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Wie Hoch Ist Die Mehrwertsteuer Auf Medikamente?

Wie Hoch Ist Die Mehrwertsteuer Auf Medikamente
Staat senkt Mehrwertsteuer auf Gas Pressemitteilung Berlin, 18.08.2022, 14:00 Uhr Heute hat die Bundesregierung angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Gas vom regulären Satz in Höhe von 19 Prozent auf den ermäßigten Satz von sieben Prozent abzusenken. Dazu erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e.V.

  • Vdek) : „Die Entscheidung der Bundesregierung ist richtig.
  • Sie wird viele Menschen in diesen schwierigen Zeiten finanziell entlasten.
  • Jetzt ist es auch an der Zeit, dass auch auf Arzneimittel die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent gesenkt wird.
  • Das ist eine längst überfällige Maßnahme im Gesundheitswesen.

Damit könnte man die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) um rund sechs Milliarden Euro im Jahr entlasten und die Finanzlücke von 17 Milliarden Euro im Jahre 2023 nennenswert schließen. Es ist nicht erklärbar, weshalb beispielsweise für Schnittblumen oder Hotelübernachtungen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz fällig wird, während bei lebenswichtigen Arzneimitteln die vollen 19 Prozent aufgeschlagen werden.

Wann 7 und wann 19 Prozent?

Umsatzsteuersatz – Wann gilt 19 %, 7 % oder 0 % Umsatzsteuer – Die Umsatzsteuer wird auf Lieferungen (z.B. Waren) und sonstige Leistungen (z.B. Dienstleistungen) erhoben. Unterschieden werden muss hauptsächlich zwischen dem regulären Steuersatz von 19 % und dem ermäßigten Satz von 7 %. Einige wenige Leistungen sind gänzlich steuerfrei. Doch welcher Umsatzsteuersatz gilt wann bzw. für was?

19 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs.1 UStG gilt für alles, was nicht dem ermäßigten Steuersatz unterliegt oder nicht umsatzsteuerfrei ist. 7 % Umsatzsteuer nach § 12 Abs.2 UStG gilt z.B. für Lebensmittel, Bücher und Zeitschriften, Personennahverkehr, Tickets für ein Konzert sowie Theater oder Museen, lebende Tiere. 0 % Umsatzsteuer nach § 4 UStG gilt für umsatzsteuerfreie Dienstleistungen und Waren. Hierunter fallen beispielsweise Versicherungen, Kreditvermittlungen, See- und Luftverkehr, innergemeinschaftliche Lieferungen und Auslandslieferungen.

Insbesondere Selbstständige müssen zwingend auf die korrekte Ausweisung der Umsatzsteuer und auch den Umsatzsteuersatz achten. Fehlentscheidungen in diesem Bereich können schnell teuer werden.

Welcher Steuersatz bei Medikamenten?

Von 10 auf 19 Prozent gestiegen: Geschichte der Mehrwertsteuer – Wie sie heute ausgestaltet ist, entstand die Steuer in der Bundesrepublik im Jahr 1968. Neben dem Regelsatz von ursprünglich 10 Prozent wurde seinerzeit auch ein halb so hoher ermäßigter Satz eingeführt.

Dieser gilt seither für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs. Die reguläre Mehrwertsteuer wurde immer wieder erhöht, seit dem 1. Januar 2007 liegt sie bei 19 Prozent. Der ermäßigte Steuersatz blieb seit 1983 bis jetzt konstant bei 7 Prozent. Übringens: Wird ein Nahrungsergänzungmittel als Arzneimittel beworben, muss der Hersteller dafür den vollen Umsatzsteuersatz von 19 Prozent entrichten.

Die Mehrwertsteuer macht etwa ein Drittel des staatlichen Gesamtsteueraufkommens aus. Im Jahr 2019 kamen von insgesamt knapp 800 Milliarden Euro Steuereinnahmen mehr als 243 Milliarden Euro aus der Umsatzsteuer. Zuletzt ging der Arbeitskreis Steuerschätzung wegen des Konsum-Einbruchs in der Corona-Krise von 22,3 Milliarden Euro weniger Einnahmen aus der Umsatzsteuer im Jahr 2020 aus.

  1. Mit der Senkung der Steuersätze ab 1.
  2. Juli dürften nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums weitere 19,6 Milliarden Euro im Staatssäckel fehlen.
  3. Diese Mindereinnahmen will allein der Bund schultern.
  4. Bei einer in DAS APOTHEKER FORUM von APOTHEKE + MARKETING gab jeder fünfte Teilnehmer an, dass er die Mehrwertsteuersenkung vollständig an die Apothekenkunden weitergeben will.

Etwa ein Drittel wollen dies nur teilweise tun. Weitere 31 Prozent sind sich noch nicht sicher, und jeder zehnte befragte Apotheker in DAS APOTHEKER FORUM schließt eine Weitergabe der Senkung derzeit aus. An der anonymen Umfrage haben sich 127 Apotheker aus ganz Deutschland beteiligt.

Welcher Mehrwertsteuersatz entfällt in Deutschland auf Arzneimittel?

Die aktuellen Themen per E-Mail – Mit unserem Newsletter sind Sie immer auf dem Laufenden. Kommt sie? Kommt sie nicht? Deutschlands Politiker:innen diskutieren über die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel. Es geht um Milliarden Euro. Wie Hoch Ist Die Mehrwertsteuer Auf Medikamente In den Entwurf des Koalitionsvertrags der Ampel-Regierung hatte sie es schon geschafft, nur um kurz vor der Zielgeraden wieder herauszufliegen: die Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent. Und auch im Entwurf zum Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung ( GKV ), der im gesundheitspolitischen Berlin kurzfristig für Aufregung sorgte, bevor das Bundesgesundheitsministerium ihn wieder kassierte, war die Mehrwertsteuersenkung enthalten.

Was wird mit 19 Prozent besteuert?

Hierzu zählen Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Getreide- und Backwaren. Getränke hingegen werden mit 19 Prozent besteuert – egal ob alkoholfrei oder alkoholhaltig.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Getränke?

Bundesrat stimmt Verlängerung zu Die hohen Energiepreise machen Restaurants und ihrer Kundschaft zu schaffen © Willie B. Thomas / DigitalVision / Getty Images Speisen werden auch im Jahr 2023 im Restaurant nicht mit höherer Mehrwertsteuer belastet. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 7.

Oktober 2022 der weiteren Anwendung des ermäßigten Steuersatzes von 7 Prozent für Speisen zugestimmt. Lediglich für Getränke muss auch weiterhin der Regelsteuersatz von 19 Prozent angewendet werden. Dienstag, 11.10.2022 Während der Corona-Krise war der Steuersatz für Restaurant- und Verpflegungsleistungen auf 7 Prozent gesenkt worden.

Damit sollten Gastronomen in der Krise unterstützt werden. Die Regelung sollte Ende 2022 auslaufen, wurde aber nun nochmals bis Ende 2023 verlängert. So sollen die Belastungen der Branche durch die hohen Energiekosten abgefedert werden.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Alkohol?

Mehrwertsteuersenkung bei Alkohol ist gesundheitsgefährdend Die Bundesregierung plant, morgen mit ihrem Corona-Konjunkturpaket auch die Mehrwertsteuer auf alkoholische Getränke wie Bier, Wein und Schnaps von 19 auf 16 Prozent zu senken. Dabei ist Alkohol in Deutschland bereits deutlich günstiger als in anderen Ländern.

  1. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fordert deshalb seit Langem, den durchschnittlichen Alkoholpreis zu erhöhen.
  2. Alkohol zu verteuern, gehört zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen gegen Alkoholkrankheiten», erklärt Dr.
  3. Dietrich Munz, Präsident der BPtK.
  4. Alkohol zu verbilligen, erhöht die Schäden, die der hohe Bier-, Wein- und Schnapskonsum jetzt schon anrichtet.

Alkohol sollte wie Tabak von der Mehrwertsteuersenkung ausgenommen werden.» Insgesamt drei Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren hatten im Jahr 2018 in Deutschland eine alkoholbezogene Störung (Missbrauch: 1,4 Millionen; Abhängigkeit: 1,6 Millionen).

Etwa 74.000 Todesfälle jährlich werden allein durch Alkoholkonsum oder den kombinierten Konsum von Tabak und Alkohol verursacht (Jahrbuch Sucht 2020). Es ist wissenschaftlich belegt, dass ein Zusammenhang zwischen Alkoholpreis und Alkoholkonsum besteht. Je teurer Alkohol in einem Land ist, desto geringer ist die konsumierte Alkoholmenge (vergleiche Gaertner et al., 2015; Schlieckau, 2015).

Entsprechend einer Studie der OECD (2015) würde ein durchschnittlicher Anstieg des Alkoholpreises in Deutschland um zehn Prozent die Häufigkeit der Alkoholabhängigkeit um rund drei Prozent und die Häufigkeit von Alkoholmissbrauch um etwa zehn Prozent verringern.

Die Zahl der alkoholabhängigen Menschen sänke um rund 54.000 und die Zahl derjenigen, die Alkohol in schädlichen Mengen konsumieren, um rund 160.000. Eine 10-prozentige Preiserhöhung führt auch dazu, dass mehr Menschen länger und gesünder leben. Die Anzahl der gesunden Lebensjahre aller Bürger in Deutschland könnte jährlich um mehr als 75.000 und die Anzahl zusätzlich gewonnener Lebensjahre um mehr als 25.000 steigen.

Außerdem könnten rund 200 Millionen Euro Gesundheitsausgaben eingespart werden (OECD, 2015). Die Bundesregierung plant, die Mehrwertsteuersenkung auch für Alkohol mit dem Gesetzentwurf für ein „Zweites Corona-Steuerhilfegesetz» auf ihrer Kabinettssitzung am 12.

Kann man Medikamente versteuern?

Medikamente können in der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastungen angesetzt werden, wenn eine ärztliche Verordnung (Rezept) vorliegt. Von den Kosten wird eine zumutbare Belastung abgezogen. Erst dann wirken sich die außergewöhnlichen Belastungen aus.

Kann man Medikamente von der Steuer abziehen?

Krankheitskosten, die nicht von Ihrer Krankenkasse oder anderweitig ersetzt werden, können Sie als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen. Dies gilt auch für Medikamente, wenn ein ärztliches Rezept vorliegt.

Wie hoch ist der Steuersatz Tabelle?

Progressiver Steuersatz in der Einkommensteuer

Progressionsstufe Zu versteuerndes Einkommen Steuersatz
Progressionszone II 14.754 – 57.918 Euro 24 bis 42 Prozent
Proportionalzone I (Spitzensteuersatz) 57.919 – 274.612 Euro 42 Prozent
Proportionalzone II (Reichensteuer) > 274.613 Euro 45 Prozent

Ist eine Apotheke Vorsteuerabzugsberechtigt?

Achtung beim Vorsteuerabzug: Er hängt unter anderem davon ab, dass eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt. Aus Rechnungen, auf denen die Apotheke angegeben ist, zusätzlich aber auch der vormalige Inhaber, kann die Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abgezogen werden.

  • In einem solchen Fall ist aus Sicht des Niedersächsischen Finanzgerichts auch eine rückwirkende Korrektur nicht möglich.
  • Eine Apothekerin übernahm im Jahr 2004 ihre Apotheke und bezog unter anderem Lieferungen von der Schering Deutschland GmbH, deren Rechnungen an die Apotheke adressiert waren – teilweise mit dem Namenszusatz des ehemaligen Apothekers.

Das Finanzamt vertrat im Rahmen einer Außenprüfung im Jahr 2010 die Auffassung, dass die Apothekerin nicht berechtigt sei, aus diesen Rechnungen Vorsteuern zu ziehen, weil der Leistungsempfänger in den Rechnungen unzutreffend bezeichnet worden sei. Betroffen waren Rechnungen – nach Abzug von Skonti – über insgesamt 144.561,20 Euro zuzüglich 23.129,92 Euro Umsatzsteuer.

  1. Die Rechtsnachfolgerin von Schering – Bayer Vital – berichtigte daraufhin die Rechnungen und die Apothekerin erhob gegen den Umsatzsteuerbescheid Einspruch.
  2. Das Finanzamt blieb dennoch bei seiner Meinung: Die ursprünglich erteilten Rechnungen seien nicht korrekt und eine rückwirkende Rechnungskorrektur nicht möglich.
See also:  MagengeschwR Welche Medikamente?

Daraufhin zog die Apothekerin vor Gericht. Doch das Finanzgericht Niedersachsen entschied im Sinne des Finanzamts. Rechnungen mit falscher Bezeichnung Nach § 15 Abs.1 Umsatzsteuergesetz (UStG) kann ein Unternehmer die Steuer für Lieferungen und sonstige Leistungen, die von einem anderen Unternehmer ausgeführt wurden, als Vorsteuer abziehen – vorausgesetzt er besitzt eine nach §§ 14, 14 a UStG ordnungsgemäße ausgestellte Rechnung.

  • Unter anderem muss eine solche den vollständigen Namen und die Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers enthalten.
  • Für die Bezeichnung des Empfängers genügt jede Benennung, die es der Finanzbehörde erlaubt, dessen Namen und Anschrift eindeutig und ohne weiteres nachzuprüfen.
  • Vorliegend sei zwar die Firma der Apothekerin bezeichnet, heißt es dazu in den Urteilsgründen.

Durch den zusätzlichen Namen des ehemaligen Inhabers werde die Rechnung hinsichtlich der Benennung des Leistungsempfängers aber falsch, denn sie erwecke den Eindruck, als werde dieser unter der Firmenbezeichnung geschäftlich tätig. Der richtige Leistungsempfänger lasse sich insoweit vom Finanzamt nicht ohne weiteres eindeutig ermitteln, so dass der Rechnungsempfänger in diesen Rechnungen falsch bezeichnet sei.

Mindestanforderungen nicht erfüllt Daran ändern aus Sicht der Richter auch die Rechnungskorrekturen nichts: Eine Berichtigung mit Rückwirkung auf den Zeitpunkt der erstmaligen Rechnungserteilung komme jedenfalls dann nicht in Betracht, wenn das zunächst erteilte Dokument die Mindestanforderungen an eine Rechnung nicht erfülle.

Und zu diesen gehörten die Angaben zu Rechnungsaussteller und -empfänger, die Leistungsbeschreibung und die Angaben zum Entgelt und zur gesondert ausgewiesenen Umsatzsteuer. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache ließ das Gericht allerdings die Revision gegen das Urteil zu.

Was fällt alles unter den ermäßigten Steuersatz?

Was läuft prinzipiell unter 7 %? – Grob gesagt, zählen Sport und Kultur dazu. Das bedeutet zum Beispiel die ermäßigte Mehrwertsteuer auf Eintrittskarten ins Stadion, Kino oder Theater. Auch Zeitungen, Zeitschriften und Bücher haben nur 7 %. Hinzu kommt der öffentliche Nahverkehr in einem 50-Kilometer-Radius mit Bussen, Zügen, Straßenbahn und sogar Taxi.

  • Soweit – so gut.
  • Jetzt kommen die wirklich heiklen Dinge.
  • Denn was gehört zum Grundbedarf bei Lebensmitteln und anderen Konsumgütern? Dazu reichen schon keine einfachen Gesetze mehr, in mehreren Anhängen des Umsatzsteuergesetzes gibt es entsprechende Listen.
  • Wenn Sie mal gar nichts zu tun haben, können Sie zum Beispiel diese Liste mal studieren,

Nun ist es schon so, dass absolute Grundnahrungsmittel tatsächlich dem ermäßigten Steuersatz unterliegen. Brot, Butter und Milch haben 7 %. Doch bei der Milch fängt es schon an, für Sojamilch werden 19 % fällig. Kartoffeln – 7 %, Süßkartoffeln – 19 %. Äpfel – 7 %, Apfelsaft – 19 %.

  • Froschschenkel, Wachteleier, frische Trüffel mögen für den ein oder anderen nach Luxus klingen.
  • Im Mehrwertsteuer-Deutsch aber nicht, denn da sind sie Grundbedarf, 7 %.
  • Wer nicht gut sehen kann, zahlt bei einer Brille 19 %.
  • Wer schlecht hören kann, zahlt für ein Hörgerät 7 %.
  • Sagen Sie bei Ihrer Bestellung bei Mc Donald’s & Co „Zum Mitnehmen!», sind im Preis nur 7 % Mehrwertsteuer drin.

Bei „Für hier!» aber 19 %. Als Kunde zahlen Sie natürlich den gleichen Preis Die Liste lässt sich nahezu beliebig verlängern. Und wie schon oben angekündigt: Es lässt sich bei Weitem nicht alles ansatzweise logisch erklären.

Wie viel Mehrwertsteuer auf Nahrungsergänzungsmittel?

Umsatzsteuer aktuell – VAT, Immobilien Real Estate Handel / Logistik / E-Commerce Finanzdienstleistungen und Versicherungen Gesundheitswesen I. Grundlagen Die Lieferung von Gegenständen unterliegt in Deutschland grundsätzlich dem Regel­steuersatz von 19 %.

Lebensmittel hingegen werden in der Regel nur mit 7 % Umsatz­steuer belastet. Getränke sind davon grundsätzlich ausgenommen. Sie unterliegen dem Regelsteuersatz von 19 %. Nur Trinkwasser und Milchmixgetränke werden ebenfalls begünstigt besteuert. Medikamente unterliegen dem Regelsteuersatz, Eine Begünstigung ist grundsätzlich nicht vorgesehen.

Nur wenn sie in einem geringen Umfang vom behandelnden Arzt oder durch die Krankenhausapotheke im Zusammenhang mit einer Behandlung im Kranken­haus weitergegeben werden, kommt eine vollständige Befreiung von der Umsatzsteuer für Ärzte oder Krankenhäuser in Betracht.

Nahrungsergänzungsmittel befinden sich in der Schnittstelle zwischen Lebens- und Arzneimitteln. Maßgeblich für die umsatzsteuerliche Behandlung ist die zollrechtliche Einordnung in der „ Kombinierten Nomenklatur » (KN). II. Bisherige Rechtsprechung

Nach der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sind die objektiven Merkmale und Eigenschaften sowie der Verwendungszweck von Waren entscheidende Kriterien für die zollrechtliche Einordnung. Diese sind im Wortlaut der KN festgelegt (z.B.: EuGH vom 28.

Juni 2009 – Rs C–173/08, Kloosterberg Services BV, Rdn.24). Am 10. Dezember 1998 hat der EuGH in der Rechtssache (Rs) C-328/97, Taxofit, entschieden, dass die zu beurteilenden Vitamin C Brause- und Kautabletten pharmazeutische Erzeugnisse sind. Ausschlaggebend war für den EuGH, dass der Vitamin-C-Gehalt deutlich über das für die allgemeine Ernährung notwendige oder empfohlene Maß hinausging,

Derartige Dosierungen von Vitamin C werden zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt (Randnummer (Rdn.) 28). Der Bundesfinanzhof hat in seinem Urteil vom 30. März 2010 (Az: VII R 35/09) entschieden, dass Lebensmittelzubereitungen in flüssiger Form, die als Nahrungs­ergänzungs­mittel gekennzeichnet sind und in Trinkfläschchen vertrieben werden, dem Regelsteuersatz unterliegen, da sie nach der KN als „andere nicht alkoholhaltige Getränke » einzureihen sind.

In einem Urteil des Finanzgerichtes Niedersachsen (FG Nds.) vom 20. September 2012 (Az: 5 C 393/10) ist das Gericht zu der Auffassung gelangt, dass ein in Kapselform vertriebenes probiotisches Lebensmittel als Nahrungsergänzungsmittel dem ermäßigten Steuersatz unterliegt, Das FG Nds. verweist auf den EuGH in seiner Entscheidung vom 17.

Dezember 2009 – Rs. C-410/08, Swiss Caps, In diesem Urteil hat der EuGH entschieden, dass die Kapselhülle zum Einschluss von Ölen (z.B. Lachsöl) die Art und Weise der Aufnahme und den Ort, an dem sie wirken soll, bestimme. Da die Darreichung der Lebensmittelzubereitung in Kapselform und ihr Inhalt die objektiven Merkmale und Eigenschaften bestimmten, handele es sich um Lebensmittelzubereitungen, die dem ermäßigten Steuersatz unterliegen.

In einem weiteren Urteil hat das Finanzgericht Hamburg (FG HH) ebenso entschieden. In dem zugrundeliegenden Fall wurden Aminosäuremischungen ebenfalls als Lebensmittel und nicht als Medikamente betrachtet. Das FG HH kommt zu dem Ergebnis, dass eine arzneiliche Wirkung nur dann vorliegt, wenn die Erzeugnisse dem Körper über seinen eigenen Stoffwechsel hinausgehende erforderliche Grundstoffe liefern würden.

Aminosäuren sind Eiweißbausteine und haben keine arzneiliche Wirkung. Soweit nur Nährstoffe bereitgestellt werden, handelt es sich um Lebensmittelzubereitungen, Als die wichtigsten Nährstoffe, die in Lebensmitteln vorkommen, werden Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette angegeben.

Gegen das Urteil des FG HH ist allerdings Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt worden. Es bleibt abzuwarten, wie er entscheiden wird. III. Zusammenfassung / Empfehlung Lebensmittelzubereitungen unterliegen dem ermäßigten Steuersatz. Um Lebensmittel handelt es sich vereinfacht, wenn nur Nährstoffe bereitgestellt werden.

Hierunter fallen insbesondere Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette. Haben die Produkte hingegen eine eigene pharmakologische Wirkung, sind sie vorrangig als Arzneimittel zu betrachten. Selbst dann, wenn auch Lebensmittel verarbeitet werden, diese aber lediglich als Trägerstoff oder Bindemittel für den arzneilichen Wirkstoff dienen.

  1. Die Einordnung als Getränk, Lebensmittel oder als Medikament hat erhebliche Auswirkungen auf den Umsatzsteuersatz.
  2. Der Vorteil, der darin liegt, eine Einstufung als Lebensmittel und damit den begünstigten Steuersatz zu erhalten, kann allerdings Nachteile beim Import haben.
  3. Lebensmittel werden mit Zöllen belegt.

Medikamente hingegen sind in der Regel zollfrei. Sollten Sie Unterstützung bei der korrekten zollrechtlichen und steuerlichen Behandlung Ihrer Produkte benötigen, Sie uns gerne an. Bremen / Hamburg, 24. April 2013 Dieser Beitrag ersetzt keine steuerliche Beratung und soll nur allgemein über steuerliche Themen informieren.

Welche Produkte haben keine Mehrwertsteuer?

Fast unbemerkt änderte die Europäische Kommission am 5. April 2022 die Mehrwertsteuersystemrichtlinie. Seitdem ist ein Nullsteuersatz auf alle lebensnotwendigen Güter, wozu auch Lebensmittel gehören, möglich (Amtsblatt der Europäischen Union, 2022). Daraufhin wurden in Politik, Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaft Stimmen für und gegen einen Nullsteuersatz bei Grundnahrungsmitteln laut (Tagesschau, 2022).

Angesichts einer hohen Inflationsrate von 7,9 % im Mai 2022 für den gesamten Warenkorb und 11,1 % für Lebensmittel (Statistisches Bundesamt, 2022b) sowie laut Ifo-Umfrage weiteren absehbaren Preissteigerungen bei 9 von 10 Lebensmittel-Einzelhändlern (Spiegel, 2022) könnte ein Nullsteuersatz als dauerhafte Entlastungsmaßnahme für Verbraucher:innen herangezogen werden.

Laut Umfragen unterstützen 77 % der Bevölkerung den Nullsatz auf Grundnahrungsmittel (Süddeutsche Zeitung, 2022) und 71 % auf Obst und Gemüse (Civey, 2022). Bei der Mehrwertsteuer wird der Endverbrauch besteuert und durch das Unternehmen abgeführt (Bach und Isaak, 2017), indem Unternehmen die im Einkauf gezahlte mit der im Verkauf eingenommen Mehrwertsteuer verrechnen und die Differenz an den Staat abführen.

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Die Mehrwertsteuersystemrichtline schreibt einen Normalsatz von mindestens 15 % vor und bietet die Möglichkeit zur Einführung von maximal zwei ermäßigten Mehrwertsteuersätzen für lebensnotwendige Güter (unter anderem Lebensmittel), die mindestens 5 % betragen müssen (Amtsblatt der Europäischen Union, 2006).

In Deutschland beträgt der ermäßigte Steuersatz 7 % und der Regelsatz 19 % (§ 12 UStG, (1) und (2)). Der Großteil der Nahrungsmittel unterliegt dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz. Luxusnahrungsmittel, wie z.B. Kaviar, Langusten, Hummer, Austern und Schnecken, werden nach dem Regelsatz versteuert (Bach und Isaak, 2017).

Im Jahr 2017 entfielen 208,5 Mrd. Euro (92 %) des Aufkommens der Mehrwertsteuer auf den Regelsatz und lediglich 17,8 Mrd. Euro und davon 12,3 Mrd. Euro auf Lebensmittel auf den ermäßigten Satz (Bach und Isaak, 2017). Lebensmittel machten also 2017 nur 5 % des Gesamtaufkommens der Mehrwertsteuer aus. Der Nullsatz auf Lebensmittel könnte unter anderem Obst, Gemüse, Trinkwasser, Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Honig sowie Getreideerzeugnisse und Backwaren umfassen.

Rechtlich wäre auch eine Ausweitung beispielsweise auf Arzneimittel und medizinische Geräte möglich. Traditionell wird der ermäßigte Mehrwertsteuersätze kritisiert, weil der Wettbewerb zwischen einzelnen Branchen verzerrt wird (Peffekoven, 2010). Bei einer Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel dürfte diese Verzerrung im Vergleich zu eher willkürlichen Privilegierungen (Hotelübernachtungen, Zuchtpferde, Maulesel, Hundefutter, Trüffel) zu vernachlässigen sein, da lebensnotwendige Güter nicht im Wettbewerb mit den restlichen Gütern stehen.

Der Wettbewerb abseits der lebensnotwendigen Güter könnte sich durch die steigende Nachfrage eher intensiveren und Wohlstandsgewinne hervorbringen. Abseits der mutmaßlich aufgebauten Wettbewerbsverzerrungen zu den restlichen Gütern werden diese im Markt der lebensnotwendigen Güter abgebaut. Durch das Wegfallen der Besteuerung fällt ebenso die Zusatzlast der Besteuerung (excess burden) weg.

Dadurch könnte gemäß simplifizierenden Marktmodellen eine höhere Menge zu einem geringeren Preis bereitstgestellt werden. In der Steuertheorie kommt die Ramsey-Regel aufgrund von Unterschieden bei der (kompensierten) Nachfrage zu einer differenzierten Besteuerung, wobei es unterschiedliche Implikationen für die höhere Besteuerung durch die inverse Elastizitätsregel (hohe Besteuerung bei niedriger Elastizität) und durch die Corlett-Hague-Regel (hohe Besteuerung bei hoher Freizeitkomplementarität) gibt (Eggert et.

  • Al., 2010).
  • Die Mehrwertsteuer ist gemessen am Einkommen eine regressive Steuer.
  • Die relative Belastung ist bei kleinen und mittleren Einkommen deutlich höher als bei hohen Einkommen.
  • Dies ist insbesondere bei der Betrachtung von Periodeneinkommen unstrittig.
  • Im Gegensatz zur Einkommensteuer richtet sich die Mehrwertsteuer nicht nach der individuellen Leistungsfähigkeit wie andere Steuern.

Dieser Unterschied wird auch mit Blick auf die Aufkommensdaten deutlich: 2018 zahlte die einkommensschwächere Hälfte der Bevölkerung 4 % des Einkommensteueraufkommens, 36 % des indirekten Steueraufkommens (DIW, 2017) und sogar 41 % des Aufkommens der ermäßigten Mehrwertsteuer (Bach und Isaak, 2017).

Sie ist also deutlich besser geeignet, um kleine und mittlere Einkommen zu entlasten – insbesondere bei Menschen kurz über der Armutsschwelle, die mit Sozialleistungen nicht adressierbar sind. Daher würde die Verteilungswirkung eines Nullsteuersatzes auf Lebensmittel ergeben, dass das unterste Einkommensdezil 2017 um rund 74 Euro im Jahr bzw.0,94 % ihres Nettoeinkommens entlastet und das oberste Einkommensdezil hingegen um 163 Euro im Jahr bzw.0,36 % ihres Nettoeinkommens entlastet werden.

Verbraucher:innen mit niedrigen Einkommen werden durch einen Nullsteuersatz gemessen an ihrem Einkommen fast dreimal so stark profitieren wie die Spitzeinkommen. Mit steigendem Einkommen nimmt die relative Entlastung immer weiter ab und die absolute Entlastung zu (vgl.

Abbildung 1). Kritiker:innen nutzen dies als Gegenargument gegen den Nullsteuersatz, weil eine steigende absolute Entlastung dem Verteilungsziel widerspräche. Umgekehrt ist die Mehrwertsteuer eine der ungeeignetsten Steuern, um verteilungspolitische Ziele bei Spitzeneinkommen zu verfolgen, da sie dort einen verschwindend geringen Anteil der Gesamtsteuerlast ausmacht (DIW, 2017).

Zur Erreichung der Verteilungsziele wären andere Steuern wesentlich besser geeignet, deren Effektivität durch einen Nullsatz auch nicht verringert wird.

Wie viel Mehrwertsteuer ist auf Kaffee?

Geröstete Kaffeebohnen sowie Kaffeepulver sind auch mit 7 % Umsatzsteuer zu versteuern – Geröstete Kaffeebohnen im Urzustand und Kaffeepulver unterliegen dem ermäßigten Steuersatz von 7 % (Nr.12 der Anlage 2 zum UStG ) bzw.5 % für den Zeitraum der befristeten Absenkung des Umsatzsteuersatzes.

  1. Beim Pulver- oder Instantkaffee kommt der Regelsteuersatz von 19 % bzw.16 % vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 zur Anwendung.
  2. Für Kaffeepads gilt im Verkauf der reinen Kaffeekapseln der ermäßigte Steuersatz von 7 % bzw.5 % für den Zeitraum der befristeten Absenkung des Umsatzsteuersatzes.
  3. Das gilt sowohl beim Verkauf über den Ladentisch als auch online.

Werden die Kaffeepads jedoch in einer Restauration zur Herstellung eines Kaffees verwendet, den der Kunde vor Ort zu sich nimmt, handelt es sich um eine sonstige Leistung, die mit dem Regelsteuersatz von 19 % zu versteuern ist.

Warum wird Mineralwasser mit 19% versteuert?

Das steckt hinter der Mehrwertsteuer für Getränke In aller Munde In Deutschland gibt es zwei verschiedene Mehrwertsteuersätze: den regulären Prozentsatz von 19 Prozent und den ermäßigten Prozentsatz von 7 Prozent. Aber warum gibt es überhaupt zwei verschiedene Mehrwertsteuern? Wie macht sich das beim Getränkekauf bemerkbar? Schon seit der Erschaffung der Mehrwertsteuer gibt es den sogenannten regulären und den ermäßigten Steuersatz.

Vor mehr als 50 Jahren wurde bestimmt, dass Güter des Grundbedarfs günstiger sein sollten. Deshalb sind Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Milchprodukte oder auch Fleisch in Deutschland mit dem niedrigeren Steuersatz von 7 % besteuert. Getränke zählen leider in der Regel nicht zum Grundbedarf. Du musst also auf Cola, Mineralwasser und Säfte den erhöhten Steuersatz von 19 % zahlen.

Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, denn manche Getränke sind auch mit dem niedrigeren Steuersatz besteuert. Das gilt zum Beispiel für:

Natürliches Wasser Milch Milchmischgetränke mit mindestens 75 Prozent Milchanteil

Der Grund ist, dass diese Getränke noch zu den Grundnahrungsmitteln zählen und deshalb günstiger sein sollen. Werden diese aber weiterverarbeitet, zum Beispiel zu Sprudel, Kaffee oder Saft, wird wieder der reguläre Steuersatz angewendet. Wieviel Mehrwertsteuer Du genau gezahlt hast, erkennst Du übrigens auf Deiner Einkaufsrechnung.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Fleisch?

Reguläre 19 Prozent für Fleisch – Im Gegenzug für die Entlastungen sollten – aber erst zu einem späteren Zeitpunkt – Subventionen für umweltschädliche Produkte schrittweise entfallen. So sollte die ermäßigte Mehrwertsteuer von sieben Prozent für Fleisch künftig durch die regulären 19 Prozent ersetzt werden.

Pflanzliche Produkte hätten gegenüber tierischen nur einen Bruchteil des Klima-Fußabdrucks: So werden für ein Kilo Rindfleisch sieben bis 28 Kilogramm Treibhausgase ausgestoßen, für ein Kilo Gemüse weniger als ein Kilogramm. Haushalte mit niedrigem Einkommen würden von der Mehrwertsteuerbefreiung auf pflanzliche Lebensmittel am stärksten profitieren, argumentiert das Umweltbundesamt.

Zudem würde dies auch Menschen helfen, die von den beiden bisherigen Entlastungspaketen relativ wenig begünstigt worden seien, etwa Rentnerinnen und Rentner mit niedrigen Einkommen. Auch eine Mehrwertsteuerbefreiung für den öffentlichen Verkehr würde insbesondere ärmeren Bevölkerungsgruppen helfen, die häufig auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seien.

Wie viel Mehrwertsteuer ist auf Schokolade?

Ermäßigter Mehrwertsteuersatz: Diese Tabelle zeigt, wann 7 % MwSt anfallen – Nach dem die Mehrwertsteuerberechnung nun klar geworden ist, klären wir, wann 19 % anfallen und wann nur 7 %. Folgende Tabelle zeigt dies beispielhaft:

Ware Mehrwertsteuersatz in Prozent
Gemüse, Früchte und Nüsse 7
Milch, Milcherzeugnisse und Eier 7
Kaffee, Tee, Mate und Gewürze 7
Mehl und Grieß 7
Zucker und Zuckerwaren 7
Zubereitung von Fleisch, Fischen und Krebstieren 7
Kakaopulver ohne Zucker, Schokolade 7
Backwaren 7
Bücher und Zeitungen 7
Brennholz, Pellets und Holzbrickets 7
Prothesen 7
Speisen aus Restaurant zum Mitnehmen 7
Getränke, außer Wasser 19
Prothesenteile und Zubehör 19
Essen im Restaurant 19

Die Tabelle zeigt, dass Grundnahrungsmittel unter die ermäßigte Mehrwertsteuer fallen. Wir haben Ihnen einige Beispiele aufgeführt, bei denen 19 % Mehrwertsteuer erhoben werden. Es zeigt sich, dass bei der Besteuerung der Waren einige Widersprüche bestehen.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Bier?

FAQ zur Mehrwertsteuer Gastronomie – Welcher Mehrwertsteuersatz galt 2022 in der Gastronomie? Bis zum 31. Dezember 2022 galt der gesenkte Mehrwertsteuersatz von 7 % auf alle Speisen für die Gastronomie – sowohl für den Verzehr innerhalb Deines Lokals als auch für den Take-Away-Verzehr.

  1. Welcher Mehrwertsteuersatz gilt 2023 in der Gastronomie? Bis zum 31.
  2. Dezember 2023 gilt in der Gastronomie für Speisen weiterhin der gesenkte Mehrwertsteuersatz von 7 % – sowohl für den Verzehr innerhalb Deines Lokals als auch für den Take-Away-Verzehr.
  3. Wann sind es 7 und wann 19 Prozent Mehrwertsteuer? Bei Nahrungsmitteln gelten 7% zum vor Ort essen (nur Tische, sonst keine Möbel), aber auch Take-away.

Bei Dienstleistungen (d.h. Sitzmöglichkeiten oder Porzellangeschirr wie im Restaurant), Getränken und luxuriösen Nahrungsmitteln, d.h. Feinkost (z.B. Sojamilch, Süßkartoffeln, Kaviar, Austern, Froschschenkel, Schnecken, Meeresfrüchte.) gelten 19%. Wie hoch ist der Mehrwertsteuersatz für Getränke in der Gastronomie? Grundsätzlich erhebst Du 19% für Getränke.

Es gibt Ausnahmen, bei denen nur 7% gelten: Wasser, Milch und Mischgetränke (wenn 75% Milch oder mehr enthalten sind). Welche Getränke haben 7% MwSt? Dazu gehören Milch und damit gemischte Getränke (ab 75% Milch im Mischgetränk) und Wasser. Wie wird Kaffee in der Gastronomie versteuert? Ein schwarzer Kaffee mit oder ohne etwas Milch wird mit 19% versteuert.

Beim Cappuccino sind es allerdings nur 7%, da hier mehr als 75% Milch mit drin ist – ein Hauptnahrungsmittel, welches immer zu 7% versteuert wird genauso wie Brot und Wasser. Wie viel Mehrwertsteuer gibt es auf Bier? Selbst ein Bier musst Du mittlerweile wie fast alle Getränke zu 19% versteuern.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Süßigkeiten?

Anreiz für Gesundes schaffen – Bisher gilt für die meisten Lebensmittel der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent; Fruchtsäfte und Softdrinks wie Cola, Fanta und Co. werden dagegen mit 19 Prozent besteuert. Wie sich das Konsumverhalten durch abweichende Beiträge ändern könnte, rechnete der Hamburger Ökonom Dr.

Tobias Effertz in vier unterschiedlichen Steuermodellen durch. Dazu hat er die Lebensmittel nach ihrem Fett-, Zucker und Salzgehalt in verschiedene Mehrwertsteuer-Kategorien eingeteilt. Erfolg verspricht unter anderem das Modell „Ampel plus». Dabei bleiben Gemüse und Obst als grüne Kategorie ohne Steuer, 7 Prozent Mehrwertsteuer gilt weiterhin für normale Lebensmittel wie Nudeln, Milch oder Fleisch – sie zählen zur gelben Kategorie.

Als rot werden Produkte mit reichlich Zucker, Salz oder Fett, also Süßigkeiten, Fertiggerichte, Chips kategorisiert und mit 19 Prozent besteuert. Dabei nutzt Effertz für die Einteilung den Ampelentwurf der Verbraucherzentralen, die Lebensmittel mit mehr als 20 Prozent Fett, 5 Prozent gesättigten Fettsäuren, 12,5 Prozent Zucker oder 1,5 Prozent Kochsalz als rot einstufen.

Wie viel Steuer ist auf Zigaretten?

Zusammensetzung des Zigarettenpreises in Deutschland – Der Preis einer Zigarette wird wesentlich durch den Steueranteil bestimmt. Der Steueranteil setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

dem spezifischen Tabaksteuerbetrag dem proportionalen Tabaksteuerbetrag und der Mehrwertsteuer.

Der spezifische Teil ist ein fester Steuerbetrag pro Zigarette, der unabhängig vom Kleinverkaufspreis (gebundener Einzelhandelspreis) erhoben wird. Der proportionale Teil ist ein Prozentsatz vom Kleinverkaufspreis und stellt die preisabhängige Komponente dar.

  1. Die derzeitige Tabaksteuerformel gilt seit dem 01.01.2023 bis zum 31.12.2024: 11,15 Cent pro Zigarette + 19,84 % des Kleinverkaufspreises (spezifischer Anteil) (proportionaler Anteil) Dazu kommt die Mehrwertsteuer von 19 % des Nettopreises.
  2. Zigaretten haben nach dem Tabaksteuergesetz eine generelle Preisuntergrenze durch die Mindeststeuer und markenbezogen einen gebundenen Endverbraucherpreis.

Sonderangebote bei Zigaretten oder Schnäppchenpreise sind also nicht möglich.

Wie viel MwSt auf Red Bull?

Wie viel MwSt auf Red Bull? – Mehrwertsteuer: 19 Prozent auf Getränke – Getränke jedoch, egal ob alkoholfrei oder alkoholhaltig, sind von der Ermäßigung ausgenommen und werden daher seit 1. Januar 2007 mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belegt (zuvor 16 Prozent). Während beispielsweise für Möhren sieben Prozent Steuer zu zahlen sind, beträgt der Aufschlag für Möhrensaft 19 Prozent.

Wann 7 Wann 19 MwSt Hotel?

Die Gleichbehandlung von Gaststätten- und Hotelbetrieben – Ein weiteres Argument für die Senkung der Hotel Mehrwertsteuer war die Gleichbehandlung von Gaststätten- und Hotelbetrieben mit dem Lebensmitteleinzelhandel oder dem Lebensmittelhandwerk. So war vor dieser Senkung der kuriose Fall möglich, dass ein Baguette, in einer Bäckerei verkauft, mit 7 % Mehrwertsteuer belegt wurde, das gleiche Baguette jedoch, in einem Restaurant angeboten, mit 19 %.

Auch wurden diejenigen Betriebe, die ihr Essen auf Mehrweggeschirr servierten, mit 19 % Mehrwertsteuer bestraft. Der Pappteller hingegen vom Würstchenstand an der Ecke wurde mit 7 % Mehrwertsteuer verkauft. So kam es regelmäßig zu Ungereimtheiten, die niemand verstehen konnte. Nun hat sich durch die Änderung der Hotel Mehrwertsteuer jedoch ein weiteres Problem aufgetan.

Hotels müssen auf ihren Rechnungen an den Gast nunmehr die Übernachtungen mit einer Umsatzsteuer von 7 % ausweisen, das ausgereichte Frühstück und die zusätzlich gebuchten Dienstleistungen hingegen mit 19 %. Das ist allerdings verkraftbar.

Welche Lebensmittel 7 welche 19 MwSt?

Wie viel MwSt auf Nüsse? – Welche Mehrwertsteuer gilt? (Foto: picture-alliance/ dpa) Ursprünglich war der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent aus sozialen Gründen eingeführt worden. Inzwischen gilt er nicht nur für Nahrungsmittel und Druckerzeugnisse, sondern für rund 50 Produktgruppen.

  1. Nahrungsmittel : Sie stellen den größten Teil der ermäßigten Produkte.
  2. Sieben Prozent fallen etwa auf Fleisch, Fisch, Milch, Gemüse, Früchte, Nüsse, Kaffee, Tee, Gewürze, Mehl, Kartoffeln oder Zucker an, aber auch auf weiterverarbeitete Lebensmittel wie Brot oder Fertiggerichte.
  3. Während aber Essigsäure ermäßigt besteuert wird, fallen für Mineralwasser in der Flasche 19 Prozent Steuern an.

Zubereitetes Krebsfleisch wird mit sieben Prozent besteuert, Hummer und Schnecken mit 19 Prozent. Für Milchmixgetränke gilt der Rabatt nur, wenn der Milchanteil mindestens 75 Prozent ausmacht. Landwirtschaft : Auch die Landwirtschaft profitiert vom ermäßigten Steuersatz, zum Beispiel bei Futtermitteln.

  • Auch tierische und pflanzliche Düngemittel, Holz oder Pellets werden niedriger besteuert.
  • Das Gleiche gilt für Schnittblumen, Zierpflanzen und die wichtigsten Nutztiere wie Rinder, Zuchtpferde, Schweine, Ziegen oder auch Fische, nicht aber Hausesel oder Wildpferde.
  • Voll besteuert werden auch Hunde, Katzen, Kanarienvögel und Zierfische, ihr Futter dagegen nur mit sieben Prozent.

Druckerzeugnisse : Neben Büchern, Zeitungen und Zeitschriften – aber nur solche mit jugendfreiem Inhalt – kommen auch Bilderalben, Musiknoten, Landkarten und Sammler-Briefmarken in den Genuss des ermäßigten Steuersatzes. Liegt dem Buch aber eine CD bei, wird es schwierig: Ergänzt die CD nur das Buch, bleibt es bei sieben Prozent, dominiert der CD-Inhalt, sind es 19 Prozent.

  1. Voll besteuert werden auch Hörbücher und E-Books.
  2. Nahverkehr : Mit sieben Prozent besteuert werden Fahrten mit Zügen, Straßenbahnen, S- und U-Bahnen, Bussen und Fähren, so lange sie unter 50 Kilometern bleiben.
  3. Ausgenommen von der Regelung sind Bergbahnen.
  4. Ab 50 Kilometern gilt der volle Steuersatz von 19 Prozent.

Medizinischer Bereich : Neben Rollstühlen, Prothesen und Krücken werden auch künstliche Gelenke, Hörgeräte, Herzschrittmacher und andere Implantate niedriger besteuert. Für Medikamente gilt dagegen der volle Steuersatz. Kunst : Auf Gemälde, Stiche und Skulpturen wird nur der ermäßigte Steuersatz erhoben, wenn es sich um in Handarbeit erstellte Originale handelt und nicht um Repliken oder Nachdrucke.

  • Der Sieben-Prozent-Satz gilt auch für zoologische, botanische, anatomische und archäologische Sammelstücke.
  • Auch Münzen und Medaillen werden nur mit sieben Prozent besteuert.
  • Ultur und Freizeit : Unter den geringeren Steuersatz fallen auch Eintrittskarten für Theater, Orchester, Konzerte, Museen, Zirkusse und Schwimmbäder sowie für Kinos, dort allerdings nur unter dem Vorbehalt des Jugendschutzes.

Hotels und Gaststätten : Seit Anfang 2010 fallen auch Hotelübernachtungen unter die Ermäßigung. Begründet wurde dieser Rabatt, der auch für Campingplätze gilt, mit der Wirtschaftsförderung und ähnlichen Regelungen in europäischen Nachbarländern. Für Essen im Hotelrestaurant einschließlich des Frühstücks gilt jedoch weiterhin der volle Steuersatz.

Welche Lebensmittel mit 7%?

Was wird mit 7% versteuert? – Deswegen gilt in Deutschland zum Beispiel für die meisten Lebensmittel grundsätzlich der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent. Hierzu zählen Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Getreide- und Backwaren.

Wann 7% MwSt Künstler?

Umsatzsteuer für Künstler, Schauspieler, Musiker und Kulturschaffende in Berlin – Honorare für Konzertauftritte, Lesungen u.a. sind mit 19 % Mehrwertsteuer abzurechnen, während die Übertragungsrechte von Mitschnitten und Aufzeichnungen mit 7 % Mehrwertsteuer berechnet werden.

Wie so oft im Leben, steckt der Teufel im Detail. Noch komplizierter wird es bei Auslandsengagements, denn keiner will zweimal auf die gleiche Sache Steuern entrichten. Gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Ausland, in dem der Auftritt stattfindet? Schätzen Sie die Umsätze ihrer Künstler-GbR für das nächste folgende Jahr so genau wie möglich ab.

Wissen sie, wann der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7% und wann der volle Mehrwertsteuer von 19 % auf Produkte und Dienstleistungen von Künstlern fällig ist? Mit diesen Fragen finden Sie sich im Steuerdschungel wieder und tappen vielleicht unfreiwillig in eine Steuerfalle.

Der Gesetzgeber möchte mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 % soziale und kulturelle Zwecke fördern. Räumt der Fotograf seinem Kunden per Lizenzvertrag die Nutzungsrechte an Fotos ein und ist dies der wesentliche Vertragsbestandteil, dann wird nur der ermäßigte Steuersatz 7 % MwSt. berechnet, weil urheberrechtliche Nutzungsrechte dem ermäßigten Steuersatz unterliegen.

Verkauft der Fotograf aber Fotoprodukte wie Foto-CD, Fotobuch, Fotoabzüge u.a., wird der volle Steuersatz 19 % MwSt. fällig. Achten Sie bei der Rechnungslegung unbedingt auf die genaue Bezeichnung der Leistungen, um im Rahmen einer Betriebsprüfung nicht zu empfindlichen Umsatzsteuernachzahlungen verdonnert zu werden.