohol oder auch nur Grapefruitsaft – wissen sie nichts. Das für eine mögliche Rezeptpflicht zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hielt bisher das Problem wegen geringer Verbreitung («zwei bis drei Fälle pro Jahr») für unbedeutend.

Erst durch Panorama erfuhr man dort, dass es weit mehr Fälle gibt und sicherte zu, «den Fällen intensiv nachzugehen». Die Hersteller der Hustenmittel verweisen auf den «Bundesverband der Arzneimittelhersteller». Dessen Geschäftsführer Bernd Eberwein erklärt, man wolle die bisher ablehnende Position zu einer Rezeptpflicht «prüfen».

: Der legale Rausch – Hustensaft als harte Droge

Was aus der Apotheke macht high?

In manchen harmlosen Medikamenten, die Patienten rezeptfrei in jeder Apotheke bekommen, stecken Stoffe, die ähnlich wie Drogen wirken. Sie können süchtig machen oder als Ersatzdroge dienen.

Manche Mittel gegen Allergien, Erkältung und Schmerzen sind gefährlich. Auch rezeptfreie Medikamente sollten Sie nicht ständig nehmen. Viel nutzt nicht viel, sondern schadet eher – das gilt auch für Arzneimittel.

Medikamentensucht ist eher bekannt im Zusammenhang mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, etwa schweren Schlafmitteln, Doch bergen auch manche rezeptfreie Mittel dieses Risiko. „Diese Gefahr besteht durch Missbrauch, also wenn die entsprechenden Medikamente nicht bestimmungsgemäß, in zu hoher Dosierung oder über einen längeren Zeitraum verwendet werden «, warnt Gerd Glaeske, Leiter Abteilung Gesundheitspolitik, Arzneimittelversorgungsforschung, -beratung und -information an der Universität Bremen.

Pseudoephedrin – dabei handelt es sich um ein Amphetamin-Derivat. Es lässt die Nasenschleimhaut abschwellen und wirkt daneben leicht stimulierend. Pseudoephedrin ist zwar nicht so stark wie das wegen seiner Nebenwirkung verbotene Ephedrin. Dafür ist es aber Inhaltsstoff vieler Mittel gegen Schnupfen, Erkältung und Grippe, etwa Complex, Rhinopront Kombi, Spalt Grippal und Wick DuoGrippal. Dextromethorphan – der Hustenstiller kann in hoher Dosierung ähnlich wie ein Serotonin- und Dopamin-Wiederaufnahmehemmer wirken, also die Stimmung verbessern. Mancher Hustensaft enthält den Wirkstoff, beispielsweise Wick Hustensirup, Neotussan Hustensaft und Hustenmittel, die den Wirkstoffnamen tragen.

Welche Medikamente zählen als Drogen?

Benzodiazepine: Tödliche Gefahr durch Sucht auf Rezept Starke Beruhigungs- und Schmerzmittel wie Benzodiazepine werden auch als Partydroge missbraucht. Ein gefährlicher Trend. Denn oft werden sie ganz legal verschrieben. Der Missbrauch des als Partydroge verherrlichten Medikaments endet nicht selten tödlich.

Als Marco gefunden wurde, war er schon mehrere Tage tot. Die Ursache: Eine Überdosis Tramadol, ein synthetisches Opioid, das als starkes Schmerzmittel eingesetzt wird. In seinem Blut wurden neben Alkohol und einem Medikament gegen auch Benzodiazepine gefunden, starke Beruhigungsmittel, die er vom Arzt verschrieben bekommen hat.

Ein tödlicher Cocktail. Tanja Albroscheits Sohn war Medikamenten-abhängig und 23 Jahre alt, als er starb. Seitdem ist Tanjas Leben ein anderes: Innerlich bin ich eigentlich zerstört. Doch schon zuvor ging sie durch die Hölle, versuchte vergeblich Marco zu helfen.

Benzodiazepine, kurz Benzos, sind zentral wirksame psychoaktive Substanzen mit beruhigenden und angstlösenden, aber auch mit krampflösenden und schlaffördernden Eigenschaften. Sie werden vor allem bei, Erregungs-, Spannungs- und Unruhezuständen sowie psychotischen Symptomen, aber auch als Beruhigungsmittel vor operativen Eingriffen, bei epileptischen Anfällen, Fieberkrämpfen und anderen Zuständen mit erhöhter Muskelanspannung eingesetzt. Bei Benzodiazepinen besteht ein hoher Gewöhnungseffekt mit erheblicher Gefahr einer Abhängigkeit. Die bekanntesten Wirkstoffe der Benzodiazepine sind Alprazolam (Xanax) und Diazepam (Valium). Auch Midazolam (Dormicum), ein Schlafmittel, und Lorazepam (Tavor) gehören dazu. Ketamin ist ein Narkosemittel, kommt hier aber kaum noch zum Einsatz, da die Substanz Nebenwirkungen (Halluzinationen) auslösen kann. Notärzte nutzen es, um zum Beispiel starke Schmerzen zu stillen und den Kreislauf stabil zu halten. In der Partyszene ist es unter dem Namen Special K oder K im Umlauf. Es kann zu Bewusstseinszuständen führen, die Nahtoderlebnissen ähneln. Ketamin hat großes Abhängigkeitspotenzial. Unter ärztlicher Aufsicht wird, Opiate sind Betäubungsmittel, die aus der Mohnpflanze gewonnen werden. Dazu gehören die Medikamente Codein und, Die chemische Grundstruktur der Opiate kann im Labor synthetisch hergestellt werden. Man spricht dann von Opioiden. Dazu gehören zum Beispiel die Medikamente Oxycodon, Tilidin, Tramadol, Fentanyl und Methadon. Vor allem Tilidin und Fentanyl werden als Drogen missbraucht.

Wie Marco konsumieren viele Jugendliche Medikamente wie Benzodiazepine oder Opiate zunächst als Partydrogen. Sie dämpfen die eigene Wahrnehmung und unangenehme Empfindungen. Benzos kommen oft ins Spiel, wenn es ums «Runterkommen» geht. Sie blockieren Ängste und wirken entspannend.

Laut Bundesgesundheitsministerium sind in Deutschland schätzungsweise 2,3 Millionen Menschen medikamentenabhängig. Im Epidemiologischen Suchtsurvey von 2021 geht man davon aus, dass sogar bei etwa 2,9 Millionen Menschen in Deutschland ein problematischer Medikamentengebrauch vorliegt. In seinem, dass im vergangenen Jahr 482 Menschen in Verbindung mit psychoaktiven Medikamenten gestorben sind. Auch jungen Menschen werden diese Substanzen verstärkt verschrieben: Allein bei den gesetzlichen Krankenkassen wurde für das Jahr 2021 gemeldet, dass unter 18-Jährigen 3,4 Millionen Tagesdosen an Benzodiazepinen, Z-Drugs und Opioiden verabreicht wurden.

Viele Ärzte fragen nicht genug nach. Das kritisiert auch Falk Kiefer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie und Ärztlicher Direktor am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim: Die meisten Ärzte kennen das Problem.

  • Aber für viele gibt es neben dem Erwartungsdruck der Patienten oft zu wenig Zeit für eine intensive Hinterfragung des Verordnungswunsches und eine Besprechung von Alternativen dazu», erklärt er weiter.
  • Manche verschreiben die Substanzen auch auf Privatrezepten.
  • Marco hat sich die sogar gefälscht. Prof.

Dr. Falk Kiefer, Präsident Deutsche Gesellschaft ‎für Suchtforschung und ‎Suchttherapie, klärt über die Gefahren des Medikamentenmissbrauchs sowie der Einstiegesdroge Cannabis auf und hat Tipps für Eltern von betroffenen Jugendlichen. Seine Mutter Tanja Albroscheit kann nicht verstehen, warum diese Wirkstoffe nicht auf speziellen Betäubungsmittelrezepten verschrieben werden müssen, um den Missbrauch einzudämmen.

Etamin zum Beispiel unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz, ebenso wie die meisten Benzodiazepin-Präparate. Ärzte dürfen sie auf ganz normalen Rezepten verordnen. Der Psychiater und Psychotherapeut Kiefer sieht hier für die Benzodiazepine keinen Änderungsbedarf, denn diese sind für viele Patienten in Krisen wichtig: Wenn sie sinnvoll eingesetzt werden, sind Benzodiazepine in Akutsituationen extrem hilfreich für Patientinnen und Patienten.

Benzodiazepine sind Schlaf- und Beruhigungsmittel mit enormem Suchtpotenzial. Trotzdem werden sie oft und gern verschrieben – zu oft. Betroffende berichten, wie massiv Nebenwirkungen und wie schwierig der Entzug für sie sind. Der Ausschuss, der diese Regelung überprüft, unterliegt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM.

Das Betäubungsmittelgesetz regelt den Umgang und den Verkehr mit Betäubungsmitteln. Die Überwachung unterliegt der Opiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Hier wird auch entschieden, ob eine Substanz oder ein Medikament in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen wird. Grundlage hier ist: «Ein Stoff oder eine Zubereitung wird in die Anlagen aufgenommen, wenn dies nach wissenschaftlicher Erkenntnis wegen der Wirkungsweise vor allem im Hinblick auf das Hervorrufen einer Abhängigkeit erforderlich ist. Auch das Ausmaß der missbräuchlichen Verwendung, die unmittelbare oder mittelbare Gefährdung der Gesundheit oder die Möglichkeit, daraus BtM herzustellen, kann zur Aufnahme eines Stoffes in die Anlagen führen.» Viele Medikamente, deren Wirkstoffe dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, dürfen nur auf speziellen Betäubungsmittelrezepten verschrieben werden. Diese müssen Ärzte über die Bundesopiumstelle beziehen. Auf ihnen ist eine individuelle Nummer, die dem verordnenden Arzt zugeordnet ist. BTM-Rezepte sind besonders fälschungssicher und ihre Ausgabe wird von den Gesundheitsämtern überprüft. Es gibt sie in dreifacher Ausfertigung, da Ärzte und Apotheken Betäubungsmittelrezepte über einen langen Zeitraum aufbewahren müssen. Nicht alle Wirkstoffe, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, brauchen für die Verschreibung ein spezielles Betäubungsmittelrezept, zum Beispiel einige Benzodiazepine. Bestimmte Dosisstärken dürfen auf einem «normalen Rezept» verschrieben und von den Apotheken abgegeben werden.

Und bezüglich der Frage, ob Ketamin nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen sollte, bezieht sich das BfArm auf einen Beschluss aus dem Jahr 2014: «Mit Hinweis auf eine nur geringe Zahl von Abzweigungen aus legalen Quellen und einem hohen Bedarf der Substanz im medizinischen Bereich sah der Ausschuss keinen Anhalt für eine Unterstellung unter die betäubungsmittelrechtlichen Regelungen, die wiederum zu erheblichen Kostensteigerungen bei Importeuren, Herstellern, Händlern, Apotheken, Ärztinnen und Ärzten sowie im Rettungswesen führen würde.» Wie wirksam sind Antidepressiva? Tanja Albroscheit hat sich mit anderen betroffenen Eltern vernetzt. Der Jugenddrogenberater Matthias Rost warnt vor zunehmendem Missbrauch verschreibungspflichtiger Schlaf- und Beruhigungsmittel, sogenannter Benzos. Warum junge Menschen sie nehmen. Zur Merkliste hinzugefügt Zur Merkliste hinzugefügt HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert. Bitte beachten Sie die des ZDF. An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört.

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Welche Medikamente wirken wie Koks?

Verlängerte Wirkung – Das Wiener Forschungsteam konnte schließlich zeigen, dass Levamisol durch die Umwandlung zu Aminorex tatsächlich in ähnlicher Weise aktivierend wirkt wie Kokain. Das Besondere war der Zeitpunkt der Wirkung: Sie tritt nach Einnahme von Levamisol erst dann ein, wenn die Wirkung von Kokain bereits nachlässt.

Dies könnte ein Grund dafür sein, warum Levamisol sich so stark in illegal hergestelltem Kokain verbreitet hat. Es vergrößert nicht nur auf relativ billige Art und Weise das Volumen von Kokain und damit auch den Profit von Drogenhändlern, Levamisol scheint die Wirkung von Kokain auch noch zu verlängern.

Konsumierende könnten in den Glauben verfallen, besonders lang wirkendes Kokain eingenommen zu haben.

Wie viel Vomex um high zu werden?

OTC-Missbrauch: Von Vomex-Partys und Loperamid-Rausch Was man so alles missbräuchlich mit Arzneimitteln anstellen kann, lernen Apotheker nicht unbedingt an der Uni. Bei den Hamburger Suchttherapietagen erklärte ein Arzt und Suchttherapeut, welche Arzneimittel als Rauschmittel missbraucht werden – und wie.«Der Unterschied zwischen einem Arzneistoff und einem Rauschmittel ist oft nicht die Chemie, sondern der Zustand des Anwenders», erklärte Dr.

  • Heinrich Elsner, Leitender Arzt der Krisenhilfe Bochum, einer Jugend- und Drogenberatung sowie Methadonambulanz.
  • So habe beispielsweise das Stimulans Methylphenidat bei ADHS-Patienten durchaus einen beruhigenden Effekt.
  • Bei Menschen ohne ADHS wirke es dagegen ähnlich wie Kokain oder Speed.
  • Auch einige Triptane hätten bei Anwendern, die nicht an Migräne leiden, eine Amphetamin-ähnliche Wirkung.
See also:  Welche Medikamente Bei Hagelkorn?

«Eine Tablette Naratriptan reicht für Menschen, die nicht daran gewöhnt sind, um problemlos eine Nacht durchzufeiern», berichtete Elsner. Ebenso wirken Kombinationsmittel mit Pseudoephedrin bei gesunden Anwendern aufputschend. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie wies darauf hin, dass das Allergiepräparat Reactine ® duo 120 mg Pseudoephedrinhydrochlorid enthält, während Erkältungspräparate wie Aspirin ® complex und Boxagrippal ® mit deutlich weniger auskommen, nämlich 30 mg.

Als «Polytoxikomanie in einem einzigen Medikament» bezeichnete er Wick ® Medinait: «Hier findet sich mit Ephedrin ein Stimulans, mit Dextromethorphan ein Halluzinogen und mit Doxylamin ein sogenannter Downer», erklärte Elsner. Außerdem ist Paracetamol enthalten, das laut Elsner auch auf das Endocannabinoid-System wirkt, sowie Alkohol.

Missbraucht wird auch das mit Ephedrin verwandte Sympathomimetikum Phenylpropanolamin, das in Wick ® DayMed und Basoplex ® Erkältungskapseln enthalten ist. Eines der am häufigsten missbrauchten Arzneimittel aus dem nicht verschreibungspflichtigen Bereich ist wohl Dextromethorphan (DXM oder DXP).

Deutlich überdosiert im Vergleich zur üblichen Dosis bei Husten, kann es Halluzinationen hervorrufen. Um den gewünschten Rauschzustand zu erreichen, gebe es im Internet sogar DXM-Rechner zur optimalen Dosisfindung, sagte Elsner. Die Website www.dxm-info.weebly.com empfiehlt Hustenstiller-ratiopharm Dextromethorphan als «Präparat der Wahl».

Es habe den höchsten Wirkstoffanteil und sei noch dazu preisgünstig. Das Portal rät dazu, online bei Versandhändlern zu bestellen. Dort erhalte man zwar nicht mehr als drei Packungen pro Bestellung, «aber das kann einem ja egal sein, wenn die Versandkosten nicht existieren», heißt es auf der Website.

Das Portal nennt explizit besonders günstige Versandapotheken und erklärt genauestens, mit welcher Dosierung pro Kilogramm Körpergewicht welcher Effekt erreicht wird, inklusive Tipps für «Geübte».Bei Schülern beliebt seien derzeit sogenannte Vomex-Partys. Das Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen enthält bekanntlich Dimenhydrinat, ein Salz aus Diphenhydramin und 8-Chlortheophyllin.

Diphenhydramin wirke in hohen Dosen halluzinogen, so Elsner. Die Nutzer zerkleinern die Dragees, damit die Wirkung schneller eintritt. In vielen Haushalten vorhanden ist auch Loperamid gegen Durchfall. Normalerweise wird das Opioid im Darm von den Endothelzellen zwar aufgenommen, aber über das p-Glykoprotein sofort wieder ausgeschieden, sodass es nur an Opioid-Rezeptoren der Darmwand wirkt.

Doch das Transportprotein lässt sich einfach blockieren: «Ein Glas Grapefruitsaft vor der Loperamid-Einnahme genügt», so Elsner. Das funktioniere auch mit Chinin und sei vor Einführung der Verschreibungspflicht häufig mit Limptar ® gemacht worden. Eine andere Möglichkeit, um einen Opioid-Rausch mit Loperamid zu erleben, sei es, das in den Hartkapseln enthaltene Pulver zu rauchen.

(dh) : OTC-Missbrauch: Von Vomex-Partys und Loperamid-Rausch

Welche Schmerztabletten machen high?

Schmerzmittel als Einstiegsdroge – Es gibt kaum noch eine Gemeinde in den USA, die von der grassierenden Heroin- und Schmerzmittel-Epidemie nicht betroffen ist. Schmerztabletten, die hochgradig süchtig machende Opioide wie Oxycodon oder Hydrocodon enthalten und in den USA wie Candies verschrieben werden, sind heute für weiße Amerikaner zwischen 18 und 30 Jahren die führende Einstiegsdroge.

  • Sie lösen einen ähnlichen Rausch aus wie Heroin.
  • Wer eine Krankenversicherung besitzt, die die Rezeptkosten trägt, macht die Pillen zu Cash und wechselt zu Heroin, das spottbillig aus Mexiko kommt.
  • Es überschwemmt Amerikas Hinterland, Kleinstädte und Vororte.
  • Inzwischen wird es, um den High zu verstärken, mit der synthetischen Droge Fentanyl gestreckt.

Die ist 100 Mal stärker als Morphium.

Was kann man alles Sniefen?

Drogen Sniefen – Manche Drogen werden durch ein Röhrchen in die Nase gezogen, vor allem Kokain und Speed. Auch Heroin kann man „sniefen» („Schnupfen»). Die Risiken beim Sniefen sind geringer als beim Spritzen. Aber Achtung: Über winzige Verletzungen in der Nasenschleimhaut, die beim Sniefen leicht entstehen, können Hepatitis -Viren an und in die Röhrchen gelangen und auf andere übertragen werden.

Welcher Hustensaft um high zu werden?

Eltern sollten ein Vorbild sein – Rund 160’000 Menschen in der Schweiz sind von Schlaf- und Beruhigungsmitteln abhängig und über 60’000 nehmen täglich oder fast täglich starke Schmerzmittel ein. Die Suchtgefahr ist bei Medikamenten auf der Basis von Benzodiazepinen oder benzodiazepinähnlichen Stoffen sowie bei Opiaten besonders gross.

  1. Jugendliche sind von Medikamentensucht nur selten betroffen.
  2. Etwa 0,1 Prozent der Jugendlichen verwenden regelmässig Schlaf- und Beruhigungsmittel.
  3. Dennoch müssen sich Eltern bewusst sein, dass ihr Umgang mit Medikamenten für ihr Kind prägend ist.
  4. Wenn Kinder ihre Eltern oft beim Schlucken von Medikamenten beobachten oder bei kleinen Beschwerden sofort welche erhalten, erhöht sich ihr Risiko, dass sie später als Erwachsene rasch und häufig zu Medikamenten greifen.

* Name von der Redaktion geändert Das Wichtigste zum Thema

Opiate wie Dextromethorphan oder Codein, die in Hustenmitteln enthalten sind, haben in hohen Dosen eine berauschende Wirkung, können unterschiedliche Gemütszustände hervorrufen und süchtig machen. In Form von Hustentropfen ein rezeptfreies und erschwingliches Mittel, das besonders zum Wochenende hin in Apotheken häufig gekauft wird. Erfahren Sie im Artikel, weshalb vor allem die Kombination mit Alkohol so gefährlich ist und welche Folgen nach dem Konsum auftreten können. Nicht nur Hustensaft, sondern auch andere vermeintlich ungefährliche Substanzen werden von jungen Erwachsenen für den Rausch missbraucht. Welche das sind, erfahren Sie im Artikel. Wie können Eltern mit ihren Kindern über den bedenklichen Konsum sprechen und signalisieren, dass sie Hilfe und Sicherheit bieten? In jedem Fall ist darauf zu achten, dass dem Jugendlichen keine Vorwürfe gemacht werden und ein Interesse seitens der Eltern besteht, um die Gründe für den Konsum zu erfahren. Weitere Expertentipps finden Sie im vollständigen Text.

Welche Medikamente Machen High

Was macht schnell high?

9. Spannende Aktivitäten – Welche Medikamente Machen High Schon mal Bungee-Jumping gemacht oder Downhill-Mountainbiken ausprobiert? Wenn ja, dann weißt Du genau, warum wir diese Art von Aktivitäten in unsere Liste aufgenommen haben. Aufregende Aktivitäten und Abenteuersportarten lösen einen der ältesten chemischen Prozesse im menschlichen Körper aus – einen Adrenalinschub, der durch unsere natürliche «Kampf-oder-Flucht»-Reaktion katalysiert wird.

Bluthochdruck Schwindel Erhöhte Sinne und Wachsamkeit Gestochen scharfer Fokus Erhöhte Kraft und verringerte Ermüdung Energiestöße Verringertes Schmerzempfinden

Welche Medikamente wirken wie Speed?

Medikamentenmissbrauch – Auf Droge durch Arzneimittel von Matthias Bastigkeit, Geschendorf 15 Millionen Amerikaner und zunehmend auch Deutsche missbrauchen Arzneimittel als Drogenersatz. Alarmierend ist, dass sich unter den Konsumenten vermehrt Jugendliche befinden.

Nicht selten empfinden diese den Missbrauch nicht einmal als Drogenkonsum, da die Anwendung nicht invasiv, sondern oral erfolgt. Der Missbrauch von Medikamenten hat sich »im Land der unbegrenzten Möglichkeiten« seit Anfang der 90er-Jahre verdoppelt. Das US-National Center on Addiction and Substance Abuse (CASA) schätzt die Zahl derjenigen, die verschreibungspflichtige Opioide, Beruhigungsmittel oder ZNS-Stimulantien zweckentfremden, auf mittlerweile 15 Millionen.

Alarmierend ist, dass verstärkt auch Jugendliche Gefallen am Ausprobieren von Medikamenten als Ersatzdrogen finden. Hier haben sich die Zahlen sogar verdreifacht. Im (fast) rechtsfreien Raum der Chatforen tauschen sie Erfahrungen aus, geben Tipps und prahlen mit Tripberichten.

Selten empfinden sie den Missbrauch als Drogenkonsum, da die Anwendung meist nicht invasiv, sondern oral erfolgt. »Erprobte Konsumenten« schrecken jedoch auch vor Spritze und Kanüle nicht zurück. Immer häufiger wird zudem auch nasal appliziert. Der Rausch ist dadurch länger und wirkungsvoller, weil der First-pass-Effekt gemindert wird.

Hustenmittel als Droge Derzeit ist der Missbrauch freiverkäuflicher dextromethorphanhaltiger Hustenblocker (zum Beispiel Hustenstiller ratiopharm ®, Neo Tussan ® Wick Formel 44 Hustenstiller ® ) in Mode. Sowohl die Schweizer Vergiftungszentrale als auch die Apothekerkammer Schleswig-Holstein warnen vor Missbrauch.

  • Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) rät ebenfalls davon ab, größere Mengen dieser Arzneimittel abzugeben.
  • Dextrometorphan (DMX) greift im Hustenzentrum der Medulla oblongata an und dämpft so zentral den Hustenreiz.
  • Verglichen mit Codeinphosphat wirkt DMX stärker auf die Hustenintensität und etwa gleich stark auf die -frequenz.

Weiterhin werden dem Pharmakon antikonvulsive und neuroprotektive Effekte bei cerebraler Ischämie zugesprochen, die vermutlich auf Wechselwirkungen mit Opioid-Rezeptoren vom Sigma-Typ beruhen. Zudem wirkt es antagonistisch am NMDA-Rezeptor. Nach oraler Einnahme wird die Substanz rasch resorbiert und in der Leber umgewandelt.

  1. Der Hauptmetabolit Dextrophan wirkt stark hustendämpfend.
  2. DXM wirkt nicht analgetisch.
  3. Zur Hustenstillung werden täglich drei- bis viermal 30 mg DXM empfohlen.
  4. In dieser Dosierung ist die sedierende Wirkung nur schwach ausgeprägt.
  5. Der Weg vom Arzneimittel zur psychotropen Substanz ist dosisabhängig.
  6. Sowohl die für den Rausch als auch für eine Überdosierung nötige Menge ist individuell sehr unterschiedlich, was auf genetischen Faktoren beruhen könnte.

Nach oraler Einnahme tritt die Wirkung rasch ein. Der Rausch hält bis zu sechs Stunden an. Bei Überdosierung im Rahmen eines Missbrauchs kommt es zu unerwünschten Effekten wie Somnolenz, Verwirrtheit, unkoordinierten Bewegungen, Agitation, Tachykardie und Mydriasis.

In schweren Fällen können zusätzlich eine hypertone Krise, Krämpfe, Koma, Muskelschäden und Psychosen auftreten. Zudem tritt DMX mit zahlreichen zentralwirksamen Stoffen in Wechselwirkung. So verstärken Alkohol oder die gleichzeitige Einnahme von Antihistaminika die Wirkung; die gemeinsame Gabe mit MAO-Hemmern kann ein serotonerges Syndrom auslösen.

Diphenhydramin und Doxylamin H 1 -Antihistaminika der älteren Generation wie Diphenhydramin und Doxylamin erfreuen sich in der Drogenszene ebenfalls großer Beliebtheit. Sie besitzen eine nahezu chamäleonartige Wirk- und Indikationsbreite und werden als Antihistaminikum, Sedativum, Antivertiginosum und Antitussivum eingesetzt.

  1. Ihre therapeutische Breite ist sehr gering.
  2. Die toxische Dosis beträgt bei Kindern 2 mg/kg Körpergewicht (KG), bei Erwachsenen 15mg/kg KG.
  3. Beide Antihistaminika wirken als reversible und inverse Antagonisten an zentralen H 1 -Rezeptoren im limbischen System, im Hypothalamus und in der Formatio reticularis.

Dabei verdrängen sie Histamin nicht kompetitiv von seinem Rezeptor – vielmehr handelt es sich beim H 1 -Rezeptor um eine G-Protein-gekoppelte Bindungsstelle, die durch Antihistaminika in die inaktive Form überführt wird und somit nicht mehr auf Histamin anspricht.

  • Nach Einnahme einer toxischen Dosis treten Vergiftungserscheinungen nach einer bis achtzehn Stunden ein.
  • Diphenhydramin besitzt, besonders bei Überdosierung, ausgeprägte anticholinerge Eigenschaften.
  • Es kommt zur Ausbildung eines anticholinergen Syndroms.
  • Bei Dauergebrauch kann es zu Nierenschäden kommen.

Nicht selten werden die Antihistaminika auch mit Dextrometorphan kombiniert. Der Trip soll besonders bewusst wahrgenommen werden und lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Bei Überdosierung kann sich ein anticholinerges Syndrom ausbilden. Dieses Krankheitsbild ist ein schwerer, lebensbedrohlicher Notfall.

  1. Alle Organsysteme und Funktionen, in die Acetylcholin als Transmitter eingebunden ist, werden gestört.
  2. Das Bild ähnelt einer Vergiftung mit Nachtschattengewächsen.
  3. Auch diese wirken parasympatholytisch.
  4. Typische Anzeichen sind Unruhe, Erregungszustände, Halluzinationen, Miktionsstörungen, Tachykardie, Pupillenerweiterung und trockene Schleimhäute.

Methylphenidat als Ersatz-Speed In Drogenkreisen wird Methylphenidat (Ritalin ® ) als »Ersatz-Speed« gehandelt. Zur Verwendung als Rauschdroge werden die Tabletten zumeist oral eingenommen oder auch pulverisiert durch die Nase geschnieft. Einige Abhängige lösen sie in Wasser auf und spritzen sie sich.

  1. Typisch für einen Amphetaminmissbrauch sind Schlafstörungen, Gereiztheit, Erregungszustände, Appetitmangel und Schwindelgefühl.
  2. Oft weisen die Konsumenten starke Persönlichkeitsveränderungen auf.
  3. Örperliche Symptome sind Tremor, Kopfschmerzen, Durchfall und Tachykardie.
  4. Der Hersteller warnt im Beipackzettel vor einem »psychischen Abhängigkeitspotenzial bei nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch«.

Methylphenidat wird rasch und vollständig resorbiert. Die Bindung an Plasmaproteine ist mit 10 bis 33 Prozent relativ gering. Die Wirkdauer liegt zwischen einer und vier Stunden. Bei oraler oder intravenöser Applikation wird der Transportmechanismus des Neurotransmitters Dopamin blockiert, wodurch dessen Konzentration im Gehirn ansteigt.

  1. Wie alle Amphetamine wirkt auch Methylphenidat als potentes α-Sympathomimetikum.
  2. Bei parenteraler Injektion kommt es zu einer starken Vasokonstriktion mit nachfolgender Nekrose, die letztendlich sogar zum Verlust von Extremitäten führen kann.K.o.
  3. Durch Gammahydroxybutyrat Ende der 1960er-Jahre wurde Gammahydroxybutyrat (GHB) als Narkose- und Schlafmittel eingesetzt.

Es wurde jedoch wegen schwerer Nebenwirkungen bald wieder vom Markt vorgenommen. GHB ist ein natürlicher, mit Dopamin verwandter Neurotransmitter, der im Gehirn unter anderem den Wach- und Schlafzustand steuert. Zehn in Deutschland beschlagnahmte GHB-Labore lassen darauf schließen, dass die Droge an Bedeutung gewinnt.

Der Rausch beginnt mit einem entspannenden Gefühl. Einige Konsumenten beschreiben einen euphorischen Zustand, der mit dem Empfinden nach Haschischkonsum vergleichbar ist. Andere Benutzer empfinden die Wirkung einer Kombination von Ecstasy und LSD ähnlich. Möglich sind Verschiebungen im Erleben der Wahrnehmung und intensiveres Erleben von Musik.

In Dosierungen von 1 bis 2 g kann ein sexuell stimulierender Effekt eintreten. Auch Sprachstörungen und Benommenheit sind dokumentiert. Neben seiner sedierenden Wirkung kann GHB unter anderem zu Hypotonie, Hyperthermie, Atemlähmung und Verwirrtheit führen.

  • Modafinil zur Leistungssteigerung Die meisten Drogen fördern die Freisetzung oder hemmen den Abbau körpereigener Substanzen.
  • Ganz anders hingegen wirkt Modafinil (2-Diphenyl-methylsulfinyl-acetamid).
  • Unter dem Namen Vigil ® oder Provigil ® wird die Substanz gegen Narkolepsie eingesetzt.
  • Anders als Amphetamine agiert sie nicht im Noradrenalin-, Serotonin- oder Dopaminsystem, sondern hemmt die Freisetzung von Gamma-Aminobuttersäure (GABA).

Zusätzlich ist eine hemmende Wirkung im Histaminsystem wahrscheinlich. Die Substanz normalisiert die Schlaf-Wach-Balance, ohne dass es zu einer zentralen Erregung kommt. Drei Tage ohne Schlaf und hang-over sind dadurch möglich. Die Zielgruppe von Modafinil sind nicht Anwender, die eine Alternative zu Ecstasy oder Cocain suchen.

  1. Vielmehr wird die leistungssteigernde Wirkung von Sportlern als Dopingmittel geschätzt.
  2. Auch gut verdienende Manager steigern damit ihr Leistungsvermögen.
  3. Der Hersteller Cephalon erhielt von der US-Zulassungsbehörde für Arzneimittel (FDA) wegen seiner aggressiven und irreführenden Werbekampagne für sein Präparat einen Verweis und ordnete eine Rücknahme des Werbematerials an, da die eigentliche Indikation Narkolepsie nur im Kleingedruckten erwähnt wurde.

Klinische Studien bestätigen, dass Modafinil auch als unterstützende Behandlung die Müdigkeit von Patienten mit Multipler Sklerose und die Antriebsschwäche von depressiven Menschen lindert. Gibt man ADHS-Kindern täglich eine Dosis von 300 mg Modafinil, bessern sich die Symptome der Krankheit merklich.

  • Im Gegensatz zu den USA ist Modafinil in Deutschland als Betäubungsmittel eingestuft.
  • Im Internet sind diese Vorschriften jedoch ein Fremdwort.
  • Ein Mausklick genügt, und unter Namen wie BrainQuicken oder Attentive Child wird Modafinil nach Hause geliefert.
  • Vom Postboten ­ bequem, schnell, illegal.
  • Eine »Straßendroge« wird der Wachmacher vermutlich nicht werden.

Der Preis ist zu hoch, es fehlt der Kick beim Anfluten und der Wirkungseintritt lässt lange auf sich warten. Die Toxizität ist gering, die sozialen Folgen, die die Substanz auf Manager, Schichtarbeiter und Soldaten haben könnte, sind noch nicht vorhersehbar.

Auch Hilfsstoffe schädigen Gefäße Ein Aspekt, der bei der Betrachtung von Medikamentenmissbrauch selten beleuchtet wird, ist die zusätzliche Gefahr, die bei unsachgemäßem Gebrauch von den Hilfsstoffen ausgeht. So legte zum Beispiel das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen im Jahr 2004 einen Bericht über die Schädlichkeit von Talkum bei intravenöser Applikation vor.

Weitere unlösliche Hilfsstoffe in Arzneimitteln sind zum Beispiel Stärke, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Crospovidon und Siliciumoxid. Bei oraler Einnahme sind sie vollkommen ungefährlich. Die missbräuchliche intravenöse Verwendung kann jedoch zu erheblichen Schäden führen.

So können durch Crospovidone und mikrokristalline Cellulose Entzündungen, Fremdkörper-Granulomen und Veränderungen in der Lunge entstehen und die Injektion von Talkum kann zu irreversiblen Lungenschäden wie Lungentalkose führen. Letztere wurde bei Personen verschiedener Berufsgruppen nachgewiesen und entsteht bei Inhalation von talkhaltigem Staub über einen längeren Zeitraum oder in sehr hoher Konzentration.

In den 1960er-Jahren wurde erstmalig von Drogenkonsumenten berichtet, die nach Spritzen von talkumhaltigen Tabletten an Lungentalkose erkrankten. Dabei injizierten sie die mit Talkpartikeln verunreinigten Arzneimittel sowohl peripher als auch venös. Eine intraarterielle Injektion führt zum Verschluss der kleinen Blutgefäße und Kapillaren.

Welcher Hustensaft als Droge?

Wirkung – Hauptwirkstoffe von purple drank sind das im Hustensaft oder Tabletten enthaltene Codein und Promethazin : es erzeugt Euphorie und ein als positiv empfundenes Gefühl der Betäubung, das sich in der Verlangsamung und Beeinträchtigung der Motorik äußert.

Bei welchen Tabletten wird man ohnmächtig?

Präventionsbüro Ronja K.O.-Mittel K.O.-Mittel ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher, schnell betäubend wirkender Substanzen (sowohl rezeptpflichtige Medikamente als auch illegale Mittel vom Schwarzmarkt), die schon in kleinen Mengen enthemmen, betäuben und handlungsunfähig, bewusstlos und willenlos machen.

GHB (Gamma-Hydroxy-Butyrat oder Gamma-Hydroxy-Buttersäure): das am häufigsten verwendete Mittel; als „Liquid-Ecstasy», „soap» oder „salty water» in der Drogenszene gehandelt; ist einem Botenstoff im menschlichen Gehirn (dem Neurotransmitter Gamma-Aminobuttersäure) chemisch ähnlich u. wird in Stoffwechselprozessen gebildet; in der Medizin ursprünglich als Narkosemittel und zur Behandlung von Alkoholentzugserscheinungen eingesetzt, verlor jedoch aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen an Bedeutung. Barbiturate (Beruhigungs-, Schlafmittel und Antiepileptika) Benzodiazepine (Beruhigungs-, Schlafmittel, Muskelrelaxans, Antiepileptika, Psychopharmaka) Chloralhydrate (Schlafmittel) Ketamine (Schmerz-, Narkosemittel, Asthmatika) Antihistaminika Alkohol und andere Drogen

K.O.-Mittel bauen sich im Blut innerhalb weniger Stunden ab und sind dann nicht mehr in Blut und Urin nachweisbar! K.O.-Mittel werden häufig in alkoholische (Mix)Getränke oder ins Essen gemischt, um eine leichte Geschmacksnote der betäubenden Mittel zu überdecken.

Sie können als Tropfen, in Pulver-, Tabletten- oder fester Form (ähnlich dem Pflanzenfett) verabreicht werden. Sie sind meist farb-, geruchslos und oft geschmacksneutral. Manchmal ist eine leichte salzige Note festzustellen. Heimlich ins Essen oder in ein Getränk gegeben, werden die Präparate gezielt eingesetzt, um vor allem Mädchen und Frauen zu betäuben, sie willenlos zu machen und anschließend auszurauben, zu misshandeln oder zu vergewaltigen.

Wirkungsweise und Folgen (vorrangig GHB, da am häufigsten verwendet) Die Wirkung der K.O.-Mittel ist schwer kalkulierbar, da sehr unterschiedlich und abhängig von der körperlichen Verfassung, der Dosierung, dem Reinheitsgrad und dem zusätzlichen Konsum von Medikamenten, Alkohol und anderen Drogen.

Sie beginnt etwa 15 Minuten nach oraler Einnahme und hält bis zu drei Stunden an. Bei geringer Dosierung reicht die Wirkung von Wohlempfinden, Beruhigung, Entspannung, Enthemmung, sexueller Stimulierung, Potenzsteigerung bis hin zu Euphorie. In höheren Dosierungen können etwa 10 bis 20 Minuten nach der Einnahme Sprach- und Wahrnehmungsstörungen, Benommenheit, Bewusstseinstrübungen, Orientierungslosigkeit, Bewegungseinschränkungen, hypnotische bis narkotische Effekte, Gedächtnisstörungen und Bewusstlosigkeit auftreten.

Die Wirkung hält etwa 1,5 bis 3 Stunden an. Insbesondere in Wechselwirkung mit Alkohol oder anderen Drogen können die Mittel Nebenwirkungen wie Krämpfe, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Atemnot bis hin zu Atemstillstand und Koma auslösen und somit bis zum Tod führen.

Die Opfer schieben die Wirkung der Mittel in der Regel auf den Alkoholgenuss. Nach außen wirken die Frauen leicht angetrunken und aktiv am Geschehen beteiligt. Sie haben „offene Augen», sind aber nicht mehr in der Lage, selbstbestimmt zu handeln. Sie sind manipulierbar und fühlen sich „wie in Watte gepackt».

Zunehmend versinken sie in einen Zustand der Willenlosigkeit und Lenkbarkeit. Täter wirken für Außenstehende oft hilfsbereit und fürsorglich. Es können Freunde, Verwandte, Kollegen oder Fremde sein. Sie bieten Unterstützung an und haben dann genügend Zeit, ihr Opfer an einen anderen Ort zu bringen.

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Später setzt plötzliche Müdigkeit ein, die zu tiefem Schlaf bis hin zur Bewusstlosigkeit führen kann, die die Täter für ihr Vorgehen nutzen und die geplante Tat vollführen. Die betroffenen Mädchen und Frauen haben anschließend meist keine oder nur vage, bruchstückartige Erinnerungen an das, was passiert ist (Blackout, Filmriss).

Sie sind benommen und erwachen häufig an fremden Orten, ohne zu wissen wie, wann und mit wem sie dort hin gelangt sind. Dieser Ort muss nicht identisch mit dem Tatort sein. Ihnen ist übel und sie haben Schmerzen und/oder Verletzungen, die sie sich nicht erklären können.

  • Die Mädchen und Frauen stehen unter Schock und haben schreckliche Angst und Ohnmachtsgefühle.
  • Es dauert lange, bis sie realisieren, dass ihnen Gewalt angetan wurde.
  • Viele trauen ihren eigenen Wahrnehmungen nicht, verzweifeln an ihren Gedächtnislücken und an der Ungewissheit, was mit ihnen passiert sein könnte.

Folgen sind Panik, Ängste, Schreckhaftigkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, sowie Ekel und Misstrauen. Die Betroffenen geben sich häufig selbst die Schuld für das Geschehene, insbesondere dann, wenn Alkohol oder andere Drogen mit im Spiel waren.

Die Möglichkeit, dass sie jemand willentlich betäubt hat, ziehen sie, wenn überhaupt, häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht, insbesondere dann, wenn sie den oder die Täter im nahen Umfeld vermuten. Erschwerend kommt hinzu, dass Täter, die dem Opfer bekannt sind, häufig behaupten, die Mädchen und Frauen hätten freiwillig mitgemacht, es so gewollt und alles sei einvernehmlich geschehen.

Sie erpressen zudem die Betroffenen häufig damit, alles gefilmt zu haben und die Aufnahmen jederzeit an Freunde, Eltern, Lebensgefährten etc. weiter zu geben oder zu veröffentlichen, falls sich das Opfer zu einer Aussage entschließen sollte. Dies alles hat zur Folge, dass die Mädchen und Frauen zutiefst verunsichert sind, ihren Gefühlen nicht trauen, sich schämen und schweigen.

  1. Finden sie den Mut, sich anzuvertrauen, müssen sie häufig die schmerzhafte Erfahrung machen, dass ihnen in ihrem Umfeld und an öffentlichen Stellen nicht geglaubt wird.
  2. Dennoch sollten betroffene Mädchen und Frauen sich nicht schämen, Hilfe in Anspruch zu nehmen und über das Geschehene zu reden.
  3. Denn bei Verdacht auf K.O.-Mittel-Missbrauch ist zeitnahes Handeln geboten, da einige Substanzen nur wenige Stunden nachgewiesen werden können.

Im Blut ist das K.O.-Mittel GHB lediglich acht, im Urin bis zu zwölf Stunden nachweisbar. GHB wird im Körper vollständig in Kohlendioxid und Wasser verstoffwechselt. Mit neuen Analysemethoden können sie allerdings bis zu vier Wochen nach der Einnahme mittels einer Haaranalyse nachgewiesen werden.

Was macht Ritalin als Droge?

Was ist Ritalin? –

Ein verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel, das meist für die Behandlung von Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) genutzt wird. Hauptinhaltsstoff : das amphetaminartige Methylphenidat, Ritalin gehört zur Gruppe der Phenylethylamine, Bei Missbrauch setzt der Konsument auf die anregende Wirkung und die Aufmerksamkeitssteigerung,Mögliche Nebenwirkungen : Schlafstörungen, verringerter Appetit, Schwindel, Übelkeit, Nervosität.

Gekauft hat mein Kommilitone das Ritalin in der Bibliothek unserer Universität, in der es einen richtigen Markt dafür gibt. Eine Tablette kostet sechs Euro. Von der Wirkung des Ritalins war ich anfangs begeistert, Ich war effizienter, konnte nächtelang konzentriert lernen.

  • Ich hatte keine Tiefphasen mehr.
  • Dass ich ein verschreibungspflichtiges Medikament einnahm, störte mich nicht.
  • Insgesamt nahm ich das Zeug zehnmal,
  • Etwas Extremes erlebte ich dann an einem Sonntag.
  • Ich wollte wieder lernen und es mal ohne das Mittel versuchen – und das ging voll nach hinten los.
  • Ich konnte kaum klar denken, hatte nur Ritalin im Kopf.

Ich stand kurz vor einer Klausur und war mir sicher, nichts mehr schaffen zu können. Ich wollte nicht abhängig sein oder werden. An dem Tag beschloss ich, das Zeug wegzulassen. Weil ich Angst hatte – nicht, weil ich es verwerflich fand, mir durch das Medikament vielleicht auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Kommilitonen zu verschaffen.

  • Ich könnte mir sogar vorstellen, noch mal Ritalin zu nehmen.
  • Im Notfall, vor dem Staatsexamen zum Beispiel.» «Mein Problem war das Einschlafen in der Klausurenphase.
  • Sieben Prüfungen in kurzer Zeit.
  • Ich stand so unter Druck, dass ich abends nicht mehr runterkam und mich irgendwie beruhigen musste.
  • Ich griff zu Schlaftabletten,

Mich belastete nicht nur die Arbeit, sondern auch die Angst vor dem Verfahren für einen Masterplatz, Der ist im Fach BWL schwer zu bekommen.

Was zählt zu partydrogen?

Was sind Partydrogen? – «Genau genommen», sagt Grimm, «gehören auch Kaffee, Alkohol und Zucker zum Kreis der Partydrogen. Schließlich werden auch sie in großer Zahl auf Partys oder gesellschaftlichen Events konsumiert.» Aber wer von Partydrogen spricht, meint im engeren Sinne meist den Kreis der psychoaktiv wirkenden Substanzen.

  1. Vor allem Ecstasy, Speed und Kokain, die aufgrund ihrer aufputschenden Wirkung in der Clubszene sehr verbreitet sind.
  2. Ihre stimulierende Wirkung auf das Nervensystem erfolgt durch eine Erhöhung der Gehirnbotenstoffe Dopamin, Noradrenalin oder Serotonin.
  3. Das bedeutet: Wer diese Substanzen konsumiert, verspürt Glücksgefühle, ein gesteigertes Wohlempfinden und ausdauernde Wachheit.

Kokain ist zwar wesentlich teurer als Pillen und die Wirkung hält nicht so lange an. Trotzdem ist es in der Partyszene nach wie vor weit verbreitet. Da der Reinheitsgehalt von Koks in den letzten zehn Jahren außerdem enorm gestiegen ist (von 35 auf 75 Prozent), ist es im Grunde auch billiger geworden.

Was kann man als Koks Ersatz nehmen?

15.10.2002 wird ein besonders hohes Abhängigkeitspotential zugesprochen, und der Entzug gilt als schwierig. Amerikanische Forscher haben jetzt eine Ersatzdroge entwickelt, die Kokainabhängigen beim Entzug helfen soll, ähnlich wie Methadon bei Opiatabhängigkeit.

Wie komm ich an Ritalin?

Gibt es Ritalin rezeptfrei? – Methylphenidat unterliegt in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Es ist verschreibungspflichtig und benötigt spezielle Rezepte, sogenannte Betäubungsmittel-Rezepte. Aufgrund des hohen Suchtpotentials und teilweise erheblicher Nebenwirkungen können über Fernarzt keine Medikamente bezogen werden, die den besonderen Bestimmungen des Betäubungsmittelrechts (§ 12 BtMG, § 12 BtMVV) unterliegen.

  • Methylphenidat ist zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und der Narkolepsie zugelassen.
  • Das Verschreiben von Ritalin setzt eine entsprechende Diagnose voraus und ist nur durch einen Arzt bzw.
  • Eine Ärztin möglich.
  • Ohne Rezept ist der Erwerb des Wirkstoffs Methylphenidat nicht legal möglich und es wird dringend davon abgeraten, zu versuchen, es auf anderen Wegen zu erhalten.

Die unsachgemäße und nicht indizierte Einnahme von Methylphenidat kann gesundheitsschädlich sein. Des Weiteren ist die Qualität nicht kontrollierter Wirkstoffe nicht gesichert.

Ist Ritalin das gleiche wie Speed?

Missbräuchlicher Konsum – Beim missbräuchlichen, d.h. nicht bestimmungsgemäßen Konsum wird Ritalin wegen seiner anregenden Wirkung konsumiert: zur Vertreibung von Müdigkeit, zur Aufmerksamkeitssteigerung, um nächtelang studieren oder feiern zu können und um die euphorisierende Wirkung zu erleben.

Über die Verbreitung des missbräuchlichen Konsums gibt es keine zuverlässigen Zahlen. Jedoch ist anzunehmen, dass ein gewisser Anteil der medizinischen Verschreibungen nicht bestimmungsgemäß konsumiert wird. In der Drogenszene wird Ritalin auch als „Ersatz-Speed» gehandelt. Die Tabletten werden zumeist oral eingenommen, jedoch auch pulverisiert nasal konsumiert (durch die Nase gesnieft), oder in Wasser aufgelöst injiziert.

Eine besondere Gefahr geht vom Spritzen aus, denn die nicht löslichen Füllstoffe der Tablette können hierbei kleine Blutgefäße verstopfen und Schäden an der Lunge oder der Netzhaut hervorrufen.

Wie viel Diphenhydramin für Rausch?

Diphenhydramin als Halluzinogen – In Dosierungen ab 200 mg kann Diphenhydramin halluzinogen wirken. Der Rausch ähnelt in seinen Effekten dem von Nachtschattengewächsen ( Atropin, Hyoscyamin etc.). Typisch ist das Auftreten imaginärer Personen und Kreaturen, insbesondere Spinnen tauchen gehäuft auf. Die Halluzinationen werden oft nicht als Sinnestäuschung erkannt, obwohl das Bewusstsein, die Droge genommen zu haben meist durchaus vorhanden ist. Bei hohen Dosierungen kann unter Umständen totaler Realitätsverlust eintreten. Diphenhydramin wird oft auch in Kombination mit Dextromethorphan als Droge konsumiert.

Was passiert bei Überdosis Vomex?

VOMEX A Patienteninformation für VOMEX A 1.Was ist VOMEX A und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel? VOMEX A enthält den Wirkstoff Dimenhydrinat, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten H1-Antihistaminika. Dimenhydrinat ist ein Antiemetikum (Mittel gegen Übelkeit) und Antivertiginosum (Mittel gegen Schwindel).

  • Dimenhydrinat wirkt an verschiedenen sogenannten Rezeptoren im Körper und hat entsprechend H1-antihistaminische, anticholinerge und ausgeprägt zentral sedierende, d.h.
  • Beruhigende Eigenschaften.
  • Darüber hinaus wirkt Dimenhydrinat antiemetisch (gegen Erbrechen) und lokalanästhetisch (lokal betäubend),

Dimenhydrinat ist apothekenpflichtig und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  • Dimenhydrinat zum Einnehmen gibt es üblicherweise als
  • – Kaugummi-Dragees enthaltend 20 mg Dimenhydrinat,
  • – Tabletten/Sublingualtabletten und Dragees enthaltend 50 mg Dimenhydrinat,
  • – Retardkapseln enthaltend 120 oder 150 mg Dimenhydrinat,
  • – Sirup enthaltend 3,3 mg Dimenhydrinat in 1 ml.
  • Ihr Arzt legt fest oder Ihr Apotheker berät Sie, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Dimenhydrinat zum Einnehmen wird angewendet 1.3.a) 20 mg Kaugummi-Dragees zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei leichteren Fällen der Reisekrankheit.1.3.b) 50 mg Tabletten/Dragees, 3,3 mg/ml Sirup

  1. zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs, insbesondere bei Reisekrankheit.
  2. Hinweise:
  3. Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Zytostatika-induzierter Übelkeit und Erbrechen nicht geeignet.
  4. Anwendung von Sirup bei Säuglingen und Kleinkindern:

Studien haben gezeigt, dass die Gabe von Dimenhydrinat an Säuglinge und Kleinkinder zur Behandlung einer banalen Gastroenteritis keinen Vorteil im Vergleich zu einer alleinigen Substitution mit Flüssigkeit und Elektrolyten zeigt. Vor dem Hintergrund eines gehäuften Auftretens von schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Kindern bis 3 Jahren in dieser Indikation soll Dimenhydrinat nicht zur Behandlung einer banalen Gastroenteritis eingesetzt werden.

  • – zur symptomatischen Behandlung von älteren Patienten mit Schwindel unterschiedlichen Ursprungs.
  • – zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlichen Ursprungs, insbesondere bei Reisekrankheit.
  • Hinweis: Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Zytostatika-induzierter Übelkeit und Erbrechen nicht geeignet.

1.3.d) 50 mg Sublingualtabletten zur Vorbeugung und Behandlung von Reisekrankheit bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahren.2.Was müssen Sie vor der Einnahme von VOMEX A beachten? 2.1.VOMEX A darf nicht eingenommen werden bei

  1. – Überempfindlichkeit gegenüber Dimenhydrinat, anderen Antihistaminika bzw. einem anderen Bestandteil des Arzneimittels,
  2. – akutem Asthma-Anfall,
  3. – Engwinkelglaukom,
  4. – Phäochromozytom,
  5. – Porphyrie,
  6. – Prostatahyperplasie mit Restharnbildung (Schwierigkeiten oder Schmerzen bei der Blasenentleerung aufgrund einer Vergrößerung der Prostatadrüse),
  7. – Krampfanfällen (Epilepsie, Eklampsie).
  8. 120 mg oder 150 mg Retardkapseln dürfen nicht von Kindern unter 14 Jahren eingenommen werden.

Tabletten/Dragees dürfen nicht von Kindern unter 6 Jahren eingenommen werden. Für Kinder bis zu 6 Jahren stehen spezielle niedriger dosierte Darreichungsformen zur Verfügung. Kaugummi-Dragées, die Levomenthol enthalten, dürfen nicht bei Säuglingen und Kindern bis zu 2 Jahren (Gefahr eines Kehlkopfkrampfes), bei Patienten mit Asthma bronchiale oder anderen Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen, angewendet werden.

  • – Kalium- oder Magnesiummangel,
  • – verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie),
  • – bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes QT-Syndrom oder andere klinisch bedeutsame Herzschäden, insbesondere Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien),
  • – gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern oder zu einer Hypokaliämie führen,
  • – chronischen Atembeschwerden und Asthma,
  • – Verengung am Ausgang des Magens (Pylorusstenose).

Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern bis 3 Jahren kann es unter Dimenhydrinat zu schweren Nebenwirkungen wie zum Beispiel Krampfanfällen kommen. Die Indikation zur Behandlung sollte daher bei dieser Patientengruppe streng gestellt werden. Kleinkinder mit einfacher Magendarmgrippe oder fiebrigen Infekten sollten nicht mit VOMEX A behandelt werden.

  1. Hinweise zu sonstigen Bestandteilen: Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten das Arzneimittel nicht einnehmen, wenn es entprechende Zucker als Hilfsstoffe enthält.
  2. Kaugummi-Dragées enthalten meist Aspartam als Quelle von Phenylalanin und können schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie.
  3. Diabetiker sollten bei der Berechnung ihrer Broteinheiten möglicherweise im Arzneimittel enthaltenen Zucker (Saccharose/Sucrose) berücksichtigen.

2.2.a) Kinder und Jugendliche Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern besteht die Möglichkeit des Auftretens paradoxer Reaktionen wie Unruhe, Erregung, Schlaflosigkeit, Angstzustände oder Zittern. Des Weiteren ist bei Säuglingen besondere Vorsicht geboten, da diese besonders empfindlich reagieren können und somit das Risiko für unregelmäßigen Atem und Atemstillstand besteht.

  1. Überdosierungen können vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auftreten und diesen gefährlich werden.
  2. Aus diesem Grund ist bei Verdacht auf Überdosierung oder Vergiftung sofort ein Arzt zu informieren.
  3. Zu den Symptomen einer Überdosierung gehören Verwirrung, Erregungszustände bis hin zu Krampfanfällen, Bewusstseinstrübungen, die von starker Schläfrigkeit bis zu Bewusstlosigkeit reichen, sowie Atemstörungen bis zum Atemstillstand.

Kinder unter drei Jahren sind besonders gefährdet für Nebenwirkungen. Überdosierungen müssen deshalb in dieser Altersgruppe unter allen Umständen vermieden werden. Die empfohlene Dosierung sollte auf keinen Fall eigenmächtig erhöht werden. Sublingualtabletten werden Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen.

  1. Tabletten/Dragees dürfen nicht von Kindern unter 6 Jahren eingenommen werden.
  2. Retardkapseln (120 mg oder 150 mg) dürfen nicht von Kindern unter 14 Jahren eingenommen werden.
  3. Inder ab 6 kg Körpergewicht können Sirup einnehmen.
  4. Augummi-Dragees dürfen wegen des Gehaltes an Levomenthol nicht bei Säuglingen und Kindern bis zu 2 Jahren (Gefahr eines Kehlkopfkrampfes) nicht angewendet werden.

Bei Kindern über 2 Jahre setzt die Anwendung von Kaugummi-Dragées deren sicheren Umgang mit Kaugummis voraus.2.2.b) Ältere Patienten

  • Bei Zahnprothesenträgern ist ein mögliches Anhaften der Kaumasse der Kaugummi-Dragees an der Prothese zu berücksichtigen.
  • Informieren Sie außerdem Ihren Arzt, wenn Sie:
  • – eine Vorgeschichte mit Verstopfung, Schwindel oder Benommenheit haben
  • – Prostata-Probleme haben
  • – an Parkinson leiden

– unter Verhältnissen leiden, die durch eine Anticholinergika-Therapie verstärkt werden könnten (z.B. erhöhter Augeninnendruck, Pyloro-Duodenale Obstruktion, Prostata-Hypertrophie, Hypertonie, Hyperthyreose oder schwere koronare Herzkrankheit).2.2.c) Schwangerschaft Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  1. Dimenhydrinat sollte während des dritten Trimesters wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht eingenommen werden.
  2. Während der ersten sechs Monate der Schwangerschaft sollte Dimenhydrinat nur eingenommen werden, wenn nicht­medikamentöse Maßnahmen keinen Erfolg gezeigt haben und der Arzt dazu rät.2.2.d) Stillzeit Dimenhydrinat geht in geringen Mengen in die Muttermilch über.

Bisher sind keine langfristigen, negativen Auswirkungen auf Säuglinge beschrieben. Sollte ein gestilltes Kind Anzeichen für erhöhte Unruhe zeigen, ist auf Flaschennahrung umzustellen oder die Behandlung abzusetzen.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Schläfrigkeit, Gedächtnisstörungen und verminderte Konzentrationsfähigkeit können sich nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken.

Dies gilt in besonderem Maße nach unzureichender Schlafdauer, bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.2.3.Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten? Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw.

vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

  1. Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihrem Arzt oder Apotheker mitteilen, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:
  2. – Atropin und/oder andere Atropin-Substanzen,
  3. – Depressoren des zentralen Nervensystems,
  4. – Ototoxische Antibiotika,
  5. – Arzneimittel, die das QT-Intervall im EKG verlängern (Antiarrhythmika),
  6. – Sympathomimetika (Adrenalin, Noradrenalin),

– Monoaminooxidase-Hemmer (z.B. Isoniazid, Isocarboxazid, Phenelzin), – Procarbazin (Anti-Krebs-Medikament). Bei gleichzeitiger Einnahme von Dimenhydrinat mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln (Arzneimitteln, die die Psyche beeinflussen, Schlaf-, Beruhigungs-, Schmerz- und Narkosemittel) kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung der Wirkungen kommen.

  • Die «anticholinerge» Wirkung von Dimenhydrinat kann durch die gleichzeitige Gabe von anderen Stoffen mit anticholinergen Wirkungen (z.B.
  • Atropin, Biperiden oder bestimmte Mittel gegen Depressionen «trizyklische Antidepressiva») in nicht vorhersehbarer Weise verstärkt werden.
  • Bei gleichzeitiger Gabe von Dimenhydrinat mit sogenannten Monoaminoxidase-Hemmern (Arzneimitteln, die ebenfalls zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) kann sich u.U.

eine lebensbedrohliche Darmlähmung, Harnverhalten oder eine Erhöhung des Augeninnendruckes entwickeln. Außerdem kann es zum Abfall des Blutdruckes und zu einer verstärkten Funktionseinschränkung des Zentralnervensystems und der Atmung kommen. Deshalb darf Dimenhydrinat nicht gleichzeitig mit Hemmstoffen der Monoaminoxidase eingenommen werden.

  • Die gleichzeitige Einnahme mit Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern, z.B.
  • Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III9, bestimmte Antibiotika (z.B.
  • Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien bzw.
  • Magen-/Darmgeschwüre (Antihistaminika) oder Mittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika), oder zu einem Kaliummangel führen können (z.B.
See also:  Drogenentzug Welche Medikamente?

bestimmte harntreibende Mittel) ist zu vermeiden. Die Einnahme von Dimenhydrinat zusammen mit Arzneimitteln gegen erhöhten Blutdruck kann zu verstärkter Müdigkeit führen. Der Arzt sollte vor der Durchführung von Allergie-Tests über die Anwendung von Dimenhydrinat informiert werden, da falsch-negative Testergebnisse möglich sind.

Weiterhin ist zu beachten, dass durch Dimenhydrinat die während einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Aminoglykosiden) eventuell auftretende Gehörschädigung u.U. verdeckt werden kann. Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor Kurzem angewendete Arzneimittel gelten können.2.4.Woran ist bei Einnahme von VOMEX A zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken? Während der Behandlung mit Dimenhydrinat sollte kein Alkohol getrunken werden, da durch Alkohol die Wirkung von Dimenhydrinat in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann.

Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, wird dadurch weiter beeinträchtigt. Sublingualtabletten sollten nach den Mahlzeiten eingenommen werden, um jegliche Magenreizung zu minimieren.3.Wie ist VOMEX A einzunehmen? Nehmen Sie VOMEX A immer genau nach der Anweisung des Arztes ein.

  • Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung 3.1.a) Kaugummi-Dragees Kaugummi-Dragees werden wie ein normaler Kaugummi gekaut.
  • Man beginnt ca.1 Stunde vor Reisebeginn mit dem 1.
  • Augummi-Dragee; die weiteren folgen im Abstand von jeweils 1/2 Stunde.

Die Kaugummi-Dragées sind jeweils 30 Minuten lang kräftig und gründlich zu kauen; danach kann die Kaumasse aus dem Mund entfernt werden. Versehentliches Verschlucken ist unbedenklich. Bei Kindern setzt die Anwendung deren sicheren Umgang mit Kaugummis voraus.

Bei Zahnprothesenträgern ist ein mögliches Anhaften der Kaumasse an der Prothese zu berücksichtigen. Wenn Übelkeit und Erbrechen fortbestehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.3.1.b) Dragees/Tabletten Dragees/Tabletten sollen unzerkaut und mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Zur Prophylaxe von Kinetosen (Reisekrankheit/Bewegungskrankheit) erfolgt die erstmalige Gabe ca.1/2 bis 1 Stunde vor Reisebeginn.

Zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen werden die Gaben in regelmäßigen Abständen über den Tag verteilt. Dimenhydrinat ist, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen. Bei anhaltenden Beschwerden sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden.

  1. Spätestens nach 2-wöchiger Behandlung sollte geprüft werden, ob eine Behandlung weiterhin erforderlich ist.3.1.c) Sirup (3,3 mg/ml) Zur Therapie von Übelkeit und Erbrechen werden die Gaben in regelmäßigen Abständen über den Tag verteilt.
  2. Dimenhydrinat ist, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen.

Bei anhaltenden Beschwerden sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden. Spätestens nach 2-wöchiger Behandlung sollte geprüft werden, ob eine Behandlung weiterhin erforderlich ist.3.1.d) Retardkapseln Dimenhydrinat ist, wenn vom Arzt nicht anders verordnet, nur zur kurzzeitigen Anwendung vorgesehen.

  • Bei anhaltenden Beschwerden sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden.
  • Spätestens nach 2-wöchiger Behandlung sollte geprüft werden, ob eine Behandlung weiterhin erforderlich ist.
  • Retardkapseln sollen unzerkaut und mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.3.1.e) Sublingualtabletten Dieses Arzneimittel ist sublingual (indem Sie es unter die Zunge, bis dieses sich ohne Wasser auflöst, geben), möglichst nach den Mahlzeiten, einzunehmen.

Nicht kauen oder schlucken. Die erste Dosis sollte mindestens 30 bis 60 Minuten vor der Reise eingenommen werden.3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis 3.2.a) 20 mg Kaugummi-Dragees Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre: 3-mal je 1 Kaugummi-Dragée zu 20 mg im Abstand von jeweils 1/2 Stunde.

  • Bei Bedarf können weitere Kaugummi-Dragées gekaut werden, jedoch nicht mehr als 7 am Tag.
  • Inder von 6 bis 12 Jahren: 2-mal je 1 Kaugummi-Dragée zu 20 mg im Abstand von jeweils 1/2 Stunde.
  • Bei Bedarf können weitere Kaugummi-Dragees gekaut werden, jedoch nicht mehr als 4 am Tag.3.2.b) Retardkapseln bei Erwachsenen und Jugendlichen über 14 Jahren 3.2.b.1.150 mg Retardkapseln Im Allgemeinen morgens und abends je 1 Hartkapsel, retardiert (entsprechend 300 mg Dimenhydrinat pro Tag).

Im Ausnahmefall können die Einzelgaben bei unzureichender Wirkung im Abstand von 8 bis 10 Stunden erfolgen.3.2.b.2.120 mg Retardkapseln Bei älteren Patienten mit Schwindel unterschiedlicher Genese: 1- bis 2-mal täglich 1 retardierte Kapsel. Innerhalb von 24 Stunden können, möglichst im 8-Stunden-Abstand, bis zu 3 Hartkapseln, retardiert, eingenommen werden.3.2.c) 50 mg Dragees/Tabletten Die Dosierung von Dimenhydrinat soll sich am Körpergewicht der Patienten und der Bioverfügbarkeit der jeweiligen Darreichungsform orientieren.

  • Im Allgemeinen beträgt die Dosierung für Erwachsene und Jugendliche über 14 Jahre: 1 bis 4-mal täglich 1 bis 2 Dragees/Tabletten (entsprechend 50 bis 400 mg Dimenhydrinat täglich), jedoch nicht mehr als 400 mg Dimenhydrinat pro Tag.
  • Im Allgemeinen beträgt die Dosierung für Kinder von 6 bis 14 Jahre: 1- bis 3-mal täglich 1 Dragee (entsprechend 50 bis 150 mg Dimenhydrinat täglich), jedoch nicht mehr als 150 mg Dimenhydrinat pro Tag.
  • Für Kinder bis zu 6 Jahren stehen spezielle niedriger dosierte Darreichungsformen zur Verfügung.

3.2.d) Sirup (3,3 mg/ml) Kinder von 6 bis 14 Jahre erhalten 3 bis 4-mal täglich 7,5 bis 15 ml Sirup (entsprechend 25 bis 50 mg Dimenhydrinat pro Einzelgabe), jedoch nicht mehr als 150 mg Dimenhydrinat pro Tag. Überdosierung mit Dimenhydrinat kann insbesondere bei Kindern unter 3 Jahren lebensbedrohlich sein und muss deshalb insbesondere in dieser Altersgruppe unter allen Umständen vermieden werden.

Geben Sie Ihrem Kleinkind daher nie mehr als 5 mg/kg Körpergewicht in 24 Stunden.3.2.e) 50 mg Sublingualtabletten Kinder über 12 Jahre und Erwachsene nehmen vor einer Reise 1 bis 2 Sublingualtabletten ein, 3 oder 4-mal täglich (entspr.50 mg-100 mg; bis zu 4-mal täglich). Die maximale Dosis beträgt 400 mg pro Tag.3.3.Wenn Sie eine größere Menge VOMEX A eingenommen haben, als Sie sollten 3.3.a) Tabletten/Dragees/Sirup/Retardkapseln/Sublingualtabletten Vergiftungen mit Dimenhydrinat können lebensbedrohlich sein.

Kinder sind besonders gefährdet. Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung ist in jedem Fall unverzüglich ein Arzt (Vergiftungsnotruf z.B.) um Rat zu fragen. Eine Überdosierung ist in erster Linie durch eine Bewusstseinstrübung gekennzeichnet, die von starker Schläfrigkeit bis zu Bewusstlosigkeit reichen kann.

Daneben werden folgende Zeichen beobachtet: Pupillenerweiterung, Sehstörungen, beschleunigte Herztätigkeit, Fieber, heiße, gerötete Haut und trockene Schleimhäute, Verstopfung, Erregungszustände, gesteigerte Reflexe und Wahnvorstellungen. Außerdem sind Krämpfe und Atemstörungen möglich, die nach hohen Dosen bis hin zu Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Stillstand führen können.

Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.3.3.b) Kaugummi-Dragees Aufgrund der besonderen Darreichungsform ist eine Überdosierung relativ unwahrscheinlich. Fragen Sie im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung in jedem Fall unverzüglich einen Arzt um Rat.3.4.Wenn Sie die Einnahme von VOMEX A vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Anwendung, wie von Ihrem Arzt verordnet oder wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit VOMEX A abgebrochen wird Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

  1. Wie alle Arzneimittel kann VOMEX A Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  2. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  3. – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  4. – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  5. – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  6. – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  7. – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  8. – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen verspüren, hören Sie mit der Einnahme dieses Medikamentes auf und suchen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe auf: Allergische Reaktionen (selten): Hautausschlag, rote oder violette Flecken auf der Haut (Purpura), Juckreiz, Ödeme (Schwellungen im Gesicht oder am Hals, die mit Atembeschwerden verbunden sein könnten), anaphylaktischer Schock.

  • – Kopfschmerzen
  • – Mundtrockenheit
  • – Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • – Benommenheit, begrenzte Wachsamkeit, Schläfrigkeit (vor allem zu Beginn der Behandlung festgestellt)

4.1.b) Gelegentlich

  1. – Schwindel
  2. – Myasthenie (Eine Erkrankung, die Muskelschwäche verursacht)
  3. – Erhöhter Augeninnendruck
  4. – Gleichgewichtsprobleme, Gedächtnis- oder Konzentrationsschwierigkeiten (häufiger bei älteren Menschen)
  5. – Verwirrung, Halluzinationen (Sehen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich da sind)
  6. – Schlafstörungen
  7. – Schwierigkeiten beim Bewegen, unwillkürliche Muskelbewegungen.
  8. Selten
  9. – Unruhe, Nervosität und Schlaflosigkeit
  10. – Verstopfung
  11. – Sehstörungen
  12. – Unregelmäßiger Herzschlag, niedriger Blutdruck.

4.1.c) Sehr selten – Abnorme Bewegungen des Kopfes und des Halses bei Kindern (extrapyramidale Symptome) – Signifikante Reduktion der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Die Symptome hierfür können Fieber und mögliche Empfindlichkeit gegenüber unterschiedlichen Infektionen sein.

  • – Abnormale Reduzierung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die Nasen- oder Zahnfleischbluten zur Folge haben kann.
  • Andere Nebenwirkungen:
  • – Vorübergehende Taubheit der Zunge während der sublingualen Verabreichung oder bei Kaugummi-Dragees.

Überempfindlichkeit gegen Levomenthol: Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Levomenthol Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Atemnot) ausgelöst werden. Levomenthol kann bei Säuglingen und Kindern bis zu 2 Jahren einen Kehlkopfkrampf hervorrufen mit der Folge schwerer Atemstörungen.4.2.Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen? Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden.

  • Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
  • Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B.
  • Übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können.

Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

  • Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn (Website: http://www.bfarm.de) anzeigen.
  • Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.5.Wie ist VOMEX A aufzubewahren? Lagern Sie Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.

Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel, Blisterpackung nach «verwendbar bis» angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; Januar 2018 (4)

: VOMEX A

Was ist eine Vomex Party?

Vomex-Partys & Co.: Häufig missbrauchte OTC-Medikamente Eine Reihe von Medikamenten wird nicht nur zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Bei missbräuchlicher Anwendung lässt sich mit ihnen durchaus eine Wirkung erzielen, wie man sie von illegalen Drogen wie Kokain, Speed oder Heroin kennt.1 Lesedauer: ca.2 Minuten Eines der am häufigsten missbrauchten Arzneimittel aus dem nicht verschreibungspflichtigen Bereich ist wahrscheinlich der Hustenstiller Dextromethorphan (DXM oder DXP).

Deutlich überdosiert lassen sich damit rauschähnliche Zustände mit Halluzinationen hervorrufen. Im Internet finden Interessierte auf speziellen Websites sogar DXM-Rechner zur optimalen Dosisfindung und Empfehlungen zur Wahl von Präparaten und Versandapotheken. Auch Erkältungsmittel sind ein beliebter Drogenersatz, wurde auf den Hamburger Suchttherapietagen berichtet.

Das in vielen Kombinationsmitteln erhaltene Pseudoephedrinhydrochlorid wirkt bei Gesunden aufputschend. Besonders hoch ist die Dosierung im Allergiepräparat Reactine® duo, das 120 mg Wirkstoffs enthält. In Erkältungsmitteln wie Aspirin® complex und Boxagrippal® sind es meist 30 mg.

Missbraucht wird auch das mit Ephedrin verwandte Sympathomimetikum Phenylpropanolamin, das z.B. in Wick® DayMed und Basoplex® Erkältungskapseln enthalten ist. Als „Polytoxikomanie in einem einzigen Medikament» bezeichnete Dr. Heinrich Elsner, leitender Arzt der Krisenhilfe Bochum, das Erkältungsmittel Wick® Medinait: «Hier findet sich mit Ephedrin ein Stimulans, mit Dextromethorphan ein Halluzinogen und mit Doxylamin ein sogenannter Downer».

Hinzu komme noch Paracetamol, das laut Elsner auch auf das Endocannabinoid-System wirkt, sowie Alkohol. Weitere Medikamente, die bei nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch bei Gesunden aufputschend wirken, sind das bei ADHS eingesetzte Methylphenidat sowie Migränemittel aus der Gruppe der Triptane.

„Eine Tablette Naratriptan reicht für Menschen, die nicht daran gewöhnt sind, um problemlos eine Nacht durchzufeiern», berichtete der Suchtmediziner. Bei Schülern beliebt seien derzeit sogenannte Vomex-Partys. Das Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen enthält Dimenhydrinat, das in hohen Dosen halluzinogen wirkt.

Die Nutzer zerkleinern die Dragees meist, damit die Wirkung noch schneller eintritt. Auch das Durchfallmittel Loperamid wird zu Rauschzwecken missbraucht. Normalerweise wirkt das Opioid nur an den Opioidrezeptoren im Darm, da es nach Aufnahme in die Endothelzellen durch ein Transportprotein wieder ausgeschleust wird.

  • Dieser Vorgang lässt sich durch verschiedene Tricks blockieren, sodass eine systemische Wirkung eintritt.
  • Ein Glas Grapefruitsaft vor der Einnahme oder die Einnahme von Chinin (wie in Limptar®) können schon ausreichen.
  • Eine andere Möglichkeit, einen Opioid-Rausch mit Loperamid zu erleben, ist das Rauchen des in den Hartkapseln enthaltenen Pulvers.

: Vomex-Partys & Co.: Häufig missbrauchte OTC-Medikamente

Welcher hustenstiller macht high?

Süchtig machende Hustenmitteln sind günstig und leicht erhältlich – Seit einigen Jahren beobachten Apotheker vor allem in städtischen Gebieten, dass sich Jugendliche mit Hustenmitteln, die Dextromethorphan oder Codein enthalten, berauschen wollen. Valeria Rauseo, stellvertretende Geschäftsführerin der Olympia-Apotheke am Stauffacher, erzählt: «Vor allem am Freitag fragen bei uns Jugendliche, aber auch Erwachsene nach codeinhaltigen Hustensirups oder -tropfen, um sich fürs Wochenende einzudecken.» Informationen über Substanzen, Risiken, Nebenwirkungen Über www.know-drugs.ch können Eltern und Jugendliche das Info-Set «Drugs – just say know» bestellen, das aus einem Faltprospekt mit allgemeinen Informationen und 24 Karten besteht, die über mehr als 30 psychoaktive Substanzen informieren.

  1. Bisher wurde das Set bereits über 50’000 Mal angefordert.
  2. In Zürich und Bern haben Jugendliche die Möglichkeit, Substanzen anonym und kostenlos testen zu lassen.
  3. Die jüngsten Jugendlichen schätzt die Apothekerin auf 13 Jahre.
  4. Bei einem Preis von 7.30 Franken pro Fläschchen ist der Trip für die meisten Jugendlichen erschwinglich.

Die Wirkung von Codein kann von Gelassenheit, Unbeschwertheit, Euphorie, Aufgeregtheit bis hin zu einer Steigerung des Selbstbewusstseins reichen.

Welche Mittel machen euphorisch?

Übersicht High am Arbeitsplatz: Welche Aufputschmittel wie wirken – Stimulanzen für die Psyche Im Gegensatz zu Kokain, das aus den Blättern der Kokapflanze gewonnen wird, werden Amphetamine synthetisch hergestellt. Sie werden meist als Tabletten geschluckt, lassen sich aber auch als Pulver schnupfen.

  1. In den USA ist Amphetamin im Präparat Adderall enthalten, das gegen die Hyperaktivitätsstörung ADHS verschrieben werden kann.
  2. Amphetamine erregen das zentrale Nervensystem und setzen im Gehirn die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin frei.
  3. Dopamin wird im Volksmund auch als „Glückshormon» bezeichnet.
  4. Schon geringe Dosen Amphetamin machen euphorisch und steigern Rededrang und Selbstvertrauen.

Das angenehme Gefühl entspannter Aufmerksamkeit und Stärke stellt sich ein. Grundbedürfnisse wie Hunger, Durst und Schlaf werden unterdrückt. Zu den Nebenwirkungen gehören unvermittelte Aggressionen, Gewaltausbrüche und Verfolgungswahn. Auch so genannte „Amphetaminpsychosen» sind möglich, bei denen starke Halluzinationen auftreten können.

  • Außerdem vergiftet Amphetamin den Körper: Herzschlag und Blutdruck verändern sich, man schwitzt oder fröstelt, ist verwirrt und muss mit Krampfanfällen und Übelkeit rechnen.
  • Amphetamine führen außerdem schnell zu einer starken psychischen Abhängigkeit.
  • Wer die Substanz absetzt, muss mit Schlaflosigkeit und Unruhe rechnen; auch Stimmungsschwankungen, Angststörungen und Depressionen sind möglich.

Erwachsene setzen auf das „Kinder-Kokain» Methylphenidat ist eine Amphetamin-ähnliche Substanz, mit der vor allem die Aufmerksamkeitsdefizits- und Hyperaktiviätsstörung ADHS bei Kindern behandelt wird. Sie ist in den Medikamenten Ritalin, Medikinet und Concerta enthalten.

  • Es mehren sich die Fälle, in denen Konsumenten die Tabletten zermahlen und in größeren Dosen schnupfen.
  • Gebräuchliche Spitznamen sind deswegen „Kiddie-Coke» oder „Kinder-Kokain».
  • Anders als Amphetamin erhöht der Stoff nicht die Ausschüttung von Dopamin, sondern sorgt wie Kokain dafür, dass es von den Präsynapsen nicht wieder aufgenommen werden kann, indem es das Dopamin-Transporter-System blockiert.

So steigt die Konzentation des Botenstoffs Dopamin an. Methylphenidat wirkt antriebssteigernd und kann in hohen Dosen wie Amphetamin Halluzinationen und überschwängliche Euphorie auslösen. Methylphenidat hemmt den Appetit und kann für Übelkeit sorgen, oft erhöht es Pulsfrequenz und Blutdruck.

  1. Sehr häufig sind Nervosität und Schlaflosigkeit; manche Konsumenten werden gereizt und aggressiv.
  2. Auch Schwindel, Fieber uns Psychosen sind nicht ausgeschlossen.
  3. Stark überhöhte Dosen können abhängig machen, zu Herzrhythmusstörungen führen und den Konsumenten ins Delirium befördern.
  4. Wenn Methylphenidat nach längerer Einnahme ohne Übergang abgesetzt wird, kann es zu depressiven Verstimmungen und Gereiztheit kommen.

Offiziellen Angaben zufolge sind bei sachgemäßem Gebrauch bisher noch keine Fälle von Abhängigkeit bekannt geworden. © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?

Welche Medikamente sind wie Speed?

Missbräuchlicher Konsum – Beim missbräuchlichen, d.h. nicht bestimmungsgemäßen Konsum wird Ritalin wegen seiner anregenden Wirkung konsumiert: zur Vertreibung von Müdigkeit, zur Aufmerksamkeitssteigerung, um nächtelang studieren oder feiern zu können und um die euphorisierende Wirkung zu erleben.

Über die Verbreitung des missbräuchlichen Konsums gibt es keine zuverlässigen Zahlen. Jedoch ist anzunehmen, dass ein gewisser Anteil der medizinischen Verschreibungen nicht bestimmungsgemäß konsumiert wird. In der Drogenszene wird Ritalin auch als „Ersatz-Speed» gehandelt. Die Tabletten werden zumeist oral eingenommen, jedoch auch pulverisiert nasal konsumiert (durch die Nase gesnieft), oder in Wasser aufgelöst injiziert.

Eine besondere Gefahr geht vom Spritzen aus, denn die nicht löslichen Füllstoffe der Tablette können hierbei kleine Blutgefäße verstopfen und Schäden an der Lunge oder der Netzhaut hervorrufen.