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Welche Neuen Medikamente Bei Osteoporose?

Welche Neuen Medikamente Bei Osteoporose?

Teriparatid
Bezeichner
Externe IDs

CAS-Nummer : 52232-67-4

Arzneistoffangaben
ATC-Code H05 AA02
DrugBank DB06285

Teriparatid ist ein rekombinantes humanes Parathormon -Fragment (PTH 1 – 34, bestehend aus den ersten 34 Aminosäuren des Parathormons) zur Therapie der Osteoporose, Der vorwiegende Einsatz ist die Behandlung von Frauen in der Postmenopause mit manifester Osteoporose und hohem Frakturrisiko.

Welches ist das beste Medikament bei Osteoporose?

Medikamente – wann und welche? · Wann sind Medikamente notwendig? Bevor die Frage nach dem richtigen Medikament geklärt werden kann, stellt sich die Frage, wann überhaupt Medikamente notwendig sind? Zunächst einmal sind Medikamente natürlich nur dann notwendig, wenn tatsächlich auch eine Osteoporose besteht.

Bereits diese Frage ist nicht immer so ganz leicht zu beantworten. Hier kommt es ja auch darauf an, ob es sich um eine sog. präklinische Osteoporose handelt, die nur aufgrund einer Knochendichtemessung festgestellt wurde, oder um eine manifeste Osteoporose mit bereits vorhandenen osteoporotischen Knochenbrüchen, wie im Punkt „ Einteilung der Osteoporose » ausführlich diskutiert wurde.

Eine manifeste Osteoporose ist nahezu immer behandlungsbedürftig. Bei einer präklinischen Osteoporose richtet sich die Behandlungsbedürftigkeit u.a. nach klinischen Beschwerden, Art und Zahl der vorhandenen Risikofaktoren und erst zuletzt nach dem Ergebnis einer Knochendichtemessung, wobei hier auch die Art der verwendeten Methode eine wichtige Rolle spielt.

Eine mittels DXA, QCT oder pQCT gemessene niedrige Knochendichte hat einen anderen Stellenwert, als z.B. die Diagnose eines erhöhten Knochenbruchrisikos, gemessen mittels Ultraschall, Eine niedrige Knochendichte unter einer Behandlung mit Kortison ist wiederum wesentlich schwerwiegender (bezüglich des weiteren Knochenbruchrisikos) einzuschätzen, als beispielsweise eine niedrige Knochendichte mittels DXA bei einer schlanken, großen Patientin ohne weitere Risikofaktoren,

Während im letzten Fall meist eine Prävention mit Calcium und Vitamin D ausreicht, besteht unter einer höher dosierten Kortisonbehandlung bei gleicher Knochendichte viel eher eine Behandlungsbedürftigkeit. Auch die zugrundeliegende Dynamik des Knochenstoffwechsels spielt eine wichtige Rolle bei der Feststellung der Behandlungsbedürftigkeit.

  1. Bei einer niedrigen Knochendichte und Vorliegen einer sog.
  2. High-turnover-Stoffwechselsituation mit erhöhter Knochenabbaurate ist ebenfalls eine dringendere Behandlungsindikation gegeben, als im Fall einer stabilen Knochensituation ohne Vorliegen einer erhöhten Knochenabbaurate.
  3. Diese Frage kann aber nur mittels einer zweiten Knochendichtemessung oder (eingeschränkt) mit einer Laboruntersuchung (Knochenabbaumarker) geklärt werden, so dass sich hier möglicherweise zunächst eine abwartende Haltung anbietet.

Die Beantwortung der Frage, wann Medikamente notwendig sind, ist also keinesfalls so einfach, wie es manchmal dargestellt wird! · Medikamentenauswahl Erst wenn die Frage nach der Behandlungsbedürftigkeit positiv entschieden ist, geht es an die Auswahl des richtigen Medikamentes.

Und hier müssen neben den individuellen Gegebenheiten des jeweiligen Patienten vor allem noch zwei entscheidende Kriterien berücksichtigt werden: nämlich erstens, ob tatsächlich ausreichende Beweise bezüglich der Wirksamkeit des jeweiligen Medikamentes für das erwünschte Behandlungsziel bestehen (sog.

Evidence based Medicine ) und zweitens, ob das jeweilige Arzneimittel überhaupt eine Zulassung für den zu behandelnden Patienten besitzt oder ob diesbezüglich Einschränkungen der Zulassung bestehen. · Zulassungskriterien Die meisten Medikamente wie z.B.

Alendronat (Fosamax®), Risedronat (Actonel®), Raloxifen (Evista®), Etidronat (Didronel-Kit®, Etidronat Jenapharm®) oder Calcitonin Nasenspray besitzen derzeit nur die Zulassung zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose, also zur Behandlung der Osteoporose bei der Frau nach den Wechseljahren (hier ist in der Regel auch die sog.

Altersosteoporose eingeschlossen). Werden diese Medikamente bei jüngeren Frauen eingesetzt, besteht dafür offiziell keine Rechtfertigung. In Ermangelung von Medikamenten, die zur Behandlung der Osteoporose bei der jüngeren Frau zugelassen sind, bleibt dem Arzt in diesen Fällen aber oft gar keine andere Wahl, als dennoch eines dieser Medikamente einzusetzen.

  • Dann sollte die Patientin allerdings immer entsprechend aufgeklärt werden bzw.
  • Muss diese auch ihr Einverständnis geben.
  • Juristisch bleibt dies trotzdem immer etwas heikel, vor allem wenn tatsächlich eine unerwünschte Nebenwirkung auftreten sollte, da es dann zu Regreßansprüchen kommen könnte.
  • Für die Behandlung der durch Kortisoneinnahme bedingten Osteoporose, der sog.

glukokortikoidbedingten Osteoporose, ist bisher nur Actonel®, Didronel® (bzw. Didronel-Kit®) und Etidronat Jenapharm® zugelassen. Zur Behandlung der Osteoporose beim Mann verbleiben bei Einhaltung dieser Richtlinien neben dem Alendronat (Fosamax®) eigentlich nur die Fluoride sowie einige Testosteron-Präparate.

  1. Da mittlerweile für viele der genannten Medikamente Studien an verschiedensten Patientengruppen und Osteoporoseformen (wie z.B.
  2. Der glukokortikoidbedingten Osteoporose) durchgeführt werden, dürften sich auch die Zulassungskriterien in der nächsten Zeit entsprechend ändern.
  3. · „Evidence based Medicine» „Evidence based medicine» bedeutet wörtlich übersetzt in etwa „auf Beweiskraft gegründete Medizin».

Um überhaupt eine Zulassung zu bekommen, werden heute strenge Anforderungen an den wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit eines neuen Medikamentes geknüpft. Diese sind nur durch aufwendige klinische Studien an einer großen Zahl von Patienten zu erfüllen.

  1. In der Regel handelt es sich dabei um sog.
  2. Randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien».
  3. Dies heißt, dass die Wirkung des neuen Wirkstoffes an einer Patientengruppe im Vergleich zu einer anderen Patientengruppe getestet wird, die ein gleich aussehendes, jedoch unwirksames „Placebo», erhält.
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Randomisiert besagt in diesem Zusammenhang, dass die Zuordnung, ob ein Patient das tatsächliche Medikament oder das Placebo erhält, rein zufällig geschieht und mit „Doppelblindstudie» ist gemeint, dass weder der Arzt, der die Patienten in der Studie betreut, noch der Patient selbst weiß, ob dieser das Medikament oder ein Placebo erhält.

Gerade die Studien, die zur Zulassung neuerer Medikamente wie Alendronat, Risedronat, Raloxifen, Calcitonin Nasenspray oder Teriparatide führten, setzten bezüglich der Patientenanzahl und der untersuchten Variablen völlig neue Maßstäbe. In den neuen Leitlinien zur Osteoporose, erstellt vom Deutschen Dachverband für Osteologie, werden die einzelnen Medikamente je nach Typ und Qualität der durchgeführten Studien bezüglich ihres sog.

„Evidenz-Grades» bewertet und in vier Klassen von 1 (höchste Qualität) bis 4 (niedrigste Qualität) eingeteilt. Aufgrund dieser Einteilung wird dann ein Empfehlungsgrad ausgesprochen, der von A (höchste Empfehlungsstufe) bis D (niedrigste Empfehlungsstufe) reicht.

  • Genauere Informationen über die neuen Leitlinienempfehlungen finden Sie unter www.bergmannsheil.de (Leitlinien Osteoporose).
  • Offiziell zugelassen zur Behandlung der Osteoporose und zugleich mit der höchsten Empfehlungsstufe A bewertet sind derzeit nur die modernen Aminobisphosphonate Alendronat (Fosamax®) und Risedronat (Actonel®) sowie das Raloxifen (Evista®) und die Kombination Calcium und Vitamin D.

Alle übrigen Medikamente sind nur mit dem Empfehlungsgrad B oder C bewertet (siehe auch Prof. Minne, Klinik der Fürstenhof, Bad Pyrmont, www.minne.de ). · Allgemeine Kriterien Hierunter fallen die unterschiedlichen individuellen Gegebenheiten bei dem jeweiligen Patienten, also ob es sich um eine präklinische oder um eine manifeste Osteoporose handelt, welcher Art sind die Beschwerden, wie ist das Alter und was sind überhaupt die Behandlungsziele.

Da eines der wichtigsten Behandlungsziele natürlich die Vermeidung von Knochenbrüchen bzw. die Senkung des Knochenbruchrisikos ist, spielt hier auch das Alter eine wichtige Rolle. Auf der folgenden Abbildung ist die Häufigkeit der beiden wichtigsten osteoporotischen Knochenbrüche, nämlich Wirbelbrüche und Oberschenkelhalsbrüche, in verschiedenen Altersgruppen pro 100.000 Frauen pro Jahr dargestellt.

Hierauf erkennt man anschaulich, dass der Wirbelbruch in der Regel schon sehr viel früher auftritt als z.B. der Oberschenkelhalsbruch. Welche Neuen Medikamente Bei Osteoporose? Da die Studien für die einzelnen Medikamente unterschiedliche Wirkungen bezüglich der Senkung des Knochenbruchrisikos an den Wirbelkörpern oder am Oberschenkelhals ergeben haben, sollte sich die Auswahl des geeignetsten Medikamentes u.a. auch daran orientieren.

  1. So ist z.B.
  2. Die Senkung des Knochenbruchrisikos für die Wirbelkörper für die drei Medikamente mit dem Empfehlungsgrad A, also Alendronat, Risedronat und Raloxifen, weitgehend identisch.
  3. Daher sollten diese drei Medikamente in der Altersgruppe bis ca.65 Jahre ebenfalls nahezu gleichwertig sein, weil ja das Risiko für einen Oberschenkelhalsbruch erst jenseits des 65.

Lebensjahres deutlich anzusteigen beginnt. Da aber Raloxifen (Evista®) über einige zusätzliche positive Nebeneffekte wie z.B. Reduktion des Risikos für Brustkrebs oder Senkung der Blutfettspiegel verfügt, wäre z.B. aus diesen Gründen diesem Medikament in der Altersgruppe bis 65 Jahre der Vorzug zu geben.

Eine signifikante Absenkung des Risikos für einen Oberschenkelhalsbruch ist bisher nur für die Aminobisphosphonate Alendronat (Fosamax®) und Risedronat (Actonel®) nachgewiesen. Mit steigendem Risiko für einen Oberschenkelhalsbruch sollten also eher diese beiden Medikamenten zum Einsatz kommen, d.h. bei Patientinnen ab dem 65.

Lebensjahr wäre zunehmend ein Aminobisphosphonat als das Mittel der Wahl anzusehen. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass es sich beim Oberschenkelhalsbruch in erster Linie um einen sog. traumatischen Knochenbruch handelt, im Gegensatz zum Wirbeleinbruch, der bei der Osteoporose oft spontan, also ohne Trauma auftritt.

Da die in der MORE-Studie mit Raloxifen behandelten Frauen im Durchschnitt jünger waren als die in den Studien mit Alendronat und Risedronat behandelten Frauen, ist die Tatsache, dass für Raloxifen keine Reduktion des Bruchrisikos am Oberschenkelhals nachgewiesen wurde, nicht automatisch gleichzusetzen mit der Tatsache, dass das Oberschenkelhalsbruchrisiko mit Raloxifen nicht beeinflusst wird.

Natürlich sind diese Überlegungen nur als allgemeine Hinweise zu verstehen und es sollte keinesfalls schematisch, z.B. nur nach dem Alter, behandelt werden. Trotzdem würde ich gemäß diesen Fakten z.B. eine Frau mit erhöhtem Brustkrebsrisiko eher mit Raloxifen (Evista®) behandeln und eine ältere Osteoporosepatientin, deren Mutter oder Großmutter schon einen Oberschenkelhalsbruch hatten, bevorzugt mit einem Aminobisphosphonat wie Alendronat (Fosamax®) oder Risedronat (Actonel®), alle drei Medikamente natürlich immer in Kombination mit Calcium und Vitamin D!

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Was ist besser Risedronat oder Alendronat?

In der einjährigen Extensionsphase der doppelblinden FACT-Vergleichs- studie zeigten sich unter Alendronat 70 mg gegenüber Risedronat 35 mg größere Knochendichtezuwächse an allen Skelettregionen sowie eine über- legene antiresorptive Wirksamkeit gemessen an biochemischen Markern des Knochenumsatzes.

Welche Spritze ist die beste gegen Osteoporose?

Eine neue Darreichungsform des stickstoffhaltigen Bisphosphonats Ibandronsäure (Bonviva®) hat die europäische Zulassung zur vierteljährlichen Injektion bei postmenopausaler Osteoporose erhalten, wie Roche und GlaxoSmithKline mitteilten.

Welches Medikament kann bei Daueranwendung zum Entstehen einer Osteoporose führen?

Welche Mikronährstoffe sind zur Vorbeugung einer Osteoporose sinnvoll? –

Zunächst einmal die tägliche Zufuhr von mindestens 1.000 I.E. (= 25 yg) Vitamin D3. Eine Steigerung auf 4.000 I.E. ist gerade zur Vorbeugung einer Osteoporose durchaus sinnvoll. Damit dieses Vitamin D seine volle Wirkung entfalten kann, ist ein guter Magnesiumspiegel wichtig. Dieses Magnesium wird von Vitamin D für seine Aufgaben zwingend benötigt. Die wichtigste Aufgabe von Vitamin D in diesem Zusammenhang ist die Resorption von Calcium aus der Nahrung (dem Darm) ins Blut. Dieses Calcium wird aber in den Knochen benötigt, muss also dorthin transportiert werden. Für diesen Transport sind die körpereigenen Eiweiße Osteocalcin und MGP (Matrix Gla Protein) zuständig. Um den Transport übernehmen zu können müssen die beiden Eiweiße aktiviert sein. Diese Aktivierung geschieht durch Vitamin K2, Fehlt Vitamin K2 gelangt das Calcium nicht in die Knochen. Wo es dringend gebraucht wird. Zusätzlich hat Vitamin K2 einen eigenen positiven Effekt auf die Knochendichte. Zur Mineralisierung und damit für die Knochendichte und –stabilität sind allerdings noch weitere Mineralstoffe notwendig. Hierzu gehören insbesondere Magnesium, Zink und Mangan. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der organischen Knochendichte ist Kollagen. Für die Bildung von Kollagen ist Vitamin C unerlässlich. Zahlreiche Medikamente beeinflussen den Metheoninstoffwechsel und „verbrauchen» B-Vitamine. Dadurch steigt der Homocystein-Spiegel im Blut – ein eigenständiger weiterer Risikofaktor für die Knochenfestigkeit. Vitamin B6 wird für einen normalen Homocystein-Spiegel benötigt.

Zusammenfassung : Ernährungsphysiologisch werden also folgende Mikronährstoffe zur Vorbeugung von Knochenschäden benötigt Vitamin D3 (mind.1.000 I.E. – besser 4.000 I.E.), Magnesium, Calcium, Vitamin K2, Zink, Mangan sowie die Vitamine C und B6. Es besteht kein Grund auf einzelne davon zu verzichten um einer Osteoporose durch Medikamente vorzubeugen.

Kann man beginnende Osteoporose stoppen?

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Zurück Weiter Hat der Arzt bei Ihnen Osteoporose diagnostiziert, ist es mehr als verständlich, dass Sie sich fragen, ob Osteoporose heilbar ist. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist eine Heilung der Osteoporose nicht möglich. Das bedeutet aber nicht, dass Sie der Erkrankung hilflos ausgeliefert sind, schließlich ist sie in den meisten Fällen gut behandelbar.

Allerdings sollten Sie sich auf eine langfristige Behandlung einstellen, bei der Sie durch aktives Mitwirken helfen, den weiteren Abbau der Knochen auszubremsen.

Wie kann man Knochenaufbau beschleunigen?

2. Auf die richtigen Lebensmittel setzen – Die beiden Nährstoffe Kalzium und Eiweiss tragen wesentlich zum Aufbau und im höheren Alter zum Erhalt starker Knochen und Muskeln bei. Gute Eiweisslieferanten sind Fleisch, Milchprodukte, Tofu, Nüsse und Hülsenfrüchte.

  • Besonders viel Kalzium steckt in Milchprodukten, Tofu, Feigen, grünem Gemüse sowie Mineralwasser.
  • «Wer drei Portionen Milchprodukte pro Tag isst – beispielsweise ein Joghurt, 30 g Hartkäse und 2 dl Milch –, kann den Tagesbedarf an Kalzium decken und hat bereits einiges an Eiweiss aufgenommen», sagt Claudia Vogt, Ernährungsberaterin an der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung am Universitätsspital Zürich.

Mit zusätzlich 300 g Gemüse und 100 g Fleisch oder 150 g Tofu sei der tägliche Eiweissbedarf ebenfalls gedeckt.

Wie stoppe ich Osteoporose?

Rückgängig machen lässt sich Osteoporose leider nicht, der krankhafte Knochenabbau ist chronisch. Trotzdem kann man viel tun, um den Knochenabbau zu bremsen, neue Knochenmasse aufzubauen und (weitere) Brüche zu verhindern. Zu jeder Osteoporose-Therapie gehören eine kalziumreiche, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung,

Ist bei Osteoporose Wärme gut?

Physikalische Therapie – Eingangs wird eine Röntgenaufnahme oder ein CT des Skeletts im Bereich der Schmerzen durchgeführt, um einen Knochenbruch nachzuweisen bzw. das Ausmaß der Knochenzerstörung erkennen zu können. Im akuten Stadium ist leichte Bettruhe sinnvoll, aber nur bis der akute Schmerz gelindert ist.

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Dann sollten kurzzeitige und vorsichtige Achsbelastungen, abwechselnd mit Übungen zu Entlastungshaltungen mehrmals am Tag durchgeführt werden. Zur Durchblutungsförderung ist eine Kältebehandlung mit kalten Wickeln sinnvoll, eine Wärmebehandlung ist erst bei chronischen Schmerzen angezeigt. Krankengymnastik mit Entspannungs- und Atemübungen sind äußerst wirkungsvoll.

Weitere Möglichkeiten zur Schmerzbehandlung stellen Massagen, Akupunktur, Elektrotherapie und Injektionsbehandlungen mit Lokalanästhetika dar.

Welches Öl bei Osteoporose?

Das Leinsamenöl hat eine heilende Wirkung auf die Knochenmineraldichte und diejenigen Marker, die mit der Osteoporose zusammen hängen. Sie werden durch die Einnahme von Leinsamenöl deutlich verringert. Dadurch sinkt insgesamt auch das Risiko, an Osteoporose zu erkranken.

Wie lange darf man Ibandronsäure nehmen?

Ibandronsäure kann nur solange gegen Osteoporose wirken, wie Sie die Behandlung erhalten, auch wenn es für Sie nicht möglich ist, einen Unterschied zu sehen oder zu fühlen. Wenn Ihnen Ibandronsäure schon 5 Jahre lang verabreicht wurde, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob die Anwendung fortgesetzt werden soll.

Wie kann man eine Osteoporose stoppen?

Kalzium und Vitamin D als Basistherapie – Unabdingbare Voraussetzung für eine wirkungsvolle Behandlung der Osteoporose, genau wie für die Vorbeugung, ist die ausreichende Zufuhr von Kalzium. Kalzium stellt – neben Magnesium – das notwendige Baumaterial für den neu gebildeten Knochen.

  • Vitamin D ist ebenfalls unentbehrlich für den gesunden Knochenstoffwechsel und gehört zur Basistherapie der Osteoporose.
  • Als weltweit gültiger Standard gelten die tägliche Einnahme von 1000 mg Kalzium und 1000 I.E.
  • Internationale Einheiten) Vitamin D.
  • Bewährt haben sich Kombinationspräparate, die beide Substanzen in einer Tablette verbinden.

Obwohl theoretisch sowohl Kalzium als auch Vitamin D durch die Nahrung aufgenommen werden, bzw. letzteres vom Körper auch selbst synthetisiert wird, zeigt die Erfahrung, dass allein über diesen Weg die erforderlichen Mengen nicht zu erreichen sind. Der Körper bedient sich dann des Kalziumspeichers im Knochen – fast 1,5 kg Kalzium im Skelett – und baut die Knochen über eine Erhöhung der Parathormonausschüttung und eine Aktivierung der Osteoklasten (knochenabbauende Zellen) ab.

Nur die zusätzliche Gabe von Kalzium kann in der Altersgruppe ab 50 Jahren den jährlichen Knochenverlust von ca.2-4 Prozent und damit das Risiko eines Knochenbruchs senken. Für die jüngere Altersgruppe liegen bisher noch keine aussagekräftigen Studienergebnisse vor, man kann aber von einer ähnlichen Wirksamkeit ausgehen.

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Grund, bei jeder Osteoporose-Therapie immer zusätzlich Kalzium und Vitamin D einzunehmen: Vor allem Kalzitonin, aber auch die Bisphosphonate senken den Kalziumspiegel im Blut und erhöhen damit automatisch die Parathormon-Ausschüttung, die wiederum den Knochenabbau begünstigt.

Welches Medikament kann bei Daueranwendung zum Entstehen einer Osteoporose führen?

Welche Mikronährstoffe sind zur Vorbeugung einer Osteoporose sinnvoll? –

Zunächst einmal die tägliche Zufuhr von mindestens 1.000 I.E. (= 25 yg) Vitamin D3. Eine Steigerung auf 4.000 I.E. ist gerade zur Vorbeugung einer Osteoporose durchaus sinnvoll. Damit dieses Vitamin D seine volle Wirkung entfalten kann, ist ein guter Magnesiumspiegel wichtig. Dieses Magnesium wird von Vitamin D für seine Aufgaben zwingend benötigt. Die wichtigste Aufgabe von Vitamin D in diesem Zusammenhang ist die Resorption von Calcium aus der Nahrung (dem Darm) ins Blut. Dieses Calcium wird aber in den Knochen benötigt, muss also dorthin transportiert werden. Für diesen Transport sind die körpereigenen Eiweiße Osteocalcin und MGP (Matrix Gla Protein) zuständig. Um den Transport übernehmen zu können müssen die beiden Eiweiße aktiviert sein. Diese Aktivierung geschieht durch Vitamin K2, Fehlt Vitamin K2 gelangt das Calcium nicht in die Knochen. Wo es dringend gebraucht wird. Zusätzlich hat Vitamin K2 einen eigenen positiven Effekt auf die Knochendichte. Zur Mineralisierung und damit für die Knochendichte und –stabilität sind allerdings noch weitere Mineralstoffe notwendig. Hierzu gehören insbesondere Magnesium, Zink und Mangan. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der organischen Knochendichte ist Kollagen. Für die Bildung von Kollagen ist Vitamin C unerlässlich. Zahlreiche Medikamente beeinflussen den Metheoninstoffwechsel und „verbrauchen» B-Vitamine. Dadurch steigt der Homocystein-Spiegel im Blut – ein eigenständiger weiterer Risikofaktor für die Knochenfestigkeit. Vitamin B6 wird für einen normalen Homocystein-Spiegel benötigt.

Zusammenfassung : Ernährungsphysiologisch werden also folgende Mikronährstoffe zur Vorbeugung von Knochenschäden benötigt Vitamin D3 (mind.1.000 I.E. – besser 4.000 I.E.), Magnesium, Calcium, Vitamin K2, Zink, Mangan sowie die Vitamine C und B6. Es besteht kein Grund auf einzelne davon zu verzichten um einer Osteoporose durch Medikamente vorzubeugen.