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Welche Medikamente Vertragen Sich Nicht Mit Mirtazapin?

Welche Medikamente Vertragen Sich Nicht Mit Mirtazapin?
Häufige Arzneistoffe: Steckbrief Mirtazapin Welche Medikamente Vertragen Sich Nicht Mit Mirtazapin? Da Mirtazapin sedierend wirkt, wird es oft bei depressiven Patienten mit Schlafstörungen eingesetzt, off Label auch nur als Sedativum. In der Geriatrie hat es einen hohen Stellenwert, da es kaum anticholinerg wirkt. / Foto: Fotolia/Photographee.eu Wofür wird Mirtazapin eingesetzt? Das Tetrazyklikum Mirtazapin ist zugelassen zur Behandlung depressiver Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) bei Erwachsenen.

Häufig wird es bei depressiven Patienten mit ( ) eingesetzt, aber auch bei isolierter Schlafstörung (off Label). Dies gilt auch für andere sedierend wirksame Antidepressiva wie Amitriptylin, Trazodon und Trimipramin. Für beide Indikationen zugelassen ist Doxepin. Laut der (gültig bis Dezember 2022) wird Mirtazapin zur Insomnie-Behandlung deutlich niedriger dosiert (3,75 bis 7,5 mg) als bei Depressionen.

Mirtazapin wird oft bei eingesetzt, weil es als nebenwirkungsarm gilt. Jedoch stuft es die bei mittelschweren und schweren Depressionen, bei Insomnie und Demenz-assoziierten Schlafstörungen in die Gruppe C ein: »ungünstige Nutzen-Risiko-Relation bei älteren Patienten, genaue Beobachtung von Wirkungen und Nebenwirkungen erforderlich«.

Mirtazapin wirkt zentral als präsynaptischer α 2 -Antagonist und verstärkt die zentrale noradrenerge und serotonerge Neurotransmission. Letztere wird spezifisch durch 5-HT 1 -Rezeptoren angeregt, da 5-HT 2 – und 5-HT 3 -Rezeptoren durch Mirtazapin blockiert werden. Vermutlich tragen beide Enantiomere zur antidepressiven Wirkung bei.

Über einen Histamin-H 1 -Antagonismus wirkt der Arzneistoff sedierend. Mirtazapin hat praktisch keine anticholinergen Effekte und in therapeutischen Dosen kaum Einfluss auf das kardiovaskuläre System. Wie wird das Antidepressivum dosiert? Die wirksame Tagesdosis liegt in der Regel zwischen 15 und 45 mg, die Anfangsdosis beträgt 15 oder 30 mg.

  • Die Wirkung von Mirtazapin tritt meist nach einer bis zwei Wochen ein; ein Therapieerfolg sollte sich bei ausreichender Dosierung innerhalb von zwei bis vier Wochen zeigen.
  • Falls nicht, ist eine Steigerung bis zur höchsten empfohlenen Dosis sinnvoll.
  • Tritt dann innerhalb von weiteren zwei bis vier Wochen kein Erfolg ein, wird die Behandlung abgebrochen.

Im anderen Fall wird die Therapie über mindestens sechs Monate fortgesetzt. Wie bei Antidepressiva meist üblich, wird die Medikation ein- und ausgeschlichen. Aufgrund der Eliminationshalbwertszeit von 20 bis 40 (gelegentlich bis zu 65) Stunden kann der Patient Mirtazapin einmal täglich, vorzugsweise abends vor dem Schlafengehen einnehmen.

Möglich ist die Aufteilung in zwei Gaben, wobei die höhere Dosis abends geschluckt wird. Für Patienten, die schlecht schlucken können, gibt es eine Schmelztablette, die im Mund rasch zerfällt. Wann darf Mirtazapin nicht gegeben werden? Kontraindiziert ist die gleichzeitige Anwendung von Mirtazapin mit Hemmern der Monoaminoxidase (MAO).

Man sollte bis zu zwei Wochen warten, bevor ein Patient von einem MAO-Hemmer auf Mirtazapin (und umgekehrt) umgestellt wird. Diese Zeitabstände sollen ein verhindern, das lebensbedrohlich mit Delir und Koma verlaufen kann. Zu den Anzeichen gehören Beschwerden wie Schwitzen, Durchfall oder Kopfschmerzen, Tremor, Muskelkrämpfe und Krampfanfälle sowie Unruhe, Agitiertheit oder Verwirrtheit.

  1. Was tun in Schwangerschaft und Stillzeit? Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
  2. Ist die Frau stabil auf Mirtazapin eingestellt, sollte sie es weiterhin einnehmen, heißt es auf, der Website des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie der Berliner Charité.

Allerdings sind beim Neugeborenen Anpassungsstörungen mit neurologischen, gastrointestinalen und respiratorischen Symptomen möglich, wenn die Medikation bis zur Geburt fortgesetzt wird. Falls möglich, kann die Mirtazapin-Dosis eine bis zwei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin reduziert und nach der Entbindung sofort wieder auf die erforderliche Dosis heraufgesetzt werden.

Mirtazapin geht nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch über. In der Stillzeit ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich. Welche Nebenwirkungen sind möglich? Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die in klinischen Studien bei mehr als 5 Prozent der Patienten auftraten, sind Schläfrigkeit, Sedierung, trockener Mund, Gewichtszunahme, verstärkter Appetit, Schwindel und Erschöpfung.

Außerdem wurde über schwere Hautreaktionen, darunter Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und Erythema multiforme, berichtet. Welche Wechselwirkungen sind zu beachten? Es sind etliche pharmakodynamische Wechselwirkungen zu beachten. Die gleichzeitige Anwendung mit anderen serotonergen Wirkstoffen wie Tramadol, Linezolid, selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Venlafaxin, Lithium und Johanniskraut kann ein Serotonin-Syndrom auslösen.

Mirtazapin kann die sedierenden Eigenschaften von Benzodiazepinen und anderen Sedativa, zum Beispiel Antipsychotika, Antihistaminika und Opioide, sowie die zentral dämpfende Wirkung von Alkohol verstärken. In Tagesdosen von 30 mg kann Mirtazapin die INR (International Normalized Ratio) bei Personen unter Warfarin geringfügig, aber statistisch signifikant erhöhen.

Wie etliche andere Antidepressiva birgt auch Mirtazapin ein Risiko für QT-Zeit-Verlängerungen. Vorsicht ist angebracht, wenn der Patient weitere QT-Zeit-verlängernde Medikamente bekommt, zum Beispiel Antipsychotika wie Haloperidol, Pimozid oder Thioridazin.

Da Mirtazapin stark über CYP-Enzyme metabolisiert wird, besteht ein Interaktionspotenzial mit CYP3A4-Induktoren und -Inhibitoren. Mirtazapin und seine Metaboliten werden über Urin und Faeces ausgeschieden. Bei Leber- oder Niereninsuffizienz kann die Clearance verringert sein. Warum ist Mirtazapin in der Geriatrie beliebt? Im Gegensatz zu vielen anderen Psychopharmaka, zum Beispiel Amitriptylin, Clomipramin und Doxepin oder trizyklischen Antipsychotika, hat Mirtazapin,

Diese sind vor allem bei Senioren gefürchtet, denn es kommt zu Mundtrockenheit, Obstipation und Sehstörungen, Blasenentleerungsstörungen bis hin zum akuten Harnverhalt, Reflextachykardien und, Sie können unter anderem die Sturzgefahr erhöhen, was bei alten Menschen fatal enden kann. Welche Medikamente Vertragen Sich Nicht Mit Mirtazapin? Strukturformel Mirtazapin / Foto: PZ/Wurglics : Häufige Arzneistoffe: Steckbrief Mirtazapin

Wann darf man Mirtazapin nicht nehmen?

Gegenanzeigen – Mirtazapin darf nicht eingenommen werden bei:

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der anderen Bestandteile des Medikaments gleichzeitiger Einnahme von Antidepressiva aus der Gruppe der Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmer)

Neben diesen absoluten Kontraindikationen gibt es noch relative Kontraindikationen, also Situationen, in denen das Antidepressivum nur bei zwingender Notwendigkeit und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden sollte. Zu diesen relativen Kontraindikationen gehören:

schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen erhöhte Krampfbereitschaft gleichzeitige Einnahme von Linezolid (Antibiotikum)

Was kann man mit Mirtazapin kombinieren?

Was tun bei Nichtansprechen? – Im Regelfall ist bei Respondern eine Besserung der Grundsymptomatik von 40-50% zu erwarten, die sich nach 2-3 Wochen Therapie oder nach einer entsprechenden Dosisänderung einstellen sollte (z.B. durch entsprechende Depressionsskalen definierbar).

Bei Nichtansprechen sollte zunächst bei guter Verträglichkeit eine kontinuierliche Dosissteigerung erfolgen. Natürlich muss auch die Compliance überprüft werden, da bei unregelmäßiger Einnahme z.B. aufgrund von Nebenwirkungen kein antidepressiver Effekt zu erwarten ist. Gerade von den höher zu dosierenden AD (Venlafaxin, Trizyklische AD) lassen sich gut Serumspiegel bestimmen, nach denen überprüft werden kann, ob überhaupt eine Wirkung zu erwarten wäre.

Eine zunehmende Bedeutung nimmt die Suche nach den Patienten möglicherweise belastenden Nebenwirkungen ein, da hier versteckte Gründe für eine Nichteinnahme liegen (z.B. sexuelle Dysfunktion). Ist auch bei regelmäßiger Einnahme und ausreichender Dosierung einer Substanz keine wesentliche Besserung zu sehen, sollte entweder eine Kombinationsbehandlung erwogen werden oder ein Wechsel auf eine Substanz mit anderem Wirkmechanismus erfolgen (Abb.2).

  1. Für eine Kombination spricht ein Teilerfolg der bisherigen Behandlung ohne Tendenz zur weiteren Besserung.
  2. Die von uns am häufigsten gewählte Kombination stellt die abendliche Gabe von Mirtazapin mit der morgendlichen Ergänzung durch Citalopram oder Escitalopram dar.
  3. Hier wird der sedierende Effekt von Mirtazapin und ein kombinierter Wirkmechanismus über das serotonerge und noradrenerge System ergänzt durch die selektive Serotoninwiederaufnahmehemmung von Citalopram bzw.

Escitalopram ohne Sedierung. Gelegentlich gelingt hier eine Wirkung, die mit einer einzelnen Substanz nicht erzielt werden konnte. Als weitere Kombinationsmöglichkeit kann man z.B. Reboxetin mit einer selektiven noradrenergen Wirkung kombinieren mit überwiegend serotonerg wirkenden Substanzen.

  • Ombinierbar erscheinen am ehesten Substanzen mit unterschiedlichem Wirkprofil und möglichst geringen Wechselwirkungen.
  • Umstellungen können z.B.
  • Von selektiv serotonergen Substanzen auf kombinierte noradrenerg-serotonerge AD erfolgen (Venlafaxin, Duloxetin, Mirtazapin), auf tri- oder tetrazyklische AD oder auch auf das dopaminerg wirkende Bupropion oder den Melatoninantagonisten Agomelatin.

Die Entscheidung ist außer vom Wirkmechanismus abhängig von erkennbaren Risikofaktoren für potenzielle Nebenwirkungen (Hypertonus, Harnverhalt, erhöhte Anfallsneigung, schon bestehende serotonerg bedingte Nebenwirkungen, etc.).

Was blockiert Mirtazapin?

Wirkmechanismus – Mirtazapin wirkt zentral als alpha-2-Antagonist und verstärkt die noradrenerge und serotonerge Neurotransmission. Die Verstärkung der serotonergen Neurotransmission wird spezifisch durch 5-HT1-Rezeptoren vermittelt, da 5-HT2- und 5-HT3-Rezeptoren durch Mirtazapin blockiert werden. Vermutlich tragen beide Enantiomere von Mirtazapin zur antidepressiven Wirkung bei:

  • das R(-)-Enantiomer durch Blockade der 5-HT3-Rezeptoren,
  • das S(+)-Enantiomer durch Blockade der alpha-2- und 5-HT2-Rezeptoren

Die Histamin-H1-antagonistische Wirkung von Mirtazapin steht im Zusammenhang mit seinen sedierenden Eigenschaften. Es besitzt praktisch keine anticholinerge Wirkung und hat in therapeutischen Dosen nahezu keinen Einfluss auf das kardiovaskuläre System.

Was verträgt sich nicht mit Antidepressiva?

Kombinationen aus Antidepressiva wie etwa selektive oder nichtselektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder aber MAO-Hemmer, die jeweils die Serotoninkonzentrationen im synaptischen Spalt erhöhen, sind daher kontraindiziert. Auch Arzneistoffe anderer Indikationsgruppen können in den Serotoninhaushalt eingreifen.

Wie lange schläft man bei Mirtazapin?

Häufige Arzneistoffe: Steckbrief Mirtazapin Welche Medikamente Vertragen Sich Nicht Mit Mirtazapin? Da Mirtazapin sedierend wirkt, wird es oft bei depressiven Patienten mit Schlafstörungen eingesetzt, off Label auch nur als Sedativum. In der Geriatrie hat es einen hohen Stellenwert, da es kaum anticholinerg wirkt. / Foto: Fotolia/Photographee.eu Wofür wird Mirtazapin eingesetzt? Das Tetrazyklikum Mirtazapin ist zugelassen zur Behandlung depressiver Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) bei Erwachsenen.

Häufig wird es bei depressiven Patienten mit ( ) eingesetzt, aber auch bei isolierter Schlafstörung (off Label). Dies gilt auch für andere sedierend wirksame Antidepressiva wie Amitriptylin, Trazodon und Trimipramin. Für beide Indikationen zugelassen ist Doxepin. Laut der (gültig bis Dezember 2022) wird Mirtazapin zur Insomnie-Behandlung deutlich niedriger dosiert (3,75 bis 7,5 mg) als bei Depressionen.

Mirtazapin wird oft bei eingesetzt, weil es als nebenwirkungsarm gilt. Jedoch stuft es die bei mittelschweren und schweren Depressionen, bei Insomnie und Demenz-assoziierten Schlafstörungen in die Gruppe C ein: »ungünstige Nutzen-Risiko-Relation bei älteren Patienten, genaue Beobachtung von Wirkungen und Nebenwirkungen erforderlich«.

Mirtazapin wirkt zentral als präsynaptischer α 2 -Antagonist und verstärkt die zentrale noradrenerge und serotonerge Neurotransmission. Letztere wird spezifisch durch 5-HT 1 -Rezeptoren angeregt, da 5-HT 2 – und 5-HT 3 -Rezeptoren durch Mirtazapin blockiert werden. Vermutlich tragen beide Enantiomere zur antidepressiven Wirkung bei.

Über einen Histamin-H 1 -Antagonismus wirkt der Arzneistoff sedierend. Mirtazapin hat praktisch keine anticholinergen Effekte und in therapeutischen Dosen kaum Einfluss auf das kardiovaskuläre System. Wie wird das Antidepressivum dosiert? Die wirksame Tagesdosis liegt in der Regel zwischen 15 und 45 mg, die Anfangsdosis beträgt 15 oder 30 mg.

  • Die Wirkung von Mirtazapin tritt meist nach einer bis zwei Wochen ein; ein Therapieerfolg sollte sich bei ausreichender Dosierung innerhalb von zwei bis vier Wochen zeigen.
  • Falls nicht, ist eine Steigerung bis zur höchsten empfohlenen Dosis sinnvoll.
  • Tritt dann innerhalb von weiteren zwei bis vier Wochen kein Erfolg ein, wird die Behandlung abgebrochen.

Im anderen Fall wird die Therapie über mindestens sechs Monate fortgesetzt. Wie bei Antidepressiva meist üblich, wird die Medikation ein- und ausgeschlichen. Aufgrund der Eliminationshalbwertszeit von 20 bis 40 (gelegentlich bis zu 65) Stunden kann der Patient Mirtazapin einmal täglich, vorzugsweise abends vor dem Schlafengehen einnehmen.

Möglich ist die Aufteilung in zwei Gaben, wobei die höhere Dosis abends geschluckt wird. Für Patienten, die schlecht schlucken können, gibt es eine Schmelztablette, die im Mund rasch zerfällt. Wann darf Mirtazapin nicht gegeben werden? Kontraindiziert ist die gleichzeitige Anwendung von Mirtazapin mit Hemmern der Monoaminoxidase (MAO).

Man sollte bis zu zwei Wochen warten, bevor ein Patient von einem MAO-Hemmer auf Mirtazapin (und umgekehrt) umgestellt wird. Diese Zeitabstände sollen ein verhindern, das lebensbedrohlich mit Delir und Koma verlaufen kann. Zu den Anzeichen gehören Beschwerden wie Schwitzen, Durchfall oder Kopfschmerzen, Tremor, Muskelkrämpfe und Krampfanfälle sowie Unruhe, Agitiertheit oder Verwirrtheit.

  • Was tun in Schwangerschaft und Stillzeit? Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
  • Ist die Frau stabil auf Mirtazapin eingestellt, sollte sie es weiterhin einnehmen, heißt es auf, der Website des Pharmakovigilanz- und Beratungszentrums für Embryonaltoxikologie der Berliner Charité.

Allerdings sind beim Neugeborenen Anpassungsstörungen mit neurologischen, gastrointestinalen und respiratorischen Symptomen möglich, wenn die Medikation bis zur Geburt fortgesetzt wird. Falls möglich, kann die Mirtazapin-Dosis eine bis zwei Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin reduziert und nach der Entbindung sofort wieder auf die erforderliche Dosis heraufgesetzt werden.

  1. Mirtazapin geht nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch über.
  2. In der Stillzeit ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.
  3. Welche Nebenwirkungen sind möglich? Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die in klinischen Studien bei mehr als 5 Prozent der Patienten auftraten, sind Schläfrigkeit, Sedierung, trockener Mund, Gewichtszunahme, verstärkter Appetit, Schwindel und Erschöpfung.

Außerdem wurde über schwere Hautreaktionen, darunter Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und Erythema multiforme, berichtet. Welche Wechselwirkungen sind zu beachten? Es sind etliche pharmakodynamische Wechselwirkungen zu beachten. Die gleichzeitige Anwendung mit anderen serotonergen Wirkstoffen wie Tramadol, Linezolid, selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI), Venlafaxin, Lithium und Johanniskraut kann ein Serotonin-Syndrom auslösen.

Mirtazapin kann die sedierenden Eigenschaften von Benzodiazepinen und anderen Sedativa, zum Beispiel Antipsychotika, Antihistaminika und Opioide, sowie die zentral dämpfende Wirkung von Alkohol verstärken. In Tagesdosen von 30 mg kann Mirtazapin die INR (International Normalized Ratio) bei Personen unter Warfarin geringfügig, aber statistisch signifikant erhöhen.

Wie etliche andere Antidepressiva birgt auch Mirtazapin ein Risiko für QT-Zeit-Verlängerungen. Vorsicht ist angebracht, wenn der Patient weitere QT-Zeit-verlängernde Medikamente bekommt, zum Beispiel Antipsychotika wie Haloperidol, Pimozid oder Thioridazin.

Da Mirtazapin stark über CYP-Enzyme metabolisiert wird, besteht ein Interaktionspotenzial mit CYP3A4-Induktoren und -Inhibitoren. Mirtazapin und seine Metaboliten werden über Urin und Faeces ausgeschieden. Bei Leber- oder Niereninsuffizienz kann die Clearance verringert sein. Warum ist Mirtazapin in der Geriatrie beliebt? Im Gegensatz zu vielen anderen Psychopharmaka, zum Beispiel Amitriptylin, Clomipramin und Doxepin oder trizyklischen Antipsychotika, hat Mirtazapin,

Diese sind vor allem bei Senioren gefürchtet, denn es kommt zu Mundtrockenheit, Obstipation und Sehstörungen, Blasenentleerungsstörungen bis hin zum akuten Harnverhalt, Reflextachykardien und, Sie können unter anderem die Sturzgefahr erhöhen, was bei alten Menschen fatal enden kann. Welche Medikamente Vertragen Sich Nicht Mit Mirtazapin? Strukturformel Mirtazapin / Foto: PZ/Wurglics : Häufige Arzneistoffe: Steckbrief Mirtazapin

Was macht Mirtazapin im Kopf?

Pharmakologie – Mirtazapin ist ein noradrenerg und spezifisch serotonerg wirkendes Antidepressivum ( NaSSA ): Es besetzt im Gehirn spezifische Bindungsstellen der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin und verändert damit den Einfluss dieser auf die Signalübertragung im Gehirn.

Was verstärkt Mirtazapin?

– Mirtazapin kann die sedierenden Eigenschaften von Benzodiazepinen oder anderen Sedativa (insbesondere die meisten Neuroleptika, Histamin-H1-Rezeptorenblocker, Opioide) verstärken. Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel mit Mirtazapin sollte nur mit Vorsicht erfolgen.

Kann man Schmerztabletten nehmen wenn man Antidepressiva nimmt?

Antidepressiva und Schmerzmittel: Ärzte warnen vor tödlichem Medikamenten-Mix Vor Arzneimittelinteraktionen haben Ärzte des Tiroler Gesundheitszentrums in Igls bei Innsbruck am Donnerstag in einem Interview mit der APA gewarnt. Besonders Kombinationen von etwa Antidepressiva mit den Schmerzmitteln Aspirin und Voltaren könnten tödlich sein.

Kann man Ibuprofen nehmen wenn man Antidepressiva nimmt?

Mögliche Wechselwirkungen (Auswahl) – SSRI und Thrombozytenaggregationshemmer (zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Clopidogrel), aber auch NSAR (zum Beispiel Diclofenac, Ibuprofen) erhöhen das Risiko gastrointestinaler Blutungen. Daher ist von einer gleichzeitigen Einnahme abzuraten.

  • Eine gleichzeitige Einnahme mit Omeprazol kann die Plasmaspiegel von Citalopram erhöhen und so zu verstärkten Nebenwirkungen führen.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung kann eine Reduktion der Dosis von Citalopram erforderlich sein.
  • SSRI können die Krampfschwelle herabsetzen.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls die Krampfschwelle herabsetzen können, wie Neuroleptika (Phenothiazin, Thioxanthene und Butyrophenone), Melfloquin, Bupropion und Tramadol, sollten eventuelle Reaktionen des Patienten beobachtet werden.

Wenn Citalopram zusammen mit Arzneimitteln gegeben wird, die hauptsächlich durch CYP2D6 verstoffwechselt werden und die eine geringe therapeutische Breite haben, wie zum Beispiel Flecainid, Propafenon und Metoprolol (wenn bei Herzinsuffizienz eingesetzt) oder bestimmte ZNS-wirksame Arzneimittel, die hauptsächlich über CYP2D6 verstoffwechselt werden, zum Beispiel Antidepressiva wie Desipramin, Clomipramin und Nortriptylin oder Neuroleptika wie Risperidon, Thioridazin und Haloperidol, kann eine Dosisanpassung notwendig sein.

Wie verändert Mirtazapin die Persönlichkeit?

Wirkstoff des Monats: Mirtazapin – Licht im schwarzen Loch 24.07.2008 – 10:52 (ots) Depressionen weisen ein diffuses, schwer greifbares Krankheitsbild auf. Patienten klagen über emotionale Leere, gedrückte Stimmung und Antriebslosigkeit. Sie haben das Gefühl, in ein schwarzes Loch zu fallen und können alltägliche Aufgaben oft nicht mehr bewältigen.

  • Die Angehörigen sind in der Regel überfordert.
  • Traurigkeit kennt schließlich jeder.
  • Warum hat sie bei Depressiven oft keine erkennbare Ursache? Weshalb verschwindet sie nicht mit der Zeit? Wieso verpuffen Ablenkung und Zuspruch? Selbst Fachleute haben manchmal Schwierigkeiten, Symptome richtig zu deuten.
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Obwohl sich die Therapiemöglichkeiten und die öffentliche Akzeptanz dieser Gemütserkrankung deutlich verbessert haben, sind bislang viele Fragen offen. Sicher ist allerdings, dass Depressionen weit verbreitet sind und der Leidensdruck der Patienten groß ist.15% bis 20% der Deutschen sind betroffen, wobei Frauen zwei bis dreimal so häufig erkranken.

Ungefähr 50% der Menschen mit depressiven Störungen begehen einen Selbstmordversuch. Nach dem Stand der Wissenschaft liegen die Ursachen der Depression im gestörten Zusammenspiel einiger so genannter Botenstoffe. Diese haben die Aufgabe, Informationen zu übertragen. Das tun sie, indem sie Nervensignale im Gehirn weiter leiten.

Bei Gemütserkrankungen funktioniert die Abstimmung zwischen ihnen nicht mehr richtig. Und das kann sich auf den seelischen Zustand auswirken. Abhilfe schafft der Wirkstoff Mirtazapin. Er verstärkt die Freisetzung der Botenstoffe Noradrenalin, Serotonin sowie Dopamin und verbessert auf diese Weise die Stimmung.

  • Außerdem steigert Mirtazapin den allgemeinen Antrieb.
  • Mit diesem Wirkstoff können leichte bis mittelschwere Depressionen erfolgreich behandelt werden.
  • Mirtazapin kann zwar müde machen, verändert aber die Persönlichkeit – wie auch alle anderen Antidepressiva – nicht und verursacht zudem keine Abhängigkeit.

Allerdings sollte Mirtazapin nur in Absprache mit dem Arzt und nur allmählich abgesetzt werden. Mirtazapin wurde 1996 in Deutschland eingeführt.2004 kamen die ersten preisgünstigen Generika auf den Markt. Innerhalb eines Jahres wurden 3 Mio. Packungen Mirtazapin-Präparate verordnet.

In welcher Dosis wirkt Mirtazapin am besten Schlafanstoßend?

Antidepressiva bei Schlafstörungen Als schlafanstoßende Medikation werden häufig Antidepressiva eingesetzt. Sie wurden entwickelt um Depressionen zu behandeln. Dabei setzt ihre antidepressive Wirkung nicht sofort ein, sondern benötigt ca.14 Tage. Einige von Ihnen haben allerdings eine müde machende Komponente, die auch in niedriger Dosierung vom ersten Tag an eintritt.

  • Allen voran die sogenannten klassischen trizyklischen Antidepressiva,
  • Man kann sie gut als schlafanstoßendes Medikament einsetzen.
  • Verschreibt man sie als Tropfen, kann der Patient tröpfchenweise die Dosis so lange steigern bis er schläft.
  • Die Wirkung beruht in erster Linie auf der Reduktion der vegetativen Erregung.

Unangenehme Nebenwirkung können ein trockener Mund und Verstopfung sein. Bei Herzerkrankungen können sie gelegentlich den Herzrhythmus beschleunigen und oder zu einer sogenannten QT Zeit Verlängerung mit eventuellen Herzrhythmusstörungen führen. Trotz der Nebenwirkungen werden sie gerne eingesetzt, da sie relativ gut wirken und nicht wie die Tranquilizer abhängig machen.

  1. Ein weiteres Antidepressivum welches schlafanstoßend wirkt ist Mirtazapin ein sogenannter Noradrenalinwiederaufnahmehemmer,
  2. In einer Dosierung von 7,5 -15mg zur Nacht wirkt es antriebsmindernd und schlafanstoßend,
  3. Sein Vorteil ist, dass es in dieser Dosierung bereits antidepressiv wirkt und man so eventuell zwei Fliegen mit einer Klappe erschlägt.

Man muss den Patienten allerdings darauf hinweisen, dass er sich einige Tage auch tagsüber sehr schlapp fühlen kann. Moderne Antidepressiva, sogenannte Serotoninwiederaufnahmehemmer sind bei reinen Schlafstörungen nicht so sinnvoll, da sie eine zu hohe antriebssteigernde Wirkung haben.

Kann man von Mirtazapin Herzrhythmusstörungen bekommen?

EKG-Veränderung unter Mirtazapin (REMERGIL):- arznei telegramm EKG-Veränderung unter Mirtazapin (REMERGIL): Eine 31-jährige Frau mit Anorexie wird wegen Elektrolytstörung nach Diuretika-Abusus stationär behandelt. Das Elektrokardiogramm ist unauffällig.12 Tage nachdem sie mit der Einnahme von Mirtazapin (REMERGIL) begonnen hat, ist im EKG die QTc-Zeit verlängert.

Die T-Wellen sind tief negativ. Nach Absetzen des Antidepressivums normalisiert sich das EKG innerhalb von zwei Wochen (NETZWERK-Bericht 12.531). Die EKG-Veränderung ist Ausdruck einer verzögerten Repolarisation und wird unter anderem durch Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) – wie bei der Patientin im Vorfeld behandelt – begünstigt.

Auch bei vorbestehender QT- Verlängerung dauert es nicht selten längere Zeit, bevor ventrikuläre Herzrhythmusstörungen vom Typ Torsade de pointes auftreten. Charakteristische Symptome der «Spitzenumkehrtachykardie» sind Schwindel und Synkopen. Die Rhythmusstörung klingt meist von selbst ab, kann aber auch in Kammerflimmern übergehen und tödlich enden (HAVERKAMP, W.

Et al.: Dtsch. Ärztebl.2002; 99: A-1972-9; vgl.). Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dokumentiert insgesamt 13 Verdachtsberichte zu kardialen Effekten von Mirtazapin, vorwiegend Herzrhythmusstörungen. Bei einem Patienten ist die QTc-Zeit verlängert, ein weiterer mit QT-Verlängerung und Torsade de pointes entwickelt Kammerflimmern (BfArM: Schreiben vom 27.

Nov.2002). In der geänderten US-amerikanischen Produktinformation werden vier Ereignisse mit Torsade de pointes in Verbindung mit Mirtazapin erwähnt (http://www.fda.gov/cder/foi/label/ 2002/20415S9lbl.pdf). Entsprechende Hinweise fehlen in der deutschen Produktinformation (Organon GmbH: Fachinformation REMERGIL, Stand Mai 2002).

© 2002 arznei-telegramm

Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen ist nur mit Genehmigung des arznei-telegramm ® gestattet. : EKG-Veränderung unter Mirtazapin (REMERGIL):- arznei telegramm

Welche Vitamine nicht mit Antidepressiva?

Mikro-Nährstoff-Mangel bei trizyklischen Antidepressiva – Des Weiteren kommt es bei der Einnahme verschiedener Arzneistoffe zu einem Mikro-Nährstoff-Mangel. Besonders bekannt ist das bei trizyklischen Antidepressiva. Hier kommt es oft zu einem Vitamin-B12-Mangel durch eine erhöhte Ausscheidung einer beeinträchtigten Umwandlung von Vitamin B12 in seine enzymatisch aktive Form.

Wie schnell wirkt Mirtazapin bei Depressionen?

Im Vergleich zu selektiven Serotoninwie- deraufnahme-Hemmern (SSRI) hingegen war Mirtazapin in 12 Studien mit 2626 Pa- tienten signifikant effektiver sowohl nach 2 Wochen (OR 1,57, 95%-KI 1,30–1,88) wie auch zu Behandlungsende (OR 1,19, 95-KI 1,01–1,39).

Kann nach Mirtazapin nicht schlafen?

Depressionen: Schlaflos durch Antidepressiva?

Depressionen: Schlaflos,

Schlaf und Psyche hängen eng zusammen. Und Patienten mit psychischen Problemen erhoffen sich von ihrer Behandlung unter anderem, nachts wieder Ruhe zu finden. Laut einer aktuellen Studie können Psychopharmaka auch das Gegenteil bewirken. So wurden unter den fünf meistverordneten Antidepressiva Schlaflosigkeit als Nebenwirkung berichtet.

  1. Das kann Sie müde machen» – dieser Satz begleitet häufig die Apothekenberatung zu Psychopharmaka.
  2. Wen depressive Gedanken nachts wach halten, für den wäre dieser Nebeneffekt sogar förderlich.
  3. Doch bei einigen Patienten könnte das Gegenteil der Fall sein, wie eine aktuelle Studie zeigt.
  4. Den Ergebnissen zufolge, die in der Fachzeitschrift „Fortschritte Neurologie-Psychiatrie» erschienen sind, verursachen insbesondere Antidepressiva häufig Schlafstörungen und auch Albträume.

Bei dieser Analyse haben die Autoren zunächst anhand des Arzneiverordnungsreports 2016 die Psychopharmaka identifiziert, die in Deutschland am häufigsten verordnet werden. Dann haben die Wissenschaftler die entsprechenden Fachinformationen ausgewertet, ob die Arzneistoffe Schlafstörungen, Schlaflosigkeit oder Albträume und sonstige schlafbezogene Störungen wie etwa verursachen.

  1. In 78 Prozent der 64 untersuchten Fachinformationen war mindestens eine unerwünschte Arzneimittelwirkung aufgelistet, die den Schlaf beeinträchtigt.
  2. Bei etwa einem Fünftel der Psychopharmaka wurden schlafbezogene Bewegungsstörungen berichtet.
  3. Schlafbezogene Atmungsstörungen oder Hypersomnien zentralnervösen Ursprungs waren selten – zu 6 beziehungsweise 5 Prozent – aufgeführt.

Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen wurden nicht gefunden. Den Fachinformationen zufolge, war jedes zweite untersuchte Medikament potenziell mit Schlaflosigkeit verbunden. Insbesondere bei den Antidepressiva scheint diese Nebenwirkung häufiger vertreten zu sein.

  • So finden sich in den Fachinformationen der fünf verordnungsstärksten Wirkstoffe Citalopram, Venlafaxin, Mirtazapin, Sertralin und Amitriptylin Schlaflosigkeit als unerwünschte Arzneimittelwirkung.
  • Bei, der am häufigsten verschriebenen Substanz, wurde darüber „sehr häufig» – also bei 10 bis 100 Prozent der Fälle – berichtet.

Auch das enantiomerenreine Escitalopram ist betroffen. Außerdem traten Albträume oder ungewöhnliche Trauminhalte in den Produkttexten aller fünf Arzneimittel auf. Diesen Artikel teilen: : Depressionen: Schlaflos durch Antidepressiva?

Ist Mirtazapin ein gutes Medikament?

Fragestellung: Bei Patienten mit Angst und Depression, die Benzodiazepine einnehmen, wurde Mirtazapin mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) verglichen. Hintergrund: Benzodiazepine und diesen ähnliche Hypnotika wie Zolpidem und Zopiclon werden oft in Kombination mit Antidepressiva verwendet, um Angst oder Schlafstörungen bei Depressionen zu behandeln.

Es gibt Evidenz dafür, dass die Kombination von Benzodiazepinen mit Antidepressiva zu Beginn einer medikamentösen Behandlung der Depression sinnvoll ist. Auf lange Sicht sollten Benzodiazepine aber wegen der bekannten Nachteile wie kognitive Dysfunktion bis zur Demenz sowie Toleranzentwicklung vermieden werden, auch wenn manche Studien die Demenzentwicklung infrage stellen.

Dennoch bleibt es ein wichtiges Ziel, eine Strategie zur Vermeidung von Benzodiazepinen in der Depressionsbehandlung zu entwickeln. Ebenso wie SSRI ist Mirtazapin ein Antidepressivum der ersten Wahl. Es hat ein besonderes pharmakologisches Profil, da es nicht nur ein α 2 -Adrenalinrezeptorantagonist ist, sondern auch Histamin H 1 – und 5-HT 2A -Rezeptoren antagonisiert und im Gegensatz zu anderen Antidepressiva schlafanstoßend wirkt.

  1. Zudem ist Mirtazapin ein 5-HT 2C -Antagonist, was seinen anxiolytischen Effekt erklären könnte.
  2. Die antidepressive Wirkung tritt schnell ein.
  3. Daher wurde die Hypothese aufgestellt, dass Mirtazapin in der Behandlung depressiver Episoden, wenn noch Benzodiazepine erforderlich sind, SSRI überlegen sein könnte.

Patienten und Methodik: 77 Patienten mit Depression in ambulanter Behandlung wurden unverblindet randomisiert und erhielten über 24 Wochen entweder Mirtazapin oder ein SSRI (Sertralin oder Paroxetin). Primäres Studienziel war der Anteil von Patienten, die nach sechs, zwölf oder 24 Wochen Benzo-diazepine benötigten.

  • Als Response wurde eine Abnahme in der HRS (Hamilton Rating Scale) von mehr als 50 % definiert.
  • Zudem wurden die Spiegel des neuronalen Wachstumsfaktors BDNF (brain-derived neuronal factor) bestimmt.
  • Ergebnisse: Zu Studienbeginn erhielten 65 Patienten Benzodiazepine.
  • Nach sechs, zwölf und 24 Wochen war der Anteil in der Mirtazapin-Gruppe signifikant niedriger (21 % vs.82 %, 11 % vs.86 %, 13 % vs.82 %).

Die HRS-Scores waren nicht unterschiedlich und in beiden Gruppen nahm der BDNF-Serumspiegel ab. Schlussfolgerung: Mirtazapin als Antidepressivum der ersten Wahl kann den Benzodiazepin-Gebrauch bei Patienten mit Depression reduzieren.

Ist Mirtazapin Psychotrop?

Mirtazapine], Psychopharmakon aus der Klasse der Antidepressiva. Mirtazapin ist ein zentral wirksamer präsynaptischer α2-Antagonist, der indirekt die noradrenerge (Noradrenalin, noradrenerges System) und serotonerge Neurotransmission verstärkt.

Kann man Mirtazapin als Schlafmittel nehmen?

Antidepressiva, die gelegentlich bei Schlafstörungen eingesetzt werden, sind neben Doxepin zum Beispiel Agomelatin, Amitriptylin, Mirtazapin und Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

Welches ist das beste Antidepressiva zum Schlafen?

Einsatz der Antidepressiva und Antipsychotika zur Behandlung der Insomnie – Aus der Gruppe der Antidepressiva ist Doxepin und aus der Gruppe der Antipsychotika sind Promethazin, Pipamperon und Melperon zur Behandlung von Einschlafstörungen und Durchschlafschwierigkeiten zugelassen,

Der Einsatz anderer schlafförderlicher Substanzen aus diesen Arzneimittelgruppen stellt einen Off-Label-Gebrauch dar. Die Datenlage zu den niederpotenten klassischen AP für die Indikation Insomnie muss als unbefriedigend eingeschätzt werden. Ihr Einsatz gilt daher für die Indikation Schlafstörungen als zweite Wahl,

Der Gebrauch wird durch das Fehlen von Studien, die heutigen Qualitätsstandards der Hypnotikazulassung entsprechen, und durch die Möglichkeit von extrapyramidalmotorischen Nebenwirkungen sowie im Fall von Promethazin von anticholinergen unerwünschten Wirkungen limitiert.

  • Für die schlafanstoßenden Antidepressiva ist die Datenlage insgesamt etwas besser.
  • Zu den sedierenden und schlafförderlichen Antidepressiva zählen Doxepin, Trimipramin, Mirtazapin, Trazodon und Amitriptylin.
  • Eine im Jahr 2007 erschienene Metaanalyse kommt für die Antidepressiva Doxepin, Trazodon und Trimipramin zu dem Schluss, dass diese sowohl die subjektive als auch die objektiv gemessene Schlaflatenz reduzieren.

Ferner findet sich im Vergleich zu Plazebo unter diesen Antidepressiva polysomnographisch eine reduzierte Wachzeit während der Nacht, eine Erhöhung der Schlafeffizienz und eine Zunahme der Gesamtschlafzeit. In den zugrunde liegenden Studien wurden 25 – 50 mg Doxepin, 25 – 200 mg Trimipramin und 50 – 250 mg Trazodon eingesetzt.

Unter Behandlung mit diesen Antidepressiva traten allerdings häufiger als unter Plazebo unerwünschte Wirkungen auf. Zu den häufigsten Beschwerden zählten Somnolenz, Kopfschmerzen, Benommenheit und Übelkeit. Es können unter Gabe von Antidepressiva allerdings auch weitere unerwünschte Wirkungen wie Leberwerterhöhungen, Blutbildveränderungen oder EKG-Veränderungen auftreten.

Neuere Arbeiten zur Wirksamkeit niedrigerer Doxepin-Dosierungen (3 mg und 6 mg) führten in den USA zu einer Zulassung dieser Substanz als Therapeutikum zur Behandlung der Insomnie. In dieser Dosierung zeigte sich bei Erwachsenen und älteren Menschen u.a.

Eine verbesserte Durchschlaffähigkeit ohne Überhangeffekte oder andere wesentliche unerwünschte Wirkungen. In Deutschland wird darüber hinaus im Rahmen eines Off-Label-Gebrauchs häufig Mirtazapin in niedrigen Dosen von 3,75 bis 7,5 mg erfolgreich zur Behandlung von Ein- und Durchschlafschwierigkeiten eingesetzt.

→ Literatur 1. Benkert O, Hippius H (2013) Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2. Buscemi N, Vandermeer B, Friesen C, Bialy L, Tubman M, Ospina M, Klassen TP, Witmans M (2007) The efficacy and safety of drug treatments for chronic insomnia in adults: a meta-analysis of RCTs.

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Cohrs S (2008) Sleep Disturbances in Patients with Schizophrenia: Impact and Effect of Antipsychotics. CNS Drugs 22:939-962 6. Cohrs S, Rodenbeck A, Hornyak M, Kunz D (2008) Restless legs syndrom, periodische Gliedmaßenbewegungen im Schlaf und Psychopharmakologie.

Nervenarzt 7. Cohrs S, Rodenbeck A, Kunz D (2010) Schlafstörungen. In: Gallinat J, Heinz A (eds) Facharztprüfung Psychiatrie und Psychotherapie. Elsevier, Urban und Fischer, München 8. DeMartinis NA, Winokur A (2007) Effects of psychiatric medications on sleep and sleep disorders. CNS Neurol Disord Drug Targets 6:17-29 9.

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Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und PsychotherapieUniversität Rostock18147 Rostock Interessenkonflikte: Der Autor hat keine deklariert. Erschienen in: Der Allgemeinarzt, 2015; 37 (9) Seite 24-30

: Antidepressiva und Antipsychotika – Wie beeinflussen sie den Schlaf? • doctors|today

Ist Mirtazapin schädlich für das Herz?

Psychokardiologie – eine neue Disziplin – Bis hin zu Veränderungen auf molekularer Ebene wird heute erforscht, wie Gefühle und Stress auf das Herz einwirken und was dabei im Gehirn geschieht. Das war nicht immer so. Vor hundert Jahren wurde solchen körperlichen Symptomen Symbolcharakter für verdrängte seelische Konflikte zugeschrieben.

  • Dass sich das Gehirn dabei tatsächlich strukturell verändert, war für das Wissen zu Beginn des 20.
  • Jahrhunderts kaum vorstellbar.
  • In der naturwissenschaftlich orientierten Medizin wurde eine psychologische Krankheitsinterpretation in die Nähe von Esoterik gerückt (16).
  • Inzwischen hat sich die Psychokardiologie Respekt erworben und als me­­dizinische Disziplin etabliert.

In der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich mit den krankhaften Auswirkungen von psychosozialem Stress auf das Herz beschäftigt. Auch in der Grundlagenforschung arbeiten mehrere Gruppen an diesem Thema. In etlichen Krankenhäusern und Reha-Kliniken kümmern sich Kardiologen, Ärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapeuten gemeinsam um die Patienten (10, 11).

Eine KORA-Studie zeichnet sämtliche Herzinfarkte bei 25- bis 74-jährigen Personen auf. Danach waren Rauchen und Diabetes, wie erwartet, die größten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt. An dritter Stelle folgten bereits Depressivität und Hypertonie. Unter Depressivität haben die Studienautoren depressive Zustände mit unterschiedlichem Schweregrad subsummiert und nicht nur die affektive Störung »Depression«, die die Kriterien der internationalen Klassifikation ICD-10 erfüllt (8, 9, 10,).

Professor Karl-Heinz Ladwig vom Helmholtz-Zentrum in München, Autor der Studie, erklärt im Gespräch mit der PZ, warum: »Eine vitale Erschöpfung beschreibt die Klinik der KHK-Patienten besser als eine unipolare Depression. Es scheint deren auto­aggressive Komponente zu fehlen, die sich vor allem in Schuldvorwürfen ausdrückt.« Übergewicht, Depression und KHK Eine 2006 publizierte Studie, die den Zusammenhang von Depression und KHK untersuchte, schloss gesunde Männer im Alter zwischen 45 und 70 Jahren ein.

  • Als Endpunkt wurde die Gesamtmortalität festgelegt.
  • Das Ergebnis: Besonders viele kardiale Ereignisse traten auf, wenn bei den Probanden mehrere Risikofaktoren zusammenkamen.
  • »Übergewichtige mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 30 zeigen ohne Depressivität kein nennenswert erhöhtes Risiko in der Gesamtsterblichkeit«, erläutert Ladwig.

»Sind sie dagegen depressiv, steigt ihr Sterberisiko auf das Dreifache.« Bei depressiven Patienten schreitet eine KHK deutlich rascher fort als bei psychisch Gesunden und kann schließlich zum Herzinfarkt führen. Eine klinisch manifeste Depression verdoppelt das Infarktrisiko fast.

  • Haben Sie im letzten Monat oft unter Gefühlen von Niedergeschlagenheit, Schwermut oder Hoffnungslosigkeit gelitten?
  • Haben Sie im letzten Monat oft unter geringem Interesse oder Freudlosigkeit gelitten? (10)

Da nicht nur eine manifeste Depression das Risiko erhöht, einen Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod zu erleiden, sondern bereits depressive Verstimmungen, ist es gut, wenn das Apothekenteam auf Warnsignale achtet. In der Apotheke äußern manche Patienten Bedrückung und Niedergeschlagenheit oft schon in einem frühen Stadium.

Leidet der Patient an zusätzlichen Risiken wie Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten oder Diabetes, können Apotheker und ihre Mitarbeiter in einem Beratungsgespräch auf das Risiko hinweisen und den Weg in eine gezielte Behandlung bahnen. »Symptome wie Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit zeigen sich vor allem in den sechs Monaten vor einem Infarkt.

Die Patienten berichten im Gespräch oft von einem Knick in der Lebenslinie«, erläutert Ladwig. Foto: TK » src=»https://localhost/fileadmin/_processed_/1/1/csm_tit-depression-tk-85_115905_01_c80476c7e0.jpg» width=»250″ height=»294″> Eine Depression quält die Seele und das Herz. Foto: TK Oft hilft es, den Patienten zu ermutigen, wieder seine Hobbys und Interessen zu pflegen, auf besondere Angebote in der Nähe wie Konzerte und Vorträge aufmerksam zu machen und den Kontakt zu einer Selbsthilfe- oder einer Herzsportgruppe herzustellen. Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren profitieren zudem von einer individuellen Ernährungsberatung in der Apotheke. Nervensystem aus der Balance Wie eine Depression das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse erhöht, wird derzeit intensiv erforscht. »Sicherlich spielt das selbstschädigende Verhalten der Betroffenen eine Rolle. Depressive Patienten gehen nachlässiger mit dem eigenen Körper um als Nichtdepressive«, erklärt der Facharzt für Psycho­somatische Medizin. Studien zufolge achten depressive Menschen weniger auf ihre Ernährung. Sie treiben kaum Sport und greifen vergleichsweise häufig zur Zigarette. »Darüber hinaus sind bestimmte Auswirkungen der Depressivität auf den Körper direkt messbar«, unterstreicht Ladwig. Bei depressiven Menschen ist das vegetative Nervensystem, das Atmung oder Herzschlag kontrolliert, aus dem Gleichgewicht geraten. Der Puls schießt in die Höhe, die durchschnittliche Herzfrequenz steigt, aber der Herzschlag passt sich nicht mehr so flexibel an verschiedene Belastungen an. Alle diese physiologischen Veränderungen deuten auf eine Stressreaktion hin. Der akti­vierende Sympathikus hat die Oberhand über den dämpfenden Parasympathikus bekommen. Besonders KHK-Patienten laufen Gefahr, gefährliche Rhythmusstörungen zu entwickeln, die im schlimmsten Fall in einen plötzlichen Herztod münden (1, 10, 11). Veränderte Gerinnung, latente Entzündung Zudem reagiert bei depressiven Menschen das Gerinnungssystem empfindlicher, sodass sich schneller Blutgerinnsel bilden können. Eine anhaltende depressive Symptomatik erhöht auch das Risiko für eine endotheliale Dysfunktion, eine Vorstufe der Athero­sklerose. So wurde eine verminderte Akti­vität von Stickstoffmonoxid (NO) nachgewiesen, das die Gefäßerweiterung vermittelt. »Nicht zuletzt konnte gezeigt werden, dass während einer Stressreaktion über die Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) mehr Cortisol, aber auch proinflammatorische Zytokine freigesetzt werden«, berichtet Ladwig. Proinflammatorische Zytokine sind an der Stressregulation beteiligt (19). Vor allem Biomarker wie das C-reaktive Protein, der Tumornekrosefaktor-alpha sowie die Interleukine IL-1 und IL-6 waren laut einer 2011 publizierten Metastudie waren bei depressiven Patienten als Zeichen einer chronischen Stress­reaktion erhöht. Auch das Umgekehrte gilt: Proinflammatorische Botenstoffe beeinflussen das Verhalten. Die Studie zeigte einen Zusammenhang zwischen erhöhten Zytokinspiegeln und Freud­losigkeit, sozialer Isolation und Schlafstörungen (10). Foto: AOK » src=»https://localhost/fileadmin/_processed_/f/e/csm_tit-herzstilllstand_115909_01_fbe0fed320.jpg» width=»250″ height=»166″> Stress fürs Herz: Depressive Patienten erleiden häufiger einen Herzinfarkt oder einen plötzlichen Herztod als psychisch Gesunde. Foto: AOK Neu und überraschend sind Veränderungen des Aldosteron-Systems, das als Bindeglied zum stressinduzierten Bluthochdruck fungiert. Auch das Hormon Leptin steuert offensichtlich mehr als nur Hunger und Sättigung, womit das hohe Risiko stark übergewichtiger Menschen für eine KHK zusammenhängt. Herz unter Stress Eine Depression greift langfristig das Herz an. Akuter Stress und Ärger können jedoch auch einen plötzlichen Angi­na-Pectoris-Anfall oder einen Herz­infarkt auslösen. In einer 2005 in Lancet publizierten Studie äußerten mehr als die Hälfte der 224 Patienten, sie seien in den Stunden vor dem Infarkt sehr aufgeregt gewesen (15). Galt der Herzinfarkt früher als typische Managerkrankheit, so haben die Patienten heute eher einen niedrigen sozio­ökonomischen Status. Eine anstrengende, aber schlecht bezahlte Tätigkeit und hohe Anforderungen, gepaart mit geringem Handlungsspielraum setzen Menschen unter Stress und einem erhöhten Infarktrisiko aus. In der multinationalen INTERHEART-Studie, die knapp 25 000 Teilnehmer in 52 Ländern einschloss, gaben Patienten, die einen Myokardinfarkt erlitten hatten, signifikant häufiger als die Kontrollgruppe an, vor dem Infarkt unter Stress gestanden zu haben. In den 1960er-Jahren wurde ein als Typ-A bezeichnetes Verhaltensmuster als Risikofaktor für einen Herzinfarkt eingestuft. Charakteristisch dafür sind übersteigerter Ehrgeiz, das Gefühl chronischer Zeitnot, Ärger und Feindseligkeit. Inzwischen haben detailliertere Untersuchungen die Komponente »Feindseligkeit, unterdrückter Ärger« als gefähr­liches Merkmal herausdestilliert, das das Risiko, einen Herzinfarkt zu er­leiden, um 20 Prozent steigert (10, 16, 20, 21). Depression nach Infarkt Depressive Menschen erkranken häufiger an einer KHK als gesunde, doch umgekehrt leiden KHK-Patienten auch signifikant öfter an einer Depression. Insbesondere nach einem akuten Koronarsyndrom, das neben einem Herz­infarkt auch eine instabile Angina Pectoris und den plötzlichen Herztod umfasst, empfinden viele Patienten – etwa 20 bis 50 Prozent – häufig starke Angst. Meist nimmt dieses beklemmende Gefühl mit der Zeit spontan ab. Es kann jedoch in eine eigenständige Angsterkrankung oder psychosomatische Störung übergehen, deren Symptomatik sich am Herzen äußert. Da sich Ängste, besonders beim akuten Infarkt, ungünstig auf die Durchblutung sowie den Herzrhythmus auswirken, werden in der Klinik nach einem kardialen Ereignis häufig Anxiolytika wie Benzo­diazepine eingesetzt. Foto: Fotolia/i3alda » src=»https://localhost/fileadmin/_processed_/d/d/csm_tit-herz_hirn-_i3ald_115906_01_6b21868ae7.jpg» width=»150″ height=»273″> Foto: Fotolia/i3alda Laut einer 2008 publizierten Studie ist bei der Verschreibung von Antidepressiva bei KHK-Patienten Vorsicht geboten. Dies gilt speziell für Antidepressiva der früheren Generation, insbesondere Trizyklika, die in der Therapie der Postinfarktdepression nicht oder nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewandt werden sollten. Aufgrund ihrer Chinidin-ähnlichen, adrenolytischen und anticholinergen Effekte können trizyklische Antidepressiva kardiale Nebenwirkungen hervorrufen. Eine fundierte Einschätzung zur kardialen Sicherheit von Antidepressiva liegt derzeit nur für Sertralin vor. Dessen Anwendung birgt kein erhöhtes kardiales Risiko. Möglicherweise kann diese Einschätzung auf die Gruppe der SSRI übertragen werden. Venlafaxin, Mirtazapin und Reboxetin scheinen ebenfalls ein günstiges kardiales Risikoprofil aufzuweisen, systematische Untersuchungen fehlen jedoch (2, 3,). Für die häufig geäußerte Befürchtung, Betarezeptorenblocker könnten depressive Symptome auslösen, gibt es keine ausreichenden Beweise. Eine frühere Querschnittuntersuchung fand kein erhöhtes Depressionsrisiko unter der Einnahme von Betablockern. Auch eine Studie aus den 1990er-Jahren stützt dieses Ergebnis. Allerdings waren unter Digitalis-Alkaloiden Depres­sionen aufgetreten (1, 17). Botschaften zwischen Herz und Hirn Die Informationsübertragung zwischen den Organen verläuft in beide Richtungen. Sensible Nervenfasern durchziehen den Herzmuskel und vermitteln Schmerz und Missempfindungen im Herzen. Sie reagieren besonders empfindlich auf Adenosin, das bei einer Minderdurchblutung des Herzmuskels freigesetzt wird, aber auch auf Rhythmusschwankungen. Die Patienten spüren ihr Herz, das Herzklopfen macht ihnen Angst, die wiederum zu Herzklopfen führt. Die Wechselwirkung zwischen Herz und Hirn erklärt auch, warum Beta­blocker beruhigen. Sie blockieren die Wirkung sympathischer Nerven und normalisieren die durch Emotionen erhöhte Herzfrequenz. Ebenso können auto­genes Training oder Yoga den Patienten entspannen (16).

See also:  Welche Medikamente MSsen GeküHlt Werden?

Kann man von Mirtazapin Herzrhythmusstörungen bekommen?

EKG-Veränderung unter Mirtazapin (REMERGIL):- arznei telegramm EKG-Veränderung unter Mirtazapin (REMERGIL): Eine 31-jährige Frau mit Anorexie wird wegen Elektrolytstörung nach Diuretika-Abusus stationär behandelt. Das Elektrokardiogramm ist unauffällig.12 Tage nachdem sie mit der Einnahme von Mirtazapin (REMERGIL) begonnen hat, ist im EKG die QTc-Zeit verlängert.

Die T-Wellen sind tief negativ. Nach Absetzen des Antidepressivums normalisiert sich das EKG innerhalb von zwei Wochen (NETZWERK-Bericht 12.531). Die EKG-Veränderung ist Ausdruck einer verzögerten Repolarisation und wird unter anderem durch Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) – wie bei der Patientin im Vorfeld behandelt – begünstigt.

Auch bei vorbestehender QT- Verlängerung dauert es nicht selten längere Zeit, bevor ventrikuläre Herzrhythmusstörungen vom Typ Torsade de pointes auftreten. Charakteristische Symptome der «Spitzenumkehrtachykardie» sind Schwindel und Synkopen. Die Rhythmusstörung klingt meist von selbst ab, kann aber auch in Kammerflimmern übergehen und tödlich enden (HAVERKAMP, W.

et al.: Dtsch. Ärztebl.2002; 99: A-1972-9; vgl.). Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dokumentiert insgesamt 13 Verdachtsberichte zu kardialen Effekten von Mirtazapin, vorwiegend Herzrhythmusstörungen. Bei einem Patienten ist die QTc-Zeit verlängert, ein weiterer mit QT-Verlängerung und Torsade de pointes entwickelt Kammerflimmern (BfArM: Schreiben vom 27.

Nov.2002). In der geänderten US-amerikanischen Produktinformation werden vier Ereignisse mit Torsade de pointes in Verbindung mit Mirtazapin erwähnt (http://www.fda.gov/cder/foi/label/ 2002/20415S9lbl.pdf). Entsprechende Hinweise fehlen in der deutschen Produktinformation (Organon GmbH: Fachinformation REMERGIL, Stand Mai 2002).

© 2002 arznei-telegramm

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Ist Mirtazapin ein gutes Medikament?

Fragestellung: Bei Patienten mit Angst und Depression, die Benzodiazepine einnehmen, wurde Mirtazapin mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) verglichen. Hintergrund: Benzodiazepine und diesen ähnliche Hypnotika wie Zolpidem und Zopiclon werden oft in Kombination mit Antidepressiva verwendet, um Angst oder Schlafstörungen bei Depressionen zu behandeln.

  1. Es gibt Evidenz dafür, dass die Kombination von Benzodiazepinen mit Antidepressiva zu Beginn einer medikamentösen Behandlung der Depression sinnvoll ist.
  2. Auf lange Sicht sollten Benzodiazepine aber wegen der bekannten Nachteile wie kognitive Dysfunktion bis zur Demenz sowie Toleranzentwicklung vermieden werden, auch wenn manche Studien die Demenzentwicklung infrage stellen.

Dennoch bleibt es ein wichtiges Ziel, eine Strategie zur Vermeidung von Benzodiazepinen in der Depressionsbehandlung zu entwickeln. Ebenso wie SSRI ist Mirtazapin ein Antidepressivum der ersten Wahl. Es hat ein besonderes pharmakologisches Profil, da es nicht nur ein α 2 -Adrenalinrezeptorantagonist ist, sondern auch Histamin H 1 – und 5-HT 2A -Rezeptoren antagonisiert und im Gegensatz zu anderen Antidepressiva schlafanstoßend wirkt.

Zudem ist Mirtazapin ein 5-HT 2C -Antagonist, was seinen anxiolytischen Effekt erklären könnte. Die antidepressive Wirkung tritt schnell ein. Daher wurde die Hypothese aufgestellt, dass Mirtazapin in der Behandlung depressiver Episoden, wenn noch Benzodiazepine erforderlich sind, SSRI überlegen sein könnte.

Patienten und Methodik: 77 Patienten mit Depression in ambulanter Behandlung wurden unverblindet randomisiert und erhielten über 24 Wochen entweder Mirtazapin oder ein SSRI (Sertralin oder Paroxetin). Primäres Studienziel war der Anteil von Patienten, die nach sechs, zwölf oder 24 Wochen Benzo-diazepine benötigten.

  • Als Response wurde eine Abnahme in der HRS (Hamilton Rating Scale) von mehr als 50 % definiert.
  • Zudem wurden die Spiegel des neuronalen Wachstumsfaktors BDNF (brain-derived neuronal factor) bestimmt.
  • Ergebnisse: Zu Studienbeginn erhielten 65 Patienten Benzodiazepine.
  • Nach sechs, zwölf und 24 Wochen war der Anteil in der Mirtazapin-Gruppe signifikant niedriger (21 % vs.82 %, 11 % vs.86 %, 13 % vs.82 %).

Die HRS-Scores waren nicht unterschiedlich und in beiden Gruppen nahm der BDNF-Serumspiegel ab. Schlussfolgerung: Mirtazapin als Antidepressivum der ersten Wahl kann den Benzodiazepin-Gebrauch bei Patienten mit Depression reduzieren.

Wann sollte man Mirtazapin nehmen?

Medikament – Patienteninformation für Mirtazapin-Hormosan 15mg 1.Was ist Mirtazapin-Hormosan 15mg und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel? Mirtazapin-Hormosan 15mg enthält den Wirkstoff Mirtazapin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Psychoanaleptika (Mittel mit einer stimulierenden Wirkung im zentralen Nervensystem). Mirtazapin ist eine zentral wirksame Substanz, die neben ihrer antidepressiven Wirkung auch sedierende (ruhigstellende) Eigenschaften besitzt. Mirtazapin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung eingenommen werden.1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es? Mirtazapin gibt es üblicherweise als: – Filmtabletten enthaltend 15 mg, 30 mg oder 45 mg Mirtazapin, – Schmelztabletten enthaltend 15 mg, 30 mg oder 45 mg Mirtazapin. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.1.3.Mirtazapin wird angewendet zur Behandlung depressiver Erkrankungen (Episoden einer Major Depression).2.Was müssen Sie vor der Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg beachten? 2.1.Mirtazapin-Hormosan 15mg darf nicht eingenommen werden, – wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Mirtazapin oder einen der sonstigen Bestandteile von Mirtazapin-Hormosan 15mg sind. Ist dies der Fall, müssen Sie so bald wie möglich mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie Mirtazapin-Hormosan 15mg einnehmen. – wenn Sie sogenannte Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer/bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Erkrankung) einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben (innerhalb der letzten zwei Wochen).2.2.Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg ist erforderlich – Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger. Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher, wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen, wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden. Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen. – Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg ist auch erforderlich Wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder jemals hatten: Informieren Sie vor Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg Ihren Arzt über diese Erkrankungen, so weit noch nicht geschehen, – Krampfanfälle (Epilepsie). Wenn Sie Krampfanfälle entwickeln oder Ihre Krampfanfälle häufiger werden, beenden Sie die Einnahme von «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt; – Lebererkrankungen, einschließlich Gelbsucht. Wenn Gelbsucht auftritt, beenden Sie die Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt; – Nierenerkrankungen; – Herzerkrankungen oder niedriger Blutdruck; – Schizophrenie. Wenn psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen häufiger auftreten oder schwerwiegender werden, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt; – Manisch-depressive Erkrankung (wechselweise Phasen der Hochstimmung/übermäßigen Aktivität und der Depression). Wenn Sie bemerken dass Sie eine Hochstimmung oder eine übermäßige Nervosität entwickeln, beenden Sie die Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt; – Diabetes (Sie müssen eventuell Ihre Insulin-Dosis oder die Dosis anderer Antidiabetika anpassen); – Augenerkrankungen wie erhöhter Augeninnendruck (Glaukom); – Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Urinieren), die möglicherweise auf eine Vergrößerung der Prostata zurückzuführen sind. – Bestimmte Herzerkrankungen, die Ihren Herzrhythmus ändern können, eine vor Kurzem erlittene Herzattacke, Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) oder wenn Sie bestimmte Arzneimittel einnehmen, die den Herzrhythmus beeinflussen können. – wenn Sie ein älterer Mensch sind, könnten Sie empfindlicher auf die Nebenwirkungen von Antidepressiva reagieren. wenn Sie Anzeichen einer Infektion entwickeln wie unerklärlich hohes Fieber, Halsschmerzen und Geschwüre im Mund. Beenden Sie die Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg und wenden Sie sich zur Durchführung einer Blutuntersuchung sofort an Ihren Arzt. In seltenen Fällen können diese Symptome Anzeichen einer Störung in der Produktion von Blutzellen im Knochenmark sein. Diese Symptome sind selten; wenn sie auftreten, dann meistens nach 4-6 Behandlungswochen. – schwerwiegende Nebenwirkungen an der Haut: Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, falls Sie nach der Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg oder (einem) anderen Arzneimittel(n) schon einmal einen schweren Hautausschlag oder Hautabschuppungen, Blasenbildung und/oder wunde Stellen im Mund hatten. Bei der Anwendung ist besondere Vorsicht geboten: Im Zusammenhang mit der Anwendung von «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» wurde über schwerwiegende Nebenwirkungen an der Haut, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN) und Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), berichtet. Brechen Sie die Anwendung ab und begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung, wenn Sie Symptome im Zusammenhang mit schweren Hautreaktionen bei sich bemerken. Wenn bei Ihnen jemals schwere Hautreaktionen aufgetreten sind, darf die Behandlung nicht wiederaufgenommen werden. Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten deshalb Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.2.2.a) Kinder Mirtazapin-Hormosan 15mg sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden, da die Wirksamkeit nicht nachgewiesen wurde. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme von Arzneimitteln dieser Klasse ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, Suizidgedanken und feindseliges Verhalten (überwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Mirtazapin-Hormosan 15mg verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Mirtazapin-Hormosan 15mg einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Mirtazapin-Hormosan 15mg auf Wachstum, Reifung, kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden. Weiterhin wurde bei Behandlung mit Mirtazapin-Hormosan 15mg in dieser Altersklasse häufiger eine signifikante Gewichtszunahme beobachtet als bei Erwachsenen.2.2.b) Ältere Patienten Ältere Patienten können empfindlicher auf die Nebenwirkungen von Antidepressiva reagieren. Die empfohlene Dosis ist identisch mit der für Erwachsene empfohlenen Dosis. Wenn Sie jedoch eine Nieren- oder Lebererkrankung haben, kann Ihr Arzt die Dosis anpassen. Um eine ausreichende Wirkung und eine sichere Anwendung zu gewährleisten, sollte die Dosis bei älteren Patienten unter engmaschiger Kontrolle erhöht werden.2.2.c) Schwangerschaft Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Die Erfahrung mit der Anwendung von Mirtazapin-Hormosan 15mg in der Schwangerschaft ist begrenzt und lässt kein erhöhtes Risiko erkennen. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist jedoch Vorsicht geboten. Wenn Sie Mirtazapin-Hormosan 15mg einnehmen und schwanger werden oder schwanger werden möchten, fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» weiter einnehmen sollen. Wenn Sie «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» bis zur Geburt oder bis kurz vor der Geburt einnehmen, sollte bei Ihrem Kind auf mögliche Nebenwirkungen geachtet werden. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit Mirtazapin-Hormosan 15mg behandelt werden. Ähnliche Arzneimittel wie dieses (sogenannte SSRI) können, wenn sie während der Schwangerschaft (insbesondere im letzten Drittel) eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf.2.2.d) Stillzeit Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie stillen sollen, während Sie «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» anwenden.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Mirtazapin-Hormosan 15mg kann Ihre Konzentration und Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Stellen Sie sicher, dass Konzentration und Aufmerksamkeit nicht beeinträchtigt sind, bevor Sie ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen. Wenn Ihr Arzt Mirtazapin-Hormosan 15mg einem Patienten unter 18 Jahren verordnet hat, stellen Sie vor einer Teilnahme am Straßenverkehr (z.B. mit einem Fahrrad) sicher, dass Konzentration und Aufmerksamkeit des Patienten nicht beeinträchtigt sind.2.3.Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.3.a) Nehmen Sie Mirtazapin-Hormosan 15mg nicht zusammen ein mit – Monoaminoxidasehemmern (MAO-Hemmern – bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Erkrankung). Nehmen Sie auch 2 Wochen vor und 2 Wochen nach der Behandlung mit «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» keine MAO-Hemmer ein. Zu den MAO-Hemmern gehören beispielsweise die Wirkstoffe Moclobemid und Tranylcypromin (beides sind Antidepressiva) und Selegilin (wird bei der Behandlung der Parkinson-Erkrankung eingesetzt).2.3.b) Vorsicht ist erforderlich bei der Einnahme von «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» zusammen mit – Antidepressiva wie SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer / gegen Depressionen), – Venlafaxin und L-Tryptophan (gegen Depressionen), – Triptane (zur Migränebehandlung), – Tramadol (ein Schmerzmittel), – Linezolid (ein Antibiotikum), – Lithium (zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen), – Methylenblau (zur Behandlung hoher Methämoglobin-Spiegel im Blut, die beispielsweise bei Vergiftungen auftreten, – Präparate mit Johanniskraut – Hypericum perforatum – ein pflanzliches Mittel gegen Depressionen. In sehr seltenen Fällen kann Mirtazapin-Hormosan 15mg allein oder in Kombination mit diesen Wirkstoffen zum sogenannten Serotonin-Syndrom führen. Einige der Anzeichen dafür sind: unerklärliches Fieber, Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Durchfall, (unkontrollierbare) Muskelkontraktionen, Schüttelfrost, übersteigerte Reflexe, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen und Ohnmacht. Wenn diese Anzeichen bei Ihnen auftreten, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt. – Nefazodon (gegen Depressionen). Es kann die Konzentration von Mirtazapin-Hormosan 15mg in Ihrem Blut erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden. Es kann erforderlich sein, die Dosis von Mirtazapin-Hormosan 15mg zu verringern oder, wenn die Anwendung von Nefazodon beendet wird, die Dosis von «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» wieder zu erhöhen. – Arzneimittel gegen Angst oder Schlaflosigkeit wie Benzodiazepine, – Arzneimittel gegen Schizophrenie wie Olanzapin, – Arzneimittel gegen Allergien wie Cetirizin, – Arzneimittel gegen starke Schmerzen wie Morphin. In Kombination mit diesen Arzneimitteln kann Mirtazapin-Hormosan 15mg die durch diese Arzneimittel verursachte Schläfrigkeit verstärken. – Arzneimittel gegen Infektionen: Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen (wie Erythromycin), Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (wie Ketoconazol), Arzneimittel gegen HIV/AIDS (wie HlV-Proteasehemmer) – Arzneimittel gegen Magengeschwüre (wie Cimetidin). Die Kombination mit diesen Arzneimitteln kann die Konzentration von Mirtazapin-Hormosan 15mg in Ihrem Blut erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Arzneimittel anwenden. Es kann erforderlich sein, die Dosis von Mirtazapin-Hormosan 15mg zu verringern oder, wenn die Anwendung dieser Arzneimittel beendet wird, die Dosis von «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» wieder zu erhöhen. – Arzneimittel gegen Epilepsie wie Carbamazepin und Phenytoin, – Arzneimittel gegen Tuberkulose wie Rifampicin. Die Kombination mit diesem Arzneimittel kann die Konzentration von Mirtazapin-Hormosan 15mg in Ihrem Blut verringern. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Arzneimittel anwenden. Es kann erforderlich sein, die Dosis von Mirtazapin-Hormosan 15mg zu erhöhen oder, wenn die Anwendung dieser Arzneimittel beendet wird, die Dosis von «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» wieder zu verringern. – Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln (wie Phenprocoumon oder Warfarin. Mirtazapin-Hormosan 15mg kann die Wirkung von gerinnungshemmenden Arzneimitteln auf das Blut verstärken. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden. Bei einer Kombination wird empfohlen, dass der Arzt Ihre Blutwerte sorgfältig überwacht. – Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen können, wie bestimmte Antibiotika und einige Antipsychotika.2.4.Woran ist bei Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken? Sie können sich schläfrig fühlen, wenn Sie während der Anwendung von Mirtazapin-Hormosan 15mg Alkohol trinken. Sie sollten überhaupt keinen Alkohol trinken. Sie können Mirtazapin-Hormosan 15mg mit oder ohne Nahrung einnehmen.3.Wie ist Mirtazapin-Hormosan 15mg einzunehmen? Nehmen Sie Mirtazapin-Hormosan 15mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Einnahme Nehmen Sie Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Mirtazapin-Hormosan 15mg eignet sich für die tägliche Einmalgabe. Vorzugsweise sollte die Einnahme zur gleichen Zeit als Einmal-Dosis am Abend vor dem Schlafengehen erfolgen. Mirtazapin-Hormosan 15mg kann auch aufgeteilt in zwei Dosen eingenommen werden (am Morgen und am Abend, die höhere Dosis sollte am Abend eingenommen werden). Patienten mit einer depressiven Erkrankung sollten über einen ausreichend langen Zeitraum von mindestens 6 Monaten behandelt werden, um sicherzustellen, dass sie symptomfrei bleiben. Mirtazapin-Hormosan 15mg beginnt normalerweise nach 1 bis 2 Wochen zu wirken, und nach 2 bis 4 Wochen können Sie sich besser fühlen. Es ist wichtig, dass Sie in den ersten Behandlungswochen mit Ihrem Arzt über die Wirkung von Mirtazapin-Hormosan 15mg sprechen: Sprechen Sie 2 bis 4 Wochen nachdem Sie mit der Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg begonnen haben mit Ihrem Arzt darüber, was dieses Arzneimittel bei Ihnen bewirkt hat. Wenn es Ihnen immer noch nicht besser geht, kann Ihr Arzt Ihnen eine höhere Dosis verordnen. Sprechen Sie in diesem Fall nach weiteren 2 bis 4 Wochen erneut mit Ihrem Arzt. Normalerweise müssen Sie «Mirtazapin_15 mg_Filmtablette» so lange einnehmen, bis die Symptome der Depression 4-6 Monate lang nicht mehr aufgetreten sind. Es wird empfohlen, die Behandlung mit Mirtazapin schrittweise abzusetzen, um Absetzsymptome zu vermeiden.3.2. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis 3.2.a) Erwachsene Die wirksame Tages-Dosis beträgt im Regelfall zwischen 15 und 45 mg; die Anfangs-Dosis beträgt 15 oder 30 mg.3.2.b) Niereninsuffizienz Die Clearance von Mirtazapin kann bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 40 ml/min) verringert sein. Dies sollte bei der Verordnung an diese Patientengruppe berücksichtigt werden.3.2.c) Leberinsuffizienz Die Clearance von Mirtazapin kann bei Patienten mit Leberinsuffizienz verringert sein. Dies sollte bei der Verordnung an diese Patientengruppe berücksichtigt werden, insbesondere bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, da Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz nicht untersucht wurden.3.3.Wenn Sie eine größere Menge Mirtazapin-Hormosan 15mg eingenommen haben, als Sie sollten, nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit einem Arzt auf. Die wahrscheinlichsten Anzeichen einer Über-Dosis Mirtazapin-Hormosan 15mg (ohne andere Arzneimittel oder Alkohol) sind Schläfrigkeit, Desorientiertheit und erhöhte Herzfrequenz.3.4.Wenn Sie die Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg vergessen haben 3.4.a) Wenn Sie Ihre Dosis einmal täglich einnehmen sollen Wenn Sie die Einnahme Ihrer Dosis Mirtazapin-Hormosan 15mg vergessen haben, holen Sie die Einnahme nicht nach. Lassen Sie diese Dosis einfach aus. Nehmen Sie die nächste Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein.3.4.b) Wenn Sie Ihre Dosis zweimal täglich einnehmen sollen Wenn Sie die Einnahme Ihrer morgendlichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese Dosis einfach zusammen mit Ihrer abendlichen Dosis ein. Wenn Sie die Einnahme Ihrer abendlichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese Dosis nicht zusammen mit Ihrer nächsten morgendlichen Dosis ein. Lassen Sie diese Dosis einfach aus und fahren Sie mit Ihrer gewohnten morgendlichen und abendlichen Dosis fort. Wenn Sie die Einnahme beider Dosen vergessen haben, versuchen Sie nicht die vergessenen Einnahmen nachzuholen. Lassen Sie beide Dosen aus und fahren Sie am nächsten Tag mit Ihrer gewohnten morgendlichen und abendlichen Dosis fort.3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Mirtazapin-Hormosan 15mg abgebrochen wird Beenden Sie die Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie die Einnahme zu früh beenden, kann Ihre Depression wieder auftreten. Sobald es Ihnen besser geht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt wird entscheiden, wann die Behandlung beendet werden kann. Beenden Sie die Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg nicht schlagartig, auch wenn Ihre Depression abgeklungen ist. Wenn Sie die Einnahme von Mirtazapin-Hormosan 15mg schlagartig beenden, kann es sein, dass Ihnen übel oder schwindelig wird, Sie unruhig oder ängstlich werden und Kopfschmerzen bekommen. Diese Symptome lassen sich vermeiden, indem das Arzneimittel schrittweise abgesetzt wird. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie die Dosis schrittweise verringert wird.4.Welche Nebenwirkungen sind möglich? Wie alle Arzneimittel kann Mirtazapin-Hormosan 15mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: - sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten - häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten - gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten - selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten - sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle - Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden 4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? Wenn eine oder mehrere der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, setzen Sie Mirtazapin-Hormosan 15mg ab und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt: - Gelegentlich Gefühl freudiger Erregung oder Hochstimmung (Manie) - Selten Gelbfärbung von Augen oder Haut; diese Gelbfärbung kann auf eine Störung der Leberfunktion hinweisen (Gelbsucht) - Häufigkeit nicht bekannt Anzeichen einer Infektion wie plötzliches und unerklärliches hohes Fieber, Halsschmerzen und Geschwüre im Mund (Agranulozytose). In seltenen Fällen kann Mirtazapin-Hormosan 15mg zu Störungen in der Produktion von Blutzellen (Knochenmarkdepression) führen. Bei manchen Menschen sinkt die Widerstandskraft gegen Infektionen, da Mirtazapin-Hormosan 15mg zu einem vorübergehenden Mangel an weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie) führen kann. In seltenen Fällen kann Mirtazapin-Hormosan 15mg auch einen Mangel an roten und weißen Blutkörperchen sowie an Blutplättchen (aplastische Anämie), einen Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine Zunahme der Anzahl weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) verursachen. Krampfanfälle (epileptischer Anfall). Eine Kombination von Beschwerden wie unerklärliches Fieber, Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Durchfall, (unkontrollierbare) Muskelkontraktionen, Frösteln, übersteigerte Reflexe, Ruhelosigkeit, Stimmungsänderungen, Bewusstlosigkeit und vermehrter Speichelfluss. In sehr seltenen Fällen kann es sich hierbei um Anzeichen eines Serotonin-Syndroms handeln. Gedanken sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse): (Quelle: AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 46) Brechen Sie die Anwendung von Mirtazapin ab und wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder begeben Sie sich in ärztliche Behandlung, wenn bei Ihnen eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftritt: - Rötliche Flecken am Rumpf (diese sind zielscheibenähnliche Flecken oder kreisförmig, oft mit zentraler Blasenbildung), Abschälen der Haut, Geschwüre im Mund, im Rachen, in der Nase, an den Genitalien und an den Augen. Diesen schwerwiegenden Hautausschlägen können Fieber und grippeähnliche Symptome vorangehen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse). - Großflächiger Ausschlag, hohe Körpertemperatur und vergrößerte Lymphknoten (DRESS-Syndrom oder Arzneimittel-Überempfindlichkeits-Syndrom). - Weitere mögliche Nebenwirkungen sind 4.1.a) Sehr häufig - Verstärkter Appetit und Gewichtszunahme - Schläfrigkeit oder Müdigkeit - Kopfschmerzen - Trockener Mund 4.1.b) Häufig - Teilnahmslosigkeit - Schwindel - Wackeligkeit oder Zittern - Übelkeit - Durchfall - Erbrechen - Verstopfung - Hautausschlag (Exanthem) - Gelenkschmerzen (Arthralgie) oder Muskelschmerzen (Myalgie) - Rückenschmerzen - Schwindel oder Ohnmacht bei plötzlichem Aufstehen (orthostatische Hypotonie) - Schwellungen (typischerweise an Knöcheln oder Füßen) durch Wassereinlagerung (Ödeme) - Müdigkeit - Lebhafte Träume - Verwirrtheit - Angst - Schlafstörungen - (Quelle: AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 46) Amnesie.4.1.c) Gelegentlich - Anomale Empfindungen in der Haut, z.B. Brennen, Stechen, Kitzeln oder Kribbeln (Parästhesie) - Unruhige Beine - Ohnmacht (Synkope) - Taubheitsgefühl im Mund (orale Hypästhesie) - Niedriger Blutdruck - Albträume - Gefühl der Ruhelosigkeit - Halluzinationen - Bewegungsdrang.4.1.d) Selten - Muskelzuckungen oder Muskelkontraktionen (Myoklonus) - Aggression - Bauchschmerzen und Übelkeit, die auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) hinweisen können.4.1.e) Häufigkeit nicht bekannt - Ungewöhnliche Empfindungen im Mund (orale Parästhesien) - Schwellung im Mund (Mundödem) - Schwellungen am ganzen Körper (generalisiertes Ödem) - Örtlich begrenzte Schwellungen (lokalisiertes Ödem) - Erniedrigter Natrium-Spiegel im Blut (Hyponatriämie) - Ungenügende Bildung des antidiuretischen Hormons (inadäquate ADH-Sekretion, was zu starker Entwässerung führen kann) - Schwere Hautreaktionen (Bullöse Dermatitis, Erythema multiforme) - Schlafwandeln (Somnambulismus) - Sprachstörung - Erhöhte Laborwerte des Muskelenzyms Kreatinkinase im Blut - Schwierigkeiten beim Harnlassen (Harnretention) - Muskelschmerzen, -steifigkeit und/oder -schwäche, Dunkelwerden oder Verfärbung des Harns (Rhabdomyolyse) - (Quelle: AkdÄ Drug Safety Mail/2020 bis 46) Schwere Hautreaktionen (SCAR), darunter Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), bullöse Dermatitis, Erythema multiforme.4.1.f) Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen Die folgenden Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien häufig bei Kindern unter 18 Jahren beobachtet: deutliche Gewichtszunahme, nässender, juckender Hautausschlag (Nesselsucht) und erhöhter Spiegel des Blutfettwerts der Triglyzeride im Blut.4.2.Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen? Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden. Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn (Website: http://www.bfarm.de) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.5.Wie ist Mirtazapin-Hormosan 15mg aufzubewahren? Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.6.Quelle und Bearbeitungsstand Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten Copyright by ePrax GmbH, München; Juli 2020 (4)

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